Kunsthalle Portikus (realisiert) und Brückenturm (gescheitert)

  • Mäcklers früherer Entwurf war passend, der ist aus der Zeit bevor mit dem Bau des Portikus begonnen wurde. Später hat man wohl über die Nutzung neu nachgedacht und ist auf die Idee mit den zwei Wohnungen gekommen. Offenbar deswegen jetzt die - störende - Fensterflut, oben in #92 zu sehen. Eine Etage ist auch dazu gekommen. Für das Restaurant, das ja immer noch die kleine Dachterrasse hätte, wäre die frühere Zahl, Größe und Anordnung der Fenster wohl ausreichend. Für ein Museum oder Ausstellungsfläche wäre das erst recht der Fall. Also besser auf die Wohnungen verzichten und den ersten Entwurf umsetzen.

  • Kunsthalle Portikus (realisiert) und Brückenturm (geplant)

    Ja, dieser frühe Entwurf für das Gebäude Flussaufwärts war noch irgendwie erträglicher.
    Für diese neuen Gebäude überhaupt den Begriff "Brückentürme" zu verwenden ist schon eine Art Geschichtsverfälschung. Damit wird doch nur versucht Sympathien bei den Bürgern zu finden. Wir wissen doch alle, dass die ehemaligen Brückentürme am jeweiligen Brückenanfang/Ende standen, auf der Offenbacher und Frankfurter Seite. Der früher als notwendig erachtete Abbruch schon einen Schock auslöste und von vielen Bürgern als schwerer Verlust betrauert wurde.

    Dort ungefähr nebenan wo jetzt diese so genannten neuen "Brückentürme" platziert sind, gab es lediglich im Mittelalter, als noch die richtigen Brückentürme am Ufer standen, einmal zeitweilig eine Art Brückentürmchen und sonst nur "Brückenhäuser", z. B. als Brückenmühle oder Maschinengebäude. Genau daran sollte man sich bitteschön heute orientieren und dort gebaute Gebäude dann auch ehrlicherweise als "Brückenhäuser" bezeichnen, wenn nicht tatsächlich nun doch ein wahrer Turm dort auf der Insel als Novum gebaut werden würde?!
    Außerdem steht üblicherweise ein Brückenturm historisch gesehen auch über dem Fahrweg der Brücke als Brückentor ausgebildet und nicht wie hier geplant als zwei unterschiedliche Häuser daneben.

    Wenn aus rein wirtschaftlichen Gründen, weil die Stadt selbst das nötige Geld nicht aufbringen will, nun hier etwas stilistisch ganz anderes gebaut werden soll, so wird nun mal der historische Charakter dieser bedeutsamen Brücke weiter verfälscht. Es geht bei der Brücke doch nicht um Schönheits- oder Designer-Preise sondern um ein möglichst historisch anmutendes Gesamtbild. Dies haben die Stadtväter zur Gründerzeit allerdings besser verstanden, als sie die neue Alte Brücke bis 1926 zwar in Beton neu errichten, aber im historischen Stil formen und verkleiden ließen. Leider haben sie dabei den bau von "Brückenhäusern" auf der Insel vernachlässigt.
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    2 Mal editiert, zuletzt von RobertKWF () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Mäckler reicht Bauantrag für zweiten Brückenturm ein

    Die FNP schreibt heute (Link), dass Christoph Mäckler für den zweiten Brückenturm an der Alten Brücke einen Bauantrag eingereicht habe. Der Turm soll neben einem Restaurant zwei Wohnungen sowie ein Museum enthalten. Das Restaurant wolle Mäckler im Zweifelsfall auch selbst als Betreiber führen.
    Am Projekt mitbeteiligt sei nun auch wieder Carlo Giersch, der zwischenzeitig abgesprungen war.

  • Erster Spatenstich für den Brückenturm

    Nach einem Bericht der FNP ist am 1. Juni 2012 der erste Spatenstich für den Bau des Brückenturms geplant. Viel geschehen wird dann aber nicht, weil nach Aussage des Liegenschaftsamts-Leiters sowohl der nötige Magistratsbeschluss als auch die Baugenehmigung noch ausstehen. Die Einzelheiten der Planung möchte Christoph Mäckler, der hier als Architekt und als Bauherr auftritt, noch nicht vorstellen. Dies auch, weil weiterhin unklar ist, ob die Stadt an der Verbreiterung der Alten Brücke festhält.


