Rund um Kudamm und Tauentzien

  • Kann man denn nicht erst Mal klären, wie hoch man bauen will und darf, damit man weiß, ob man es auch wirklich haben will bevor man es kauft?! :confused:


    WIe auch immer, ich hoffe, dass man ihn nichts draufbauen lässt. Was er im Hinterhof macht, ist mir rel. egal.

  • Ich hoffe ja mal stark, dass gar nicht gebaut wird, denn das Gebäude sieht so gut aus, Glasummantelung oder ähnliches machen es nur noch häßlicher...


    ... aber selber Schuld würde ich sagen, wenn man vorher nicht nachfragt.

  • mal wieder ne nette provinzposse. :nono:
    mit irgendwas muss sich ja der beamtenstaab die zeit (und investoren) vertreiben.

  • http://www.berlinonline.de/ber…eitung/berlin/446795.html


    "Statt fünf Sterne nur noch drei
    Neue Hotelpläne für die Nürnberger Straße / Kaufhaus P&C will sich vergrößern


    Birgitt Eltzel


    SCHÖNEBERG. Seit fast fünf Jahren stehen Dutzende Läden in der Nürnberger Straße leer - Folge eines gescheiterten Bauprojekts. In den früheren Räumen der Senatsfinanzverwaltung an der Nürnberger Straße 50-56 wollte Hotelgigant Ekkehard Streletzki gemeinsam mit seinem Sohn Julian das Fünf-Sterne-Haus Monopol errichten. Doch aus den Plänen wurde nichts, die eigens gegründete Firma Strehlhaus KG ging im Sommer 2004 in die Insolvenz. Jetzt gibt es wieder Hoffnung auf eine Belebung der einst viel besuchten Nebenstraße von Tauentzien und Kudamm.


    ..."


    Die Fakten kurz zusammengefaßt:


    - ein drei Sterne Hotel
    - Erweiterungsbau von P&C
    - die leerstehenden Läden sollen hochwertige Geschäfte einziehen, Interessenten gibt es angeblich schon
    - der Hauptinvestor soll die Ideal Versicherung sein, die 75% der Kosten übernimmt
    - angeblich soll alles bis zur WM fertig sein---> Bezirksamt hat schon ein Entgegenkommen signalisiert


    Das hört sich doch ziemlich gut, hoffe es ist nicht wieder so `nen aufgebauschtes Projekt ohne viel dahinter, haben wir in Berlin ja leider schon so oft erleben müssen. Ich würde es auf jeden Fall sehr begrüßen, zwar stört mich das Hotel(gibt ja nun wirklich genug), aber wenigstens ist es nichts im übersättigten Highclass-Segment. Außerdem ist für mich die Wiederbelebung der, früher so netten, Nürnbergerstraße, die durch den komplett leerstehenden Block mit seinen schmutzigen leeren Ladenfenstern total verschandelt worden ist, wichtiger als das Jammern über ein neues Hotel. Und eine Wiederbelebung würde durch neue Geschäfte, das Hotel und nicht zuletzt durch den P&C-Erweiterungsbau ohne Frage eintreten.

  • Wie kamst du denn da hinein? Ich will auch Mal! Wenn ich da bin ist die Tür immer zu:???:...Das Finnazamt oder was das war ist doch nicht mehr da drinnen, oder?

  • Die Oberfinanzdirektion ist nicht mehr drinnen, das ganze steht leer und wartet darauf, von jemanden gekauft zu werden. Sehr viel ist da nicht zu sehen, ich war allerdings nur auf dem Erdgeschoss. Da ist sehr viel umgebaut worden, mit abhangdecken usw. Lediglich die Eingangshalle sieht nach original aus.


    Der Hausmeister ist sehr freundlich und lässt Gründerzeit-fans gerne kurz rein. Wenn er da ist (nicht so oft) brennt in der Halle das licht, weil der Bau von innen sehr düster ist.

  • Gut, danke! Ich probiers dann einfach hin und wieder Mal.Vor ner Weile habe ich mal Bauarebiter im Eingangsbereich gesehen. Sah echt schön aus, sofern man was sehen konnte.

  • Zitat von Jo-King

    ...ein Kleines Gewerbegebiet (29 Betriebe;200 Beschäftigte)...


    Ich kenne die Ecke eigentlich einigermaßen gut, aber ein Gewerbegebiet mit 29 Betrieben und 200 Beschäftigten habe ich da noch nie gesehen:confused:. So auf Anhieb fallen mir nur ATU, ein Reifen- und Felgenhändler, ein Weinhändler und noch irgend so ein Betrieb ein und diese liegen noch nicht mal alle auf derselben Seite der Autobahn.

