Hochhausbebauung [der Diskussionsthread]

  • Zitat von BMXican

    hochhäuser gehören in innenstädte und nicht in vororte. selbst in historisch gewachsenen europäischen städten gibt es immer flächen, wo hochhäuser platz haben, ohne dass sie die gewachsenen strukturen beinträchtigen oder sprengen.


    RRRRRRRRRICHTIG!......würde paul panzer jetzt sagen.......Dortmund hat eh einen viel zu dörflichen charakter........und die hochhäuser ändern das .....und das ist auch gut so!

  • Zitat von BMXican

    hochhäuser gehören in innenstädte und nicht in vororte. selbst in historisch gewachsenen europäischen städten gibt es immer flächen, wo hochhäuser platz haben, ohne dass sie die gewachsenen strukturen beinträchtigen oder sprengen.


    Kannst du auch Beispiele nennen? Mir fällt da spontan keines ein und selbst auf Frankfurt trifft das von dir Gesagte bestenfalls stark eingeschränkt zu. Der Bereich innerhalb der Wallanlagen ist bislang nicht ohne Grund weitestgehend ´hochhausfrei´.



    Zitat von Jai-C

    Mir geht's eigentlich nur darum dass jemand sich anmaßt anderen den von ihm bevorzugten Stil 'aufzuzwingen'. Man könnte meinen es ist ein in Stein gemeißeltes Gesetz dass Hochhauskonzentrationen nur in Frankfurt gebaut werden dürfen (die Stadt ist ja eh ein hoffnungsloser Fall). Fragen des persönlichen Geschmacks sind nunmal keine objektiven Argumente.


    Vielleicht hat sich Booni einfach mißverständlich ausgedrückt. Du wärst jedenfalls erstaunt, wie positiv sich die "Traditionalisten" über Hochhäuser äußern können, die Ablehnung diesem Bautyp gegenüber bezieht sich hauptsächlich auf die gewachsenen europäischen Kernstädte. Dem stimme ich weitestgehend zu.



    Zitat von nuelle

    RRRRRRRRRICHTIG!......würde paul panzer jetzt sagen.......Dortmund hat eh einen viel zu dörflichen charakter........und die hochhäuser ändern das .....und das ist auch gut so!


    Das ist eine legitime, aber subjektive Sichtweise. Andere Menschen mögen anders denken und andere Schlußfolgerungen ziehen.


    Vor allem aber - so sehr ich Hochhäuser mag - halte ich sie nicht für ein städtebauliches Allheilmittel. Ich verstehe das immer wieder vorgetragene Argument nicht, Hochhäuser würden automatisch Urbanität generieren. Ich finde beispielsweise den Kölner Hohenzollernring im Vergleich mit der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt wesentlich urbaner und großstädtischer.

  • Zitat von Jai-C

    Diese Forderung ist lächerlich bis intolerant.


    Lächerlich ist es auch, bei dem Niveau der Büromieten im Ruhrgebiet auf imposante Skylines zu hoffen (oder die zu befürchten, je nachdem). Ab und zu baut jemand ein Hochhaus als eigenen Sitz - die Anzahl der Konzerne, die es sich leisten können, ist begrenzt - und das wär's.


    Oder - kennt jemand die in den letzten 10 Jahren entstandenen HH's mit Mietbüros im Ruhrgebiet? :confused:

  • @ BMXican


    Kann man sich mit dir eigentlich auch vernünftig unterhalten? Ich habe dir eine ganz normale Frage gestellt (siehe #171) und hätte gerne eine Antwort darauf erhalten. Aber anstatt deine These mit Argumenten zu unterfüttern, knallst du mir, weil du wahrscheinlich keine Argumente hast, negatives Karma rein mit der Begründung: "Keiner behauptet, dass Hochhäuser ein städtebauliches Allheilmittel sind." Entschuldigung, aber was ist das denn für ein trauriges Niveau des zwischenmenschlichen Umgangs? Erstens, wenn du an einer sachlich geführten Diskussion nicht interessiert bist - oder sie nicht führen kannst? -, dann lasse es bitte einfach gut sein. Dein kindergartenreifes Gebaren jedenfalls ist sehr ermüdend und absolut überflüssig. Zweitens, ein Hinweis zum Verhalten in diesem Forum: erst lesen, dann denken, dann schreiben! Niemandem habe ich unterstellt, Hochhäuser für ein städtebauliches Allheilmittel zu halten. Ich schrieb lediglich, daß ich Hochhäuser nicht für ein städtebauliches Allheilmittel halte. Das ist wohl ein Unterschied.