    Der Turm soll gegenüber des Portikus entstehen, weitere Informationen unter anderem hier. Ein Foto des Baugeländes von epizentrum (von August 2011):



    Bild: epizentrum

  • Weitere Details zum Brückenturm

    Sehr erfreulich was sich hier tut und dass es schon Mitte Juni los gehen soll. Das Ziel, die Alte Brücke wieder zu einem beliebten Treffpunkt zu machen, ist lobenswert und würde die "Renaissance" rund ums Mainufer weiter fortsetzen.


    Im Journal Frankfurt waren ebenso weitere Details zum fünfstöckigen Brückenturm zu lesen:


    • Die gesamte Maßnahme soll insgesamt vier Millionen kosten.
    • Es wurde wieder das Mäckler-Rendering gezeigt, dass Adama vor zwei Jahren gepostet hatte (Beitrag #92).
    • Im Erdgeschoss ist ein Brückenmuseum vorgesehen.
    • Es soll ein Konferenz- und Tagungsbereich entstehen, der von der Messe GmbH genutzt werden soll. Allerdings sind die Verträge noch nicht unterzeichnet.
    • In den ersten drei Etagen werden jeweils 135 qm große Mietswohnungen Platz finden.
    • Ein Gastronomiebetrieb mit gutbürgerlicher Küche soll unter dem Turmdach eingerichtet werden. Die Aussicht von dort dürfte spektakulär werden.
    • Der Frankfurter Ruderverein von 1865 und drittälteste Ruderverein Hessens findet von Mäckler und der Stadt dabei Unterstützung ihre Boote weiterhin im Brückensockel zu Wasser lassen zu können. Während der Bauarbeiten soll es eine noch unklare Übergangslösung an anderer Stelle geben.
  • Nach der Ankündigung auf den anstehenden Baubeginn hoffte ich auf erste Vorbereitungsarbeiten. Stattdessen herrscht vor Ort noch Rudereridyll:



    Bilder: epizentrum


    Aber bis "Mitte Juni" bleibt ja noch eine Woche Zeit.

  • Ein kleiner Knaller. Die FAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass der Brückenturm 2013 kommen wird. Herr Mäckler scheint in den letzten Monaten das Projekt auf eigene Faust verfolgt zu haben. Er sei dabei, zusammen mit dem Anwalt Nikolaus Hensel eine GmbH zu gründen, die in der Rolle des Bauherrn, des Investors und des zukünftigen Erbpachtnehmers den Turm in die Realität umsetzen werde. Es werde kein Geld der Stadt fließen.


    Der Turm soll Heimat des Rudervereins von 1865 werden und außerdem ein Alte-Brücke-Museum, Gastronomie sowie vier Wohnungen beherbergen. Für das Forum die wichtigste Nachricht ist aber, dass der Turm umgeplant wurde und nun weniger hoch ist. Das in der FAZ gedruckte Rendering zeigt zwar weiterhin eine "Fensterflut" (Schmittchen) über vier Geschosse, dafür fehlt das oberste Halbgeschoss. Die Aussichtsplattform sieht dezenter aus, ist dafür aber nicht mehr öffentlich begehbar, sondern gehört zu einer der Wohnungen. Im Sockel gibt es dafür auf zwei Ebenen großzügig verglaste Öffnungen, eine davon balkonartig herausspringend. Echte Balkone - in der roten Farbe des Turms gehalten - soll es neuerdings an den Stirnseiten der vier Regelgeschosse geben. Auch Mäcklers im Bild gezeigter Entwurf für die Brücke selbst (der vorerst nicht umgesetzt wird), sieht dezenter aus.


    Wie gehabt, werde sich das Museum auf Brückenniveau befinden, das Restaurant aber jetzt ein Geschoss darunter (mit Außenterrasse über dem Main), ganz unten der Ruderverein mit Zugang zur Insel. Die Wohnungen belegen die beiden oberen Geschosse. Nach meiner Rechnung bleibt dann allerdings noch ein Geschoss übrig.