  • Eben, das hat mich ja alles auch wieder stutzig gemacht...Es sah eben nur so "echt" aus, weil es hinter dem Glas so noch Bauarbeit aussah. Werden dann wohl nur die Utensilien fürs Set gewesen sein. Schade...:wein:

  • Hoffe auch, dass das Haus an der Knesebeckstr. bald Mal fertig ist. Die Fassade, die man hinter den Planen bereits teilw. sehen kann, hat mich echt neugierig gemacht!


    Hier Teile der besagten Fassade:



    http://www.imageshack.us


    anscheinend immer noch nicht ganz fertig:




    und das besagte Haus um das es Streit gibt:


  • hab gerade auf http://www.architekten24.de ein paar technische Infos zum geplanten "Erweiterungsbau" des Europacenters gefunden:


    "vollkommen transparenten Baukörper, der die Ablesbarkeit der Funktionen im Inneren nach außen hin verdeutlicht"


    "Zunächst wird die Bestandsstruktur bei laufendem Betrieb des Centers vorsichtig bis auf die Bodenplatte abgetragen und anschließend wird sich dieser Bereich in kürzester Bauzeit zu einem eigenständigen Baukörper mit Warenhausnutzung, bestehend aus sechs Verkaufsgeschossen für 12.000 qm "Flag Ship Stores""


    http://www.architekten24.de/ne…oskau-tchoban-aedes-east/

  • Ich war gestern in einer Ausstellung von Tchoban, dem Architekten von NPS Tchoban&Voss. Dort habe ich Fotos von zwei Projekten gemacht, inwieweit diese
    auch in die Tat umgesetzt werden sollen weiß ich nicht. Ich bürge für nichts ;)


    einmal das umgebaute Bikini-Haus, mit Themen-Hotel:



    argerlicherweise ist mir dieses Bild sehr verwackelt, ich poste es mal trotzdem:








    Ein weiteres Interessantes Projekt ist der Neubau auf dem jetzigen Grundstück des Royal-Palastes am Europacenter:





    auch hier bitte ich die Verwackler zu entschuldigen, war ein Scheiß-Licht in den Ausstellungsräumen.

  • dank dir, jo!


    ich hasse das bikini-haus! das konzept ist dennoch das beste was ich mir an dieser stelle vorstellen könnte.


    das saturn-teil ist mir nen bisschen zu nervös. schöner als der royal-palast ist es trotzdem. man kann nur hoffen, dass die üblichen verdächtigen bezirksfuzzis ihr o.k. geben.

  • http://www.tagesspiegel.de/ber…0.06.2005/1868960.asp#art


    "Mit dem Helikopter durch die U-Bahn Europa-Center baut Flugsimulator


    Vom Dach des Europa-Centers können Berliner und Touristen bald zu einem Hubschrauberflug über Berlin abheben – zumindest virtuell. Denn das älteste Einkaufszentrum der Stadt will Ende Juli am Breitscheidplatz einen aufwändigen Flugsimulator eröffnen und damit weltweit Aufsehen erregen. Die Kabine für 14 Personen wird nicht nur mit einer Leinwand und Lautsprechern ausgestattet, sondern auch über eine Hydraulik mit sechs Achsen in alle Richtungen bewegt. Dabei soll es keineswegs gemächlich zugehen – vielmehr werden sich die Insassen fühlen wie auf der Achterbahn.


    Fast eine Million Euro investiert Center-Eigentümer Christian Pepper in den Simulator unterm Mercedes-Stern. Vorerst wird das Spektakel auf 40 Wochen befristet, Pepper schließt eine Verlängerung aber nicht aus. Im 20. Stock entsteht auch eine „Panorama-Etage“, die durch große Fenster einen Rundumblick auf Berlin ermöglicht. Anlass für die Projekte sind das 300-jährige Jubiläum Charlottenburgs und das 40. Center-Jubiläum.


    ..."


    Dann war die Meldung vor einigen Monaten also doch keine Luftnummer, hört sich gut an. Besonders freut mich, dass das Europa Center bald wieder eine Panoramaetage bekommt. :daumen:

  • Seit wann werden denn andere Perspektiven so vehement verdrängt? Außerdem hat der Aspekt ja auch städtische Aspekte, die offenbar von dir übersehen wurden?!?

  • Zitat von stativision

    Seit wann werden denn andere Perspektiven so vehement verdrängt? Außerdem hat der Aspekt ja auch städtische Aspekte, die offenbar von dir übersehen wurden?!?


    ist halt meine meinung, vlt. war ich da ja etwas zu direkt.
    dann halt ich mich hier am besten einfach zurück. ;)
    dann könnts ihr hier fröhlich weiterdiskutieren.