  • Zitat

    Aber anstatt deine These mit Argumenten zu unterfüttern, knallst du mir, weil du wahrscheinlich keine Argumente hast, negatives Karma rein


    Ich habe schon früher öfters geschrieben, daß dieses behämmerte Karma-System nichts als Unfug zum Trollen ist.


    Was die eigentliche Frage angeht - in der HBf-Nähe gibt es in Dortmund bereits einige Hochhäuser und theoretisch würden mich weitere nicht stören wenn man die bloß nicht zu nah der Petrikirche bauen möchte. Praktisch wird in den nächsten Jahren bestimmt kein weiteres gebaut - und wenn, dann nur ausnahmsweise.
    Ich stimme übrigens der oben geposteten Aussage zu, daß es erfreulich sei, daß das RWE-Haus keine Vollglas-Fassade hat - eine absolute Ausnahme heute.


    Was mich allerdings in Dortmund wirklich schmerzt ist, daß sowenig von der Altstadt übriggeblieben ist. Ein paar Kirchen, zwei Häuser am Markt - und das wär's. Am Westenhellweg gibt es nur öde Kästchen der 50-er/60-er/70-er-Jahre ohne jeglichen Reiz - irgendwelche Fassadenkunst, auch moderne, wäre da dringend geboten. :cool:

  • Zitat von Bewacher

    Ich habe schon früher öfters geschrieben, daß dieses behämmerte Karma-System nichts als Unfug zum Trollen ist.


    Wieso drückst du mir dann negatives Karma/Renommée ohne Begründung aufs Auge? Lies mal bitte die Regeln!


    Zitat von rec

    Vielleicht hat sich Booni einfach mißverständlich ausgedrückt. Du wärst jedenfalls erstaunt, wie positiv sich die "Traditionalisten" über Hochhäuser äußern können, die Ablehnung diesem Bautyp gegenüber bezieht sich hauptsächlich auf die gewachsenen europäischen Kernstädte.


    Wir reden hier aber von Dortmund - einer Stadt von deren gewachsener Kernstadt praktisch nichts mehr übrig ist. Was gibt's da denn bitte vor Hochhäusern zu beschützen? Ansonsten stimme ich der These: "Schutz von noch ausreichend erhaltenen historisch gewachsenen Kernstädten" zu.

  • Zitat von Bewacher

    Ich habe schon früher öfters geschrieben, daß dieses behämmerte Karma-System nichts als Unfug zum Trollen ist.



    wieso vergibts du dann selbst schlechte bewertungen am laufenden band? wie schwach!

  • Zitat von Jai-C

    Wieso drückst du mir dann negatives Karma/Renommée ohne Begründung aufs Auge?


    Für unproduktive Sprüche wie soeben. Wenn diese Möglichkeit gänzlich entfällt, werde ich ihr nicht nachweinen.


    Zitat

    Wir reden hier aber von Dortmund - einer Stadt von deren gewachsener Kernstadt praktisch nichts mehr übrig ist. Was gibt's da denn bitte vor Hochhäusern zu beschützen? Ansonsten stimme ich der These: "Schutz von noch ausreichend erhaltenen historisch gewachsenen Kernstädten" zu.


    Ein paar Spuren gibt es sehr wohl - ich könnte noch den rekonstruierten Adlerturm (der Wikipedia-Artikel dazu) erwähnen. Direkt an diesem Turm, am Alten Markt oder neben einer der Wahrzeichen-Kirchen könnte ich mir keine Hochhäuser vorstellen - was eh eine theoretische Überlegung/Befürchtung wäre. Wie bereits geschrieben: Dortmund hat dringendere städtebauliche Probleme als diese eher akademische Pro/Contra-Hochhäuser-Frage - einerseits sind bereits einige da (glücklicherweise nur an den Rändern der einstigen Altstadt und nicht alle gleich aussehend), andererseits werden nicht sehr viele neue gebaut.

