Ex-Siemenswerke: Südseite, Campus Süd (2.300 WE) [in Bau]

  • Offenbar scheinen sich die Vermutungen zu bewahrheiten... Siemens will sich wohl das Türchen für sein Hochhausensemble offenhalten und hat das Projekt nun in mehrere kleine Bauabschnitte zerteilt. Die sollen jetzt nacheinander angegangen werden sollen um Zeit zu gewinnen, bis die Stimmung in der Stadt wieder kippt..


    Ein interessanter Artikel des Münchner Merkur hierzu: http://www.marktplatz-oberbaye…stadt/art1606,284536.html


    Die Baupläne des Weltunternehmens im Münchner Süden nehmen Gestalt an. Ab Montag können sich Interessierte über die Neuplanungen informieren, die durch das Nein beim Hochhaus-Entscheid erzwungen worden waren. Siemens will nun in kleineren Abschnitten vorgehen, um Zeit zu gewinnen. Der erste Abschnitt werde nicht die Möglichkeit verbauen, später vielleicht doch noch den großen Wurf "Isar Süd" zu verwirklichen, so Siemens-Sprecher Karlheinz Groebmair.


    ...


    Die Hoffnung des Elektro-Riesen lebt fort, dass die Bürgerschaft vielleicht einmal erkennen werde, dass "der ganze Standort München an Attraktivität verloren hat", seit das strikte Hochhaus-Limit von 100 Metern Investoren zumindest ein Kopfschütteln abringt.

  • Zitat von LugPaj

    Sehr erfreulich....
    dann muessten sie "nur" die Qualitaet der Entwuerfe noch verbessern.
    Egal wie hoch sie dann werden.



    Als "Hochhausgegner" stimme ich vollkommen zu!! Da sich hoffentlich mittlerweile sachliche Argumente wieder durchsetzen bin ich auf eine neue Runde sehr gespannt.


    Grundsätzlich könnte ich mich dort auch mit einem höheren Entwurf abfinden, aber BITTE BITTE mit besserer Architektur. Selbst in den Bauvorhaben in der Innenstadt mit 5 Stockwerken setzt sich leider der Kastenbau mit beliebiger Fassade durch...


    münchner.

  • :confused:


    Von welchen Entwuerfen redet ihr da eigentlich? Bisher gab es nur einen staedtebaulichen Wettbewerb mit Baumassenstudien... die Gebaeude sind darin nur abstrakt und in ihren voraussichtlichen Dimensionen abgebildet. Von "Kastenbau" kann also gar keine Rede sein, wenn die Entwuerfe nie so weit fortgeschritten waren.

  • Naja, die Studien haben aber schon zu erkennen gegeben, dass auf einer Kastebbaugrundflaeche gebaut werden soll. Aber du hast natuerlich recht und lass uns deshalb auf interessante Entwuerfe hoffen. Bitte keinen Kastenbau mehr.

  • Ich bin natuerlich auch fuer interessante Entwuerfe. Allerdings glaube ich dass man schon aufgrund der Harmonie mit dem bestehenden Gebaeude auf eine eher schlichte Formensprache zurueckgreifen wird - was ich auch fuer vernuenftig halte. Nur Kaesten a la Uptown, Fraunhofer, Muenchner Rueck oder jetzt SV muessen es wirklich keine mehr sein - der "Bedarf" sollte mittlerweile ausreichend gesaettigt sein ;)

  • hab mir gerade das panoramabild der münchensparte in diesem forum angesehen. dieses bild wurde wohl vom monopterus geschossen. hab mich gefragt, ob das isar-süd-hochhaus in diesem panorama auftauchen würde. es war nichts darüber in der verträglichkeitsstudie der stadt zu finden. so etwas müsste imo bestandteil dieser studie sein.


    kennt jemand den neuesten stand der planungen? lt. siemens real estate haben die vorgeschriebenen bürgeranhörungen stattgefunden; dann müsste es aber auch schon einen neuen planungsentwurf geben, oder nicht?

  • Zu dieser Sache steht heute in der Münchener TZ:


    [...]Projekt kommt völlig abgespeckt in den Planungsausschuss: Statt einer Nord-Süd-Allee wirds eine West-Ost-Park geben. Statt einer ausgedehnten Naubebauung wird nun ein Großteil der aus den 60er Jahren stammenden Industriebauten saniert. Im Teilgebiet am Hochhaus wird es vorerst überhaupt nicht geplant.[...]

  • LugPaj,


    JETZT HÖR DOCH ENDLICH MIT DEM SCHEISS AUF!! Mann, was hat denn Kronawitter mit einem beschissenen Entwurf zu tun? GAR NIX, also tu Dir selbst den Gefallen und hör mit diesem dümmlichen Spielchen auf, bevor noch einer denkt Du meinst das ernst!


    münchner.

