S21-A1 Europaviertel (in Bau)

  • ^ Ich meinte eher die großen Dinge wie Wasen, Weihnachtsmarkt, Weindorf, Wilhelma, Mercedes & Porsche, Schlösser. Staatsgalerie und Oper haben wahrscheinlich Konkurrenz in Singapur?


    Und Skyline, nun das gilt für uns paar Forumer hier, aber Otto Normalbürger? (und damit meine ich auch Asiaten, die dem grds. offener gegenüberstehen).


    Malaysia würde ich nicht zählen, fehlendes Hinterland ist halt der Nachteil von Singapur. Da zählen schon eher der Schwarzwald oder factory-Outlet-Metzingen.


    Unbestritten ist Singapur sehr attraktiv und hat gastromäßig und klimatisch mehr zu bieten. Aber ein, sagen wir 2-5 Tage-Besucher, findet hier wie dort genügend Ausgehmöglichkeiten und Gastrovielfalt. Dabei mag sein, daß die 5 besten in Singapur besser sind als die 5 besten in Stuttgart und auch daß in Singapur eine gößere Vielfalt besteht. Aber ich rede vom Normalbesucher, der massenweise kommen soll, nicht vom einzelnen Multimillionär.


    Am Wetter arbeiten wir, Sichwort CO2 ;)

  • ^ Wenn Du meinst, daß man heute nicht wirklich Stuttgart mit Singapur als Reisedestination vergleichen kann, hast Du recht. Das sind mengenmäßig ganz andere Dimensionen. Ich bin auch nicht so unrealistisch zu denken, daß sich das kurz- oder mittelfristig ändern könnte. Und sehr langfristig nur, wenn Singapur viel Konkurrenz in Asien bekommt.


    Wenn ich hingegen unbescheiden das Potenzial besehe, fällt mir zu Singapur wenig ein, was unique ist. V.a. Shopping ist langfristig austauschbar und es dürfte dem geneigten Touristen recht egal sein, ob das Stück Boden dieser bombastischen Shopping- und Verköstigungsindustrie Singapur, Malaysia, Kenia. Melbourne oder Hongkong heißt.


    Einzigartig ist der begründete Ruf, in Singapur sogar vom Boden essen zu können. Dazu die hohe Sicherheit. Doch zieht beides Touristen an?
    Eher macht es Lebensqualität aus und zieht dauerhafte Bevölkerung an.


    Das wohl bleibende Problem europäischer Großstädte bzw. größerer Städte dürfte sein, daß sie innerhalb Europas viel Konkurrenz haben. Wären Städte wie München, Hamburg oder Frankfurt, um mal andere zu nehmen, Stadtstaaten wie Singapur, würden sie auch mehr Tourismus und Bekanntheit generieren. So müssen die Städte das große Glück haben, an der Route des Veranstalters einer zweitägigen Deutschlandetappe innerhalb einer siebentägigen Europareise zu liegen.

  • Max BGF
    fällt mir zu Singapur wenig ein, was unique ist.
    Da hast Du sicher nicht Unrecht, das haben vielleicht die meisten wohlhabenden Global Cities jüngeren Alters an sich. Vieles ist austauschbar, d.h. aber nicht, dass das ein Hindernis für den Strom von Touristen wäre, ganz im Gegenteil, wahrscheinlich ist es für einen Touristenmagneten dieser Größenordnung schlicht notwendig, auch Weltklasse-Touristeninfrastruktur feilzubieten. Im Übrigen: Die Kaufhäuser in Singapur schlagen meiner zugegebener Maßen bereits etwas verschwommenen Erinnerung nach (10 Jahre her?) deutsche Pendants um Längen, was Größe, Auswahl, Qualität und Service betrifft. Zugleich erinnere ich mich an kleinparzellierte Einkaufssträßchen, chinesisch oder indisch anmutend. Die Einkaufs- und Erlebniswelt ist, so meine ich, relativ vielfältig, für jeden etwas dabei.
    Was fehlt, sind (ach Wunder) echte historische Sehenswürdigkeiten und Altstadtviertel, da bieten Stuttgart & Umgebung tatsächlich mehr ;)


    Einzigartig ist der begründete Ruf, in Singapur sogar vom Boden essen zu können. Dazu die hohe Sicherheit. Doch zieht beides Touristen an?
    Die Zahlen beweisen: Ja (2004: zw. 8 und 9 Millionen Besucher).


