Rund um den Ostbahnhof / Werksviertel (1.150 WE/6.700AP) [im Bau]

  • Brücke

    Auch der BA Berg am Laim ist lt. SZ für eine Brückenverbindung. Dabei ist vor allem das Thema der Finanzierung ein Problem, da schwer festzustellen ist, wer dafür eigentlich zuständig ist. Vermutlich wollen weder Stadt noch Freistaat dafür zahlen, die Bahn schon gar nicht, weil die Verbindungen ja bereits jetzt vorhanden sind und auch die Gleise bereits erreichbar sind. Und ob die Werksviertel-Investoren inkl. Pfanni-Erben das allein stemmen wollen ist sehr fraglich. Offenbar geht die Sorge um, dass dadurch, dass das Thema angesprochen werde, es sehr schnell auch eine endgültige Absage bekommen könnte. Dieser Einschätzung ist offenbar Eric Heppt, der das sog. Otec-Haus entwickelt. Andererseits hofft er, dass das Projekt so viel „Strahlkraft“ entwickelt, dass sich eventuell von selbst ein Investor findet. Außerdem müsse sich die Brücke durch Läden und Gastronomie mitfinanzieren.....


    http://www.sueddeutsche.de/mue…m-bruecken-tage-1.3850406


    Na ja, das kommt mir doch alles ziemlich naiv vor. Natürlich muss solch eine Verbindung in erster Linie als Infrastrukturprojekt angesehen werden, mit einer leistungsfähigen Fußgänger- und Radlverbidung im Vordergrund. Vielleicht kann man ja sogar noch eine Tram drüber fahren lassen :) Geplant und realisiert werden muss das ganze dann schon durch die Stadt, die Bahn, evtl. die MVG und evtl. mit Unterstützung vom Freistaat und Herrn Pfanni-Eckart. Schade, dass diese Verbindung nicht von Beginn an eine der Grundideen bei den ROST bzw. Werksviertel-Planungen waren. Jetzt muss man im laufenden Prozess etwas anpassen, und das ist ja immer besonders schwierig, wie wir wissen.

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    Sehe das genauso. In erster Linie ist die Brücke ein Infrastrukturprojekt. Wie Iconic schon erwähnte, kann man zusätzliche Radlwege anlegen oder sogar eine Trambahn drüber fahren lassen.


    Berg am Laim (Werksviertel) ist quasi durch die Bahnschienen von Haidhausen getrennt. Eine Brücke stellt eine deutliche Aufwertung für die Stadt München dar!


    Wo kommen wir denn hin, wenn jetzt für jedes Infrastrukturprojekt Investoren gefunden werden müssen?


    Und wie schon erwähnt wurde, ist das ganz klar eine Angelegenheit der Stadt. Oder suchen wir jetzt für den nächsten Ring Tunnel auch einen Investor :) ?

  • iconic :


    Eric Heppt, der das sog. Otec-Haus entwickelt


    Der Herr entwickelt nicht das Otec-Haus (das steht ja schon), sondern die Flächen der ehemaligen Pfanni-Werke ;).


    Andererseits hofft er, dass das Projekt so viel „Strahlkraft“ entwickelt, dass sich eventuell von selbst ein Investor findet.


    Im Artikel steht wörtlich: "dass es als unverzichtbar erscheine".
    Daraus leite ich nicht unbedingt ab, dass ein privater Investor gesucht, sondern, dass die Brücke für Stadt und Freistaat von zentraler Bedeutung werden könnte.


    Letztlich sehe ich die entscheidende Hürde aber nicht bei der Finanzierung, sondern wie Munich_2030 weiter oben darstellte, bei der DB. Je mehr Funktionen auf die Brücke sollen, umso breiter die Brücke und aufwendiger die Technik = Bauzeit wird, desto wahrscheinlicher ist eine Absage.

