Erweiterungsbau Bundesinnenministerium [in Bau]

  • Dagegen ist das BMI tatsächlich ein ästhetischer Genuss.


    lol... na dann. Ich denke (hoffe) aber nicht, dass die Schießschartenfenster tatsächlich Teil des Sicherheitskonzepts sind :D. Dieser Monolith ist schlicht und ergreifend Ausdruck höchster Beliebigkeit und einen geradezu erschreckenden Ideenlosigkeit.
    Die US Botschaft ist damit in keinster Weise vergleichbar. Weder in punkto Strukturierung noch von der Masse des Baukörpers. Und meiner bescheidenen Meinung erst recht nicht unter ästhetischen Gesichtspunkten.

  • Also ich finde, das Teil sieht insgesamt ganz nett aus. Es hätte mehr Variationen vertragen können. Solch eine architektonische Geradlinigkeit kann aber durchaus auch gut gefallen. Vor allem vor dem Hintergrund des nahegelegenen Kanzleramts und des "Paris-Moskau". Ich freue mich über das Teil.


    Die US-Botschaft ist für den Pariser Platz etwas suboptimal und meines Erachtens kein positives Gegenbeispiel. Man hätte vermutlich - wie so häufig - mit nur geringen Änderungen und Pointierungen deutlich mehr erreichen können.

  • der Vergleich zwischen BMI und Amerikanischer Botschaft kommt mir wie die Wahl zwischen Pest und Cholera vor...beide auf ihre Art scheußlich...

  • ^
    Der momentane Standort des BMIs im Spree-Bogen ist eigentlich der einfachste Beweis, dass es für den neuen Standort des BMIs keiner modernen Trutzburg bedarf. Der Bau ist zwar schon 20 Jahre alt, wirkt m.E. aber dennoch moderner und ästethischer als die BND-Kopie.


    Die mangelnde Sicherheit des bisherigen BMI-Gebäudes war ja die Begründung für den Neubau.


    Wobei ich nicht verstehe weshalb jeder zum Kaffee-trinken ins Außenministerium gehen darf während man beim neuen Innenministerium nicht mal in die Nähe des Gebäudes kommen darf und deshalb der geplante Fußweg zum Hauptbahnhof nicht realisiert wurde. Der Sicherheitsabstand-aufwand am neuen Innenministerium ist ja höher als bei allen anderen Regierungsgebäuden.


    Liegt es daran, dass dort der Raum für den Krisenstab in Ausnahmesituationen untergebracht ist?

  • ... Was ist das für ein Material, kann das nicht so klar erkennen.


    Vor Ort konnte ich es auch nicht genau erkennen und dachte zwischenzeitlich sogar an Kunststein. Ich habe mir mal zwei Ausschnittvergrößerungen angeschaut und da sieht das Fassadenmaterial dann doch nach hellem Kalkstein aus:



  • Bei BMI und beim BMBF scheinen die riesigen Behördenbauten offensichtlich im Zeitplan fertig zu werden. Könnte es doch daran liegen, dass das Baumanagement von der Politik an private Firmen abgegeben wurde?


    Einhaltung des Zeitplans schön und gut. Dennoch soll es laut Mopo gravierende Planungsfehler geben. Bei der Planung des Brandschutz, den Leitsystemen und der Inneneinrichtung seien die Anforderungen für die Barrierefreiheit nicht beachtet worden. Für Schwerbehinderte bestünde somit bei notwendigen Evakuierungen ein Sicherheitsrisiko.


    Artikel Mopo Mobil

  • Bato, du Spammer. In gleich fünfzehn Threads findet sich fast derselbe Beitrag von dir! :mad:


    Es sind doch nur 12 :troest:


    @topic:


    Auf den Luftbildern sieht man recht gut wie abgekapselt von der Stadt manche der Neubauten der Ministerien sind. Auf Bild #1 steht der Neubau als Solitär zwischen Spree und Stadtbahn. Diese Lösung ist vielleicht den Sicherheitsanforderungen angemessen aber aus meiner Sicht irgendwie auch schade, weil mir dieses aufgelockerte Auslaufen der Stadt in den Tiergarten nicht gefällt. Mir hätte eine klare Trennung zwischen Park und Stadt besser gefallen... naja der Drops ist gelutscht...