    Eher macht es Lebensqualität aus und zieht dauerhafte Bevölkerung an.
    Jedenfalls kenne ich keinen Deutschen, der etwas an der Lebensqualität in Singapur rumzumäkeln gehabt hätte. Die meisten wollten gar nicht mehr weg.
    Aber nun zurück zu A1. Wäre doch cool, dort ein Casino mit Luxushotel? Ich finde die Idee prima.

  • Schön abfotografiert. Nach wie vor begeisternds Modell und Türme.
    Die Stadtbahnlinie könnte man auch nett gestalten, z.B. erhöht und nah an den Gebäuden dran; Ausstieg direkt in B21 oder GV.


    Spannende Frage: Wer tut den nächsten Schritt auf A1? Passiert überhaupt noch was vor der für 2007 erwarteten Finanzierungszusage?

  • Wagahai
    Es geht um Weichenstellungen, um Chancen zu eröffnen, um wahrscheinliche Szenarien und Hoffnungen.


    OK, man hat natürlich durch freie Flächen große Chancen, allerdings auch viele Risiken. Wenn man jetzt z.B. die Androhungen von einigen Marklern hört dass einige Firmen aus S abziehen bzw. sich gar nicht erst in S niederlassen wenn die Bürofläche nicht wächst. Auch dass sie Sagen dass wenn S21 kommt die Sacher erst mal geregelt ist scheint für S21 zu sprechen.


    Aber warum nur (wenn die Nachfrage doch so hoch ist) muss dan Bülow noch immer nach einen Investor für S1 suchen? Warum sind die weiteren Baustufen für Oasis nicht in Bau?
    Villeicht ist die nachfrage doch nicht so hoch?
    Natürlich kann man da jetzt in´s Feld ziehen und sagen die City-Prag ist nicht die City wo alle Bürofirmen hin wollen, aber ein billiges Gewerbegebiet wie Weilimdorf ist sie auch nicht.


    wahrscheinliche Szenarien und Hoffnungen.


    Was dabei rauskommen kann kannst du dir u.a. in Ludwigshafen und Heidelberg anschauen :D

  • fehlplaner
    OK, man hat natürlich durch freie Flächen große Chancen, allerdings auch viele Risiken. Wenn man jetzt z.B. die Androhungen von einigen Marklern hört dass einige Firmen aus S abziehen bzw. sich gar nicht erst in S niederlassen wenn die Bürofläche nicht wächst.


    fehlplaner, es geht um langfristige Chancen. Ohne die S21-Flächen gibt es kein Reservoir mehr für die Innenstadt, außer man baut in die Höhe, was man ja offenbar nicht wirklich will.
    Außerdem, was die S21 Gegner immer wieder (m.E. böswillig und bewusst) aussparen: Der Großteil der zur Bebauung bestimmten Flächen, insgesamt ca. 50 ha (netto), ist vorgesehen für Wohnungen. Die Erweiterung des Rosensteinparks, d.h. der Grün- und Erholungsflächen macht weitere 20 ha (!) aus.
    Das Gerede, das hierauf nur "ein neues steriles Büroviertel" aus dem Boden gestampft werden soll, bzw. hierauf spekuliert werde, was seitens der Projektgegner häufig anklingt, ist daher nachweislich falsch, letzterer Aspekt in Wahrheit in populistischer Weise überbewertet. Büros sollen hauptsächlich nur auf A1; selbst dort ist ein Nutzungsmix Büro, Geschäfte, Kultur und Wohnen vorgesehen. Bei allen anderen Flächen liegt der Schwerpunkt im Wohnen.


    Aber warum nur (wenn die Nachfrage doch so hoch ist) muss dan Bülow noch immer nach einen Investor für S1 suchen? Warum sind die weiteren Baustufen für Oasis nicht in Bau?
    Gute Frage, ich denke aber, dass da der Standort für die Zielgruppe nicht ganz optimal ist, verglichen mit 1A-Lagen in der City. Nachfrage ist eben vielfältig und von verschiedenen Faktoren abhängig.


