Projekte am/um den Marktplatz

  • Das kleinteilige 50er-Ensemble kann ja bleiben.
    Aber ein Marktplatz wirkt in erster Linie durch seine fassaden, nicht durch Pflasterton oder Flächenneigung.

  • Diesen Breitling Bau kann man doch nicht stehen lassen. Der ruiniert den halben Platz. Den Brunnen muss man jetzt auch nicht anheben, dadurch fallen ja Treppenstufen zum Sitzen weg (auch wenn ich jetzt nicht weiß, ob da oft Leute sitzen :D). Die neuen Pflastersteine finde ich dagegen nicht schlecht, klar wären große Steinplatten noch besser aber Hauptsache diese grauenvollen Betonquadrate kommen weg.


    Was spricht gegen ein Fontänenfeld?

  • Heute morgen in der Stuttgarter Zeitung (Printausgabe):


    Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle kann sich eine Bewirtung durch ein Breuninger Café (ähnlich dem Café Scholz) nicht vorstellen und lehnt diese Pläne ab – der Gemeinderat folgt ihr.


    Nun sollen Studenten ein Konzept für einen kleinen Café-Pavillon erstellen, dass dann einer Bürgerbeteiligung(!!) vorgestellt wird. Bürger sollen dann den Pavillon betreiben. Daraus kann ja gar nichts Vernünftiges werden.


    Das darf doch alles gar nicht wahr sein....


    Wirklich JEDER wünscht sich ein Café wie das Scholz mit Sitzmöglichkeiten in der Sonne zurück – nur Veronika Kienzle kann diesen Plänen nichts abgewinnen.


  • Wirklich JEDER wünscht sich ein Café wie das Scholz mit Sitzmöglichkeiten in der Sonne zurück – nur Veronika Kienzle kann diesen Plänen nichts abgewinnen.


    Nunja so würde ich das nicht unterschreiben. Ich wünsche mir Bänke und Sitzgelegenheiten am Marktplatz und eventuell Spielmöglichkeiten für die Kids, aber das umsonst ohne dass ich dafür extra Geld (also z.B. für nen Kaffee) zahlen muss um mich in die Sonne setzen zu dürfen ;-). Wenn das ein privater Betreiber organisiert gerne, aber Steuergelder muss man dafür nicht verschwenden. Z.b. wird der Ratskeller für 5Mio. Euro saniert und für die gesamte Marktplatzsanierung ist die selbe Summe vorgesehen, das ist wohl ein krasses Missverhältnis denn der Platz ist/sollte für alle Bürger da sein und nicht nur für die (wie im Falle des Ratskellers) die Geld ausgeben.


    Zum vorgeschlagenen Pavillon am Marktplatz gabs schonmal nen Bericht: (so nen Pavillon wie in Lissabon fänd ich persönlich ja schon ganz nett ;-) )


    Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de

  • Gegen kostenlose Sitzgelegenheiten spricht ja auch nichts, allerdings wehrt sich die Stadt ja dagegen weil sie sagt man bräuchte den Platz für die Wochenmärkte und Veranstaltungen! Zu dem Kaffeepavillion stellt sich mir eben die Frage wer den denn betreiben soll? Ein gemeinnütziger Verein? Die Stadt soll doch einfach mal aufhören mit halbgaren Ideen um sich zu werfen und mal Nägel mit Köpfen machen und Farbe bekennen. Aber bei den Grünen ist man halt Meister im rumeiern und sagen wie es nicht zu laufen hat. Wenn es dann aber ans Eingemachte geht kommt halt garnix mehr!

  • Die wollen eine andere Republik und sind auf bestem Wege. In dieser Wunschrepublik sind private und damit logischerweise individuelle, vom Zentralplan (großer grüner Bruder) abweichende, Bedürfnisse oder Investoren von Übel. Solange dies rechtlich nicht geht, entsprechend politisch Steine in den Weg zu legen.

  • Gegen kostenlose Sitzgelegenheiten spricht ja auch nichts, allerdings wehrt sich die Stadt ja dagegen weil sie sagt man bräuchte den Platz für die Wochenmärkte und Veranstaltungen!


    Versteh ich nicht ganz, kannst du kurz erklären was du damit meinst?



    Zu dem Kaffeepavillion stellt sich mir eben die Frage wer den denn betreiben soll? Ein gemeinnütziger Verein? Die Stadt soll doch einfach mal aufhören mit halbgaren Ideen um sich zu werfen und mal Nägel mit Köpfen machen und Farbe bekennen.


    Die Idee kommt ja von Privatleuten, da hat die Stadt nix mit zu tun. Oder?



    Aber bei den Grünen ist man halt Meister im rumeiern und sagen wie es nicht zu laufen hat. Wenn es dann aber ans Eingemachte geht kommt halt garnix mehr!


    Hm was erwartest du von der Stadt? Steuermittel bereitstellen für die Errichtung oder Miete eines Cafés?


    Was ich auch nicht ganz verstehe ist ob die Stadt privaten Betreibern Steine in den Weg legt? Das glaube ich eher nicht. Wenn ein privater Betreiber so wie der Breuninger ein Café einrichten will oder irgendjemand anders am Marktplatz etwas anmieten würde um dort ein Cafe zu betreiben würden sich doch alle freuen.


