Rund um den Ostbahnhof / Werksviertel (1.150 WE/6.700AP) [in Bau]

  • Neue Pläne hinterm Ostbahnhof

    http://www.merkur-online.de/lo…m-ostbahnhof-1067217.html


    münchner-merkur.de 02.02.2011


    Nach Ablauf der letztmaligen Verlängerung, im Januar 2016, sollen einige Hallen der Kultfabrik, in denen heute Partys steigen, Teil des neuen Stadtquartiers „Rund um den Ostbahnhof“ (Rost) werden. [...]


    Nun aber sollen vier alte Fabrikhallen des früheren Pfanni-Werks, auf dem zum Teil heute die Kultfabrik steht, erhalten werden. Pfanni-Enkel und Kultfabrik-Chef Werner Eckart will sie ins spätere Rost-Quartier integrieren - für kulturelle Nutzungen im neuen Viertel. Dafür aber müssen die ursprünglichen Bebauungspläne überarbeitet werden. „Das Wohnen soll Richtung Osten, hinter den Park, verlagert werden, um die Störungspotentiale auseinander zu ziehen“, erläutert Strohhäcker. Die Kulturnutzung soll Richtung Rosenheimer Straße gebündelt werden.

  • @ Maturion: Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (gedruckte Ausgabe) werden Kultfabrik und Optimolwerke im Jahr 2015 nach Fröttmaning umziehen. Dort ist in der Nähe der Allianz Arena ein "Kunstpark Nord" geplant.


    Ich persönlich halte ein neues "Kulturviertel" am Ostbahnhof für unnötig. München hat doch bereits lebendige Stadtteile wie Schwabing oder die Maxvorstadt und auch im Glockenbachviertel entwickelt sich eine kulturelle Szene. Meiner Meinung nach sollte man den Ostbahnhof zum Hauptbahnhof ausbauen, dann hätte man einerseits einen großzügigen Durchgangsbahnhof und andererseits einen vergrößerten Arnulfpark auf den ungenutzten Gleisflächen im Westen.

  • Meiner Meinung nach sollte man den Ostbahnhof zum Hauptbahnhof ausbauen, dann hätte man einerseits einen großzügigen Durchgangsbahnhof und andererseits einen vergrößerten Arnulfpark auf den ungenutzten Gleisflächen im Westen.


    Meinst du nicht auch, dass es sinnvoller wäre den HBF nach Pasing/Laim zu verlegen?
    Zumindest war dies in den 30er Jahren bereits geplant, wurde aber leider aufgrund des Krieges nicht mehr umgesetzt.
    Die vielen Gleise vom aktuellen HBF (bzw. von Laim aus) bis zum Ostbahnhof unter die Erde zu legen, das dürfte nicht nur aufgrund der Isar sehr kompliziert und teuer werden, falls überhaupt technisch möglich aufgrund der beengten Untergrundverhältnisse.
    Die Pasinger Variante ist mit verhältnismäßig wenig Aufwand realisierbar und würde gigantische Flächen (deutlich mehr als der gesamte Bereich im Altstadring) für Wohnraum in Zentrumsnähe schaffen.
    Schade, dass diese Chance nie begriffen und genutzt wurde!
    Mit halbherzigen Projekten wie den ganzen Wohnparks entlang der Stammstrecke wird sich ein OB jedenfalls kein erinnerungswürdiges Denkmal setzen können.

  • hiTCH-HiKER , bei allen Planungen wurde immer eine MUC21-Trasse offen gehalten, die die Option eines Stuttgart 21 für München offen hält.
    Der Hauptbahnhof ist derzeit perfekt in den Münchner Nahverkehr eingebunden. In Pasing wäre er das nicht mehr.

  • hiTCH-HiKER , bei allen Planungen wurde immer eine MUC21-Trasse offen gehalten, die die Option eines Stuttgart 21 für München offen hält.
    Der Hauptbahnhof ist derzeit perfekt in den Münchner Nahverkehr eingebunden. In Pasing wäre er das nicht mehr.


