Rund um Kudamm und Tauentzien

  • @Architextur-Fan


    Abstrakt gebe ich dir recht, und ich finde das Upper Eastside auch genial zu den Linden.


    Konkret muß das Gebäude am Kudamm aber nicht schlecht aussehen. Dort ist ja schon eine subtile Gliederung zu sehen. Ich würde diese Gliederung erweitern in Richtung Osten und sie evtl. noch verstärken und ästhetisieren. Jedenfalls finde ich den Ansatz einer modernen subtilen Parzellierung nicht schlecht. Das kann eben auch ein tolles Gefühl ergeben, nämlich das einer modernen Grandezza plus historischer Wertschätzung/Zitat.


    Man sollte wohl die Parzellierung noch verstärken, man muß aber keine perfekte Parzellierungs-Illusion erzeugen, meine ich.

  • Haha

    ^
    Dieser Entwurf ist schlecht! Ich kann nur hoffen, daß dieser Entwurf nicht realisiert wird. Die Schweizer Architekten beweisen eindrucksvoll, daß sie kein Gefühl für den Kurfürstendamm besitzen. Die Fassade ist für Kudamm-Verhältnisse viel zu breit und würde den Charakter des Kudamms völlig kaputtmachen! Vielleicht sollten sich die Architekten mal die Zeit nehmen, eine Stunde lang über den Kudamm zu schlendern. Dann würden sie selbst merken, daß solche langgezogenen Fassaden an diesem Boulevard völlig deplatziert sind. Der Kurfürstendamm ist durch Fassaden geprägt, welche die Breite von Stadthäusern einnehmen.


    Nimm dir doch erstmal selber die Zeit den Kudamm entlang zu schlendern und guck dir bei der Gelegenheit das Ku'Damm-Eck mit C&A rechts neben dem Wertheim-Haus, das neue Kranzler-Eck usw. an. Dann würdest du sehen, dass die Ecke Ku'Damm/Joachimstaler Str. überwiegend von Gebäuden mit noch längeren Fassaden geprägt ist.:nono:


    Ich zumindest finde den Entwurf der Schweizer Architekten sehr gut, jedenfalls sieht er auf der kleinen und etwas unscharfen Visualisierung ganz passend und hochwertig aus. Der Entwurf wirkt allerdings deutlich filigraner als das Ku'Damm-Eck.

  • ... und guck dir bei der Gelegenheit das Ku'Damm-Eck mit C&A rechts neben dem Wertheim-Haus, das neue Kranzler-Eck usw. an. Dann würdest du sehen, dass die Ecke Ku'Damm/Joachimstaler Str. überwiegend von Gebäuden mit noch längeren Fassaden geprägt ist.


    Lieber JanM. Restrigo,


    das Ku'Damm-Eck hat definitiv keine längere Fassade als dieser Entwurf! Das Ku'Damm-Eck ist ein ECKGEBÄUDE und dieser Entwurf hier nimmt fast die gesamte Häuserzeile ein, von der das Ku'Damm-Eck lediglich die Ecke bildet.


    Nochmals:
    zum einen fast die gesamte Häuserzeile
    zum anderen lediglich eine Ecke der besagten Häuserzeile


    Und die Ecke der Häuserzeile soll also länger sein als die Häuserzeile selbst? Macht das Sinn?


    Du erwähnst das Kranzler-Eck, welches in der Tat eine langgezogene Fassade besitzt. Du weißt aber schon, daß die langgezogene Hauptfassade des Kranzler-Ecks gar nicht am Kudamm liegt, sondern zurückgesetzt an der Joachimsthaler Straße??? Du nimmst also als Vergleich eine Gebäude, welches nicht einmal direkt am Kudamm liegt? Macht dieser Vergleich Sinn?


    Eine langgezogene Fassade an der Joachimsthaler Straße stört doch überhaupt nicht den Charakter des Kudamms! Ganz einfach deswegen, weil diese Fassade nicht am Kudamm liegt. Deswegen habe ich auch kein Problem mit dem neuen Kranzler Eck. Im Gegenteil, ich finde das neue Kranzler Eck sehr gelungen.


    Es gibt hier manche Forenteilnehmer, die mir regelmäßig vorwerfen, daß ich Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Diesen Vorwurf gebe ich heute abend direkt an dich weiter. Wenn wir hier Gebäude miteinander vergleichen, dann nimm bitte Gebäude, die ihre Hauptfassade am Kudamm haben. Ansonsten vergleichst du nämlich Äpfel mit Birnen!

