Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)

  • Verstehe ich das richtig, dass man die Verlängerung der U7 dann hauptsächlich entweder in offener Bauweise, bzw. den letzten Abschnitt überirdisch bauen könnte? Dies wäre ja schon auch ein preislicher Vorteil und ginge zeitlich auch schneller?

  • Sinnlosquote gelöscht.
    Bato


    Ja, richtig. Bis zur Stadtgrenze geht das unterirdisch in offener Bauweise. Ab der Stadtgrenze dann oberirdisch in Form einer Hochbahn, bis über den Bahngraben. Das hängt mit dem abfallenden Gelände in Richtung Schönefeld zusammen und mit der Tatsache, dass nördlich des Bahnhofs ein Klärwerksableiter von Waßmannsdorf einer Einschnittlösung im Weg wäre. Die Differenz von Teil unterirdisch/oberirdisch bzw. komplett unterirdisch liegt bei ca. 50 Mill. Euro. Also 250 Mill. kontra 300 Millionen für die Strecke zum jetzigen S-Bahnendpunkt.


    Der Baugrund im südlichen Neukölln besteht aus Geschiebemergel mit Schichtenwasser. Das sind die Anhöhen des Teltow, nördliches Adäquat ist der Barnim. Dort Tunnel in offener Bauweise zu bauen ist ggü. der Stadtmitte trivial. Der viel zitierte berüchtigte Berliner Baugrund existiert nur im Berliner Urstromtal.

  • U-Bahn-Pläne der BVG Projekt GmbH

    Die jetzige Projektrealisierungsgesellschaft U5 soll in der BVG Projekt GmbH aufgehen: https://www.berliner-zeitung.d…ge-nicht-schluss-32726156
    Der Waisentunnel (stillgelegte, fast 100 Jahre alte Anlage nahe der Waisenstraße und unter der Spree) sei zu sanieren, außerdem sei für den geplanten rund 150 Meter hohen Wohnturm des Investors Hines eine Lösung für einen sicheren Betrieb der U5 direkt darunter zu finden.
    Im Auftrag des Senats ließ die BVG demnach Machbarkeitsstudien erstellen, die sich mit möglichen Verlängerungen der Linien U6 (zum heutigen Tegeler Flughafengelände), der U7 (zum BER), der U8 (ins Märkische Viertel) und der U7 (nach Heerstraße Nord) befassen.
    Für die U8-Verlängerung sehe BVG-Chefin Sigrid Nikutta besonders gute Chancen. Derzeit (Stand 19.06.2019) würden die Studien noch bearbeitet, dann könnten die zuständigen Politiker entscheiden.


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    Bisher nicht genutzte Vorratsbauten (für die U10, hier unterhalb der U9 zwischen "Rathaus Steglitz" und "Schloßstraße") bzw. stillgelegte Strecken wie besagter "Waisentunnel" (= Verbindung zwischen der U5 und U8; 1980 Schauplatz einer DDR-Flucht) sind wohl anlässlich einer Sonderfahrt bzw. Führung festgehalten worden in einem interessanten Video: https://www.youtube.com/watch?v=J-HM0GAvYSA


    Zur U10 und weiteren dazugehörigen - West-Berliner - Vorratsbauten siehe: https://www.berliner-zeitung.d…tig-gebaut-wurde-24005610
    Über den Alexanderplatz hinaus ostwärts Richtung geplanter U10-Endstation Weißensee wurde demnach schon in den 1930er Jahren gebaut, allerdings nur ein kleiner Tunnelabschnitt.


    Auch beim neuen U5-Bahnhof "Rotes Rathaus" wurden demnach Bauvorleistungen für die U10 erbracht,
    siehe hierzu Posts #505 - #508 im Nachbar-Thread:
    https://www.deutsches-architek…d.php?p=629448#post629448



    Nach 1993 sollen die Planungen zur Linie U10 zugunsten einer neuen Linie U3 verworfen worden sein: https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Linie_10_(Berlin)
    Bauvorleistungen wurden demnach auch schon für die U3 erbracht, z.B. ein 392 Meter langer Rohbautunnel am Potsdamer Platz.


    Die frühere - historische - Linienbezeichnung der U10 war demnach „F“.