    Aber Subventionierung durch die Stadt sollte man da nicht erwarten bzw. wäre auch kaum vermittelbar bloss damit ein paar "gestopfte" so wie zu Scholz-Zeiten sich in der Sonne räkeln können.


    Die wollen eine andere Republik und sind auf bestem Wege. In dieser Wunschrepublik sind private und damit logischerweise individuelle, vom Zentralplan (großer grüner Bruder) abweichende, Bedürfnisse oder Investoren von Übel. Solange dies rechtlich nicht geht, entsprechend politisch Steine in den Weg zu legen.


    Von welchen Investoren am Marktplatz redest du?


  • Was ich auch nicht ganz verstehe ist ob die Stadt privaten Betreibern Steine in den Weg legt? Das glaube ich eher nicht. Wenn ein privater Betreiber so wie der Breuninger ein Café einrichten will oder irgendjemand anders am Marktplatz etwas anmieten würde um dort ein Cafe zu betreiben würden sich doch alle freuen.


    Also so wie ich das verstehe will die Stadt ja Breuninger die Genehmigung für das Cafe verweigern. Wenn ich das falsch verstanden habe kläre mich bitte auf! Mal ganz davon abgesehen das ein Cafe weder ein Selbstläufer noch eine Goldgrube ist (meine Eltern haben in Frankfurt ein Cafe betrieben und sind daran gescheitert). Daher sehe ich es auch kritisch wenn der Cafe-Pavillion von Privatleuten betrieben werden soll. Es reicht halt nicht ein paar S21 Rentner da rein zu stellen und 2 Kannen Filterkaffee hinzustellen. Zu den Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz gab es immer die Probleme das man keine dauerhaften Sitzgelegenheiten schaffen kann da der Marktplatz in Stuttgart auch tatsächlich noch als Marktplatz genutzt wird. Flexible Sitzmöbel haben dagegen oft das Problem das sie geklaut werden, stark verschleißen, und es auch jemanden braucht der sie täglich auf und abräumt. Dazu benötigt man dann z.B. auch einen Lagerraum in der Nähe. Bei einem Cafe am Rande des MArktplatzes gibt es dieses Problem nicht, da es 1. festes Personal hat, und 2. Möbel einfach angekettet werden können da man den Platz nicht ständig für Marktstände und ähnliches freiräumen muss. Von dem her ist das ganze für mich einfach rumgetümpere was da zur Zeit betrieben wird von Seiten der Stadt. Das man das jetzt von Studenten planen lassen will ist ja auch Gaga, da Studenten selten das nötige Fachwissen für so eine Planung mitbringen. Klar kann man so günstig Ideen für die Optik sammeln, das wars dann aber auch. Bis dann auch eine vernünftige Planung mit allem drum und dran da ist und der Pavillion dann auch mal steht werden sicherlich noch locker 2 - 3 Jahre ins Land ziehen.

  • Also so wie ich das verstehe will die Stadt ja Breuninger die Genehmigung für das Cafe verweigern. Wenn ich das falsch verstanden habe kläre mich bitte auf!


    Ich glaub da geht es eher darum dass Breuninger bestimmte Vorstellungen zu Aussenflächen und Bewirtschaftung hat die nicht allen (bzw. der Mehrheit) im Gemeinderat oder Bezirksbeirat schmecken. Aber genaues findet man da nicht im Netz. Schwierig das so zu beurteilen.

  • Von welchen Investoren am Marktplatz redest du?

    Generelle, u.a. hier nachlesbare jüngere Behandlung von Investoren. Gut, hätte man sagen oder besser hetzen können: "betrifft nur Großkapitalisten, Miethaie, Heuschrecken." Doch jetzt wehrt man sich offenbar schon gegen ein Cafele eines privaten ortsverbundenen Investors - so liest sich jedenfalls der Hinweis bzgl. Breuninger-Cafe.


    Bin bei dem Thema übrens ganz bei Dir. Was Ratskeller und Subventionierung angeht. :)

  • Das musst du verstehen Max, den Grünen ist halt prinzipiell jeder suspekt der es auch außerhalb staatlicher Einrichtungen zu was gebracht hat. Daher ist man auch der Meinung das man Investoren mit allen Mitteln vergraulen muss, oder zumindest so hohe Auflagen aufzustellen das Investoren keinesfalls Gewinn, besser noch Verlust machen.

  • Ähnlich unseren hier geäußerten Meinungen zum Minimal-Gestaltungskonzept der Stadt zum Marktplatz sind eine Reihe von Architekten in der Stadt entsetzt über so viel Mut- und Ideenlosigkeit und fordern nun Fritzle und BB PP ausdrücklich auf, ein richtiges Konzept zu erarbeiten. PP keift zurück: Behutsam ist Trümpf.


    Quelle: StN 03.03.2017


    Wenn der Begriff "behutsam" heutzutage nur noch dazu missbraucht wird, Alibi-Tätigkeiten bei minimaler geistiger Anstrengung zu rechtfertigen, sollten wir den Begriff einfach künftig nicht mehr verwenden.