  • Der Kudamm ist doch schon lange nicht mehr das, was sein noch vorhandener Ruf verspricht. Leider. In meinen Augen verhalten sich die Grundeigentümer entlang der Straße einfach so, wie man es erwarten kann, wenn sich ein sog. "Boulevard" längst zur ganz normalen Geschäftsstraße entwickelt hat, meinetwegen in A-Lage aber trotzdem keine berliner Avenue des Champs-Élysées. In meinen Augen müsste man städteplanerisch radikal umsteuern, idealerweise indem man alles dafür macht den Durchgangsverkehr zu vergraulen, den Straßenraum so umgestaltet, dass im Grunde nur noch Anlieger einfahren, weil der Kudamm mehrfach durch Sackgassen unterbrochen wird in die man zwar von den einmündenden Straßen ein- und auch wieder ausfahren kann, Lieferverkehr usw., wodurch man aber den Kudamm einfach nicht mehr für den Durchgangsverkehr nutzen kann.


    Umgekehrt müssten sich Verkehrsbetriebe und anliegendes Gewerbe zusammen setzen und über das nachdenken, was bei Parkhäusern schon lange ein bewährtes Mittel zur Frequenzerhöhung ist: wer bei einem dortigen Gewerbe einkauft, dort ins Theater geht usw. kriegt die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln gratis (man könnte zB auf den Kassenbon eine Fahrkarte mit aufdrucken, der Kunde sagt an der Kasse kurz für welchen Gültigkeitstag diese bereits im Vorfeld entwertet werden soll, dann gibt es gleich einen Anreiz für den nächsten Einkaufsbummel... irgendwas schlaues könnten sich Experten da sicher ausdenken)


    Dazu den Kudamm selbst wieder aufhübschen, indem man die Gehwege komplett saniert und neu gestaltet (mit hochwertigen Materialien, dazu hochwertige Stadtmöblierung, bis hin zu in Szene gesetzter Straßenbeleuchtung und einem Illuminations-Masterplan der säumenden Gebäude). Und v.a. endlich aus dem lang gezogenen Parkplatz mit Namen Kurfürstendamm wieder einen Boulevard machen, sprich die Parkplätze in der Straßenmitte weg, daraus einen gepflegten Grünstreifen mit gärtnerischer Qualität, unterbrochen von Wasserspielen mit Sitzgelegenheiten usw. machen. Kurz, den Kudamm zu einem Ort machen, an dem man sich einfach gerne aufhält, wo man nicht nur durch eilt um Besorgungen zu machen.


    GENAU SO machten es die großen, neuen Shopping Center. Die sind ja im Grunde genau das, eine künstlich angelegte Fußgängerzone ohne Autoverkehr, dafür mit Sitzgelegenheiten, vielen kleineren Geschäften, Wasserspielen, dazwischen Gastro. Will der städtische Einzelhandel dem dauerhaft was entgegensetzen, dann muss er von den Einzelhandelskonzepten lernen die weiterhin erfolgreich sind - den Malls. Die Onlineshopper, also die Leute die fast alles außer ihre Lebensmittel im Netz bestellen, mögen heute v.a. bei den jungen Leuten dominieren aber die heutige Jugend wird ja auch älter und so wie es aktuell aussieht wächst keine ausreichende Kundschaft für Kaufhäuser, Boutiquen, Fachgeschäfte usw. in der bisherigen Form nach, die einen ausreichend großen Batzen ihrer Kaufkraft im stationären Handel ausgibt.

  • Na, eine Fussgänger- oder Anliegerverkehrzone bringt es ja auch nicht. Das haben viele Beispiele, z. B. die Wilmersdorfer Straße, gezeigt. Richtig ist aber, dass die Parkplätze auf dem Mittelstreifen entfallen sollten, sodass für die Kurzparker eigentlich nur Parkhäuser blieben und die paar Plätze am rechten Straßenrand. Die Mittelpromenade begrünen.


    Klar, da jaulen wieder die letzten kleinen Läden - H&M&Co. ist es schnulli, ob man auf dem Mittelstreifen parken kann. Ich glaube aber nicht, dass das Argument noch zieht. Wer wirklich ein boulevardgerechtes Angebot hat (das muss eben nicht ein Kaisers und auch nicht ein x-beliebiger Teeladen sein) wird auch auf einem aufgewerteten Kudamm überleben. Aber verkehrspolitisch ist Berlin nichts zuzutrauen nicht der rotgrünen Mehrheit im Bezirk und schon garnicht der großen Koalition auf Landesebene.