    Villeicht ist die nachfrage doch nicht so hoch?
    Die Zahlen zeigen es, der Leerstand bei Büros ist in einem historischen Tief, Umsätze steigen beachtlich.
    http://www.property-magazine.d…01&articlesuche=Stuttgart
    http://www.property-magazine.d…60&articlesuche=Stuttgart
    http://www.property-magazine.d…77&articlesuche=Stuttgart


    Aber selbst das sind nur Momentaufnahmen. Einen dauerhaft kometenhaften Anstieg auf dem Immobilienmarkt wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Die Entscheidung für S21 kann man doch nicht stets von gerade aktuellen Tagesmeldungen abhängig machen. Es geht um längerfristige Ziele, dabei spreche ich von JAHRZENHTEN!!


    Was dabei rauskommen kann kannst du dir u.a. in Ludwigshafen und Heidelberg anschauen
    Wofür soll das genau ein Argument sein? Dass in Dland nichts mehr gewagt und investiert werden darf und soll? :nono:


    StN 06.07.07
    Finanzverhandlungen über S21 wohl am 19.07. beendet

    • Treffen um 9.00 Uhr in Berlin: Tiefensee, Mehdorn, Oettinger, wohl auch OB Schuster
    • Forderung des Bundes, Land solle alle Risiken, die über 1 Mrd. EURO hinausgehen, alleine stemmen, vom Tisch
    • Unklar, ob der Bundesanteil von 453 Mio. EURO zu S21 von der DB AG übernommen wird
    • Tiefensee werde Projekt am 11.07. ins Kabinett einbringen, Anmeldefrist für EU-Förderung endet am 20.07.
    • Region erhöht vermutlich am 18.07. den Finanzierungsanteil von 64 auf 100 Mio. EURO
    • Bei Einigung Baubeginn S21 ab 2010


    Hier auch in ganz Kurz: http://www.stuttgarter-nachric…n/page/detail.php/1462527

  • ^
    fehlplaner, es geht um langfristige Chancen. Ohne die S21-Flächen gibt es kein Reservoir mehr für die Innenstadt, außer man baut in die Höhe, was man ja offenbar nicht wirklich will.


    Man könnte natürlich auch ein paar 50er Jahre Gebäude für neue Bürogebäude wegreißen. Schon alleine das bringt ja offenbar Fläche :D
    ...und natürlich gibt´s noch das Ostertag-Konzept


    Der Großteil der zur Bebauung bestimmten Flächen, insgesamt ca. 50 ha (netto), ist vorgesehen für Wohnungen. Die Erweiterung des Rosensteinparks, d.h. der Grün- und Erholungsflächen macht weitere 20 ha (!) aus.


    Hmmmm...
    Die Amis machen doch schon längere Zeit Anstalten sich aus D zu verziehen. Mehrere Basen wurden ja bereits geschlossen und überwiegend als Wohngebiet ausgewiesen. Sollte das auch in S eintreten haben wir plötzlich mit den S21-Flächen warscheinlich zu viel Wohnfläche. Natürlich müssten unsere Politiker halt den Amis zeigen dass sie sich vor allem aus S zurückziehen sollen und Städten wie Spandalen ihre Base noch einige Jahre lassen.
    Außerdem gibt es auch S21 Alternativkonzepte die ein Wohngebiet am Rosensein zulassen.


    Zu den Parks: Die heutigen Parkflächen sind schon ziemlich groß. Eine Erweiterung nicht zwingend notwendig. Die zusätzlichen Parkflächen die durch S21 enstahen sind nur eine Ausgleichsmaßnahme für die Eingriffe die sonst von S21 herrühren (z.B. die Tunneleingänge oder die Aktion am HBf). Auch die beseitigung der Gleisanlagen bringt einigen Pflanzen eher Nachteile.


    Es geht um längerfristige Ziele, dabei spreche ich von JAHRZENHTEN!!


    Wofür soll das genau ein Argument sein?


