Kulturmeile/City-Boulevard

  • Zitat von Wagahai

    Du zitierst Dich ja schon wieder selber ;)

    Mein Patent, darf ich unbegrenzt nutzen. Bin halt ein schwäbischer Tüftler.



    Zitat von Wagahai

    Abreißen bitte...

    Ausgerechnet diese fast antiken Säulen :nono:


    Tipp: Schönsaufen geht wieder mal schneller.
    Denk an die ganzen Details.
    Quiz: Wieviele Erker hat dies Gebäude?
    Und eine Art Walmdach.
    Die originelle Eckgestaltung
    Hinter den schon erwähnten Säulen erste verwirklichte Ansätze des Rotebühlboulevards.


    Sei nicht so negativ !

  • Zitat von Max BGF


    Das alles tut dem herrschaftlichen Teil der Leopoldstraße keinen Abbruch. Nur sehe ich nicht, wie dieser durch eine F.zone verlöre oder umgekehrt was dadurch gewonnen wird, daß man daran gehindert ist, zwischen den Seiten zu wechseln. Tatsächlich muß man sich doch entscheiden: Will ich heute auf dieser oder auf jener Seite laufen?
    Angenommen auf der Königstraße führen noch Autos und Straßenbahn, gerne stelle man sich diese nostalgischen Schwarz-Weiß-Bilder vor.
    Wärst Du dann für Boulevard statt Fußgängerzone?


    Also, die Königstr. darf ruhig so bleiben wie sie ist. Und Fußgängerzonen sind ja auch absolut in Ordnung.
    Aber (es mag zwar etwas seltsam erscheinen): Ich mag es ganz gern, wenn Autos im Stadtbild sind, das hat irgendwie auch was Dynamisches, die Gleichzeitigkeit und Vielfältigkeit von verschiedenen Geschehnissen machen für mich eine Stadt urban.
    Es geht nicht darum, das Eine gegen das Andere auszuspielen, nein, die für mich interessanteste Lösung ist ein sowohl als auch, soll heißen: Eine attraktive Fußgängerzone und ein attraktiver City-Boulevard, den imo die Stadt gut vertragen kann.


    Dazu fällt mir die Wolframstraße ein.


    Finde ich interessant, da könnte man sicher etwas nettes daraus machen.


    Und wenn ich an Prachtboulevard denke, dann fällt mir die Hohenheimer Straße (B27) ein. Sie hätte eher die Qualität entsprechender Vorbilder und wohl auch die beste Breite. Leider ist sie wohl zu steil und man müßte ganz alte und wahrscheinlich sehr teure Tunnelpläne reaktivieren...


    Sehe ich genauso, es gibt eigentlich nur ganz selten große "steile" Boulevards, im Moment fällt mir nur die Via XX.Settembre in Genua ein.


    Nach der StZ vom 12.04.05 ist die Idee, auf der Adenauer- und der Hauptstätter Str. drei ebenerdige Fußgängerüberquerungen anzulegen, mit der Mehrheit aus CDU, FDP und FW aufgegeben worden. Nach einer Untersuchung des Verkehrsplaners Karajan ließe diese Lösung nach Interpretation der Mehrheit "erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den Verkehrsfluss auf dem City-Ring und seinen Zuläufen erwarten".
    Daher würde nur noch die Untertunnelungsvariante weiter verfolgt.
    Nach Meinung der Grünen im Stadtrat werde die Untertunnelung nie realisiert, und schon gar nicht mit Hilfe des Landes.

  • CDU, FDP und FW

    :applaus:



    Nach Meinung der Grünen im Stadtrat werde die Untertunnelung nie realisiert, und schon gar nicht mit Hilfe des Landes.

    Weil es mir gerade auffällt:
    Die Grünen nehmen gerne Worte wie "nie" und "völlig" in den Mund. Besonders dann, wenn es für diese totalitären Ewigkeitsaussagen absolut keine Beweise gibt.


    Vielleicht sollten sie mal so langsam einplanen, daß nach 2006 Deutschland wieder auf die Beine kommen könnte und eine tiefschwarze BT- & BR-Mehrheit ihre Abschwung- und Blockadegesetze entrümpelt. Vielleicht erleben wir noch Wunder und es wird wieder mehr das entschieden und gebaut, was heute nur endlos debattiert und schlecht geredet wird.