  • Da du nicht nur Jai-c völlig ungerechtfertigt Renomee vergeben hast schliesse ich Dich permament von der Teilnahme am Renomée System aus.


    Komisch, wie andere auch schon geschrieben haben, dass Du es ausgiebigst genutzt hast, aber nach aussen hin so tust, dies würden ja nur die 'Trolle' tun.


    Manchmal ist es eben schwer zu akzeptieren dass man genauso der Familie der Trolle entspringt wie all die anderen.


    Gruss

  • Ach was - gibt es zum Beispiel keine Politiker, die Steuervergünstigungen persönlich nutzen, aber auch zugeben, daß diese in einer Steuerreform abgeschafft werden sollten? Danke für eine partielle Abschaffung - und soviel zum Nebenthema.


    Zum Hauptthema - eine seltsame "Logik": Da vom Stadtkern wenig übriggeblieben ist, kann der Rest raus. - Angesagt wäre es, den Rest zu pflegen und möglichst auszubauen. In den 1990er Jahren hat man mit dem Adlerturm den richtigen Schritt gemacht, leider nur einen. Dies bedeutet aber keinen Zwang zum Verzicht auf die Hochhäuser in Dortmund - auf einem Stadtplan ist der Oval der einstigen Altstadt leicht erkennbar, jenseits seinen Grenzen (z.B. nördlich und westlich des HBf, am S-Bahn-Bahnhof Süd) gibt's genügend Platz. Gleichzeitig gibt es aber keine langen Schlangen der HH-bauwilligen Investoren.

  • Zitat von Bewacher

    Für unproduktive Sprüche wie soeben. Wenn diese Möglichkeit gänzlich entfällt, werde ich ihr nicht nachweinen.


    Achso, dann ist's wohl besser wenn diese Möglichkeit für dich entfällt!


    Zitat von Bewacher


    Ein paar Spuren gibt es sehr wohl - ich könnte noch den rekonstruierten Adlerturm erwähnen. Direkt an diesem Turm, am Alten Markt oder neben einer der Wahrzeichen-Kirchen könnte ich mir keine Hochhäuser vorstellen - was eh eine theoretische Überlegung/Befürchtung wäre.


    Zunächst ging es ja darum dass hier der Abriss bestehender Hochhäuser gefordert wurde. Es war nie die Rede davon Hochhäuser neben irgendwelchen Kirchtürmen zu bauen und wie man auf diesem Bild sieht (http://www.deutsches-architekt…data/504/5rweokt0402.jpg), ist das wohl auch nicht der Fall.


    Zum Thema der Hochhausplanungen: Niemand erwartet einen Hochhausboom in Dortmund, aber in Anbetracht der vorhandenen Gebäuden könnte hier auch bei geringer Bautätigkeit ein interessantes Ensemble entstehen - zumindest interessanter als die kläglichen Überreste der "Altstadt".


    Zitat von Bewacher

    Wie bereits geschrieben: Dortmund hat dringendere städtebauliche Probleme als diese eher akademische Pro/Contra-Hochhäuser-Frage - einerseits sind bereits einige da (glücklicherweise nur an den Rändern der einstigen Altstadt und nicht alle gleich aussehend), andererseits werden nicht sehr viele neue gebaut.


    Städtebauliche Fragen sind hier nicht das Thema - es geht nur um Einzelprojekte. Dass sich in Dortmund auch in städtebaulicher Hinsicht was tun sollte, das verneine ich nicht, aber es hat mit diesem Hochhaus schlichtweg nichts zu tun.


    Zu den Projekten: Es gibt sie durchaus - siehe 3do.

  • Zitat von Jai-C

    Achso, dann ist's wohl besser wenn diese Möglichkeit für dich entfällt!


    Der erste Schritt... Was ist mit der begründeten Beschwerde vom rec einige Beiträge zuvor?


    Zitat

    Zunächst ging es ja darum dass hier der Abriss bestehender Hochhäuser gefordert wurde.