    Mit dem Ruderverein scheint man sich noch nicht geeinigt zu haben; denn der wolle den Entwurf noch "detailliert prüfen". Für das Restaurant gebe es bereits Interessenten. Björn Wissenbach solle Kurator der Museumsausstellung werden. Der Bericht zitiert ihn sogar mit Ideen zu Wechselausstellungen.


    Die Baukosten wolle man durch den Verkauf der Eigentumswohnungen wieder hereinholen. 2015 soll der Turm stehen.


    Im Artikel heißt es ferner, die Bauaufsicht finde den ihr vorliegenden Entwurf noch nicht "bescheidungsreif". Im Nebensatz wird auch eine Bedingung für den bevorstehenden Sanierungsbeginn der Alten Brücke genannt: "sobald stabiles Wetter herrscht".


    Zur Erinnerung, die letzte Version des Brückenturm-Entwurfs sah so aus:



    Bild: Prof. Chr. Mäckler Architekten


    Ursprünglich modelliert, wie folgt:



    Bild: Prof. Chr. Mäckler Architekten


    Die vorbildhafte Brückenmühle, die 1885 etwa an dieser Stelle stand:



    Bild: Gemeinfrei


    Weitere, umfangreiche Informationen zur Brücke und den Brückentürmen gibt es weiter oben hier im Strang, beispielsweise ab diesem Beitrag von Schmittchen.

  • Das Journal Frankfurt berichtet über eine neue Wutbürgerinitiative gegen das "Hochhaus auf der Maininsel".


    Das Argument, dass nun nicht mehr in erster Linie für die Allgemeinheit gebaut werde sondern aus privatem Interesse ist so falsch nicht - lässt aber völlig außer Acht, dass damit auch keine Kosten für die Allgemeinheit entstehen.


    Natürlich wird - das hat man sich gut bei meiner hoffnungsfarbenen Partei abgeschaut - als Erstes der Schutz der Natur genannt. Hier brüteten Vögel, die sonst nur in roten Listen leben und allgemein sei die Maininselt eine wichtige Arche im Herzen der Stadt. Dass der eigentliche Bauplatz heute nur ein Sandhaufen ist, wird dabei ebenso verschiegen, wie das selbstgemalte Rendering die Außmaße des Brückenturms leicht dramatisiert.

  • Danke. Mit einer solchen Initiative war ja zu rechnen, nachdem schon mit aller Verbissenheit gegen den Portikus gekämpft wurde.


    Meine Sympathien für den Brückenturm sind allerdings stark gesunken, was in erster Linie auf die zuletzt gezeigte Architektur zurückzuführen ist. Aus dem vorzüglichen Ursprungsentwurf ist leider ein nichtssagender, eher ungelenk gestalteter Vierkantbolzen geworden (in #107 hat epizentrum die Entwürfe nochmals gegenüber gestellt). Dass es an dieser exponierten Stelle nun gar keine öffentliche Nutzung mehr geben soll, halte ich aber auch nicht für richtig.

  • Ich hoffe auch, dass die Initiative damit Erfolg haben wird. Einen blöderen Bauplatz als diese kleine Insel, die ja eine wunderbare grüne Oase mitten in der Stadt ist, kann man sich für Wohnungsbau kaum ausdenken. Als gäbe es nicht genug Bausünden in Frankfurt, aus deren Abriß und Neuaufbau sich Projekte für die nächsten Jahrzehnte ergäben. Nein, man beginnt erstmal mit der Zerstörung der äusserst wenigen Naturflächen.

  • @ Bob_Baumeister: Ich kann deinen Argumenten nicht folgen. Der Brückenturm wird direkt an die Brücke gebaut. Aktuell ist dort eine fetsgetretene Fläche auf der kein Gras wächst. Der Rest ist ein bestenfalls als zweckmäßig in den Brückenpfeiler gebautes Clubhaus und eine Anzahl Bäume auf der Molenspitze, die vielleicht sogar stehen bleiben können.


    Dass dort Wohnungen entstehen ist doch gut. AKtuell kannst Du höchstens als Ruderclub-Mitgleid partizipieren.


    Der öffentliche Zugang auf eine Aussichtsplattform wäre zwar wünschenswert, aber das Gesamtprojekt finde ich wichtiger.