  • Bautätigkeiten:

    Ein kleinerer Kran für den Sockelbau des Werk-4 steht schon zur Hälfte, für den Hauptkran, der links neben der Kletterhalle aufgebaut wird, ist das Fundament bereits gegossen.
    Hier nur kurz ein Bild des kleinen Krans per Smartphone:


    Auf dem Grundstück für den neuen Konzertsaal herrschte heute auch rege Tätigkeit. Erd- und Kieshügel wurden hin und her geschoben, Baucontainer aufgestellt. Vermutlich nutzen die Bauarbeiter des Werk-4 den Bereich.


    Auf dem östlichen Nachbargrundstück, dort wo südlich des Konzertsaals das Alpina Rock & Peak entstehen soll, wird nun auch fleißig abgerissen.


    Dieses Grundstück wurde von Überwucherung befreit, keine Ahnung was dort geplant ist.
    Bei Werk-12, Atlas, Werk-17 und dem Plaza (mittlerweile beim EG angekommen) gibt es nichts Außergewöhnliches zu berichten.

  • Laut neuestem Werksviertel Plan kommt dort ein Erweiterungsbau östlich vom bestehenden Hamberger hin. Außerdem noch weiter östlich, ein Rasensportplatz für die Schule, die dann nördlich dieses Geländes liegt.

  • Teilgebiet Optimol-Gelände:

    In der SZ ist ein Bericht über die Unternehmensgeschichte der 1920 gegründeten Optimol Ölwerke abgedruckt.


    Bis zum Verkauf der Firma 1992 durch Herrn Maltz senior, war sie mit ihren Ölen, Pasten und Fetten Weltmarktführer bei Schmiermittel, eingesetzt bei Luftfahrt, Bahn, Automobilen und industriellen Anlagen. Das Testgerät SRV ist noch heute Standard bei tribologischen Untersuchungen (läuft heute unter Optimol Instruments Prüftechnik GmbH, Westendstraße 125).


    Der Firmenname ist dabei ein Kunstwort aus dem lat. optimum für "bestes" und oleum für "Öl". 1932 ging die Fläche hinter dem Ostbahnhof in den Firmenbesitz über, nach dem Krieg erhielt das Unternehmen als einer der ersten von der amerikanischen Besatzung wieder eine Produktionserlaubnis. Die sich entwickelnde Monopolstellung der Optimol Schmierölwerke führte allerdings zu Unsicherheiten bezüglich potentieller Entschädigungsforderungen der abhängigen Unternehmen. Der Verkauf erfolgte "auf dem Höhepunkt" der Firmengeschichte.


    Danach kam der Kunstpark Ost. Nun das Werksviertel.


    Familie Maltz, der die Flächen noch immer gehören, will den "Mut von damals in die Architektur von morgen" integrieren und einen Teil der Neubauten, die zusammen mit der Bauunternehmung Wöhr + Bauer realisiert werden sollen, auch weiterhin behalten.
    Die Pläne sollen demnächst veröffentlicht werden.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…-wie-geschmiert-1.3870250


    Laut Werksviertelplan geht es um ein Hochhaus mit Sockelbau sowie zwei einzelne Baukörper parallel zum Werk-3 bzw. Werk-12.

  • Ich wünsche mir an dieser Stelle eine ansprechende Architektur, die bitte nicht 08/15 ist - wie so oft in München - und die sich in das heterogene Umfeld des Werksviertels einpasst, d.h. auch selbst etwas Pep zeigt und sich vom jeweiligen Nachbargebäude abhebt. Hier darf und soll Pep und leicht Ungewöhnliches gezeigt werden. Hier wird kaum einer meckern. Es gibt in München nur wenige Orte, an denen das mit Konsens möglich ist. Der Arabellapark ist einer davon und eben auch das Werksviertel. Man kann nur hoffen, dass die Heterogenität der Bauformen und Farben am Standort die Architekten der Optimol-Nachfolgebauten, nicht zuletzt des Hochhauses, zu inspirieren vermag.
    Das HH dürfte ein 16-Geschosser werden, was meint ihr?

  • Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf die Pläne. Das HH kann ja nur jenes sein, daß ganz vorne an der Friedenstr. steht, oder?


