Kulturmeile/City-Boulevard

  • muss nicht, der Verein Aufbruch hatte ja dazu eine schlüssige Idee vorgelegt... indem man einen Opernneubau an der Stelle des Katzenstifts vorgeschlagen hatte, dazu gab/gibt es Entwürfe von renommierten Architekten, die das Katzenstift integrieren oder ersetzen...

    Aufbruch Vorträge


    etwas runter scrollen bis man auf den

    IDEEN-WORKSHOP FÜR EIN LEBENDIGES KULTURQUARTIER

    International renommierte Architekturbüros zu Gast bei Aufbruch Stuttgart

    kommt


    ein Beispiel von

    Allmann Sattler Wappner Architekten habe ich eingefügt...

  • Danke, so richtig viel kann ich mit den verkopften Collagen unserer "Star"- Architekten aber (noch) nicht anfangen. Das Hochhaus bei Allmann Sattler am Gerhard-Müller-Platz tauchte ja schon mal beim SPD-Stadtrat Körner auf. Realisierungschancen scheinen gegen 0, aber wenn man an diesen trostlosen Großkreuzungen etwas machen will, ist das für mich durchaus ein erfrischender - weil sichtbarer und somit relevanter - Ansatz. Nur bitte keinen zweiten Schwaben Bräu-Stumpen (Charlottenplatz), sondern wenn, dann skulpturgleich mit künstlerischem Anspruch (wenn schon Kulturmeile), wie etwa der Spiral Tower in Nagoya, Japan.

  • Ein richtiger und wichtiger Schritt. Den Bürgern Stück für Stück erlebbare, attraktive Stadträume zur Verfügung stellen, ohne den für eine wirtschaftlich erfolgreiche Großstadt nicht wegzudenkenden Verkehr zu behindern.

  • Ich bin kein Freund von Schnellschüssen und unüberlegten Umsetzungen. Aber der Strang hier startete 2003 und das ist ca. 17 Jahre her. Passiert ist letztendlich seit dem im Prinzip nichts!

    Da inzwischen nicht mal ein Plan oder gar ein Umbaubeginn vorliegt, kann man sich ausmalen wie lange das alles noch dauern wird. Mit so einem Schneckentempo wird das Land langfristig an die Wand gefahren.

  • Ausnahmsweise will ich mich dem Stuttgart-Pessimismus hier mal nicht anschließen:

    Der aktuell laufende Wettbewerb zur B14 und angrenzender Gebiete ist sehr weit gefasst - sowohl räumlich als auch im zeitlichen Horizont - und dadurch planerisch eine Herausforderung und vermutlich im Ergebnis nichts, das morgen schon umgesetzt werden kann.


    Aber endlich wird hier doch mal ein Thema ganzheitlich und übergreifend angegangen - sodass hier zumindest eine kleine Chance besteht, auch mal so etwas wie eine übergreifende Idee/Vision für einen wichtigen Teil der Innenstadt zu entwickeln. In einer Stadt in der -verglichen mit anderen Großstädten in Deutschland und noch mehr im Ausland - planerisch viel zu oft im Kleinklein agiert wird ist das ein wichtiger Schritt!

  • Problem ist, dass über das Ganze schon 30 Jahre diskutiert wird und bis jetzt so gut wie nichts passiert ist. Und das nach allen möglichen Gutachten und Wettbewerben. Das sind also die Realitäten, selbst bei eher städtebaufreundlichen politischen Konstellationen unter OB Schuster gelang das nicht mal im Ansatz. Solange der nächste OB und der Gemeinderat das Projekt nicht von Anfang an gemeinsam durchfechten, wird auch weiterhin nichts realisiert und es gilt weiterhin: Der Weg ist das Ziel. Für mich: Weiterhin kein Grund zum Optimismus.

  • @ Goanna

    Der Strang hier begann 2003, die Idee das irgendwas an der Betonstadtautobahn städtefreundlicher gestaltet werden kann ist noch älter.

    Nehmen wir mal an, jemand war 18 Jahre alt zu diesem Zeitpunkt. Dieser ist nun 35 Jahre alt und wenn es so weiter geht, wird der vor dem Alter 50 Jahre nicht erleben, dass sich etwas ändert. D.H. dessen Kinder haben schon Kinder.

    Muss es unbedingt 2 Generationen dauern bis sich mal was ändert?

  • Man muss allerdings auch sehen das wir mit S21 und dem Rosensteintunnel 2 Großbaustellen in der Stadt haben. Wenn jetzt noch eine dritte Baustelle in der City dazukommen würde droht uns hier tatsächlich ein Verkehrskollaps – von der Stimmung in der Bevölkerung mal ganz abgesehen. Nichtsdestotrotz würde ich mir auch wünschen das man zumindest mal mit konkreten Planungen beginnen würde. Bis jetzt ist ja völlig unklar in welche Richtung das Ganze gehen wird. Insgesamt fehlt mir hier die Bereitschaft zu mutigen Schritten, außer klein-klein wird sich hier in den nächste 20 Jahren vermutlich eher wenig tun.

  • jack000  Wagahai


    Ich gebe euch recht, dass der Rückblick auf die politische Vorgeschichte nicht gerade ermutigend ist.


