Spreestadt/KPM-Quartier Charlottenburg

  • Keine Ahnung wie aktuell diese Entwurfsplanung von Thomas von Thaden ist, interessant ist das Projekt allemal. Laut Projektbeschreibung soll am Spreeufer ein Wohnquartier mit 180 Wohneinheiten entstehen. Realisierung ab 2013?


    Hier der Entwurf:


    (C) Thomas von Thaden


    Na Großartig. Das heißt, so wie ich das sehe, wird das alte orangene TU Gebäude abgerissen? Ich hoffe nur die "Türme" überschatten unser Haus nicht.

  • ich verstehe deinen Einwand gerade nicht so richtig. Rund um das orangene TU-Gebäude haben wir eine ungepflegte Grünanlage und ansonsten nichts weiter. Was soll da überschattet werden???

  • ^^ Von einem Abriss muss man wohl ausgehen. Das Gebäude steht seit geraumer Zeit leer und ist von einem Bauzaun umgeben. Daher auch der verwilderte Zustand der umgebenden Grünanlage.


    Hinweise auf einen Beginn der (Abriss-)Arbeiten sind nicht erkennbar - bisher ist kein Bauschild o. ä. vorhanden. Die "Visualierungen" auf der Architektenseite sind auch nur Baumassenstudien - keine Ahnung, ob es überhaupt schon konkrete Pläne gibt, wie die Wohngebäude aussehen werden.


    Eine Verschattung kann (wenn überhaupt) allenfalls Teile der östlich angrenzenden Studi-Wohnheime am Siegmunds Hof betreffen. Nach den groben Plänen der Webseite verbleibt aber ausreichend Abstand zu diesen und die "Türmchen" werden demnach auch nicht sehr hoch.


    Das alte Institutsgebäude für Werkstoffwissenschaften ist zwar kein besonders "schönes" Gebäude, mit seiner kräftig-orangenen Fassade hat es aber was. Diese wurde in den 90er Jahren sogar komplett erneuert. Einserseits also schade, dass der Bau abgerissen wird, andererseits habe ich hier für einen Bau von Wohnhäusern Verständnis. Hoffentlich werden die auch ansehnlich gestaltet.


    Ein paar Eindrücke vom Jetzt-Zustand. Hier die alte Zufahrt zu den hauseigenen Parkplätzen:



    Der Sockelbereich hat schon bessere Tage gesehen:



    Von allen Seiten wuchern die Außenanlagen langsam zu:



    Aus die Maus, die Tür ist schon lange dicht:



    Vom Wullenweberstag aus sieht der Zustand noch ganz okay aus:


  • Dieser BW-Artikel ist zwar schon 2 Monate alt, aber es werden noch mal schön die laufenden Projektentwicklungen zusammengefasst. So erfährt man z.B., dass Investor IVG (Hippon) entlang der Nordseite der Gutenbergstraße eine Blockrandbebauung (ich schätze mal mit Büronutzung) plane (IVG-Grundstücke via BingMaps). Dahinter wolle man spreeseitig fünf zehngeschossige Wohntürme errichten.


    Immobilienentwickler Icade entwickelt ein Mischquartier aus Büro, Gewerbe und Wohnen. Geplant seien vier achtgeschossige Gebäude mit schrägen Fassaden, die sich um einen Innenhof gruppieren.


    Über das Bürohaus "The Box" wurde ja bereits berichtet. Auf dem restlichen Gelände sollen entlang der Straße zwei 22 Meter hohe Bürohäuser, am Ufer weitere zwei Gebäude entstehen.


    Den Auszug - Planungsstand Spreestadt aus der 25. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung kann man hier nachlesen.

  • RKW hat einen Architektenwettbewerb für einen Hotel-Neubau gewonnen. Dieser schließt am Verwaltungsgebäude Englische Straße an.


    Den 2. Platz belegt das Büro Kleihues.


    Artikel Baunetz
    Ergebnis @ competitionline


    Ob für das Endergebnis nun extra ein Wettbewerb nötig war würde ich bezweifeln. M.E. vermittelt der Kleihues Entwurf mit der Abstufung zum Platz hin auch viel besser und wirkt nicht so wuchtig und kantig.

  • In der Tat, auch wenn es vom Kleihues-Entwurf nur eine einziges Bild gibt, scheint er doch eindeutig der "bessere" Entwurf zu sein, auch wenn er bestimmt nicht besonders aufregend ist. Schade.


    Allerdings ist der 1. Platz auch extrem schwach. Und das, wo die Lage nahe 17. Juni und neben dem ERH doch zu den exponierteren der Spreestadt gehört. Da wäre schon was interessanteres angebracht gewesen als der x-te Rasterfassaden-Schuhkarton.


    Irgendwie kommt die KPM/Spreestadt nicht so richtig aus dem Knick. Man beschränkt sich zunehmend auf ein langweiliges Büro-und Gewerbeviertel ohne jeglichen architektonischen Anspruch.

  • Mir gefällt Kleihues auch deutlich besser. Der Entwurf von Kleihues macht einen deutlich eleganteren Eindruck auf mich und auch wie Bato schon sagte, wirkt dieser nicht ganz so wuchtig und spannender durch seine Abstufung.


    p.s.: Da ich hier gerade nochmal den TU-Bau sehe, von dem Backstein in Beitrag 66 hier Bilder gemacht hatte... Weiß jemand, ob sich dort schon etwas getan hat? Meiner Meinung nach wirklich bedauerlich, dass dieser Bau weichen soll. Vom Wullenweberstag aus sieht der Bau wirklich noch super aus und die Fassadengestaltung und das Orange gefallen mir ausgesprochen gut. Der Bau hat etwas futuristisches und elegantes durch die vertikal nach oben hin abgerundeten Fassadenelemente.