    ..
    Unter diesem [Mühlendamm-]Wehr liegt ein mit Magerbeton verfülltes Tunnelstück von 90 m Länge für die geplante U-Bahnlinie F von Weißensee, dass aber in jedem Fall nicht mehr nutzbar ist. ...


    Nach der Wiedervereinigung Berlins seien die Pläne zum Bau einer U-Bahn wieder konkreter geworden, laut Wikipedia sah man jedoch einen Schildvortrieb im Bereich der *Fischerinsel* vor; insofern bleibe der Mühlendammtunnel "nutzlos".

  • S21, 1. BA / Verlängerung Straße "Nordufer"

    Im Zuge der Errichtung der "S21" muss die Tegeler Straße unterbrochen werden (wird dauerhaft beiderseits zur Sackgasse): https://bauprojekte.deutscheba…k-baustufe-1-20180606.jpg
    Q: "Mediagalerie" auf: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/berlin-s21


    Blick von der Fennstraße nordwärts die Tegeler Straße entlang,
    im Vordergrund der neue Abzweig zur künftigen "Ersatz"-Straße Nordufer:





    Die Nordufer-Bauarbeiten:





    Oben die DB-Trasse (für ICEs etc.), unten die neue S21-Trasse/Brücke über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal mit der Nordufer-Unterführung:




    (Fotos: Hallole)



    Zuletzt mit Foto: https://www.deutsches-architek…p?p=610650&postcount=2030


  • Der Waisentunnel (stillgelegte, fast 100 Jahre alte Anlage nahe der Waisenstraße und unter der Spree) sei zu sanieren


    Stillgelegt ist ein hartes Wort. Sagen wir lieber derzeit außer Betrieb. Der Tunnel wurde während des 1.Wk in einem damals spektakulären Bauverfahren errichtet. Leider verursachte der Krieg eine absolut mangelhafte Bauausführung und bereits 1932 musste erstmals gegen Wassereinbrüche vorgegangen werden. Der Zustand war nie besonders gut, der Tunnel ist aber zur internen Verbindung von 2 Werkstätten äußerst wichtig. Anlässlich einer Bauwerksprüfung musste dann eine Notabstützung aufgestellt und der Betrieb eingestellt werden. Da es sich um eine Anlage ohne Fahrgastbetrieb handelt, ist die Kostenfrage der Sanierung ein ärgerliches Problem für die BVG.

  • Spreeufer-Sanierung am Schiffbauerdamm / Panke-Mündung

    Im Zuge der Sanierung der Befestigung des nördlichen Spreeufers soll auch der Mündungsbereich der Südpanke erneuert werden: https://www.berlin.de/senuvk/b…bruecke/de/vorhaben.shtml


    Ist-Zustand: https://www.berlin.de/senuvk/b…erdammbruecke/index.shtml
    .. und da:

    ..
    https://abload.de/img/img_20190120_140541ogjq2.jpg
    ..
    Wasserstraßen-Bauarbeitenübersicht Innenstadt (Stand 12/2017): http://www.wsa-b.de/wasserstra…n_berliner_innenstadt.pdf
    .. geplant ist auch ein Ersatzneubau Schiffbauerdammbrücke Pankeauslass



    PM vom 12.07.2019: https://www.berlin.de/sen/uvk/…essemitteilung.828319.php
    Seit gestrigem Montag, den 15.07.2019 ist demnach der Schiffbauerdamm in diesem Bereich komplett gesperrt. Die Fußgänger werden auf dem nördlichen Gehweg um den Baubereich geleitet, eine Umleitung für den Radverkehr ist ausgeschildert.
    Die jetzige Brücke soll künftig aus zwei Bauwerken bestehen: einer vier Meter breiten Ersatzbrücke und einem elf Meter breiten, neuen Kanal.


    Die Fertigstellung der Baumaßnahme erfolgt demnach voraussichtlich im 1. Quartal 2020, bei Gesamtkosten von 1,4 Millionen Euro.