    Klar wäre der HBF in so einem Fall dann immernoch als unterirdisches U- und S-Bahn Drehkreuz "Bahnhof Mitte" unverzichtbar, aber den ganzen Fernverkehr und die damit verbundenen gefühlten tausend Gleise könnte man durchaus nach Pasing/Laim verfrachten. Nötig wären dann nur unterirdische Anbindungen für U- und S-Bahn.
    Beim Flughafen klappt es schließlich auch 30km weiter draußen, warum sollte man den HBF dann nicht 5km nach Westen verschieben können?
    Die gewonnene Fläche für Wohnraum ist kaum in Worte zu fassen gegenüber den durchaus in Kauf zu nehmenden Nachteilen.


    München 21 ist natürlich toll, aber dazu müsste wohl erst ein neues Wirtschaftswunder kommen, sonst ist das nicht annähernd finanzierbar. Und ob ein solches Projekt die Münchner Bürger wirklich wollen?
    Der Widerstand gegen eine Pasing/Laim Variante kann hingegen nicht besonders groß sein, denn lieber einen schicken Bahnhof im Stadtteil als sowas hier:


    KLICK


  • Beim Flughafen klappt es schließlich auch 30km weiter draußen, warum sollte man den HBF dann nicht 5km nach Westen verschieben können?
    Die gewonnene Fläche für Wohnraum ist kaum in Worte zu fassen gegenüber den durchaus in Kauf zu nehmenden Nachteilen.


    Ich bin mit einem zentralen Verkehrshub in München sehr glücklich. Warum soll man Urbanität nach draußen verfrachten. Das Gleisvorfeld ist mit den Restrukturierugsmaßnahmen für die NMA auf einen sehr überschaubaren Raum zusammengeschrumpft. Was würde man denn in München im Falle einer weiteren Gleisraumreduzierung schaffen? Einen Arnulfpark 2.0 brauch ich nicht. Man könnte in München noch genügend Wohnraum schaffen. Es gibt hierzu noch riesige recht locker bebaute Flächen - auch innerhalb des Ringes. In München braucht es weder ein M21 oder einen HBf in Laim. Es braucht konsequente Stadtplanung z.B. im Bereich der Schaffung neuer urbaner Viertel und der umstrukturierung und Nachverdichtung bestehender Viertel. Dazu gibt es im Bereich des Bahnhofsviertel, an der Marsstraße, Schlachthof, Franziskanerstraße, Ostbahnhof, schweren Reiter und Dachauer Straße genügend Spielwiesen. Wenn man die jedoch nur mit 5 stöckigen Punkthäusern zustellt, ist der Nutzen dahin.

  • Meinst du nicht auch, dass es sinnvoller wäre den HBF nach Pasing/Laim zu verlegen?
    Zumindest war dies in den 30er Jahren bereits geplant, wurde aber leider aufgrund des Krieges nicht mehr umgesetzt.
    Die vielen Gleise vom aktuellen HBF (bzw. von Laim aus) bis zum Ostbahnhof unter die Erde zu legen, das dürfte nicht nur aufgrund der Isar sehr kompliziert und teuer werden, falls überhaupt technisch möglich aufgrund der beengten Untergrundverhältnisse.
    Die Pasinger Variante ist mit verhältnismäßig wenig Aufwand realisierbar und würde gigantische Flächen (deutlich mehr als der gesamte Bereich im Altstadring) für Wohnraum in Zentrumsnähe schaffen.
    Schade, dass diese Chance nie begriffen und genutzt wurde!
    Mit halbherzigen Projekten wie den ganzen Wohnparks entlang der Stammstrecke wird sich ein OB jedenfalls kein erinnerungswürdiges Denkmal setzen können.


    Ich hoffe, die Ironie, welche ich zu finden gedenke, ist vorhanden. :cool:

  • Ostbahnhof als neuer Hauptbahnhof

    @ hiTCH-HiKER: Ich habe vorgeschlagen, den Hauptbahnhof durch den Ostbahnhof zu ersetzen. Dazu wäre lediglich ein Ausbau des Südrings erforderlich, um den westlichen Bahnverkehr zum Ostbahnhof zu leiten.


