DB-Neubau im Bahnhofsviertel

  • DB-Neubau im Bahnhofsviertel

    Stadtentwicklung
    Neubau für die Bahn im Bahnhofsviertel


    01. Februar 2005 Die Anzeichen für eine Erholung des Marktes für Büroimmobilien verdichten sich. Im Bahnhofsviertel wird ein Gebäudekomplex mit rund 20000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche neu errichtet. Projektentwickler auf dem Areal an der Ecke von Karlstraße und Moselstraße ist die Groß&Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft. […]. Die Bahn hat auch die 12300 Quadratmeter Büroflächen des Neubaus komplett und langfristig gemietet. An dieser Stelle sollen verschiedene Teile des Unternehmens, die in der Umgebung ansässig sind, zusammengeführt werden. Groß&Partner investieren rund 46 Millionen Euro in das Projekt.
    Der Entwurf stammt von den beiden Büros Berghof+Haller Architekten (Frankfurt) und BLFP Bremmer Lorenz Frielinghaus Planungsgesellschaft (Friedberg). Er sieht zum einen zwei Bürogebäude mit deutlich voneinander abgehobenen Fassaden vor. […] Die unteren beiden Geschosse der Neubauten werden mit Naturstein verkleidet, darüber befindet sich eine Putzfassade.
    […] Um eine attraktive Fassade gestalten zu können, erhält der Neubau eine Arkade. Mit einem Cafe und Ladenflächen von zusammen 500 Quadratmetern soll für eine Belebung des bisher unwirtlichen Ortes gesorgt werden. Mit dem Abriß soll in den nächsten Tagen begonnen werden, die Fertigstellung der Neubauten ist für den Herbst nächsten Jahres geplant.
    Damit setzt sich die Aufwertung des Bahnhofsviertels fort. Groß&Partner ist im östlichen Teil des Viertels, zwischen Hauptbahnhof und Mainzer Landstraße, mit dem Bau des neuen Sitzes für den Planungsverband befaßt. In dem gleichen Block von Niddastraße und Ludwigstraße entstehen auch 46 Wohnungen in vier ehemals von der Post als Bürofläche genutzten Gründerzeithäusern. Wie zu hören ist, soll auch das Gebäude an der Karlstraße, in dem der Planungsverband derzeit noch seinen Sitz hat, nach dessen Auszug saniert werden. Das Quartier könnte sich am Ende ähnlich runderneuert präsentieren wie der Baseler Platz. Das Stadtplanungsamt hofft nun, daß die Investitionen auf das Umfeld ausstrahlen. Die Stadt bemüht sich schon seit längerem um eine Aufwertung des Bahnhofsviertels.


    Quelle: FAZ

  • Das sind hervorragende Neuigkeiten. Ich nehme an, es handelt sich um die Schätzchen in der Mitte dieses Bildes, denn diese wurden, soweit ich weiß, früher von der Bahn genutzt:



    Bild: Schmittchen

  • Das hohe Gebäude ziemlich sicher, bei dem mit der schuppigen Fassade und nur drei Fensterreihen oben bin ich nicht sicher. Jedenfalls dürfte das den Karlsbunker enthalten, der von Arcor als Kabelknoten genutzt wird.


    Wir werden es ja bald sehen, denn der Abriss soll in diesen Tagen beginnen. Die mir bekannten bisherigen Bauten der genannten Architekten sind nicht übel, dies sind Qwaterwest (Berghof) bzw. der Siegerentwurf für das Tramdepot Sachsenhausen (BLFP).

  • eigenartig ist es schon ein bisschen, dass wieder ein unternehmen für sich bauen lässt, wo 2 millionen qm büroflächen leer stehen. könnte aber ein interessantes projekt werden. weiss jemand, warum das weisse hochhaus schief steht?

  • Habe in der FAZ Ausgabe von gestern ein Bild des Neubaus der DB in der Karlstrasse gefunden. Es sieht für meine Begriffe sehr ansprechend aus. Da ich aber keine eigene webspace habe, kann ich es nicht hochladen. Soll ich das eingescannte Bild jemandem zusenden?