    Siehe auch: https://www.deutsches-architek…p?p=632437&postcount=2186

  • Spree-Radweg nach Spandau

    Bereits seit 1981 (!) soll an einem Radweg entlang der Spree von Charlottenburg bis nach Spandau geplant werden: https://leute.tagesspiegel.de/…d-wanderweg-an-der-spree/
    U.a. der Neubau einer Brücke über den “Grützmachergraben“ – gegenüber vom U-Bahnhof Haselhorst – sei bereits (europaweit) ausgeschrieben, die weiteren Planungsleistungen folgten in Kürze.


    Im Zuge der Umgestaltung des „Spandauer Horns“ soll jedenfalls ein neuer Uferweg mitsamt Radweg an der Spree fest eingeplant sein.

  • Tunnelbohrmaschine

    Mal eine technische Frage:


    Könnte eine Tunnelbormaschine eigentlich eine Bauvorleistung wie den Bahnhof für die U3 am Potsdamer Platz durchfahren, oder müsste sie davor heraus und dahinter wieder in eine neue Startbaugrube hinein gehoben werden?

  • ^
    Im Fall des U-Bahnhofs Potsdamer Platz kommt der Einsatz einer Tunnelbohrmaschine nicht in Frage. Dazu liegt der künftige Tunnel zu knapp über dem Tunnel der Nord-Süd Bahn und zu knapp unter dem Tunnel der U2.
    Maximal von Westen her kann ich mir das vorstellen. Ein Durchfahren käme ohnehin nicht in Betracht, da die TBM für den bereits fertigen Bahnhofsbau viel zu schwer wäre und einen zu großen Durchmesser hat.

  • Deckelung bzw. Überbauung von Stadtautobahn?

    Zuletzt ab: https://www.deutsches-architek…d.php?p=627881#post627881


    Das Baukollegium Berlin brachte am 19.08.2019 selbst die Idee einer langfristigen Deckelung der Stadtautobahn vor dem Bahnhof Südkreuz ins Spiel, und zwar anlässlich der Vorstellung eines Neubau-Projekts:

    ...
    Protokoll mit Visus
    ..
    Eine langfristige Deckelung der bzw. der Bau einer Fußgängerbrücke über die [Stadt-]Autobahn [A100] würde eine Art Bahnhofsplatz
    schaffen und dem städtebaulichen Ansatz unbedingt gut tun
    .


    So lautet im Protokoll auf Seite 6 unter "Freiraumplanung" dessen Empfehlung für "diese besondere, von Verkehrsschneisen umgebene Insellage" (Seite 1).


    Ein Luftbild aus dem Jahre 2006 zeigt die Insellage der GSG-Gewerbehöfe im Dreieck zwischen Autobahn, Bahngleisen & Ikea (das Areal rechts oben direkt neben dem Bahnhof wird übrigens derzeit bebaut).

  • Dresdner Bahn / Airport- bzw. Flughafen-Express (FEX)

    Zuletzt: https://www.deutsches-architek…p?p=623535&postcount=2158


    Im September sei der letzte Bauabschnitt der Dresdner Bahn genehmigt worden: https://www.rbb24.de/wirtschaf…migung-dresdner-bahn.html
    https://www.tagesspiegel.de/be…esdner-bahn/25012320.html
    Das Eisenbahn-Bundesamt habe die Planungen der Deutschen Bahn für den Ausbau der "Dresdner Bahn" zwischen der Landesgrenze Berlin/Brandenburg und Blankenfelde (Teltow-Fläming) genehmigt. Dort sind demnach zwei elektrifizierte Fernbahngleise für Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h geplant, sowie eine Verbindungskurve zum künftigen Hauptstadtflughafen BER - wodurch der BER vom Hauptbahnhof in 20 Minuten ab Dezember 2025 im 15-Minuten-Takt erreichbar sein solle.


    Zudem solle die überwiegend eingleisige S-Bahn-Strecke modernisiert und die Endstation Blankenfelde nach Süden verlegt werden. Geplant sei auch ein kombinierter Bahnsteig für S- und Regionalbahn, damit Reisende künftig einfacher umsteigen können.



    17 bzw. 15 Baustellen-Bilder vom PFA 1 bzw. 2 per 26.07.2019:
    http://www.baustellen-doku.inf…sse-Schichauweg/20190726/
    http://www.baustellen-doku.inf…weg-Stadtgrenze/20190726/



    Weitere Fotos und Überblick: https://www.berliner-woche.de/…zur-dresdner-bahn_a233872
    Bei einem Informationsabend habe der Projektleiter der Dresdner Bahn und sein Expertenteam Anwohnern Rede und Antwort gestanden.