  • Ist die Untertunnelung wirklich realistisch? Die StZ spricht ja im Kommentar quasi von "Wahlbetrug", dass die Mehrheit von CDU, FDP und FW die Kulturmeile jetzt auf die lange Bank schieben will.


    Und was grüne Rhetorik angeht...sie ist einfach nur weniger ausgereift als bei den Verbalakrobaten anderer Parteien. Aber auch die Grünen sind auf einem schlechten Weg.


    Ich frage mich, was passieren würde, wenn Politiker aus TV-Talkshows verbannt würden. Imo würden sie sich dann wieder der Politik zuwenden. Wir brauchen weniger Zoom auf fettige Gesichter, sondern mehr Boom durch Handeln ohne Firlefanz und Schnickschnack.

  • Eine Untertunnelung ist völlig nutzlos und unnötig, aber wenn man sieht was und wie am Pragsattel oder Schwanenplatz untertunnelt wird, leider realistisch.

  • Ist die Untertunnelung wirklich realistisch?

    Finanziell: Ja. Sind ja nur 60 Mio und ich nehme jedem ab, daß er sie sich wünscht. Nur eben andere Priorisierung, die in derzeit knappen Zeiten und bei ein paar anderen laufenden Groß- bis Megaprojekten für eine 500.000+ Stadt dazu führt, daß nicht umgehend nach Verkündigung des OB-Wahlergebnis die Bagger angerollt sind. Dß sich ausgerechnet die Grünen darüber beklagen, daß ein Bauprojekt nicht frühestmöglich startet, ist schon einigermaßen...


    Technisch: Da sehe ich eher Probleme. Denn die Untertunnelung macht nur Sinn, wenn hinterher die gleichen Automengen bewältigt werden. Das verlangt sicher eine gut durchdachte Lösung. ich weigere mich aber, solche Dinge im 3. Jtsd als unrealistisch oder gar nicht machbar anzusehen.



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    Zitat von Max BGF

    Die Grünen nehmen gerne Worte wie "nie" und "völlig" in den Mund. Besonders dann, wenn es für diese totalitären Ewigkeitsaussagen absolut keine Beweise gibt.

    Zitat von derstuttgarter

    Eine Untertunnelung ist völlig nutzlos und unnötig

    :lol: Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Du bist schon Klasse. :banana:



    Zitat von derstuttgarter

    aber wenn man sieht was und wie am Pragsattel oder Schwanenplatz untertunnelt wird, leider realistisch.

    Na endlich, es gibt neue schlechte Projekte :lach:


    Trotzdem interessiert es: Was gefällt Dir an Pragtunnel, Schwanentunnel und Berger Tunnel nicht?

  • Es gibt einige Möglichkeiten.
    Ein attraktiverer Gehweg entlang der Schillerstraße vom Hauptbahnhof am Katharinen Stift vorbei zur Alten Staatsgalerie wäre der kürzeste und preiswerteste Weg, zudem ebenerdig und ohne neuen Tunnel.
    Da sich die Fußwege der Kulturmeile bereits eine Etage über der B14 befinden, ist eine Fußgängerbrücke z.B. beim Staatstheater eine natürliche und bequeme Lösung.
    Vielleicht sollte man auch nur den Treppenaufgang der Unterführung (am Haus der Geschichte) etwas abändern, so daß das obere Stück nicht direkt zurück zur Straße, sondern parallel geht.
    Ansonsten verweise ich auf meine uralten Vorschläge den Cityring zur Einbahnstraße zu machen. Zu finden auf www.derstuttgarter.de unter Stuttgart21.
    Damit entfällt die Fahrbahn direkt vor der Alten Staatsgalerie und eine Fahrbahn am Charlottenplatz. Die untere Stadtbahn-Haltestelle (U1,2,4) kann nach oben geöffnet werden. Der Park wird etwas größer, die Tunnelrampe etwas 'lichter'.

  • Pragtunnel:
    Hätte genausogut auch offen gebaut werden können. Drei, vier kurze Brücken und alles und nicht nur die B10 wäre kreuzungsfrei. So nutzt es nur dem Durchgangsverkehr der eigentlich überhaupt nicht auf die Stuttgarter Markung gehört.
    Eine Beteiligung an der Feinstaubdiskussion können sich die Befürworter dieses Bauwerks sparen.