    Die Entwicklung Jahrzehnelang vorherzusagen ist sehr schwierig und allzu oft tritt sie nicht ein. Sonst wär S schon Millionenstadt, LU HBf währ wichtig und in der Kurfürstanpassage in HD ständen nur tolle Häuser. Ich bin ausdrücklich nicht gegen das Investieren, allerdings dafür dass man die Sache lieber klein hält und so das Risiko verringert.

  • fehlplaner
    Man könnte natürlich auch ein paar 50er Jahre Gebäude für neue Bürogebäude wegreißen. Schon alleine das bringt ja offenbar Fläche
    ...und natürlich gibt´s noch das Ostertag-Konzept

    Wird doch längst gemacht und überlegt, siehe Kronprinzbau, Windows, PostoS, Wirtschaftsministerium oder auch Da Vinci, und auch das geht nur schrittweise. Aber mit den Dimensionen der S21-Flächen ist das in keinster Weise vergleichbar, wie Du zugeben wirst.
    Ostertag-Konzept ist Illusion, will auch Keiner.


    Die Amis machen doch schon längere Zeit Anstalten sich aus D zu verziehen. Sollte das auch in S eintreten haben wir plötzlich mit den S21-Flächen warscheinlich zu viel Wohnfläche. Natürlich müssten unsere Politiker halt den Amis zeigen dass sie sich vor allem aus S zurückziehen sollen und Städten wie Spandalen ihre Base noch einige Jahre lassen.
    Verstehe ich es richtig, Deine vagen wie wagemutigen Prognosen sollen ein Argument gegen S21 sein. Langsam trocknen Dir die Finger aber aus von wiederholt krampfhaftem Gegenargumente-Saugen ;)


    Nein, wir haben aktuell und auf absehbare Zeit zu wenig Wohnungen, gerade in der Innenstadt, das dürfte wirklich jedem klar sein, der dort wohnt - und ich weiß, wovon ich Rede. Der Trend geht wieder zurück vom Land in die Stadt, übrigens: Insbesondere auch Senioren schätzen neuerdings immer mehr die gute Versorgung in Innenstadtlage.


    Die Entwicklung Jahrzehnelang vorherzusagen ist sehr schwierig und allzu oft tritt sie nicht ein.
    Dafür gibt es ein Wort: Berufsbedenkenträgertum. Am liebsten das Risiko so klein halten, dass gar nichts passiert, und alle anderen ziehen an uns vorbei.
    Gute Nacht, Stuttgart.


    Aktualisiertes Modell A1

  • teekessel
    Die LBBW baut trotz Gleise und in dem Gebiet Wolfram-Friedhofstr. wohnen schon lange Menschen, also ist das Argument fadenscheinig.
    Ich verweise da einfach nach oben, warum einige Fläche bebaut sind und warum welche nicht, sowie auf den guten zusammen fassenden Beitrag von Max BGF S21-Thread#715.


    Ich finde in dem Beitrag vom Max_BGF keine Aussage zur Bebauung der Flächen und die zusammenfassung ist sehr pauschal und enthält zudem noch Falschaussagen, die ich hier aber nicht weiter vertiefen möchte. vielleicht später einmal.
    Nur eins noch: Der neugeplante Flughafenbahnhof hat ja einen gewaltigen Pferdefuß. Immerhin muß man ca. 500 m laufen um vom Bahnhof zum Flughafen zu kommen. Soll das die Attraktivität steigern? Oder wollen die Verantwortlichen dann einen Shuttlebus einrichten? :nono:

    Zitat

    Es geht doch nur um den Profit bei den Bauplatzverkäufen, die sind natürlich mehr wert, wenn die Gleise weg sind.
    Aha, ein bisschen Klassenkampf muss natürlich zur Abrundung auch noch herhalten. Unternehmen sind grds. böse, weil sie nach Gewinn streben. Gott sei Dank lebe ich in einem Land, in dem sich dieser Unfug nicht durchsetzen konnte, sonst müsste ich auf meinem Balkon Bohnen züchten.


    Bitte keine Unterstellungen aus Falschinterpretationen. Unternehmen sind dazu da, daß sie Gewinn erziehlen, dagen hat niemand was. Bedenklich wirds aber, wenn sich die öffentliche Hand zum Erfüllungsgehilfen macht und Steuergelder als Geschenke verteilt.