    In Deutschland unterliegt jeder Neubau einem umfassenden Baugenehmigungsverfahren, der auch den Naturschutz berücksichtigt. Falls es dort ein wichtiges Biotop, was ich bezweifle, kann eh nihct gebaut werden.

  • Schmittchen hat eigentlich schon alles gesagt. Das Projekt an sich ist nicht falsch, die Natur hat auch Jahrhunderte mit den Brückenmühlen und anderen Gebäuden an dieser Stelle überlebt. Jedoch ist eine nicht-öffentliche Nutzung an dieser Stelle indiskutabel. Damit verkommt das Projekt zu einer weiteren reinen Investmentimmobilie, in dem die oberen Promille des Promilles dieser Stadt den Blick auf die Skyline genießen können.


    Auch die Architektur des Entwurfs ist an sich nicht so schlecht, jedoch müssten die Fassaden völlig überarbeitet werden. Die bisher zu beobachtende Entwicklung der solchen zeigt jedoch eher einen Abwärts- denn einen Aufwärtstrend. Das kann gerade Herr Mäckler besser.

  • ^


    Wer jemals im Yachtklub (oder dem jetzigen Nachfolger) war, wird wissen, was ich meine. Das gesamte Sachsenhäuser Mainufer hat sich ja glücklicherweise zu einer "grünen Oase" entwickelt (von "Biotop" hatte ich nicht gesprochen) mit sehr positiver Wirkung auf das gesamte Stadtbild.


    Dieses zu verbauen, halte ich für ziemlich unsinnig. Wenn man dort Wohnungen baut, sollte man sich auch mal überlegen, wie die Zufahrt gestaltet wird. Werden Stellplätze vorgeschrieben? Wie sollen sich die Investitionskosten für ganze 3 Wohnungen rechnen? Vermutlich wäre dieses Bauvorhaben nur der Auftakt, an dessen Ende die Zerstörung, ergo: Fällen aller Bäume, der gesamten Maininsel stünde.

  • Planänderungen

    Das Denkmalamt hat überraschend die Alte Brücke unter Denkmalschutz gestellt. Überraschend ist nicht der Status an sich, sondern der Zeitpunkt. Dass die Brücke als älteste Mainquerung ein historisch wichtiges Kulturdenkmal der Stadt ist, dürfte niemand bestreiten. Die Entscheidung kommt zu einem spannenden Zeitpunkt, nämlich mitten in die Hängepartie des Brückenturm-Neubauprojektes, hinter dem der Architekt Christoph Mäckler und der Anwalt Nikolaus Hensel stehen. Siehe Vorbeiträge.


    Der Denkmal-Status betrifft sowohl zukünftige bauliche Änderungen an der Brücke sowie auch die Brückenturm-Pläne. Das Amt stelle das Vorhaben nicht grundsätzlich in Frage, habe aber Wünsche: so solle die Dachgestaltung verändert werden und die Balkone zur Fahrbahn hin entfallen. Mäckler habe nach eigener Auskunft zwischenzeitlich einen neuen Bauantrag eingereicht. Ob dieser die Änderungswünsche enthält, ist dem FAZ-Artikel, aus dem die Informationen dieses Beitrag stammen, nicht zu entnehmen.


    Christoph Mäckler wehrt sich gegen die Behauptung, beim Brückenturm handele es sich um ein "Privatvergnügen". Träger sei eine gemeinnützige Gesellschaft, niemand verdiene Geld an dem Projekt (epizentrum: wirklich..?), die Anforderungen des Rudervereins würden "vollumfänglich" erfüllt, es entstehe ein Museum und ein Restaurant. Letztere würden die Brücke beleben. Die vier Eigentumswohnungen dienten der Finanzierung.

  • Nun wird es ernst. Mäckler bat am Montag um eine Anhörung vor dem Bauausschuss. Mit viel Herzblut beschreibt er in einem Interview mit der Welt seine Beweggründe zum Projekt. Es sei alles genehmigt, nur wenn die Politik die aufgrund von 5500 Unterschriften einer Bürgerinitiative nur einknicken würde und somit die Stadt nicht verpachtet würde, sei es das gewesen.
    Er hätte 6 stellige Beträge und viel Arbeit in das Projekt gesteckt, viele Vorwürfe seien Hanebüchen, wie er selbst sagt.


