Klinikprojekte in Frankfurt

  • Das sehe ich ganz ähnlich wie patbre, der 2te Entwurf von cyrus moser architekten hat zumindest einen gewissen Stil. Der mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, aber zumindest ist er konsequent durchgezogen und man hat sich Gedanken zur Wirkung im Zusammenspiel mit dem Ensemble gemacht. Der Entwurf hat trotz seiner brachialen From eben auch eine gewisse Zurückhaltung, wenn man hier ggf. noch die Montonie der Fenster ein wenig unterbrechen würde, könnte der Entwurf einen spannenden Kontrast zu den Altbauten bilden.


    Nun zum Siegerentwurf: Ich meckere ja wirklich seltenst und möchte hier auch ganz sicher keinen Shitstorm starten, aber der Entwurf geht (für mein Empfinden) leider so gar nicht! Der wilde Stil- und Farbenmix strahlt in etwa das gleich Maß an Ruhe aus wie ein Hawaii-Hemd oder ein Ed Hardy-Shirt. Die Mischung aus Aluelementen und rotem Putz bereitet mir bereits beim Vorstellen Kopf- und Augenschmerzen. Das Ganze wirkt auf mich ein wenig als hätte jemand zu Beginn der 90er versucht ein Parkhaus oder ein Heizkraftwerk im Industriegebiet Niederrad als Bürogebäude zu tarnen. Sorry to say – liebe Architekten, aber ich hoffe inständig DAS wird so nicht umgesetzt!!!

  • Peinlich dass man so ein altes und schönes Gebäude abreißen wird. Das ist ein Zeichen von Kulturlosigkeit. :nono:

  • Spricht aber irgendwie Bände für die links/grün/alternative Bevölkerungsstruktur im Nordend, wenn man sich lieber über die Geräuschkulisse und paar Bäume aufregt (Nur eine Frage: warum leben solche Leute dann überhaupt in innerstädtischen Bezirken?) anstatt über die völlig unnötige Beseitigung eines ansehnlichen, durchaus stadtbildprägenden Altbaus und dessen Ersatz durch so einen hässlichen, unpassenden Schrott.


    Sorry für die harte Wortwahl aber es gibt einfach nichts harmloseres das dieser Kulturbarbarei gerecht wird...

  • Geburtsstation Bürgerhospital

    Die Frankfurter Rundschau berichtet nun auch, was schon vorher hier beschrieben wurde, nämlich dass das Bürgerhospital eine neue Geburtsstation an der Nibelungenallee plant. Auf einer eigenen Webseite informiert das Bürgerhospital insbesondere die Anwohner über die geplanten Bauarbeiten, die mit dem Abriss des Pfründnerhauses Anfang 2015 beginnen sollen.


    Zur Nibelungenallee hin ist das Pfründnerhaus sicher eines der ansprechenderen Gebäude. Ob der Neubau hier einen positiven Akzent setzen kann, mag ich angesichts des Bildes nicht ganz glauben. Nach Angaben eines Geschäftsführers auf der Seite des Bürgerhospitals sei dieses nicht denkmalgeschützte Haus die einzige Stelle auf dem Klinikareal, wo man die Erweiterung realisieren kann.

    Einmal editiert, zuletzt von hasenpapa ()

  • Bürgerhospital

    Der hessische Sozialminister hat am Donnerstag einen Förderbescheid in Höhe von 20 Mio Euro für das insgesamt 50 Mio Euro teure Vorhaben überreicht, schreibt die FAZ in ihrer Ausgabe vom 09.01.
    Dem Artikel zufolge wurde im Dezember auch die Abrissgenehmigung für den 1907 erbauten Bestandsbau erteilt. Der Abriss soll demnächst erfolgen und mit dem Neubau noch im ersten Quartal begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

  • Erweiterung Frankfurter Rotkreuz-Kliniken

    Die Rotkreuz-Kliniken zu beiden Seiten der Königswarterstraße (Ostend) werden um ein kardiologisches Zentrum erweitert. Geplant wird der dreigeschossige Neubau vom Münchner Architekturbüro Nickl & Partner. Die Bauarbeiten sollen im Frühherbst beginnen, wie die FNP heute schreibt, und im Laufe des Jahres 2017 abgeschlossen werden.


    Der Neubau entsteht an der Südseite der Königswarterstraße, im Südwesten des Klinikkomplexes. Es müssen dafür zwei Wohnhäuser abgerissen werden, Königswarterstraße 8 und 10, auf einem Schrägluftbild mit Blickrichtung Süden habe ich sie markiert. Die beiden Mietshäuser sind bereits Eigentum der Rotkreuz-Kliniken. Der Neubau wird die entstandene Lücke zur Nachbarbebauung schließen.