    Berger Tunnel:
    Was ist denn darüber? Die Liegewiese des Mineralbades. Der untertunnelte Straße liegt zu ebener Erde wurde eingemauert und das Dach begrünt. Die linksrechts Schikane direkt am Tunnelausgang ist auch nicht ohne.
    Man hat den Tunnel direkt auf ein denkmalgeschütztes Gebäude (Wasserwerk) zu gebaut.


    Schwanentunnel:
    Auch hier durfte die Straße nicht tiefergelegt werden.
    (das Mineralwasser läßt grüßen) Die Straßenbahn fährt also mit einer Rampe auf das Dach des Tunnels hat dort oben eine Haltestelle und am anderen Ende fährt sie wieder runter und kreuzt dort sogar ebenerdig einen Teil des Verkehrs den sie soeben überquert hat.


    Daß die Kreuzung B10 und B14 nur einen Teil der Abbiegerichtungen ermöglicht ist ein weiterer Nachteil, ebenso die dreispurige Wendemöglichkeit über den Mittelstreifen und die geteilte Fahrbahn rechts und links am Pfeiler der Fußgängerbrücke vorbei.

  • Zitat von derstuttgarter

    Pragtunnel:
    So nutzt es nur dem Durchgangsverkehr der eigentlich überhaupt nicht auf die Stuttgarter Markung gehört.

    Die Diskussion, ob der Verkehr dorthin gehört ist kurz-mittelfristig müßig. Solange es keinen Nordostring gibt, ist das für viele Strecken die optimale Route, ob mit oder ohne Tunnel und ob mit offener oder bergmännischer Bauweise.


    Insofern nutzt der Tunnel m.E. allen, den duchfahrenden, einfahrenden und ausfahrenden Nicht-Stuttgartern, wie den einfahrenden und ausfahrenden Stuttgartern. Und selbst wenn nur Transitverkehr ES-LB im neuen Tunnel fährt, profitieren Stuttgarter davon, indem sie z.B. oben auf dem Pragsattel kürzere Rotphasen haben.



    Und dann ist es eine Bundesstraße, kein Stuttgarter Privatsträßle. ES sortiert ja auch keine Stuttgarter aus, die nach GP die B10 statt der A8 benutzen.
    Nicht mißverstehen: Duchgangsverkehr will ich dort auch nicht, der sollte auf einen Nordostring. Nur solange dieser aus Planungen und Diskussionen besteht, verstehe ich die Durchfahrer.

  • Aber es ist schon eine seltsame Art eine Kreuzung so auszubauen, daß nur der unerwünschte Durchgangsverkehr kreuzungsfrei freie Fahrt hat, die eigenen Bürger aber weiter an der Ampel stehen müssen.
    Alle Welt redet davon, Mautmeidern und rußenden Dieseln den Weg durch die Städte zu erschweren, Stuttgart legt ihnen noch den Roten Teppich aus.
    Man sollte im Hinblick auf die Feinstaubverordnung der EU die Inbetriebnahme verbieten.

  • Zitat von derstuttgarter

    Aber es ist schon eine seltsame Art eine Kreuzung so auszubauen, daß nur der unerwünschte Durchgangsverkehr kreuzungsfrei freie Fahrt hat, die eigenen Bürger aber weiter an der Ampel stehen müssen.

    Plausiblerweise und ohne Verfolgungswahn und Kabarettistentum würde ich einfach mal annehmen, daß dies verkehrliche/finanzielle/technische Gründe hat.


    - B10-B295-Tunnel besser/billiger/einfacher?
    - B10-B27-Tunnel besser/billiger/einfacher?
    - B10-B10-Tunnel besser/billiger/einfacher?
    - B295-B27-Tunnel besser/billiger/einfacher?
    - B27-B27-Tunnel besser/billiger/einfacher?


    Ist ja ein Riesenkreuzungsbauwerk nicht nur mit 3 Bundesstraßen + Auerbachstr., sondern auch 2-geschossigen und kreuzenden Stadtbahnlinien...


    Außerdem erreicht man mit dem Pragtunnel nicht nur eine Entlastung des Pragsattels, sondern auch Entflechtung Löwentorkreuzung.