    Ich gebe zu, die 13 Seiten nicht gänzlich durchgeblättert zu haben - und gleich sage ich, daß ich diese Forderung eher abwegig finde. Die gegenwärtigen Dortmunder HH's beeinträchtigen die übriggebliebenen Baudenkmäler nicht - und sind in der Form wie auch mit den Fassadenmaterialien viel interessanter, differenzierter als jene in Essen. (Am S-Bahn-Bahnhof Süd z.B. der Ellipsoidon mit der violetten Klinkerfassade... dieses HH gefällt mir...)


    Zitat

    Zum Thema der Hochhausplanungen: Niemand erwartet einen Hochhausboom in Dortmund, aber in Anbetracht der vorhandenen Gebäuden könnte hier auch bei geringer Bautätigkeit ein interessantes Ensemble entstehen - zumindest interessanter als die kläglichen Überreste der "Altstadt".


    Das eine schliesst das andere gar nicht aus - in Frankfurt ergänzen die sich eher. Entstehen kann allerdings wohl maximal noch ein HH am Bahnhof/3DO/... - an mehr in den nächsten 10-15 Jahren glaube ich einfach nicht.


    Ach ja - interessante Ergebnisse hat man mit der Fassadenbemalung im sog. Brückstraßenviertel erreicht - die einst heruntergekommene Gegend wurde bunt-schrill, eines der Häuser wirkt sogar historisch. Auch solche Projekte braucht eine Innenstadt. (Die besagte Gegend befindet sich übrigens - wenn jemand vom HBf kommt - praktisch wenige Schritte hinter dem RWE-Gas-Hochhaus).

  • Zitat von Bewacher

    Was mich allerdings in Dortmund wirklich schmerzt ist, daß sowenig von der Altstadt übriggeblieben ist. Ein paar Kirchen, zwei Häuser am Markt - und das wär's. Am Westenhellweg gibt es nur öde Kästchen der 50-er/60-er/70-er-Jahre ohne jeglichen Reiz - irgendwelche Fassadenkunst, auch moderne, wäre da dringend geboten. :cool:


    Also ich persönlich finde, dass in Dortmund noch mehr übriggeblieben ist als in anderen Städten des Ruhrpotts (bzw. Essen... die ihren letzten Rest auch noch abreißen).


    z.B. stehen am Westenhellweg noch eine Menge alter Gebäude, auch wenn es nur Gründerzeitler sind (Das sind die beiden Gebäude am Markt aber auch). Da wären z.B. das Berlet-Kaufhaus zu nennen, das Salamander-Schuhaus, das Krügerhaus und auch der Karstadt, dessen Jugendstilfassade meines Wissens stark zerstört, verwittert und aufgestockt noch hinter der Vorhangfassade steckt. Das Problem in Dortmund ist häufig, dass viele Gebäude bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurden wie z.B. das ehemalige Kaufhaus Stern, das heute aussieht wie ein Bau der 70er, früher aber wohl der schönste Jugendstilbau der City war.

  • Zitat von Booni


    z.B. stehen am Westenhellweg noch eine Menge alter Gebäude, auch wenn es nur Gründerzeitler sind (Das sind die beiden Gebäude am Markt aber auch).


    Befinden die sich nicht am Ostenhellweg? Im Osten gibt es noch gehobene Geschäfte, Juveliere - am äusseren westlichen Ende der Fußgängerzone wird es geradezu tragisch kästchenartig und die Läden enstsprechen dem auch...


    Die Kaufhäuser - die verwechsle ich leider - eines von den beiden hat sich vor einigen Jahren eine nette postmodernistische Erweiterung (/-Umbau) geleistet - es wirkt auf mich besser als das, was die Kaufhäuser in Essen oder Duisburg anzubieten haben (die versteckte Jugendstilfassade - das ist das andere Kaufhaus? Da wäre eine Befreiung und Restaurierung gut - in Breslau will man Teile des Fassadendendekors eines Jugendstil-Kaufhauses aus dem Jahre 1904 wiedererrichten!).


    Ich glaube, solche Überlegungen sind für die Attraktivität der Dortmunder Innenstadt wichtiger als ein HH weniger - oder mehr.

  • Zitat von Jai-C

    Wieso drückst du mir dann negatives Karma/Renommée ohne Begründung aufs Auge? Lies mal bitte die Regeln!