    Bild: Nickl & Partner / Frankfurter Rotkreuz-Kliniken


    Lageplan, der Neubau in leicht abweichender Farbe links an der Straße:



    Plan: Nickl & Partner


    Im Vordergrund mit dem eigenartig verkünstelteten Sockel die Königswarterstraße 10, rechts daneben die Nummer 8, beide werden abgerissen:



    Bild: Schmittchen

  • Umbau Hospital zum heiligen Geist (Lange Straße)

    Der bevorstehende Umbau des ältesten Teils des Hospitals zum heiligen Geist gehört noch immer zu dem Ende 2012 von epizentrum weiter oben im Thread beschriebenen Bauvorhaben. Sein Beitrag mit Fotos ist hier zu finden.


    Nun ist vorgesehen, an zwei Flügeln des Hauptgebäudes das Staffelgeschoss aus der frühen Nachkriegszeit abzubrechen. Anschließend soll dort, auf den Außenmauern und demnach nicht mehr zurückversetzt, ein neues Geschoss errichtet werden. Geplant sind auf diese Weise 1.200 Quadratmeter neuer Fläche, schreibt die FNP heute. Anlass für den Artikel ist die gestern erfolgte Übergabe eines Förderbescheids des Landes Hessen in Höhe von 16,8 Millionen Euro. Der förderfähige Teil der Investition wird zur Gänze vom Steuerzahler getragen.


    Eine Visualisierung des Entwurfs der Neu-Isenburger API Architekten (Web), die auch schon frühere Bauten des Hospitals geplant haben. Ob es zur Errichtung des gläsernen Aufzugsturms kommt, soll noch nicht feststehen.



    Bild: API Architekten


    Bei dem Bauteil, der jetzt umgebaut wird, handelt es sich um ein 1833–39 im Stile des Klassizismus errichtetes Gebäude, geplant von dem Architekten Friedrich Rumpf (Wiki). Zum Vergleich die aktuelle Situation bei Street View und bei Bing. Geschichtsvergessen und frei von jedem nur lästigen Fingerspitzengefühl soll nun also eine weitere "Zeitschicht" aufgetragen werden. Hier in Form eines überaus schlichten Kastens, mit Glas verkleidet, an das schlimme Gebastel auf dem Rathaus-Nordbau gemahnend. Auch hier mit Steuermitteln, wie schon beim derzeit laufenden Senckenberg-Umbau.


    Unten die symmetrische Dreiflügelanlage kurz nach ihrer Fertigstellung auf einem Stahlstich von Wilhelm Lang von 1845. Im Hintergrund ist der betreffende und erhaltene Flügel mit dem bauzeitlichen Walmdach gut zu erkennen. Unter Denkmalschutz steht nach der Denkmaltopographie lediglich der Torbau. Erhalten ist u. a. der "antikisierende Säulenfrontispiz zwischen Nischenfiguren 'Krankheit' und 'Genesung" von Eduard Schmidt von der Launitz (Wiki).



    Bild: Wilhelm Lang nach Vorlage von Jakob Fürchtegott Dielmann, gemeinfrei (urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen)

  • Bürgerhospital: Abbruch Pfründnerhaus und Neubau

    Für den Abriss des Pfründnerhauses wurde Mitte September der Auftrag vergeben, demzufolge an die Firma Robert Zeller, Offenbach. Bereits zuvor wurde der Auftrag für den Neubau "zur Unterbringung einer Operationsabteilung, einer Entbindungsabteilung und von Pflegebereichen für die Klinik für Neonatologie und für die Frauenklinik" an die P. A. Budau GmbH aus Idar-Oberstein vergeben. Es wird also Ernst mit den oben eingehend diskutieren Umbauarbeiten am Bürgerhospital, wenngleich es längst nicht so schnell geht, wie zuvor in Aussicht gestellt.

  • Neubau Agnes-Karll-Schule.

    ^^das tut weh.


    Beim Nordwest-Krankenhausgeht es mittlerweile voran - der Neubau der Agnes-Karll-Schule hat begonnen.




    was wohl dann wohl mit dem pittoresken "Altbau" passiert?



    @Mod: ich war mir nicht ganz sicher in welchen Thread ich das reinpacken soll - Schule oder Krankenhaus?

  • Erweiterung St. Elisabethen-Krankenhaus (Bockenheim)

    Das katholische St. Elisabethen-Krankenhaus befindet sich an der Ginnheimer Straße in Bockenheim. Der älteste Bauteil wurde 1888 als Knaben-Volksschule errichtet (Foto). Seit Sommer 2015 wird entlang der Grempstraße ein sechsgeschossiger Neubau in L-Form errichtet. 183 neue Betten sollen entstehen. Gerechnet wird mit Kosten von rund 30 Millionen Euro und einer Bauzeit von 18 Monaten, wie es in einer =200&cHash=afc7ed53413262de3c6e4953ab3fc342"]Pressemitteilung zum Spatenstich im Juli 2015 heißt.