    Zitat von derstuttgarter

    Alle Welt redet davon, Mautmeidern und rußenden Dieseln den Weg durch die Städte zu erschweren, Stuttgart legt ihnen noch den Roten Teppich aus.
    Man sollte im Hinblick auf die Feinstaubverordnung der EU die Inbetriebnahme verbieten.

    Ich habe so zwei Gefühle:
    1.) Bis 31.12.2004 war Feinstaub keinem Kommunalpolitiker hierzulande ein Begriff
    2.) Der Pragtunnel wurde vor dem 31.12.2004 geplant.

  • Es genügt ein Brückenbauwerk an jedem Ende des Pragsattels, eines am Löwentor und eines in der Maybachstraße (zur Verbindung Stresemann - Auerbachstraße), insgesamt also vier und B10, B27 und B295 sind kreuzungsfrei entflochten einschließlich der Stadtbahn.
    Ein Tunnel in der jetzt gebauten Länge ist bestimmt nicht billiger und vor allem nicht sicherer.
    Die Pläne gehen übrigens dahin die B295 einen Umweg über die Borsigstraße machen zu lassen. Die Stadtverwaltung hat nämlich noch immer nicht die Ablehnung der Krailenshaldentrasse verwunden und setzt alles daran den Stau in der Heilbronner Straße zu erhalten.


    Mist. Schon wieder beim falschen Thema. Wo ist der Pragsattel Thread?

  • ^ Das mit den vielen Brücken verstehe ich jetzt nicht, zumindest nicht wie das machbar wäre und räumlich passen sollte, denn vor und nach der Brücke braucht es ja mehr Platz also breiteren Straßenraum, um die Straßen aneinander anzuschließen.

  • Das geht in etwa so wie hier
    Aber im Ernst, denk dir den ganzen kleineren Rest weg, Du brauchst an jedem Ende nur eine Brücke für eine Fahrbahn. Mit etwas Grips läßt sich die Stadtbahn dazwischenschieben ohne eine weitere Ebene zu benötigen.

  • Was ist an dieser Kreuzung monströs? Wenn ich an diesem Platz diesen Verkehr habe und haben will dann brauche ich eine entsprechende Infrastruktur und die sieht dann eben auch so aus.
    Man kann sich in einer europäischen Innenstadt Gedanken machen, ob es auch unauffälliger und platzsparender geht, wie das Autobahnkreuz unterm Kleinen Schloßplatz das auf in jeder Hinsicht besser ist als die Kreuzung am Hauptbahnhof.
    Man kann aber überlegen, ob wirklich die Kernstädte bis Oberkante Unterlippe nachverdichtet werden müssen.
    Wenn man, wie Stuttgart massiv Arbeitsplätze ausweist und die Pendlerzahlen zu den Einwohnern im selben Verhältnis stehen wie die Papst-Pilger zu den Römern, dann braucht man eben auch Straßen oder die Leute vertrödeln ihre Zeit im Stau.

  • ^
    Oder man bedient sich des ÖPNV und lässt den Stau links liegen. Oh, Verzeihung, wir sind ja in Benz-Town. ;)


    @derstuttgarter
    Wegen B14, was hat es mit Deinem interessanten Vorschlag, den City-Ring zur Einbahnstraße zu machen, auf sich? Was würde das verkehrstechnisch bringen?

  • Das Einbahnstraßen-Konzept gibt es bereits in vielen Städten. zuerst ist es mir in Nimes (F) aufgefallen, ganz extrem in Mexiko City.
    Die Vorteile liegen hauptsächlich an den großen Kreuzungen. Da diese in Stuttgart fast alle bereits zweistockig sind, komme ich auf der Kreuzung mit zwei Ampelphasen (statt in der Regel vier) aus. Ich erhöhe die Kapazität und verbessere den Verkehrsfluß.
    Auf der Strecke kann ich Straßenraum einsparen und an manchen Stellen kann auch eine Rampe in einer Richtung völlig abgebaut werden. Beispielsweise am Charlottenplattz die zum Akademiegarten oder die direkt vor der alten Staatsgalerie. Die Umwege halten sich in Grenzen und sind auch nicht größer als wenn ich mich auf der falschen Seite einer der Bundesstraßen befinde und erst mal wenden muß um mein Ziel zu erreichen.
    Der Nachteil ist, was in der Informatik fehlende resilience heißt. Wehe ein Unfall blockiert die Straße. Aber das ist heute ja auch schon nicht besser.