    Aber trotzdem halte ich es für richtig, dass der Rahmen des aktuellen Wettbewerbs vergleichsweise umfassend gewählt ist. Im Strang zum Rosenstein wurde ja schon angesprochen, dass es hier auch evtl komplexe Überschneidungen gibt, insbesondere was die Verortung kultureller Zielorte angeht. Aber wenn Stuttgart irgendwie mal weiterkommen will, mit diesem Kuddelmuddel aus jahrzehntelang angestauten Themen, dann muss hier einmal übergreifend gedacht werden dürfen, damit zumindest die Chance besteht, dass es dieses mal besser wird.


    Es ist ja auch eine durchaus bewährte Vorgehensweise, das Ergebnis eines solchen Wettbewerbs im Nachgang zeitnah (!) in einen Rahmenplan für das Gesamtgebiet zu überführen, an dem sich bereits unmittelbar anstehende Bauprojekte (und deren Genehmigung) orientieren können - auch bevor schon jeder Teilbereich auf B-Plan-Detailgrad ausgearbeitet ist. Wenn man sowas richtig aufgleist, kann das gut funktionieren. ;):thumbup:


    Aus anderen Prozessen würde ich sogar mal frech behaupten, dass der Rahmenplan (inkl. kompakter Bürgerbeteiligung) innerhalb eines Jahres nach Wettbewerbsergebnis druckreif sein kann. Parallel dazu kann schon mit Machbarkeitsstudien, Funktionsplänen und B-Plänen begonnen werden, die dann aber sicherlich etwas länger brauchen.

  • Auf jeden Fall halte ich eine grundlegende Planung entlang der B14 für mehr als notwendig. Bedauerlicherweise hat man die komplette Schneise nicht im Zuge von S21 gleich mitgeplant.....LG

  • Es gibt einen Sieger und der heißt asp, das selbe Büro, das auch den Rosensteinwettbewerb gewonnen hat. Nach Lektüre der städtischen Mitteilung bin ich allerdings wenig klüger als zuvor. Nur soviel, wenn ich es richtig verstanden habe: die bestehenden Straßenunterführungen sollen aufgegeben und irgendwie alternativ genutzt werden. Neue Tunnelabschnitte sollen nicht entstehen (wobei da der Text an einer Stelle unklar bleibt). Die Wettberbsarbeiten sollen demnächst online anzusehen sein. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen, ein Zeitrahmen wird nicht genannt. Ich will nicht vorschnell urteilen, bin aber zwischen ratlos und skeptisch.


    https://www.stuttgart.de/servi…stuttgart-entschieden.php


    Nachtrag: hier sind die Ergebnisse verlinkt aber zumindest bei mir funktioniert das öffnen nicht: https://www.stuttgart-meine-st…adtentwicklung/b14/?tab=2

  • Siegerentwurf:

    Marienplatz bis Charlottenplatz zweispurig. Alle planfreien Knoten zu plangleichen umgebaut. Wilhelmsplatz komplett Autofrei.
    Charlottenplatz bis Neckartor vierspurig. Schillerstraße Autofrei, nur noch für Busse freigegeben.
    Cannstatter Straße bleibt oberirdisch.


    Die Gestaltung Österreichischer Platz gefällt mir, besonders der neue Zugang zu Stadtbahnhaltestelle.

    Verkehrstechnisch werden weiter die politischen Ziele der LHS verfolgt, möglichst den MIV zu vertreiben.

  • Für Anwohner sicherlich super, insgesamt wird der Stadtraum davon sicher profitieren. Aber für alle die durch Stuttgart durchpendeln müssen der Horror! Stuttgart wird so noch mehr zum Nadelöhr, der Druck auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor allem in der Region noch größer! Mal schauen wie lang sich die Stadt Stuttgart mit der kommenden Entlassungswelle in der Automobilbranche solche Spirentzchen noch leisten kann.

  • Binol danke für die Zusammenfassung. So wird es etwas verständlicher. Gespannt sein darf darauf, was in den Platzunterfahrungen passieren soll - und wohin der Verkehr ausweicht.

  • Äh ja, gefallen würde mir das optisch auch, aber Verkehr ist halt auch da... und die Leute fahren da halt nicht alle zum Spaß im Kreis. Solche Vorschläge, ohne eine Alternative für den Verkehr darzulegen, sind doch ein Schlag ins Gesicht all derer, die da z.B. aus beruflichen Gründen durchfahren müssen. Solche Vorschläge tragen daher in meinen Augen zur Spaltung der Gesellschaft bei. Und nein, ich übertreibe nicht - so verhärten sich die Fronten Maximal.

  • Binol

    Ja, sehe ich auch so, wozu muss es in dem Abschnitt 4 Spuren geben wenn nur 2 ankommen (Die Zufahrten aus der Filderstrasse sind eher marginal).


    @Topic

    Die Reise in Richtung: "Weniger Spuren, mehr Bäume" wird so oder so nicht zu verhindern sein. Die Masse fährt aber nicht durch Stuttgart weil die durch Stuttgart fahren wollen, sondern weil sie es müssen mangels Alternativen.

    => Sollte es tatsächlich zum Verkehrskollaps kommen, werden Ideen wie der Nordostring und die Verbindung B27/B14 wieder zur Diskussion stehen.


    Die Frage ist, ob es sinnvoll ist das die Tunnel/Unterführungen dann nicht mehr existieren und so der Verkehr sich ebenerdig behindert.