  • Ein bisschen an den Haaren herbei gezogen, aber...

    Lieber JanM. Restrigo,
    Zitat gekürzt.


    Ich vergleiche lediglich die Länge der Fassade des Entwurfs mit den Längen der Fassaden in der unmittelbaren Umgebung, die der ECKE Joachimsthaler/Ku'Damm ihr Gesicht geben und den Ku'Damm an dieser Stelle prägen.

  • Ja, die Fassade ist "ausgerollt" natürlich auch lang. Aber sie ist in drei Abschnitte, entlanmg dreier Straßenzüge aufgeteilt. Man sieht je nach Standort max. 2/3 der gesamten Fassade. Hier sähe man alles auf ein mal. Den Stil mal außenvor, man sollte die Möglichkeit, dass das monolithische Kaufhaus wegkommt nutzen, um dem Straßenabschnitt wieder etwas mehr Vielfalt zu geben. Es reichen ja drei Fassaden.

  • JanM. Restrigo


    Die geplante Fassade ist nach meinem Empfinden einfach zu lang. Was ist denn daran an den Haaren herbeigezogen?


    Nimm dir doch erstmal selber die Zeit den Kudamm entlang zu schlendern und guck dir bei der Gelegenheit ...


    Jedes Mal, wenn ich in Berlin bin, nehme ich mir die Zeit und schlendere über den Kudamm. Der Kudamm ist für mich einer der schönsten Orte Berlins. Daher halte ich mich dort gerne und oft auf. Du kannst also getrost davon ausgehen, daß ich mich im Bereich Kudamm / Joachimstaler Str. auskenne.


    Mir missfällt es, mit welchem spöttischen und giftigen Unterton du hier die Argumente anderer kommentierst. Du darfst gerne eine andere Meinung vertreten als ich. Auslachen ("Ha ha") und Formulierungen wie "an den Haaren herbei gezogen" empfinde ich als sehr unfair! Den aggressiven Ton steigerst du noch mit No-no Smiley und der Verwendung von Imperativen wie "Nimm dir doch erstmal selber ..". Dafür, daß du hier gerade mal 24 Beiträge verfasst hast, trittst du mit deutlich zu viel Oberwasser auf!

  • Jedenfalls ist die Tendenz, dass immer mehr Grundstücke zu Blöcken zusammengefasst werden, bei optischer Einheitlichkeit eben bedenklich.


    Für Größe ist eben der Mensch das Mass aller Dinge und nach "groß" gibt es eben meist nur "zu groß". Natürlich gibt es auch kilometerlange Fassaden (z.B. Townhouses in London oder Haussmann-Bauten in Paris) die durch ihre exzellente Architektur brillieren, den Baukörper in menschenmaßgerechte Teile gliedern und deshalb schöne Gegenbeispiele sind.


    Aber der Kudamm ist eben anders gewachsen und struktieriert und deshalb muss man sich auch anders einfügen. Zumal mit der reinen Glaswand, die ja stets dunkel wirkt wenn sie nicht hinterleuchtet ist, eine solche Gliederung bewusst vermieden wird.


    Ist das nicht auch Huth, der sonst sehr alf Zeitgeistkitsch steht? Das ist nicht abwertend gemeint...

  • Jedenfalls ist die Tendenz, dass immer mehr Grundstücke zu Blöcken zusammengefasst werden, bei optischer Einheitlichkeit eben bedenklich.


    Richtig! Und genau deswegen ist die Fassade dieses Entwurfs zu lang. Würde dieser Entwurf tatsächlich realisiert werden, würde als fragwürdiges Ergebnis resultieren, daß aus einer Häuserzeile (fast) ein Block geworden ist.


    Natürlich gibt es auch kilometerlange Fassaden (z.B. Townhouses in London oder Haussmann-Bauten in Paris) die durch ihre exzellente Architektur brillieren, den Baukörper in menschenmaßgerechte Teile gliedern und deshalb schöne Gegenbeispiele sind.


    Die Gliederung in menschenmaßgerechte Teile fehlt hier völlig. Eine Gliederung ist nur angedeutet. Für dieses Ausmaß hat die geplante Fassade viel zu wenig Struktur und Differenziertheit.