    Bedauerlich, meiner Meinung nach ein absolut erhaltenswerter Bau, auch für die Zeit, in der er entstanden ist. :(

  • Also den Gewinner finde ich auch sehr unansehlich und langweilig. Der Kleihues Entwurf gefällt mir da wesentlich besser. Hat ein bischen Ähnlichkeit zum Hotel Concorde, zumindest was die Rundungen angeht, welche ich generell immer ästhetischer finde.
    Der Gewinner sieht eher so aus, als ob er im Wesentlichen der preisgünstigere im Bau wäre, was vllt auch zum Sieg geführt hat...:Nieder:

  • ...p.s.: Da ich hier gerade nochmal den TU-Bau sehe, von dem Backstein in Beitrag 66 hier Bilder gemacht hatte... Weiß jemand, ob sich dort schon etwas getan hat? ...(


    Ja. :) Es hat sich noch nichts getan. Ich fände den Abriss auch bedauerlich. Allerdings dürfte eine Umnutzung dieses Labor- und Werkstattgebäudes zu Wohnungen oder Büros auch sehr schwierig sein.

  • Beim 1.Platz sind die Darstellungen zudem widersprüchlich, während der Baukörper in den Grundrissen eindeutig in die Platzfläche hineinragt und damit eine unschöne Verwinkelung schafft, werden in der Perspektive die Fluchten aufgenommen und der Platz ganz brauchbar gefasst.

  • Bei der Gelegenheit hier mal mal ein aktueller Eindruck von dem Gebiet.


    Zunächst das Grundstück an der Ecke Englische Straße/Salzufer, wo der zuvor diskutierte Hotel-Kasten gebaut werden soll. Zurzeit parken dort noch Autos. Links hinten der Smart-"Turm", rechts (angeschnitten) das Ernst-Reuter-Haus:





    ReUse the Box (s. #69) kommt ganz langsam voran. Die Fenster sind drin:





    Das orangefarbene Institutsgebäude für Werkstoffwissenschaften dämmert weiter seiner ungewissen Zukunft entgegen, das Gelände drumrum wächst langsam zu:





    Ansonsten gibt es weiterhin diese riesige Brachen speziell zur Spree hin. Ob sich da in absehbarer Zeit mal was tut:



    Hinten ist die Moabiter Erlöserkirche zu sehen:



    Teilweise werden die Brachen als provisorische Autoabstellfläche von Mercedes genutzt. Der Bau hinten mit dem Gerüst ist "ReUse The Box":


  • ReUse the Box

    Der Umbau des Betonkastens an der Gutenbergstraße zu "ReUse the Box" (siehe Fotos 3 und 4 im Beitrag zuvor) ist bald abgeschlossen. Die neue teilweise mit einem Metallnetz überzogene Fassade ist weitgehend fertig.


    Die Ostfassade:




    Die Südseite (Gutenbergstraße):



    Blick vom Wullenwebersteg auf die Nord und Ostfassade:



    Die westseite ist als Brandwand ausgeführt, da hier (irgendwann einmal) weitere Gebäude entstehen sollen:




    Zur Info: Auf dem Grundstück an der Ecke Englische Straße/Salzufer tuts ich noch nichts. Es wurde bisher auch kein Bauschild aufgestellt.

  • ^
    Auf mich wirkt das wie gestapelte Bürocontainer im Faradayschen Käfig! ;) Ich hätte mich an dieser schönen Spreeufer Lage mehr über Wohnbebauung gefreut.

  • ^ Es handelt sich ja um ein Bestandsgebäude, der umgebaut wurde. Wer weiß, wer hier später einzieht... vielleicht will der künftige Mieter seine Fenster so vor Steinwürfen schützen. ;)

    Möglicherweise kommen die in dieser Lage sicher wünschenswerten Wohnungen ja irgendwann doch noch. Pläne gab es ja zuhauf, zuletzt dieses Quartier mit 180 Wohnungen (s. #59).

  • Keine Ahnung wie aktuell diese Entwurfsplanung von Thomas von Thaden ist, interessant ist das Projekt allemal. Laut Projektbeschreibung soll am Spreeufer ein Wohnquartier mit 180 Wohneinheiten entstehen. Realisierung ab 2013?


    Aktualisierte Visualisierungen:








    (C) Thomas von Thaden


    Laut Architekten-Website wurden die Pläne letztes Jahr überarbeitet. Es wird sogar ein Realisierungszeitraum (2016) angegeben. Wenn's so kommt wär's klasse :daumen:

  • "Metallnetz" ist ja euphemistisch. Das ist Streckmetall - war bis 1989 eine Modeoberfläche an der Hinterlandmauer der DDR und um 2007 ein Modematerial der Zugezogenen für die Verkleidung von Absturzsicherungen an Balkonen.


    Thaden kopiert knadenlos Höhne. Liegt es daran, dass er da mal gearbeitet hat? Jedenfalls finde ich Thaden dennoch etwas hölzern, Höhne ist da einfach espritreicher.