    Zitat


    Ich möchte in keinem der neuen Gebiete wohnen, da ich meine Altbauwohnung in gewachsener Umgebung einem Retortenstadtteil vorziehe, ob mit oder ohne Schienen.
    Das ist schön für Dich, und Du musst nicht in das Neubaugebiet ziehen. Große Teile der Stuttgarter Innenbezirke sind aber doch Retortenstädte, bestes Beispiel S-West, und ein sehr gelungenes der Gründerzeit/Jahrhundertwende.
    Im Übrigen wohne ich auch in einem Jahrhundertwendebau, ganz wunderbar. Jedenfalls sehe ich mich aber außer Stande über Stadtteile abschließend zu urteilen, die noch gar nicht gebaut sind. Was ich bisher auf vorläufigen Modellen gesehen habe, ist für mich allerdings recht viel versprechend.


    Wie kommst Du auf die Idee, daß S-West mit dem S21-Flächen zu vergleichen? Die Unterschiede liegen klar auf der Hand:
    Während man sich im Westen gut 50 Jahre Zeit ließ mit der Bebauung (was immer noch sehr schnell ist für einen neuen Stadtteil) wird es auf den Flächen von Stuttgart 21 nur wenige Jahre dauern, bis alles hochgezogen ist. Im Westen wurde die Fläche in kleine Grundstücke geteilt, während auf den S21-Gebieten eher von grober Körnung auszugehen ist. Ich will mich aber gar nicht näher über die Neubauflächen äußern. Ob die später stadträumlich und sozial funktionieren oder nicht, kann mir eigentlich ziemlich egal sein. Ich muß ja, wie gesagt, nicht hinziehen. Und Stuttgart verkraftet das sicher auch.
    Das größere Problem sehe ich in der städtebaulichen Situation des neuen Bahnhofs. Die ist, gelinde gesagt, bescheiden.
    Der neue Bahnhof ist ein spannendes Bauwerk, ohne Frage, und als solches auch einen Preis wert. Dieses Ding dann aber quer durch den Talkessel, sozusagen von Berg zu Berg, zu pflanzen grenzt für mich schon an eine stadträumliche Vergewaltigung. Den Architekten mag man zugutehalten, daß die Lage des Bahnhofs von Verkehrsplanern erdacht wurde. Ein Zusammenwachsen von bestehender Innenstadt und Neubaugebieten ist aber durch diese Barriere nicht zu vermuten.

  • Das sieht wirklich interessant und grossstaedtisch aus.


    Allerdings stoert mich dieser viereckige Klotz in der Mitte, muss der sein? Das zentrales identitaetstiftendes Gebaeude koennte man auch wirklich etwas anderes dort hinbauen....

  • Allerdings stoert mich dieser viereckige Klotz in der Mitte, muss der sein?


    Ja, muss wohl, Ergebnis eines Wettbewerbs, den übrigens ein süd-koreanischer Architekt für sich entschieden hat. Ich bin an sich auch kein großer Fan vom Bib 21-Kubus. Denn solche Würfel hat Stuttgart bereits an markanten Stellen (Kunstmuseum und BW-Bank am kl. Schlossplatz), ein weiterer "Fast-Kubus" wird bis 2009 mit Window's in direkter Nachbarschaft an der Theo-Heuss-Str. entstehen.
    Sehen wir es so, die Form ist jedenfalls einprägsam ;) Der Bau soll, wenn ich mich recht entsinne, zudem von Wasser umrahmt sein, auch eine Dachterrasse auf 41m ist geplant. Das hört sich für mich daher in der Summe nicht ganz so schlecht an.