  • ^^
    Wobei ich den Blick aus der S-Bahn auf die aufgelockerte Bebauung (im Sommer) recht attraktiv finde, da soviel Parkgrün (und eben kein Pief-Abstandsgrün - ganz wichtig!) dazwischen ist. Der Tiergarten wurde dadurch sozusagen erweitert - früher waren hier ja Bahnanlagen. Zudem ergeben sich durch die Auflockerung weite Blickbeziehungen Richtung Kanzleramt und Potsdamer-Platz-Bebauung. Was hingegen blockrandmäßig unbedingt geschlossen werden sollte, wäre an der Feuerwache (die mit dem Sauerbruch/Hutton-Anbau - auf dem ersten Luftbild oben rechts) zur Straße Alt-Moabit hin. Eine Brandwand ist einfach kein guter Anblick. In Zukunftsplanungen - siehe virtuelle Stadtmodelle auf der Webseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - taucht das als Fernziel auf.


    Mir gefällt das Innenministerium von den aktuellen Bundesbauten (Bildungsministerium und BND) mit Abstand am besten. Die Fassade hat was (positiv)-50er-Jahre-mäßiges. Wie eine repräsentative Firmenzentrale aus der Zeit.

  • Update. das Anbringen der Fassade kommt ganz langsam voran, bisher weiterhin aber nur an der Süd- und Westseite. Zur Nordseite Alt-Moabit ist noch kein Naturstein zu sehen:




    Alt Moabit, vorne das Restaurant Paris-Moskau:


  • Die dürfte sich freuen - sie kommt ja aus der DDR. Ein wirklich erbärmliches Bild, das sich da bietet und das bei schönstem Sonnenschein. Dieses Gebäude ist wirklich auf das allergrundsätzlichste reduziert, ich bin eigentlich schockiert, dass man heute noch imstande ist, die schlimmsten Bausünden vergangener Zeiten 1 zu 1 zu kopieren. :Nieder:

  • Mir dagegen gefällt die ruhige Schlichtheit gut. Dass das Gebäude nicht gerade innovativ oder außergewöhnlich ist, stört mich bei einem Regierungsgebäude in Mitte nicht. Gerade das - zusammen mit der weißen Fassade und der Betonung der Vertikale - verleiht dem Bau etwas Klassisches - nur die schrägen Dachaufbauten beeinträchtigen diesen Eindruck etwas.

  • Ich mag es auch ganz gern. Es erinnert mich an diverse Verwaltungsgebäude aus den 50er Jahren die ich aus Kassel kenne. Ein Unterschied ist, dass es damals als oberen Abschluss häufig noch ein optisch abgesetztes Laternengeschoss gab. Im Inneren haben sie sich damals bei den elegant geschwungenen Treppenhäusern viel Mühe gegeben. Wird hier vermutlich auch nicht so sein.

  • Auch wenn es etwas niedriger ist... in dieser Ansicht erinnert es aufgrund der Monotonie und "Kastigkeit" an das DDR-Außenministerium, das bekanntlich abgerissen wurde.


    Bild 1 - Bild 2 - Bild 3


    Auch Chandlers Vergleich mit Kassel passt. Nur dass ich das nicht so positiv assoziiere.

  • Naja, wuchtig wirkt das neue Innenministerium schon, aber das Gebäude gefällt mir auch in seiner Schlichtheit.


    Zum DDR-Außenministerium: Für mich ganz klar einer der Glanzpunkte in der DDR-Architektur. Ein eindeutiger Vertreter des International Style. Leider asbestverseucht gewesen und an der falschen Stelle gebaut, sonst hätte man das Gebäude unbedingt erhalten müssen.

  • Da finde ich das DDR-Ministerium besser. Da gabs in der Fassade immerhin etwas Abwechslung. Und weniger klotzig. Das ist ja (aus dieser Perspektive) wirklich ein Koloss.

  • Also ich finde das Innenministerium auch gelungen, für seine Wuchtigkeit, wirkt es doch recht leicht und filigran. Bloss ein wenig zu monoton ist es, wie Ben auch attestiert fehlt einfach ein wenig Abwechselung.

  • Das letzte Bild zeigt aber auch die abwechslungsloseste Seite. Wobei diese als strenge Rahmung des langgezogenen Kanzlerparks durchaus ihre Berechtigung hat.
    Die Masse der Betrachter wird dies von der S-Bahn aus tun, wo die Fassade sehr abwechslungsreich vor allem durch die Höhenentwicklung ist.


    Trotz seiner 1950er-Jahre-mäßigen (wenngleich ansehnlichen) Präsenz fehlt schon von außen der Pfiff der 50er, wie er in Türgriffen, Flugdächern, Messingrahmen usw. in Erscheinung trat.


    Gab es irgendwo Innenrenderings bzgl. Treppenform und -geländer?