    Zumal mit der reinen Glaswand, die ja stets dunkel wirkt wenn sie nicht hinterleuchtet ist, eine solche Gliederung bewusst vermieden wird.


    Es fehlt ein Relief. Es fehlt der Wechsel von Vorsprüngen und zurückgesetzen Teilen.


    Aber der Kudamm ist eben anders gewachsen und struktieriert und deshalb muss man sich auch anders einfügen.


    So ist es! Der Kurfürstendamm ist - von Ausnahmen abgesehen - durch Fassaden geprägt, welche die Breite von Stadthäusern einnehmen.


    Und wenn es in der unmittelbaren Umgebung längergezogene Gebäude gibt wie das Kranzler-Eck, dann sind das Ausnahmen, die nicht stellvertretend für den Charakter des Kudamms stehen. Der Kudamm besteht nicht nur aus dem kurzen Abschnitt von Gedächtniskirche bis Joachimsthaler Straße. Der Kudamm hat mehrere Kilometer Länge! Da lohnt es sich auch mal, den Kudamm ein bisschen weiter nach Westen zu laufen! Dann kann man dann feststellen, daß der Kudamm von Stadthäusern geprägt ist.


    Man kann natürlich auch erkennen, daß die Baumassen mit zunehmender Nähe zum Breitscheidplatz immer größer werden. Schließlich bildet der Breitscheidplatz das Zentrum der City West. Es ist logisch, daß mit zunehmender Nähe zur City West eine Verdichtung stattfindet. Ein solche großstädtische Verdichtung in Richtung Breitscheidplatz ist sinnvoll. Daher bin ich nicht grundsätzlich gegen große Baumassen.


    Aber: Wenn man solche großen Baumassen realisiert, dann muss man bitte behutsam vorgehen. Kranzler-Eck und Kudamm-Eck sind absolute Weltklasse-Architektur. Dieser Entwurf hier ist leider nicht weltklassig, sondern eher grobschlächtig.

  • So können Geschmäcker verschieden sein, das Kranzler Eck halte ich so ziemlich für das Mittelmassigste was gebaut wurde vor allem dieses debile Rundcafe und ich halte es für ziemlich misslungen in so ziemlich jeder Hinsicht.


    Ich denke dieser Teil des Kudamms verträgt durchaus die vorgeschlagene Fassadengestaltung, gegenwärtig gibt es ja schon dieses dominante Swisshotel und gegenüber das oben gewürdigte Kranzlereck, dazu die Öffnung des Kudamms zur Gedächtniskirche mit dem neuen Turm, da kann ich mir das gut vorstellen. Die Großflächigkeit würde da gut hinpassen.
    Durch die dichte Alleebepflanzung wird zudem auch ein Teil der Wirkung reduziert. Man muss ja schon wirklich genau hinsehen um im Sommer überhaupt die einzelnen Gebäude am Kudamm genau zu erkennen
    smile



    Vor allem aber stellt es eine eindeutige Verbesserung zu der gegenwärtigen Bausituation dar.
    Was mir allerdings wie bei der Mall of Berlin Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass wenn es sich um eine Shopping Mall handelt, wieder die Gefahr besteht dass die Fenster nicht Ihrem eigentlichen Zweck der Lichtzufuhr oder Gestaltungselement dienen sondern lediglich als Werbefläche für die dahinterliegenden Geschäfte und dementsprechend verklebt werden.


    Bei Shoppingmalls scheint es nur zwei Möglichkeiten zu geben, entweder man baut Bunker ohne Fenster wie das Alexa oder wenn es Fenster gibt um eine Fassadenwirkung / Gebäudewirkung zu erzielen werden diese einfach verklebt und die Wirkung dementsprechend gemindert. Beides empfinde ich als wenig befriedigend.

  • So können Geschmäcker verschieden sein, das Kranzler Eck halte ich so ziemlich für das Mittelmassigste was gebaut wurde vor allem dieses debile Rundcafe und ich halte es für ziemlich misslungen in so ziemlich jeder Hinsicht.


    Aber Theseus, beim "debilen Rundcafe" handelt es sich doch gar nicht um das NEUE Kranzler Eck, welches ich meinte.


    Ich vermute, du meinst die Rotunde mit den rot-weißen Markisen. Das ist das eigentliche, "alte" Kranzler Eck, welches aus der Nachkriegszeit stammt und früher das gleichnamige Cafe beherbergt hat.