    Modellfoto:



    Bild oben und unten: St. Elisabethen-Krankenhaus / Katharina Kasper ViaSalus / GLSW Architeken Ingenieure


    Ansicht von der Grempstraße (die rechte Hälfte ist Bestand):



    Aktueller Stand:







    Bilder: Schmittchen

  • Klinik Rotes Kreuz (Königswarterstraße)

    Der oben angekündigte Neubau eines kardiologischen Zentrums der Rotkreuzkliniken steht nach einer Verzögerung jetzt in den Startlöchern, nachdem der ursprüngliche Umsetzungsbeginn letzten Herbst verstrich.


    Diese Woche begann der Abbruch zweier Wohnhäuser der Hausnummern 8 und 10 (Karte) und dreier Garagen. Anschließend, im Oktober dieses Jahres, werden die Bagger für den Neubau anrücken und ihr Werk im November 2017 vollenden (Q). Dann steht der dreigeschossige Bau mit Tiefgarage und Anschluss an den Bestandsbau (mit Umbauten an den Klinikbauten B und C). Eine Seite der Rotkreuzkliniken informiert umfassend über das Bauvorhaben.

  • Bürgerhospital Operationszentrum (Richard-Wagner-Straße)

    Nach dem Abbruch des Altbaus zur Richard-Wagner-Straße ...



    ... laufen die Arbeiten an der Baugrube:



    Das abgebrochene Gebäude war die Spitze des Ostflügels des geknickten Riegels, in dessen Mitte (Ecke Händelstraße / Nibelungenallee) dieses schmucke Eckgebäude steht:



    Bilder: epizentrum

  • Bürgerhospital

    Ich möchte ja niemandem den Start in die Woche vermiesen, aber dies ist der Status Quo dessen, was Schmittchen in #37 bereits "angedroht" hat:



    :Nieder::nono::Nieder:

  • Einen für den Neubau des Operationszentrums ausgerichteten Fassadenwettbewerb konnte bekanntlich das Büro Braun & Güth gewinnen. Auf Veranlassung der Architekten wurde die Farbgebung der Fassade noch geändert, so wie oben in Beitrag #41 gezeigt kommt es also nicht. Sondern so wie auf dieser Infografik des Bürgerhospitals:



    Bild: Braun & Güth Architekten / mainfeld-ffm / Bürgerhospital Frankfurt

  • ^ Das Gebäude wird zumindest teilweise eine Fassade aus Zinkblech erhalten. Den Zuschlag dafür bekamen Fleischer Metallfaszinationen aus Neuhaus. (Q) Mit dem Material kann man spektakuläre Ergebnisse erzielen, wie man auf der Referenzseite und dem Instagram-Feed des Unternehmens sieht. Einen ähnlichen, noch edleren Effekt erreicht man mit Messingblech, aus dem das goldene Dach des Stadthauses gefertigt ist (Q).


    In der Visualisierung des Operationszentrums erkennt man am obersten Geschoss ein Rautenmuster, und das die Außenhaut schimmert leicht. Die auskragenden Fensterlaibungen scheinen aus dem gleichen Material wie das der Fassade zu sein. Zumindest dieser Teil des Gebäudes könnte ein kleiner Hingucker werden.

  • Bürgerhospital

    Das Operationszentrum wächst in die Höhe:



    Zur Richard-Wagner-Straße hin gibt es eine Hofeinfahrt...



    ... und einen auf Stützen stehenden Bauteil, unter dem wahrscheinlich eine Rettungszufahrt entstehen wird:



    Eine Infotafel hat man so aufgestellt, dass man sich beim Lesen ein bisschen Mühe geben muss:



    Bilder: epizentrum

  • Bürgerhospital

    Der Rohbau des Erweiterungsgebäudes ist fertiggestellt. Heute wird das Gerüst abgebaut. Auf dem nachfolgenden Bild ist dank geöffneten Bauzauns das als Souterrain gehaltene (später wohl verklinkerte) Sockelgeschoss zu sehen. Weiterhin ist zu erkennen, dass ein Betonteil weit über den Rohbau aufragt und zum benachbarten Betten(hoch)haus anschließt. Hinter der sichtbaren Oberkante des Neubaus verdeckt wiederum ist ein Staffelgeschoss. Man beachte auch die im Vergleich mit der bekannten Visualisierung leicht veränderten Fassadenöffnungen:



    Bild: epizentrum

  • Wesentlicher Unterschied: Die Anzahl der Stockwerke unter dem nicht sichtbaren Staffelgeschoss ist real 6, in der Visualisierung sind unter dem Staffelgeschoss nur 5 Stockwerke.

  • ^ Ich zähle auch da 6.


    Nun kommt es ein wenig auf die Materialwahl bei der Fassadengestaltung an. Der Anbau könnte noch eine gewisse Ansehnlichkeit bekommen; muss er aber nicht.