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    Zwischen Attilastraße (früher: „Mariendorf“) und Marienfelde solle nun tatsächlich ein neuer S-Bahnhof "Kamenzer Damm" der S2 eingefügt werden: https://www.tagesspiegel.de/be…uprojekt-an/25066270.html
    https://www.berliner-woche.de/…ion-kamenzer-damm_a229873
    Nachdem im Mai der japanische Telekomkonzern NTT angekündigt habe, 400 Millionen Euro in ein Rechenzentrum im Gewerbegebiet "Marienpark" zu investieren, zudem dort ein Zentrum für 3-D-Druck und in der Mühlenstraße ein neues Wohnquartier & ein weiteres Wohnquartier in der Dessauer Straße entstehe, solle der Bau des Bahnhofes - noch vor - 2026 beginnen.

  • S21, 1. BA / Tegeler Straße

    Zuletzt: mit Fotos


    Die (schon lange geplante) Unterbrechung der Tegeler Straße soll laut "Tagesspiegel" vom 02.10.2019 nun im November umgesetzt werden.
    Quer über die Tegeler Straße nahezu ebenerdig wird die S21-Trasse führen und die Straße somit südlich und nördlich davon zu einer Sackgasse machen.


    Dies und die künftige Verkehrsführung über die "Ersatz"-Straße Nordufer nebst (zumindest) Bürgersteigen sind einer großen Grafik (Q: Moabit online, wiederum aus DB-"Infotafeln" bzw. einem DB-Infoflyer, Stand: Sept. 2012) zu entnehmen.


    Randbemerkung:
    Der (im Dreieck aus Tegeler Straße / Nordufer / Bahngleisen gelegene) Mettmannplatz ist als Ausweichfläche für das Urban Gardening-Projekt "Himmelbeet" bekanntlich im Gespräch.

  • Tram-Neubaustrecke Hbf – U-Bf. Turmstraße

    Zuletzt ab da


    MoabitOnline berichtet darüber sehr ausführlich, aktuell zur (aufgrund vorheriger Einwendungen) erneuten Auslegung von Planunterlagen vom 14. Oktober bis einschließlich 13. November 2019 für die Straßenbahnneubaustrecke von Hauptbahnhof bis zum U-Bhf. Turmstraße.
    Falls ich die Unterlagen richtig deute, bleibt im Kern alles beim Alten, auch beim Baubeginn 2020 - oder?


    PS: Laut "Berliner Zeitung" vom 15.10.2019 sei von einer Inbetriebnahme 2020 nicht mehr die Rede, der Senat selbst spreche von 2021, Beobachter rechneten mit 2022.
    Die M10 soll demnach tagsüber und abends alle fünf, nachts alle zehn Minuten zum U-Bahnhof Turmstraße fahren; gerechnet wird mit ein bis zwei Jahren Bauzeit. Der 245er Bus soll dann allerdings seltener fahren, die BVG könne drei Busse künftig anderswo einsetzen.

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    Wenn's erneut ausgelegt wird, dann gibt's auch noch mal ne Einspruchsfrist...dann muss der Bau ausgeschrieben und vergeben werden, auch hier gibt's wieder Einspruchsfristen. 2020 denke ich daher eher nicht.


    Einzige Chance auf Baubeginn noch in dieser Legislaturperiode hat einzig die Adlershof2 Strecke.

  • ÖPNV / Künftiges Wohnquartier auf TXL-Gelände

    ..
    Im Falle der U5 ist es wegen der Anzahl der vielen Vorratsbauten .. einfach nur noch dumm die Erschließung des TXL Geländes über eine Tram vom Nord-Osten her (M13 Virchow Klinikum) zu erschließen.
    Welchen erfolg soll das Gelände dann haben?
    Die Tram kann auf dem riesigen Gelände nur den Zweck des lokalen Verkehrs erfüllen.


    Von der Erschließung des Geländes über einen U6 Abzweig halte ich gar nichts. Berlin hat bei der U-Bahn den großen Vorteil der Linienreinheit, den sollte man sich nicht mit Abzweigstrecken zerstören.