    Wir reden hier aber von Dortmund - einer Stadt von deren gewachsener Kernstadt praktisch nichts mehr übrig ist. Was gibt's da denn bitte vor Hochhäusern zu beschützen? Ansonsten stimme ich der These: "Schutz von noch ausreichend erhaltenen historisch gewachsenen Kernstädten" zu.


    Ergänzend zu dem, was hier bereits zutreffend zur Dortmunder Altstadt gesagt wurde, möchte ich feststellen, daß ich persönlich kein Problem mit den Hochhäusern am Hbf. habe. Sie liegen am Rande der Altstadt, sind logischerweise verkehrlich gut angebunden, maßvoll in der Höhe und architektonisch interessant. Insbesondere auf den RWE-Turm trifft dies zu. Ich kann aber auch Meinungen nachvollziehen, die Hochhäuser an dieser Stelle möglicherweise ablehnen. Aus meiner Sicht entspricht die derzeitige Entwicklung aber einer guten Kompromisslösung.


    Weiter möchte ich mich bedanken bei denjenigen, die hier fundierte Kenntnisse über die Situation in Dortmund einbringen. Es macht Spaß diese Beiträge zu lesen. In Zukunft wird der Wettbewerb unter den Städten um Unternehmen, Investitionen und damit verbunden Arbeitsplätze, d.h. (gut ausgebildete, Steuern zahlende) Bevölkerung zunehmen. Nur Städte, die Lebensqualität bieten, werden in diesem Wettbewerb bestehen. Zur Lebensqualität gehört auch eine attraktive Innenstadt, die Aufenthaltsqualität bietet und Identität besitzt. Städteplaner erwarten, daß die Bedeutung der Einkaufszentren auf der Grünen Wiese in Zukunft abnehmen wird. Jetzt in die Innestädte zu investieren bedeutet, in Zukunft zu den Gewinnern zu gehören. Mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand könnte man auch das historische Profil der Dortmunder Innenstadt stärken (siehe dazu den Beitrag von Booni) und sie damit qualitativ entscheidend stärken.

  • @ Bewacher: Also der Ostenhellweg fängt ja erst ab der Reinoldikirche an. Die gehobenen Geschäfte stehen aber alle zwischen Petrikirche und Reinoldikirche, also auf dem Westenhellweg. Weiter gen Westen stehen nur häßliche Blöcke außer dem Berlet-Kaufhaus und einem kleinen gegenüberliegenden Gründerzeitler. Mehr hat an dieser Stelle den Krieg auch nicht überstanden.


    Hier mal ein paar Bilder von Dortmunds schönen Seiten (Copyrights liegen bei mir)


    1. Berlet-Kaufhaus am Westenhellweg:


    2. Verstümmelte Gründerzeitler (Dach, Dachkuppeln oder Stuck fehlt):




    3. Die zweitschönste Häuserzeile in der City (leider wurde das Gebäude mit dem Café Corso (zwischen dem H&M und dem BÜCHER Schild) in den 70ern durch einen anspruchslosen Neubau ersetzt, hier würde eine Fassadenreko zu mehr Geschlossenheit verhelfen):


    4. Die Rückseite vom Karstadt-Gebäude, der Anbau von 1912. Leider fehlt das Dach und die alte Fassadenstruktur:


    5. Das ehemalige Bankhaus der Dresdener Bank, leider ebenfalls total verstümmelt. Wenn ihr Vorkriegsbilder sehen würdet, würdet ihr Augen machen.


    5. Bankhaus der Commerzbank, Beispiel einer frühen modernen Architektur (erbaut 1931):


    6. Bankhaus der Deutschen Bank, wurde im Krieg bis auf kleine Teile der Fassade zerstört, daher erstaunlich, dass es heute noch steht:


    7. Eins der letzten alten Häuser am Markt, vom ehemaligen Fachwerkgiebel ist nichts mehr zu sehen:


    8. Die schönste und berühmteste Häuserzeile der Dortmunder City:


    9. Das Vehoff-Haus: Leider momentan ein unpassender Mischmasch aus dem Ursprungsgebäude von 1608 und dem Umbau aus der Gründerzeit... eine Rekonstruktion des Vorkriegszustandes würde hier mehr bewirken:


    10. Der Stadthauskomplex... leider stört das Nachkriegswohnhaus den Gesamteindruck, dieses steht jedoch schon unter Denkmalschutz.