    Wenn ich von Weltklasse-Architektur gesprochen habe, dann meinte ich das Neue Kranzler-Eck von Helmut Jahn, also den großen Glasriegel dahinter.


    Das Raffinierte am Neuen Kranzler-Eck ist, daß sich der keilförmige Baukörper zum Kudamm hin verjüngt. Am Kudamm selbst ist nur noch die keilförmige Spitze zu sehen. Mit anderen Worten: Die Hauptfassade des Neuen Kranzler-Eck befindet sich gar nicht am Kudamm! Deswegen ist es auch wenig sinnvoll, dieses Gebäude als Beleg dafür heran zu ziehen, daß der Kudamm (angeblich) durch langgezogene Fassaden geprägt sei und daher noch weitere solche Baukörper vertragen würde.

  • Zwar verschwindet die Brandwand zum Swissôtel hin, aber womöglich gibt es eine neue zum alten Kaufmannshaus hin. Ich hoffe doch, dass man da einen besseren Übergang gestaltet, da dieser Denkmalbau wohl kaum verschwinden wird und eine Brandwand vom Breitscheidplatz deutlich zu sehen sein dürfte.


    Hier ein paar Eindrücke von mir. Der Karstadtbau ist eigentlich ein gar nicht mal soo schlechter Bau meiner Ansicht nach, den Bau zwischen Karstadt und Swissôtel wird aber wohl kaum jemand vermissen.






    Bilder von mir, ©Siegrief

  • Die großflächige Glasfassade der Neuplanung halte ich an dieser Stelle für verfehlt, da erscheint mir die bestehende Fassade mit ihren drei Zeitschichten 70er/80er/90er Jahre und ihren ja durchaus nicht unbekannten Urhebern (Düttmann/Haus-Rucker/Bassenge-PuhanSchulz) deutlich interessanter gegliedert.

  • Hotel Zoo update

    zuletzt in #730


    Die letzte Baustelle an diesem Haus ist nun nach fast genau einem Jahr ebenfalls beseitigt und das Hotel Zoo am Ku'damm ist endlich eröffnet. Es kommt als extravagantes Designhotel sehr viel pompöser daher, als sein Vorgänger "Hotel am Zoo". (auch wenn es seinen Eingang mit dem schönen Vordach in der Mitte des Gebäudes leider verloren hat)



    Hinter diesem langen Eingang verbirgt sich rechter Hand eine grandios gestaltete Lobby (leider kein Bild).



    Mit dem neuen Hotel Zoo hat sich ein weiteres Haus der gehobenen Boutique Hotellerie in der Gegend angesiedelt (neben z.B. "Das Stue" oder "Hotel am Steinplatz" etc.). Dieser Trend ist m.E. sehr erfreulich, da in der City West entsprechende Hotels für dieses Segment der Städtetouristen bisher fehlten.

  • Die großflächige Glasfassade der Neuplanung halte ich an dieser Stelle für verfehlt, da erscheint mir die bestehende Fassade mit ihren drei Zeitschichten 70er/80er/90er Jahre und ihren ja durchaus nicht unbekannten Urhebern (Düttmann/Haus-Rucker/Bassenge-PuhanSchulz) deutlich interessanter gegliedert.


    Diesem Argument kann ich uneingeschränkt folgen.
    Wenn hier neugebaut werden sollte, dann bitte kleinteilig und kein Block. Oder mit einer baukünstlerischen Reminiszenz an das, oder die Berliner Warenhäuser Anfang des 20. Jahrhunderts, von denen das KaDeWe das einzig Überlebende ist.


    Karstadt am Hermannplatz führe ich hierbei nicht auf, da in einem anderen Bezirk, und an diesem Gebäude nur noch etwa ein Zehntel des Gebäudes dem Urzustand entsprechen. Nebenbei auch eine bislang vertane Chance der 90er diesem Gebäude die Wirkung zurückzugeben. Denke der Umbau in den Ursprungszustand, oder zumindest des Zitats daran (es war architektonisch nicht alles überzeugend am Ursprungs-Bau der 20er) hätte auch nicht wesentlich mehr gekostet, als die Baumaßnahmen vor jetzt 15 Jahren. Wäre vielleicht Thema für einen anderen Thread. Siehe hierzu:http://www.deutsches-architekt…ght=Karstadt+Hermannplatz