    In einem "Abendschau"-Video vom 10.10.2019 werden die Pläne des Senats für 14 neue Stadtquartiere im Überblick vorgestellt, darunter für 5000 neue Wohnungen ab 2022 auf dem (dann wohl früheren;)) Flughafen TXL-Areal.
    In einem Interview stellt der zuständige Staatssekretär fest, dass nach derzeitigem Stand KEINE NEUE U-Bahnlinie geplant sei, auch nicht für das besagte TXL-Areal; speziell für Letzteres sei dagegen eine neue Tram-Linie vorgesehen (künftige Verkehrsuntersuchungen sollen ggf. "Bedarfe" aufzeigen).

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    Die Erschließung des TXL Geländes via Straßenbahn M13 vom Virchow aus halte ich für ein absolut ungeeigneten Anschluss des Geländes auf dem ja bis zu 5000 Wohnungen entstehen sollen. Zudem soll es auf dem Gelände Büro, Gewerbe und eine Fachhochschule geben.
    Eine Tram kann auf dem Gelände ergänzend zur Feinverteilung genutzt werden. Aber als komplette Erschließung stößt sie sicher mit Eröffnung an die Kapazitätsgrenze.


    Sollte auf dem TXL Gelände dann doch auch noch das neue Hertha Stadion entstehen, dann geht's ohne Schnellbahnanschluss erst recht nicht mehr. Es sei denn alle sollen mit dem Auto, E-Scooter oder Fahrrad kommen.

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    Die Anbindung ist auch durch eine verlängerte Straßenbahn (komplett auf Eigentrasse!) von Turmstraße über Jungfernheide und die Urban Tech Republic (altes Flughafengelände) hin zum U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz geplant, nicht durch die M13.


    Eine grundsätzlich mögliche weitere Anbindung wäre auch von Westen zur Insel Gartenfeld denkbar.


    Die U-Bahn-Untersuchung zum Abzweig von der U6 als eine Art U65 vom Kurt-Schumacher-Platz zur Urban Tech Republic wird im Moment untersucht. So oder so wird diese erst später realisiert werden, insbesondere, da im Bereich Urban Tech Republic zunächst mehrjährige Baumaßnahmen anstehen. In dieser Zeit arbeitet dort - außer den Bauarbeitern - noch niemand, die Beuth-Universität folgt ebenso erst in ca. 5 Jahren. Wohnungen im direkten Bereich des alten Flughafengeländes sind sowie keine vorgesehen.
    Nötig wird hingegen ein grundsätzlicher ÖPNV-Verkehr, der zunächst durch Busse, später dann durch die besagte Straßenbahn erfolgen kann. Damit wird die U-Bahn nicht ausgeschlossen, ist aber eben nicht integraler Bestandteil der Planungen (die wohlgemerkt seit bald einem Jahrzehnt laufen; damals waren U-Bahn-Neubaustrecken noch unwahrscheinlicher als heute). Die geplanten 5.000 Wohneinheiten liegen im östlichen Flughafenbereich, wo heute der Autobahnzubringer liegt. Hier würde kaum jemand von einer U-Bahn profitieren, die das Gebiet lediglich unterquert, der Haltestellenabstand zum Kurt-Schumacher-Platz ist sehr gering. Von einer Straßenbahn mit einer viel besseren Feinerschließung profitieren hier deutlich mehr künftige Bewohner, die zudem entlang des M21/X21 weiter verlängert werden könnte.

  • ln einem Interview stellt der zuständige Staatssekretär fest, dass nach derzeitigem Stand KEINE NEUE U-Bahnlinie geplant sei, auch nicht für das besagte TXL-Areal; speziell für Letzteres sei dagegen eine neue Tram-Linie vorgesehen.


    Am Besten an dem Interview war die Bemerkung von Eva Maria Lemke: Ob ne LAUSIGE Strassenbahnlinie da wirklich ausreicht... :lach:


    In der heute gern glorifizierten Gründerzeit hat man noch neue Stadtgebiete zuerst mit der U- Bahn erschlossen, aber klar bei der derzeitigen Planungsgeschwindigkeit könnte man dann erst in 20 Jahren Stadterweiterungen vornehmen...