  • teekessel
    Der neugeplante Flughafenbahnhof hat ja einen gewaltigen Pferdefuß. Immerhin muß man ca. 500 m laufen um vom Bahnhof zum Flughafen zu kommen.
    Vom Terminal 1 bis zur Neuen Messe sind es nach meiner Erfahrung ca. 3 min., kann somit nur Trumpysky bestätigen. Sollte daher kein großes Problem darstellen. Verglichen mit anderen Flughäfen mit Fernbahnanschluss dürfte Stuttgart europaweit dabei sogar recht gut abschneiden. Willst Du ernsthaft diese 3min. als Argument gegen einen Fern- und Regionalbahnhof für Neue Messe/Flughafen/Filder verwenden? Dann müssen die Gegner wirklich in Argumentationsnot sein.


    wenn sich die öffentliche Hand zum Erfüllungsgehilfen macht und Steuergelder als Geschenke verteilt
    Ach ja, das gute alte Schlagwort Erfüllungsgehilfe öffentliche Hand. Die Stadt/Region hat ureigenstes wirtschaftliches Interesse, dass Stuttgart 21 verwirklicht wird, siehe erwartete Einwohnerzahl und Arbeitsplätze auf den neuen Flächen, aber auch die bessere Verbindung zur Neuen Messe wird weitere Impulse bringen, die Filder werden durch den Fernbahnanschluss umso attraktiver. Es ist eine Investition in die Infrastruktur, die ganz ohne Zweifel Stuttgart voran bringt. Wer das in Abrede stellt, hat das Projekt m.E. nicht wirklich verstanden, sondern klammert sich allein an reine Zahlen/Kosten, ohne Sinn für größere wirtschaftliche Zusammenhänge, welche natürlich auch Rendite und Chancen auf Rendite gebührend berücksichtigen müssen.


    Während man sich im Westen gut 50 Jahre Zeit ließ mit der Bebauung
    Kommt darauf an, wie man rechnet. Der Großteil der prägenden Architektur im Westen entstand m.E. zwischen ca. 1890-1915. Es ging Schlag auf Schlag, binnen kürzester Zeit, dabei bedenke man auch noch den bautechnischen Stand von damals. Mehr Retorte geht nicht, von "langsam gewachsenem Viertel" kann keine Rede sein - es war Boom, das Geld saß locker und wollte ausgegeben werden. In viel größeren Dimensionen, aber ähnlich: Prenzlauer Berg in Berlin oder große Teile von Paris oder Barcelona sind so entstanden und gehören heute zu den schönsten Vierteln, weltweit.


    Flächen von Stuttgart 21 nur wenige Jahre dauern, bis alles hochgezogen ist
    Dank heutiger Technik.


    Im Westen wurde die Fläche in kleine Grundstücke geteilt, während auf den S21-Gebieten eher von grober Körnung auszugehen ist.
    Die Parzellierung auf A1 ist einer modernen Großstadt angemessen, insbesondere wird die Blockstruktur der sog. europäischen Stadt erfreulicher Weise aufrecht erhalten. Etwas kleinteiliger wird es etwa im Wohnviertel Rosensteinviertel zugehen. Dass die Parzellierung in Stuttgart-West, wenn auch recht großstädtisch, dennoch kleinteilig erscheint, hat mit der damals geltenden Feuerschutz-Abstandsregelung zu tun, war daher städtebaulich an sich gar nicht beabsichtigt, sondern eher Nebenprodukt.


    Dieses Ding dann aber quer durch den Talkessel, sozusagen von Berg zu Berg, zu pflanzen grenzt für mich schon an eine stadträumliche Vergewaltigung. Den Architekten mag man zugutehalten, daß die Lage des Bahnhofs von Verkehrsplanern erdacht wurde. Ein Zusammenwachsen von bestehender Innenstadt und Neubaugebieten ist aber durch diese Barriere nicht zu vermuten.
    Das ist für mich widersprüchlich. Du kritisierst, dass der neue Bahnhof eine Barriere darstellte (warum das?), willst aber die größte 100 jährige Blockade in der Stadt, nämlich die Gleisanlagen, die Stadtteile und Parkanlagen zerschneiden und beschränken, aufrecht erhalten. Das verstehe, wer will.