    11. Eines der unscheinbaren Häuser abseits der Einkaufsstraße die eher abgerissen als saniert werden...


    12. Das Ruhfus-Haus, seines Daches beraubt und die untersten beiden Geschosse verstümmelt. Rekonstruiert wäre es ein Schmuckstück und ferner ein idealer Platz für ein Kaffeehaus à la den Berliner Café Einsteins:


    13. Die Krügerpassage, leider nach dem Krieg um 8 Meter verkürzt und der Straßenfassade seines Daches beraubt:


    14. Die Schwanen-Apotheke am Hellweg, eines von sehr wenigen Gebäuden die auf den ersten Blick unzerstört und unverstümmelt sind:


    15. Ende des Ostenhellweges, das letzte Haus (gelb) links ist auch sehr verstümmelt worden:


    16. Kaufhaus Wehmeyer, Ex-C&A-Kaufhaus, eins der ersten modernen Gebäude in Dortmund (1928), auch sehr verstümmelt:


    17. Löwenhof schräg ggü des HBF, früher Hotel, heute VHS. Daneben stand früher das Grand Hotel Fürstenhof, schräg dahinter steht heute noch der Art-Deco-Bau der Sparkasse, heute Museum. Dieses Gebäude wird leider vom neuen RWE-Turm vollkommen beschattet:



    Ich bin der Meinung, dass man viele der o.g. Gebäude ersteinmal Sanieren und komplett Rekonstruieren sollte, dann hätte man schon viel getan. Mit ihnen natürlich auch die ganzen Gebäude, die heute aussehen wie Kisten aus den 50ern, eigentlich aber Gründerzeitler sind.
    Nur wurde in Dortmund auch sehr viel in den 60ern/70ern noch zerstört (Beispiel Bierhaus Stade/Stadehaus oder der Posthof an der Hohen Straße)

  • Zitat

    7. Eins der letzten alten Häuser am Markt, vom ehemaligen Fachwerkgiebel ist nichts mehr zu sehen


    Eine Rekonstruktion des Giebels könnte ich mir ganz gut vorstellen... BTW: Für Auswärtige - man sollte diesen Marktplatz (wo jährlich zu den Weihnachten der größte Tannenbaum der Welt steht) mit dem Alten Markt (die Fotos 8/9) nicht verwechseln.


    Der Stadthauskomplex (Foto 10) im Süden der einstigen Altstadt - der früher erwähnte Adlerturm befindet sich wenige Schritte südlich davon (auf dem ersten der beiden Fotos wäre es etwas weiter rechts).

  • Möchte dieses Thema nach langer Zeit mal wieder zum Leben erwecken! Wie ist eure Meinung bezüglich Hochhausbebauung in Dortmund?
    Das Thema ist doch sehr aktuell, siehe Westfalentower und Volkswohlbund Haus!

  • Hochhausbebauung

    Prinzipiell bin ich dafür und hege für die Ruhrgebietsstädte kein Bedenken, dass durch Hochhäuser ein "Altstadtcharakter" verloren gehen könnte.
    Ich denke aber, dass im Ruhrgebiet eigentlich kein Bedarf für eine Hochhausbebauung besteht. Bei der Vielzahl innerstädtischer Brachflächen und Baulücken sollte das Augenmerk der Stadtplaner und Investoren vielmehr darauf gerichtet sein, diese erst mal mit Architektur und Funktion zu füllen.
    Also: "Lieber breit, als hoch!"

  • Sehe ich prinzipiell genau so wie Nikolas! Allerdings gibt es in der Innenstadt langfristig zwei Areale die für eine HH-Bebauung in Frage kommen könnten:


    1. das Grundstück und das Nachbargrundstück des ehemaligen Hotels Bender am Dortmunder Wall nähe HBF:
    http://www.derwesten.de/nachri…news-21745452/detail.html


    Wolfgang Froese, Investor, hier seine Vorstellungen!:
    http://www.derwesten.de/nachri…news-35206574/detail.html


    2. der Parkplatz westlich des Haupteingangs des HBFs neben dem Harenberg HH,
    Artikel dazu existiert, nur bis jetzt nicht wieder gefunden.


    Dort zwei HH-Bauten und Dortmund hätte ein vorzeigbares Cluster!