    Natürlich müsste dann auch der Ostbahnhof erweitert werden, was jedoch kein großes Hindernis darstellen würde, da das Kultfabrik-Gelände kurzfristig ohnehin frei sein wird. Das Gebiet zwischen dem dann überflüssig gewordenen Hauptbahnhof und der Donnersbergerbrücke könnte - wie beim Arnulfpark geschehen - anschließend bebaut werden.


    Vorteile:

    • München erhielte kostengünstig einen großen und leistungsfähigen Durchgangsbahnhof
    • Deutsche Bahn könnte die ungenutzten Gleisflächen am Hauptbahnhof teuer verkaufen
    • Milliardenprojekt "München 21" mit langjährigen und aufwändigen Tunnelbauarbeiten wäre nicht mehr notwendig
    • die dadurch eingesparten Gelder könnten für andere Zwecke verwendet werden
    • Stachus und Bahnhofsviertel könnte verschönert und damit aufgewertet werden


    Nachteile:

    • Gäbe es aus meiner Sicht nicht. Welche Meinung habt ihr dazu?
  • ^^


    Und auf wieviel Gleise müsste man den Südring aufmörteln? 6 oder 8? Wo sollen die Vorstellgruppen hin? Die ganze Wartung und Reinigung müsste alles Richtung Berg am Laim oder Steinhausen. Mir erschließt sich der große Sinn für einen Durchgangsbahnhof München nicht. 90 % der Fernzüge enden oder beginnen in München. Der Regionalverkehr Richtung Osten wird doch heute schon über den Ostbahnhof abgewickelt. Allein Durchmesserlinien im Regionalverkehr wären interessant. Ob dazu das Fahrgastpotential reicht? Wollen soviele Leute von Augsburg nach Rosenheim?

  • Die Optima-Aegidius-Firmengruppe, München, hat gemeinsam mit dem Münchner Bauunternehmen IKR das so genannte Ateliergrundstück an der Rosenheimer Strasse auf dem IVG-Areal erworben. Verkäufer des im Umfeld der Medienbrücke gelegenen Areals ist IVG Businesspark Media Works Munich I.


    Die neuen Besitzer wollen auf dem 4.500 qm umfassenden Gelände ein Gebäude im Bauhausstil errichten. Der Entwurf stammt aus der Feder des Architekturbüros Steidle & Partner.

    http://www.immobilien-zeitung.…ebauen-ivg-areal-muenchen


    Bei Property Magazine findet man dieses kleine Bild:
    http://t3.gstatic.com/images?q…L9ZeAhi0dGsLcoeLk6gtHAty-


    Wegen fehlender Copyrightangabe Bild geURLed. LugPaj

  • Ich habe in der Print-Ausgabe der Immobilienzeitung eine Abbildung des Entwurfs gesehen. Vielleicht hat jemand die Ausgabe zur Hand und postet eine Kopie? Das Ateliergebäude ist mienes Wissens nach als "einhüftiger" Bürogrundriss an der Brandwand zum Nachbarschaftsgrundstück konzipiert.

  • ^
    Heisst das, dass das Novum Ensemble gestorben ist? Das wäre ja wieder mal schade.


    Das Ateliergebäude lag meines Wissens auf demselben Grundstück wie das Novum. Da eine Zugangssstrasse hier auf das Pfanni-Gelände geplant ist, konnte man das Grundstück entlang dieser neuen Strasse teilen und getrennt zur Entwicklung verkaufen. Der Rest ist immer noch für das Novum vorgesehen. Hierfür hat man wohl noch keinen Mieter und Käufer.

  • Neues vom Ostbahnhof

    In der heutigen SZ Stadtausgabe (08.08.2011) gibt es ein wenig Neues zu "Rost" - Rund um den Ostbahnhof. In der Bezirksausschusssitzung des BA Berg am Laim am 26. Juli wurde das aktuelle Konzept der Stadt und der Eigentümer vorgestellt (dazu habe ich leider noch keinen Link mit Dokumenten gefunden).


