Erweiterungsbau Bundesinnenministerium [im Bau]

  • Mich erinnert es an ein sehr wichtiges und großartiges Vorbild aus den späten 20ern für die späteren guten 50er Jahre bauten, von denen es ja durchaus einige gibt.


    Den Pölzig-Bau in Frankfurt (jetzt Sitz der Goethe-Universität):
    http://imageshack.us/a/img834/116/2lra.jpg[/IMG]"]


    Sicher kann das BMI nicht mithalten. Durch die geschickte Staffelung und geometrische Gliederung ist es jedoch keineswegs ein monotoner Klotz und in Natura viel abwechslungsreicher als das Außenministerium der DDR, einem wirklich monotonem Kasten, der in seiner Lage natürlich ein Gräuel war. Hier handelt es sich um einen Bau in einer größeren Parkanlage, der sich seine Breite leisten kann und keine große Rücksicht nehmen muss.

  • Wobei man zugestehen sollte, dass die Stadtbahn-Seite die eigentliche Hauptansicht des Gebäudes darstellt, angesichts der zahlreichen Menschen, die das Gebäude dort mit jeder passierenden S-Bahn, aus jedem vorbeifahrenden ICE oder RE zu Gesicht bekommen. Sehr viel mehr sind das jedenfalls als die versprengten Gärtner iund Polizisten im Garten des Bundeskanzleramts.

  • Beim BMBF Bau ist dass das gleiche.
    An der Rückseite des Gebäudes ist die Abwechslung der Kubatur sehr abwechslungsreich.
    Vorderseitig Eintönig, Langweilig immer zu gleich bestimmt.
    Zumindest mit wenig Abwechslung.


    Hier bei diesen Bau finde ich die Rückseite ok.
    Mehr aber auch nicht.
    Schlimmer wäre es, wenn der ganze Baukörper insgesamt eine gleiche Form hätte.
    So geht es mal noch.


    Ich hoffe das es nicht Schule macht, auch wenn es schon so den Anschein hat.
    Es sollte schon (egal ob Zentral oder nicht) eine Vielzahl an verschiedenen Fassaden das Stadtbild spiegeln.

  • ^
    Daß ein Parkhaus besser aussehen kann als ein Bundes-Prestige-Bau. Wobei ich die Grundrichtung vom Innenministerium gut finde, es ist insgesamt nur ein bißchen lasch. Man hätte sich mehr trauen sollen. Ich habe den Bau allerdings noch nicht in natura studiert. Scheint auch recht schwer vom Boden aus zu sein.

  • Mir gefällt der Bau nicht so richtig. Gut finde ich die helle Farbgestaltung der Fassade. Aber besonders die Ansicht von der Seite wirkt auf mich unausgegoren und depremierend. Der Baukörper müsste aus einem Guß sein, von der Seite wirkt der lange flachere Riegel bzw. der höhere Kopfbau völlig unpassend zueinander.


    Das es eine Rasterfassade wird, ist ja seit längerem bekannt. Aber mir gefällt die Rasterung nicht besonders.

  • Auch vorne zur Straße Alt-Moabit wurden jetzt die ersten Gerüste abgebaut:




    Zudem wird ein Flachbau nahe der Stadtbahnbrücke errichtet, vermutlich das "Pförtnerhaus":



    Einmal editiert, zuletzt von Backstein () aus folgendem Grund: SW

  • ^ Jetzt sind auch die Ost- und Nordfassade weitgehend fertig:





    Das "Wachhäuschen":




    Blick vom Hbf, man sieht die gestaffelten Höhen der Gebäudeteile:



    Blick von der Hugo-Preuß-Brücke:


  • In einer Großbildgalerie zeigt die Morgenpost Fotos von Baustellen und Architektur aus der Luft.


    Unter anderem ist auch der Neubau des BMI dabei:


    http://interaktiv.morgenpost.de/ueber-berlin/#4


    Scheint, als komme man mit dem Bau gut voran. Gut zu erkennen sind auch die gestaffelte Gebäudehöhe sowie eine Art Terrasse auf Straßeniveau in Richtung Alt-Moabit.

  • Update:


    Seit langem ist von außen keine große Veränderung erkennbar. Immerhin passiert hinter dem blickdichten Sicherheits-Bauzaun was. Der neue Stabgitterzaun wird/wurde errichtet und der Ministeriums-Schriftzug über dem Eingang ist bereits angebracht.


    Die Bilder sind etwas flau, da ich durch die Plexiglasscheiben am Paris-Moskau fotografieren musste:



  • BMI

    Ergänzend zu Rotes Rathaus' Bildern hier weitere bei nicht ganz so unfreundlichem Wetter.


    Der Bauzaun westlich des Restaurants Paris-Moskau ist bereits weg. Hier entsteht ein kleiner "Stadtplatz". Der Kontrollpavillon ist weitgehend fertig. Im April sollen die ersten MA einziehen:







  • Heizkörper

    Die Immozeitung schreibt> "eine Gebäude, dass aussieht wie ein Heizkörper" und unter ein Bild vom Architekten "was hat er sich nur dabei gedacht". Die Zeitung hält sich sonst mit ästhetischen Meinungen sehr zurück.
    Hier allerdings eine richtige Meinung. Es ist DAS hässlichste Gebäude in Berlin der letzen Jahre. Besonders die gigantische Seite zu den Ministergärten mit der immer gleichen Fassade ist kaum zum Aushalten.
    Man sollte Müller Reimann mit auf die Liste der Architekturbüros stellen, die nie wieder in Deutschland bauen sollten. Ziemlich sich stehen auf dieser Liste schon KSP Jürgen Engel (Hardcorestangenware) und Speer, der einen entsetzlichen ""typisch deutschen"" Stadtteil in Shanghai gebaut hat, wo kein Chinese leben wollte.
    Wie dem auch sei, hier ist der Artikel: http://www.immobilien-zeitung.…um-schoen-wie-heizkoerper

  • Abgesehen vom reißerischen Aufmacher ist der Beitrag selbst nicht ganz so drastisch; sicher frei von jeder Begeisterung, aber eben auch weit entfernt von Deiner Polemik (von wegen hässlichstes Haus Berlins...). Aber vielleicht meinst Du ja auch ein ganz anderes Objekt, die von Dir erwähnten Ministergärten sind vom Innenministerium nämlich mehr als einen Steinwurf entfernt. Sollten wir uns aber auf das gleiche Gebäude beziehen, kann ich Dir nur widersprechen - ich finde, dass Müller Reimann die enorme Baumasse sehr gut gegliedert und überdies mit einer sorgfältig detaillierten Fassade umgeben haben, die mich an konservativere Bürohäuser aus den fünfziger Jahren in Hannover oder Düsseldorf denken lässt, jenen Städten, wo mit Hillebrecht, Tamms, Schulte-Frohlinde, Hentrich und Gutschow die erste Reihe der Generalbauinspektion ihre Nachkriegskarriere verfolgte. Architektonisch nicht der schlechteste Orientierungspunkt für diese Bauaufgabe. Im Übrigen möchte ich Dich bitten, von solchen Ausfällen wie "die sollten nie wieder in D bauen dürfen" künftig Abstand zu halten. Wer so scharf formuliert, sollte etwas substantieller zur Sache argumentieren.