  • Nichts wirklich neues zum Museumsprojekt von Immobilien-Hengst und Kunst Groß-Sammler Hans Grothe an der Joachimsthaler (etwas weiter vorne im Thread hatte ich schonmal was gepostet, ist schon ein bißchen her)


    "...um ein Doppelprojekt auf der Joachimsthaler Straße. Dort will der Immobilien-Tycoon in einem alten, denkmalgeschützten Gebäude eine private Kunstakademie einrichten und - in einem Neubau dahinter - ein museales Ambiente für den Künstler Anselm Kiefer schaffen...."


    "...die Berliner Behörden allerdings zieren sich, eine Baugenehmigung zu erteilen."


    "Nach außen mag er damit drohen, während die Bezirksverwaltung mit Achselzucken reagiert. Freilich werden solche Dinge auch gern geheim und auf der Ebene des Regierenden Bürgermeisters (oder höher) verhandelt. Noch ist der Ausgang jedenfalls offen."
    Die Welt, 28.Juni.2005;http://www.welt.de/data/2005/06/28/737982.html


    Die Morgenpost greift das Thema auch auf, die Artikel sind in großen Teilen identisch...http://morgenpost.berlin1.de/c…28/feuilleton/762978.html


    Beide Artikel beginnen mit: ""Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen." Das läßt Großsammler Hans Grothe denen ausrichten, die ihn zu seinen Berliner Plänen befragen wollen."


    EDIT:


    Die Berliner Zeitung nimmt das Thema auf und bringt ein wenig Licht ins Dunkel:


    "Das Kiefer-Museum und die ebenfalls von Grothe erträumte private Kunstakademie sind Teil einer großen Bauinvestition; das muss man wissen, will man Grothes Antrieb neben seiner - unbezweifelbaren - Kunstleidenschaft verstehen. Der Duisburger Bauinvestor baute das neue Kudamm-Eck und gleich nebenan ein siebzehnstöckiges Hochhaus, in dem im Herbst ein Luxushotel eröffnen wird. Als dritte Immobilie in der Joachimsthaler Straße erwarb er von der Technischen Universität das angrenzende Backsteingebäude..."


    " Doch hat Grothe - unbenommen - auch hier ein wirtschaftliches Ziel: einen 42 Meter hohen Neubau im Hinterhof, der das denkmalgeschützte Backsteingebäude schwer bedrängen würde. Kommerz ermöglicht Kunst, und Kunst nobilitiert den Kommerz.


    Diesen Zusammenhang sprach der Investor schon vor zwei Jahren freimütig aus. Wenn er der Öffentlichkeit viel gäbe, müsse er auch viel bekommen."


    "Das Bezirksparlament und der Stadtbaurat, die bereits der Erhöhung des Hochhauses von 11 auf 17 Stockwerke zugestimmt hatten, sahen das aber anders. Sie verwiesen auf die vorgeschriebenen Blockhöhen und machten einen Kompromissvorschlag von 26 Meter. Grothe wollte aber mindestens 30 Meter"


    "Im Oktober wisse er mehr. Pokert er? Will er mit dem Museum als Köder die Zustimmung zu seinen Bauplänen ertrotzen? Um die harte Haltung des Bezirks noch aufzuweichen, bedürfte es wohl einer Intervention von oben. Schwer zu glauben, dass Grothe noch nicht seinen guten Kontakt zum Regierenden Bürgermeister - oder seinen noch besseren Draht zum Kanzler - bemüht hätte."
    http://www.berlinonline.de/ber…ng/feuilleton/461830.html



    aha, also ein Geduldsspiel bis Oktober.


    Aber ich bin mal wieder der Meinung, dass man ihn das machen lassen sollte.
    Die engstirnigkeit einiger Bezirkspolitiker verhindert IMO Berlins Aufstieg zur der METROPOLE in Europa. Sicherlich, vlt. ist es nicht das beste für den roten Backsteinbau, wenn er von einem Glasbürobau erdrückt wird. Aber man muss doch auch die Chance sehen, an dieser Ecke (Immerhin fast gegenüber vom Q-Dorf :nono::nono: ) eine Kunstakademie und ein Museum mit einer privaten Sammlung entstehen zu lassen. Das würde den Kulturstandort Berlin enorm vorranbringen. Zudem Die City-West bzw. Charlottenburg-Wilmersdorf als Museumstandort wieder stärken. Der Verlust des Ägyptischen Museums ist da, aber die Sammlung Berggruen und vor allem das Newton Museum gleich um die Ecke sind ein gutes Standbein, nun muss man diesen Sektor noch weiter ausbauen.