    Dazu Mäckler:
    "Wir bauen gerade mal auf 4,8 Prozent der Fläche. Der Platz ist betoniert. Da ist keine Natur." Richtig wütend macht ihn der Vorwurf, es handle sich um Geldmacherei. "Woher soll ich denn Geld nehmen, wenn die öffentliche Hand kein Geld hat? Die Stadt mache beim Dom-Römer-Areal nichts anderes." Und bereichern wolle er sich schon mal gar nicht.


    Mehr dazu:
    http://www.welt.de/regionales/…empft-um-seinen-Turm.html


    Es hat zudem wohl einige Änderungen am Entwurf gegeben, neue Fenster, und entgegen früherer Meldungen wieder eine öffentliche Plattform auf der Dach. :)


    Hier der überarbeitete Entwurf:



    Bild: Mäckler Architekten

  • Eine öffentliche Plattform auf dem Dach an so einer prominenten Stelle wäre eine echte Bereicherung für die Stadt, deren Einwohner und Touristen!

  • Ja. Aber bitte nur in Verbindung mit dem brillanten ersten Entwurf Mäcklers (Modellfoto unten). Der viel zu stark durchfensterten aktuellen Version sieht man aus jedem Winkel an, dass möglichst viel Nutzfläche herausgeholt werden muss. 1.294 Quadratmeter laut FR bei einer Grundfläche von mehr als 370 Quadratmetern laut FAZ. Das passt einfach nicht, zur Alten Brücke nicht, noch nicht einmal zum Portikus gegenüber.



    Bild: Prof. Christoph Mäckler Architekten

  • Wie die FNP heute berichtet spricht sich der Denkmalbeirat der Stadt gegen den Brückenturm aus.


    Gründe hierfür sind zum einen dass das Gebäude von außen als Wohn- oder Bürohaus erkennbar sei. Ein solches "privates" Bauwerk schwäche die Gesamtkomposition aus Brücke und benachbarten Gebäuden. Zudem sei der Turm unverhältnismäßig dominant, da er deutlich höher sei als die Mühle, die sich früher an dieser Stelle befunden hat.


    Prinzipiell hat der Beirat aber nichts gegen ein Gebäude auf der Maininsel einzuwenden. Zusammen mit dem Portikus auf der anderen Seite der Brücke entstehe eine Torsituation. Die Alte Brücke würde so ein ihrer Bedeutung angemessenes markantes Zeichen erhalten.

  • ^ Was der Denkmalbeitrat mit Dominanz des Mäckler-Projekts umschrieben hat, lässt sich auch in Metern beschreiben


    Die Entwürfe, die 1909 im Rahmen eines Wettbewerbs zum Neubau der Alten Brücke eingereicht wurden, sahen überwiegend eine Rekonstruktion des Mühlengebäudes vor, das 1914 abgerissen worden war. Den Plänen lässt sich entnehmen (ob das eine Vorgabe war, ist unklar), dass ein wiederaufgebautes Mühlengebäude eine Grundfläche von 17.90 x 17,90 = 320 m² gehabt hätte. Die Dachneigung wäre steiler gewesen als beim historischen Vorbild, so dass es eine Firsthöhe von 27,50 m über OK Insel gehabt hätte, das entsprach einer Traufhöhe von 7,00 m über Brückengeländer und einer Firsthöhe von 14,00 m über Brückengeländer, also zwei Geschosse über Fahrbahnniveau plus Dachgeschoss (wenn man wüßte, wie hoch ein Brückengeländer ist, könnte man auch Meter über OK Fahrbahn angeben).


    Dem entsprach noch in etwa der auf dem Modellfoto gezeigte Entwurf, wenngleich auf größerem (rechteckigen) Grundsriss. Was neuerdings in Rede steht, hat eigentlich mit der alten Brückenmühle nichts mehr gemein. Wenn ich das Mäckler'sche Foto im Beitrag #116 richtig interpretiere, plant er fünf Vollgeschosse über OK Brückenfahrbahn plus Dachgeschoss plus Belvedere, also eine Höhe von 20-25 m über OK Fahrbahn. Von Osten aus sähe man (Hoch) Haus von 33-38 Metern Höhe über OK Insel. Das wäre schon recht gewaltig und hätte mit den Proportionen des Portikus nichts gemein.