  • so wie ich die lage einschätze, würde sich ein 150 mter siemenshochhaus in das panoramabild schieben, da ja das höhengefälle innerhalb des stadtgebiets berücksichtigt werden muss und zudem diese panoramaansicht von einer erhöhten position aus, d.h. monopterus, aufgenommen wurde.


    ich finde es absolut fahrlässig von der stadt münchen und der siemens real estate, wenn hierzu noch nie eine simulation erstellt wurde; denn, sollte sich ein hochhaus in eine bestehende historische skyline einschmuggeln, dann sollte man zumindest vorher wissen wie es nachher aussieht.


    so gesehen kann man doch froh sein, dass münchen noch eine historische ansicht vermurkst.

  • verdammt.........hab schon nen höhenrausch


    muss richtig heissen....


    ....so gesehen kann man doch froh sein, dass münchen NICHT noch eine historische ansicht vermurkst.


    schuligung

  • xxfab
    Weißt Du eigentlich, wo der Monopteros steht? Und seit wann sieht man vom Monopteros aus die Alpen? Ich meine, toll wäre es ja, wenn dem so wäre.
    Das ganze bairische Kultur-Panoramentheater ist für mich ein schlechter Scherz, die Alpen sieht man nämlich von München aus eher selten in voller Pracht, und wenn, dann auch nur von Hochhäusern (z.B. von der Frauenkirche), bzw. von einigen wenigen anderen erhöhten Orten aus, respektive auf kitschigen Postkarten.
    Für diese Ästheten-Scheindebatte opfern die Bürger diese Megainvestition eines Konzerns, dem München einen bedeutenden Teil seines Wohlstands verdankt. Das mag verstehen, wer will.


    EDIT: Jetzt sehe ich erst, dass Du gar nicht die Alpen meinst, sondern wohl allein die sog. Altstadtsilhouette. Entschuldige vielmals. Ich denke aber nicht, dass ein etwaige Isar-Süd-HHer sichtbar gewesen wären. Und wenn überhaupt, dann auch nur schwerst wahrnehmbar, denn es sind ja schon einige Kilometer bis zu besagtem Areal vom Englischen Garten und von der Höhe eines Monopteros sieht man nicht weit.


    münchner
    Den ursprünglichen Isar-Süd-Entwurf fand ich recht gut, und er hätte dieses recht traurige Areal deutlich aufgewertet. So bekommen wir allem Anschein nach wieder einmal kleinbürgerlich-genormtes Mittelmaß, natürlich Dank des Populisten und Antiindustriellen Kronawitter, darüber muss man glaube ich nicht mehr diskutieren. Findest Du die zwangskupierten Kästen des Süddeutschen Verlags oder am Birketweg schön? Ich nicht!

  • Wagahai


    Wir drehen uns im Kreis hier. Mal wieder scheint es einfacher zu sein einer Höhenbegrenzung die Schuld für schlechte Architektur zu geben als den Architekten selbst, die einfach schlechte Entwürfe abliefern.


    Der Entwurf des SZ-HH ist ebenso grausam, nicht wegen der Höhe, sondern weil er einfach nichts hat. Kein Pepp, keine Auffälligkeit, nichts besonderes. Eckig, gerade, Glas davor, fertig. Wo bleiben da geschwungene Formen, Man kann auch breitere Flachbauten schön gestalten. Das was hier passiert ist indirekt eine Legitimation für Architekten ihr kreatives Hirn auszuschalten. "Hauptsache hoch, dann ist es schön"...das kann es ja wohl nicht sein.


    münchner.

  • ^
    Nein, Schönheit hat für mich immer auch was Proportionen zu tun. Wenn man die Bauhöhe beschränkt, aber eine gewisse BGF haben will, ist man auch in seiner Kreativität eingeschränkt, das wirst Du nicht bestreiten. So entsteht genormte Architektur, ohne Freiheit, ohne Spannung. Von "Hauptsache schön, wenn hoch" kann keine Rede sein. Anders rum wird ein Schuh draus: Hoch kann auch schön sein, etwa wenn die Proportionen sowie die Formen ästhetisch ansprechend sind.

  • @muenchner,


    Sicher hast du recht, wenn du meinst, dass gute Architektur nicht von der groesse abhaengig ist. Diesen Eindruck wollte ich auch sicher nicht erwecken. Die BMW Welt koennte zB zu einen der wichtigtisten architektonischen Gebaeuden von moderner Architektur in Muenchen werden.


    Allerdings hatte mich das Konzept von Isar Sued als Baumassenstudie ueberzeugt und haette fuer sich gesehen ein interessantes Viertel werden koennen. Dank Kronawitter ist das ganze Konzept wohl unbestreitbar gekippt worden. Somit muss dieser wohl auch immer damit leben, dass was nun in diesem Viertel hingebaut wird, indirekt seine Mitschuld traegt.

  • Es ist wirklich bitter dass dieses ehemals als größte private Investition in den Standort München geplante Projekt mehr oder weniger gescheitert ist... aber was sind schon 1,5 Milliarden, die paar tausend Arbeitsplätze braucht München nicht auch noch.