  • Ich habe mir heute mal die Gebäude in der Karlstrasse angesehen. Ich bin um den gesamten Block Moselstr.-Taunusstr.-Am Hauptbahnhof-Karlstr. gelaufen. Betroffen ist das hässliche HH in der Moselstr., das etwas schräg zur Strasse steht, sowie der gesamte Bau der DB und der zieht sich bis fast an die Strasse "Am Hauptbahnhof. Dieses genannte Areal ist komplett eingezäunt und auch schon Bagger aufgefahren. D. h.: Nur das Eckhaus am Hauptbahnof, zwischen Taunusstr. und Karlstr. bleibt stehen. Es sieht so aus, als wenn der gesamte Bereich Karlstr. bis um die Ecke herum bis in die Moselstr. abgerissen wird. Also wird es wohl eine ziemlich grosse Baustelle werden. Wäre schön, wenn einer schon Simulationen über die Neubauten hat und sie einscannen könnte.

  • Das sind außerordentlich gute Neuigkeiten, danke Thomas. Dann wird anscheinend weit mehr als zunächst erwartet abgerissen und neu bebaut. Der im FAZ-Artikel erwähnte Bunker liegt dann wohl relativ weit im Blockinneren und scheint den Neubau zumindest zur Straße hin nicht besonders zu beeinflussen. Alleine die Fassade des DB-Altbaus entlang der Karlstraße dürfte über 100 Meter lang sein, hinzu kommt der Teil an der Moselstraße. Außerdem das hohe Gebäude - wirklich ein großes Projekt.


    Ich habe eben auf der Festplatte ein eher missratenes Foto der Fassade entlang der Karlstraße gefunden und es ein wenig aufgehellt. Ich hoffe, es zeigt die jetzigen Verhältnisse dennoch ganz gut:



    Bild: Schmittchen


    Aeppler hat ja einen Scan des gestrigen FAZ-Artikels. Ich habe ihm eine E-Mail-Adresse geschickt und angeboten, das Bild hochzuladen. Ansonsten ginge es auch mit ImageShack.

  • ach ja, jetzt erkenne ich das wieder. Die ecke ist mir schon oft als äußerst hässlich aufgefallen....


    allerdings sieht die rechte straßenseite trotzdem recht tot aus, wohnungen wird es wohl gar keine geben oder wie? (müssen bei Neubauten nicht 30% Wohnanteil drin sein?)

  • Danke für die Simulation. Das einzige Problem ist, dass man viel Putz verwenden will. Naturstein ist nur für die unteren Geschosse vorgesehen.


    Man kann sich schon vorstellen, wie Putz in wenigen Jahren aussehen wird.


    Grundsätzlich ist aber eine Aufwertung des Bahnhofsviertels sehr zu begrüßen.

  • Es ist sehr erfreulich, dass die Bebauung erneuert wird - für den Entwurf kann ich mich allerdings nicht begeistern. Ich finde, dass die Strassenflucht in Richtung Hauptbahnhof zu streng betont wird, die Front zu 'glatt' ist. Die Fassaden dürften deshalb etwas lockerer gestaltet sein.

  • Stimmt, etwas mehr Gliederung wäre wünschenswert gewesen. Immerhin wird es Arkaden geben, die den Sockelbereich auflockern dürften. Wundert mich, dass noch keiner etwas zu der pastellgrünen Putzfarbe des östlichen Trakts geschrieben hat. Auf dieser etwas bearbeiteten Simulation kommt das vielleicht besser heraus, die Farbe halte ich übrigens für durchaus akzeptabel:


  • Wundert mich, dass noch keiner etwas zu der pastellgrünen Putzfarbe des östlichen Trakts geschrieben hat.


    Ich hatte meinem Unmut über Putz i.A. bereits Ausdruck verliehen. Wäre der obere Teil grünlicher Granit, wäre das ganze schon besser.

  • Hallo,
    ist auch bekannt was aus der ehem. Konzernzenrale der DB in Frankfurt, die sich in der Nähe des Haupt-Güterbahnhofs befindet wird. Oder hat das nichts miteinander zu tun, ich finde die hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Bunker.