    Denke es wird ca. die selbe Höhe haben, wie das Highrise One. Also ca. 70m?

  • Munich_2030 : Ja, ich denke auch, so wirkt es auf dem 3D-Modell.


    MiaSanMia : Dankeschön. Ich lese Euch schon länger und habe mir gedacht, weshalb nicht beitreten und ein bisschen mit fachsimpeln :) Ich bin geborener Münchner und habe Geographie studiert, daher auch mein Nick.

  • Geograph : Dann auch von mir ein herzliches Willkommen. Geopraphie klingt ja schonmal sehr gut. War immer mein Lieblingsfach. Hab mich dann allerdings für ein Tourismus Studium entschieden :).


    Dann können wir uns ja auf interessante Postings freuen und das mal wieder ein echter Münchner an Board ist!

  • Geograph : Auch von mir noch einmal ein herzliches Willkommen. Ich freue mich auf deine Meinungen und Gedanken zu den diversen Projekten in und um München :)


    Auf das Optimol-Gelände bin ich sehr gespannt. Durch seine zentrale Lage unmittelbar an der Friedenstraße wird die Bebauung dort besonders prominent sichtbar sein. Schön wäre es deshalb, wenn der jüngst geforderte "Mut zu unverwechselbarer Architektur" hier schon in das Wettbewerbsergebnis einfließen würde - selbstverständlich von einem anderen Büro als Steidle :D

  • Ist das Gebiet eigentlich als "Urbanes (Planungs-)Gebiet" nach der neuen Kategorie der Baugesetzgebung deklariert? Ich glaube nicht. Außer der Bayernkaserne habe ich das bisher noch von keinem Gebiet gehört.


    Kannn man Gebiete nachträglich als "Urbane Gebiete" deklarieren? Es gäbe da in der ganzen Stadt, innerhalb und außerhalb des Mittleren Ringes Gegenden, wo das passend wäre (etwa Hirschgarten, Moosach Bf, Perlach Zentrum, Feldmoching Bf, Wreksviertel/Optimol, Parkstadt Schwabing uvm)

  • Das Problem ist ja, dass das vorhandene Baurecht eben nur zur Entstehung von öden Schlaf- und Wohnsiedlungen oder Gewerbegebieten führen kann. Echtes urbanes Leben mit tiefgreifender Durchmischung kann wohl nur unter der neuen planungsrechtlichen Kategorie "urbanes Gebiet" entstehen. Ich befürchte, auf dem Optimol-Gelände kann zwar architektonisch Interessantes entstehen - aber es wird dem bestehenden Planungsrecht gemäß wohl nur Büro-Monokultur, mit bestenfalls ein wenig Gastronomie, sein.

  • Allianz kauf Atlas Projekt:

    Für satte 190 Millionen Euro geht das Büroprojekt Atlas mit 26.000 qm BGF und dessen Fertigstellung für Q2/2019 geplant ist, in den Besitz der Allianz Real Estate über.


    Verkäufer ist die Art-Invest Real Estate.


    https://www.konii.de/news/alli…llionen-euro-201802234663


    Hat zwar nichts mit dem Werksviertel zu tun, passt jetzt aber thematisch grad rein:


    Gleichzeitig erwirbt die Art-Invest Real Estate den 103 m hohen und 62.200 qm BGF umfassenden SZ-Turm. Beim letzten Eigentümerwechsel 2013 wurden 164 Millionen Euro aufgerufen, jetzt bereits 244 Millionen Euro. Verkäufer ist eine Investorengemeinschaft aus der AXA Real Estate und der Norges Bank Real Estate.


    http://www.immobilien-zeitung.…44-mio-euro-an-art-invest

  • Hier die offizielle Meldung:


    Quelle: http://woehrbauer.de/presse/ar…rierend-wie-der-standort/


    Visualisierungen: https://transfer.woehrbauer.de…plk3q3vi7yromb6wv10p6894z


    Ich sehe neun Geschosse - warum nur so extrem niedrig? Darf hier nicht höher gebaut werden?