  • Och, wieso denn Wagahai. Ich gehe meine Arbeit heute einfach auch mal "behutsam" an, gut Ding will schließlich Weile haben. Hab mir jetzt erstmal nen Kaffee geholt und leg ne Runde die Füße hoch. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut, und um den Stuttgarter Marktplatz können sich ja schließlich auch noch nachfolgende Generationen kümmern! Schließlich haben die Grünen ihr Leben lang darum gekämpft an die staatlichen Futtertrögen zu kommen, da muss man sich jetzt erstmal davon erholen ;)

  • Der BB hat sich eingerichtet und bekommt von seiner Umgebung leider keinen oder wenig Druck dies zu ändern.
    Ich sehe ehrlich gesagt nur einen Weg, dass wir wieder nach Vorne kommen, wenn dieser BB einen sehr starken Ausschuss von Architekten gegenüber gesetzt bekommt, der für ihn entscheidet. Der Hebel könnte hierfür die IBA werden, die einem Leiter von Format bedarf.


    Dann bezahlen wir den BB zwar fürs Nichtstun oder als Verwaltungsonkel, was jedoch weniger volkswirtschaftlichen Schaden produzieren wird, als alles so zu belassen wie es ist.


    Wer den BB Peter Pätzold fragt hat imho schon den ersten Fehler gemacht, denn aus seinem Naturell, das abwägend, sich hinter anderen Versteckend besteht, kann da nie etwas herauskommen, was über die bisherige Entscheidung hinausgeht, die Gefahr ist dann, das entweder die Geschwindigkeit herausgeht, z.B. noch eine Bürgerbefragung oder dass zu diskutierende Punkte vorauseilend aus dem Konzept heraus genommen werden.


    Ergo dem BB vorgeben, was er machen soll und nicht erhoffen, dass er irgendwas von alleine nach Vorne bringt.

  • Das ist halt das Problem bei den Grünen. Niemand von denen musste ja jemals selbst Geld verdienen um über die Runden zu kommen, bzw. auch wirklich etwas dafür tun im Sinne von echter Arbeit. Leistung wird bei den Grünen ja nur mit Parteitreue gleichgesetzt, nicht etwa mit wertschaffenden Tätigkeiten. In einer relativ reichen Stadt wie Stuttgart ist so eine Einstellung natürlich fatal, denn die Kassen sind voll und unsere Stadtoberen denken offensichtlich das wäre ein Gott gegebener Zustand der ewig so anhalten wird. Ergo wird die Stadt zum Selbstbedienungsladen ohne das man in der Stadtspitze meint auch etwas dafür tun zu müssen. Wieso auch, es läuft ja momentan in der Stadt. Und wenn das Kind in ein paar Jahren in den Brunnen gefallen ist genießen diese Herren längst ihre fetten, fetten Pensionen in der toskanischen Villa. Wenn man das Stuttgarter Unterforum aufmerksam betrachtet stellt man fest, das momentan eigentlich alle Projekte kurz vorm einschlafen sind.

  • Hallo Ihr beiden. Ich teile die Kritik an der m.E. bisher schwachen Leistung unseres BB in der Sache. Ich bin auch enttäuscht. Beleidigungen oder Unterstellungen (staatliche Futtertröge) sollten wir hier aber doch bitte vermeiden, das hat hier keiner verdient, jedenfalls nicht auf diese Weise. Also bitte sachlicher.

  • Also ich weiß ehrlich gesagt nicht wie man den absoluten Stillstand in unserer Stadt denn noch erklären soll. Klar kann ich bei mir auf der Arbeit auch den ganzen Tag um den heißen Brei herumdiskutieren und Akten von einer Seite des Tisches schieben und wieder zurück und es dann "Arbeit" nennen. Meine Chefin wird das aber sicher anderst sehen, denn in der freien Wirtschaft zählen eben auch ERGEBNISSE! Das ist in der Politik leider anderst, denn hier reicht es offensichtlich seine Zeit abzusitzen und Sachen auszusitzen – solange der Wähler blöd genug ist dies nicht zu merken. Deswegen sehe ich es geradezu als Pflicht an auf OFFENSICHTLICHE Arbeitsverweigerung der Stadtoberen hinzuweisen!

  • ^ Es hat sich jetzt sogar wegen dem Stillstand in der Stadt die Bürgerinitiative "Aufbruch Stuttgart" gegründet:
    http://www.stuttgarter-zeitung…5f-a04f-8e9026bbcc9a.html


    Zum Thema Marktplatz: "Behutsame Lösungen" sind bei so einer Katastrophe wie dem Marktplatz in jedem Fall die falsche Lösung. Da braucht es einen kompletten Rundumschlag.
    Als Leuchtturm würde da eine rekonstruierte Fassade des Rathauses sowie der Häuser zwischen Schul- und Bärenstrasse wirken. Dann den Rest abreißen und stilistisch dem was noch steht angepasst neu bebauen.
    => So würde ein attraktiver Marktplatz entstehen, alles andere wären nur halbgare Lösungen.