    Nur fürs Protokoll:
    - Stadtrat lehnt erwartungsgemäß Antrag der Grünen und SÖS für erneuten Grundsatzbeschluss für S21 ab
    - Antrag Entscheidung über Bürgerentscheid wegen Verspätung nicht zugelassen, erst in nächster Sitzung
    - 500 Demonstranten auf Marktplatz
    - Zustimmung zur Finanzierungsvereinbarung
    Quellen:
    SWR-Online http://www.swr.de/nachrichten/…1622/did=2672694/16e7fnf/
    ausführlicher: StN-Online http://www.stuttgarter-zeitung…z/page/detail.php/1533669


    Max BGF
    Sowas wie die Elbphilharmonie auf den Flächen 10 und 11 wäre natürlich besser.
    Da hätte man natürlich in Killesberg, Sillenbuch, Degerloch und Schönberg hausieren gehen müssen, um das zu finanzieren...;)


    Die realisierten Bauten, 06.10.07
    Flächen Nr.1 (& 2) (LBBW)


    Nr.3 (LBBW City-Tower)


    Nr.14 (SüdLeasing)

    Bilder:Wagahai

  • Guck an, schaut ja wirklich sehr ansehnlich aus :) Danke Wagahai!


    Der kleine Turm mit dem rechteckigen Grundriss erinnert mich zugegebenermaßen sehr stark an das Neue Kranzlereck am KuDamm in Berlin... Purer Zufall? Leuchtet der abends auch so adrett?


    Muss mir eingestehen, dass ich von diesem Projekt bisher rein gar nichts wusste, hatte noch nicht einmal davon gehört (sprich von diesen LBBW-Bauten), eigentlich unglaublich - normalerweise lass ich mir keine Neuigkeiten über jedwede deutsche Projekte ab 50m entgehen (oder sind die etwa kleiner? Dann wäre das natürlich eine Entschuldigung ;))


    Stuttgart boomt heimlich und weiß anschließend zu überraschen. Weiter so!

  • Wenn Du den LBBW-Turm (2004) meinst, ist er je nach dem, wie man rechnet, zwischen 60 und 79m hoch. Er ist bis spät abends beleuchtet (Farbe weiß ich nicht) und macht auch sonst eine gute Figur.
    Auf dem Areal A1, welches von den S21-Flächen als einzige überwiegend als Büro- und Geschäftszentrum konzipiert ist, gibt es zwei weitere HH-Standorte, nach meiner Information sind aber auch dort 80m Maximum.


    Stuttgart boomt heimlich und weiß anschließend zu überraschen. Weiter so!
    Überraschung - das ist auch mein Eindruck gewesen, als ich vor einigen Jahren hier her zog. Bis dahin hatte ich die Stadt nur oberflächlich gekannt. Es ist erstaunlich, was aus der damals eher verschlafen wirkenden Innenstadt mittler Weile geworden ist, und es macht wirklich Spaß, die weiterhin rasante Veränderung hautnah zu verfolgen. Neben dem alles in den Schatten stellenden Mammutprojekt Stuttgart 21 (Baustelle würde nach Medienberichten 3mal so groß wie Potsdamer Platz) sind noch einige städtebaulich bzw. architektonisch spannende Geschichten wie die neue "Regierungszentrale-Da Vinci", Untertunnelung der sog. "Kulturmeile", das spektakuläre Porsche-Museum, und andere gute Projekte in der Pipeline - heißt: Auch die nächsten Jahre wird es hier sicher nicht langweilig.

  • Neben dem alles in den Schatten stellenden Mammutprojekt Stuttgart 21 (Baustelle würde nach Medienberichten 3mal so groß wie Potsdamer Platz) sind noch einige städtebaulich bzw. architektonisch spannende Geschichten wie die neue "Regierungszentrale-Da Vinci", Untertunnelung der sog. "Kulturmeile", das spektakuläre Porsche-Museum, und andere gute Projekte in der Pipeline - heißt: Auch die nächsten Jahre wird es hier sicher nicht langweilig.


    Wobei schon jetzt die Neue Messe seit 2-3 Jahren Deutschlands größte Hochbaustelle gewesen sein soll, das sich schon etappenweise im Bau befindliche Klinikprojekt ebenfalls das größte Deutschlands sei und ganz aktuell ein rekordverdächtiges Hotelensemble für den Neckarpark geplant ist. Wobei der Neckarpark sowieso ein spezielles Thema ist: Dort wurde vor der WM 2006 mächtig investiert und man meinte, das Areal vollendet zu haben. Doch schon weniger als ein Jahr später sind weitere Großprojekte geplant.