    Hier das Wichtigstes:
    - Eine "urbane Mischung aus kreativen Arbeitsplätzen, Park, Freizeit- und Kultureinrichtungen und 900 bis 1000 Wohnungen auch in neuen Formen für Künstler und Studenten" sollen entstehen
    - Erhalt einiger Teile: Kantine, Tonhalle, Kletterhalle, Gebäudeteile der Kultfabrik
    - Verlegung des geplanten zentralen Parks (welcher früher als Fortführung des Orleansplatzes angedacht war), da Hamberger nicht verkaufen will
    - Schrittweise Verwirklichung des Konzepts
    - es sollen auf jeden Fall weniger als 1000 Wohnungen gebaut werden, da die Stadt sonst eine Grundschule bauen müsste, stattdessen sollen mal wieder viele Büros entstehen...

  • Danke für die Informationen! Wirklich kaum nachzuvollziehen, dass nach den großen Schwierigkeiten mit den Büroprojekten auf den NMA-Grundstücken im Münchner Westen hier nicht MEHR statt WENIGER Wohnungen als ursprünglich geplant gebaut werden. Notfalls muss halt mal auf die eine oder andere Büro-Lärmschutzwand verzichtet werden - daür könnten dann aber evtl. an diesen Stellen etwas preiswertere Wohnungen entstehen.

  • Welche großen Schwierigkeiten meinst du? Bei der Entwicklung von Gewerbegebieten/Büroflächen wird doch niemals alles sofort zugebaut. Das der Arnulfpark nun bald abgeschlossen wird, hätte ich vor einiger Zeit noch nicht gedacht.
    Aber das Argument dass die Stadt nicht in ihre Grundschulen investieren will, und somit weniger Wohnungen ausweist, empfinde ich schon als ein Armutszeugnis.... (deshalb sollen es wahrscheinlich auch v.a. Studenten/Künstlerwohnungen werden. )

  • Welche großen Schwierigkeiten meinst du?


    Vielleicht die, dass auf dem schon Ende der Neunziger Jahre freigewordenen und (ursprünglich als Max I und II plakatierten) Bürogelände (heute Icade II und III in Planung) nach nunmehr 13 Jahren noch immer kein Baubeginn in Sicht is? Oder dass an der Friedenheimer Brücke nicht mal die Flächen verkauft sind?


    Bei der Entwicklung von Gewerbegebieten/Büroflächen wird doch niemals alles sofort zugebaut.


    Auch gut zu veranschaulichen in der Parkstadt Schwabing und bei Knorr Bremse. :lach:


    Das der Arnulfpark nun bald abgeschlossen wird, hätte ich vor einiger Zeit noch nicht gedacht.


    Also hattest Du auch Zweifel... Wie wir alle....Also es fehlen noch Kontorhaus und die beiden Icade-Abschnitte. Mal sehen, kann schnell gehen, kann auch garnix werden.


    Aber das Argument dass die Stadt nicht in ihre Grundschulen investieren will, und somit weniger Wohnungen ausweist, empfinde ich schon als ein Armutszeugnis....


    Allein die Grundstücks- und Baukosten sind enorm, dann gehts weiter mit Unterhalt und Personal. Das ist wirklich ein beträchtlicher Faktor. Aber die Masche mit den Büros zieht auch bald nicht mehr, es sei denn wir wollen eine Boomtown voller verwucherter Innenstadtbrachen.


    (deshalb sollen es wahrscheinlich auch v.a. Studenten/Künstlerwohnungen werden. )


    Kann man sehr befürworten in der Single-Hauptstadt... Wenn man die Schul- und Kinderbetreuungskosten nicht in dem Umfang schultern kann, sind solche Projekte ideal. Sie können auch an lauteren Ecken entstehen, da Künstler und Studenten und überzeugte Singles da vielleicht nicht so viel Trara drum machen.