Rund um Kudamm und Tauentzien

  • Schlüterstrasse 40


    Gefällt mir auch sehr gut - auch in diesem von Altbauten geprägten Straßenzug. Schöne farbliche Kontraste, saubere Moderne. Von mir aus hätte sich die mittlere linke große Fensterfront ruhig noch mehr in die rechte Haushälfte reinschieben können um das Ganze etwas verschachtelter wirken zu lassen.
    Was das gute Erscheinungsbild der Straße jetzt noch abrunden würde wäre eine anspruchsvolle Bebauung Schlüterstraße 43 Ecke Lietzenburger.

  • ^ Sehr richtig. Was die Berliner Zeitung zum Abriss des Hauses schreiben würde, auch wenn sie die Nutzbarkeit stark erweitert und verebssert, ist jedenfalls klar. ;): "1000 qm billige Wohngen weichen 3500 qm hochwertigen Wohnungen und dabei wird die Stadt auch noch schöner; Ein Skandal."

  • Mall of Ku'damm


    Der Tagesspiegel berichtet heute von der Mall of Ku'damm und verweist dabei auch auf #756.
    Der Investor hat zwei angrenzende Immobilien erworben, das geplante EZ soll über 230 Shops und 60.000 m² Verkaufsfläche verfügen. Damit würde es in Berlin zu den größeren Centern gehören. Ein Antrag für einen Bauvorbescheid ist wohl gestellt, geplanter Baustart im Sommer 16 oder Frühjahr 17. Es wird mit 4 Jahren Bauzeit gerechnet. Das wäre ungewöhnlich lang, hängt aber vielleicht damit zusammen, dass man versuchen wird Teile der Karstadt Filiale während der Umbauphase weiterhin zu betreiben.


    Mittlerweile gibt es auch eine neue Grafik zum BV:



    (C) HHF Architekten | HGHI


    Im Wesentlichen der Ursprungsentwurf mit etwas horizontalerer Fenstergestaltung und großzügerem EG/1 OG. Realisierung 2016 - 2020.

  • Täuschen mich meine Augen, oder ist die Verglasung der Fassade vom Originalentwurf abhanden gekommen? Schade, schade... das war für mich eine der wenigen interessanten Dinge des Entwurfs... die Überarbeitung finde ich langweilig und enttäuschend. Die mosaikalen Strukturen der Fassade könnten vielleicht ganz interessant werden, aber mir gefällt überhaupt nicht, dass man für die unterschiedlichen Quadranten der Fassade unterschiedliche Muster benutzt. :( Und abgesehen davon ist mir die Fassade einfach zu uninspiriert und unverspielt, aber auch nicht filigran und wertig-schlicht genug, um elegant zu wirken... Bei diesen immergleichen, quadratischen Fenstern drängt sich mir unausweichlich das Wort "Lochkiste" auf.


    Zugegebenermaßen kann man auf der Visualisierung nicht sehr viel erkennen (was u.A. an dem obfuskierenden Abendrendering liegt), aber der erste Eindruck ist nicht wirklich berauschend.

  • Schade dass die übergroße Brandwand des Eckgebäudes bestehen bleibt.
    Die Fassade sieht ein bißchen nach Metallgitter aus, würde mich nicht stören wenn sie denn nicht schon wieder so banal daherkommen würde...
    So ein Zufall dass schon wieder ein schweizer Architektenbüro gewonnen hat.
    Ausgerechnet aus dem Land der, mit Abstand, langweiligsten Architektur überhaupt...


    Na ja, passt schon, muss sich die deutsche Architektenszene nicht allzu sehr schämen,

  • ich finde die einheitliche Größe eher das Problem. Genau dort wo der Haupteingang ist, sollte ein stück höher sein. So hoch wie das hotel Concord, oder höher! vielleicht mit irgendwelche passende Ornamente?

  • Eine Frage drängt sich auf.
    Der Osten wurde früher immer vom Westen scharf kritisiert, weil Platte, Arbeiterschließfach, keine hohen Decken, keine Lebensqualität ...


    Schaue ich mir heute Neubauten an, haben die mittlerweile fast alle diese Merkmale: keine hohen Decken, Hedonistenschließfach, weiße Fassade, keine Lebensqualität ...

  • Palais Holler

    Beim Palais Holler ist man nun schon sehr weit mit der hochwertigen Steinfassade. (zuletzt hier)



    Bei näherer Betrachtung zeichnet sich m.E. ein grossartiges Ergebnis ab, trotz eingeschränkter Sicht auf die Fassade durch Baugerüst und Bäume.


  • ^
    Ein spannendes Haus, sehr angelehnt an die Gründerzeit.


    Gibt es irgendwo Bilder vom Vorgängerbau? Auf google Streetview ist leider nicht viel zu sehen.

  • Palais Holler

    Hier sind nun im oberen Teil die Gerüste gefallen und es ist eine m.E. wunderschöne Fassade zum Vorschein gekommen! (wie ich hier bereits vermutet habe) Sehr hochwertige klassische Steinfassade, an die 20er erinnernde Gestaltung und dennoch zeitgemäss! (Leider nur Foto mit dem Mobiltelefon)


  • Immer dieser Nöfer!


    Wie sagte es doch gestern Theseus532 bzgl. des Markgrafenkarrees: "Nöfers Architektur ist recht banal und langweilig ohne jegliche Kreativität, meist eine Art Nachahmung von früherer Architektur und wird nur zielgerichtet für eine entsprechende Klientel gebaut ohne Anspruch durch seine Architektur Eigenes zu schaffen und auszudrücken."


    Ich kann nur sagen: ich will mehr von dieser schrecklich banalen nachahmenden Architektur, die sich in das bestehende Umfeld einfügt, ohne Eigenes zu schaffen und aus dem Raster fällt.

  • ^ Ja, siehst du das denn nicht? Nöfer hätte also nur die lästigen Erker, die Balkone, die Schwünge in der Fassade und die Gesimse weglassen und die Fassade dann auf eine Länge von 120 Metern dehnen müssen wie beim Markgrafenkarree, dann hätte er sich sicher jede Menge Kritik von Theseus erspart. :lach: