S21-A1 Europaviertel (in Bau)

  • Zitat

    es ist alles wie immer, nur schlimmer


    so ein satz kann ja nur von dir kommen...
    :nono:


    was willst du eigentlich? soll das verrottete schlammloch deiner meinung nach für immer bleiben?
    bloß kein einzelhandel, sonst stirbt die innenstadt aus. büros und wohnen? oh nein, das könnte ja abends und an wochenenden zu ausgestorben sein... würde mich mal interessieren, welcher anwohner ein interesse daran haben soll, dass in seinem wohnviertel tag und nacht halligalli herrscht, ebenso bankangestellte und regierungsbeamte.
    der städtebauliche rahmenplan erscheint mir durchaus vernünftig, da er sich an den umliegenden gegebenheiten orientiert. nun noch einigermaßen anständige architektur, dann ist die lücke dicht, und wer da einzieht, ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.

  • Im stadterbaulichen Rahmenplan stand nicht drin, daß das Gelände nur dazu da ist noch mehr Pendler in die Stadt zu baggern. Wenn neben dem Hauptbahnhof nur dasselbe gebaut wird wie in Fasanenhof-Ost dann braucht man überhaupt keinen städtebaulichen Rahmenplan mehr.

  • Dass Einzelhändler auf der Königstr. und die IHK vor Wettbewerb durch Galeria 21 warnen, ist klar, offensichtlich sind sie nicht wettbewerbswillig, aber wann waren sie das schon? Also soll man nicht zu viel auf das übliche Gepolter geben. Wettbewerb ist ja zum Glück noch nicht ganz verboten in diesem Land, wenn auch die Besitzstandswahrer dies immer wieder meinen.
    Die Lebendigkeit des neuen Quartiers steht und fällt mit den Einkaufs- und Unterhaltungsmöglchkeiten, bzw. kuturellen und kulinarischen Angeboten. Dies zugunsten von Beamtenkathedralen und Ministeriumsmensen zu opfern wäre doch städtebaulich ein Irrsinn, wenn die Stadterweiterung gen Norden die Stadt im Umfeld eines weltweiten Standortwettbewerbs attraktiver machen soll.

  • re Wagahai

    Genau das passiert dort gerade.
    Die Chance war da. Die Chance wurde in grenzenloser Dummheit vergeben, die Zukunft verschenkt.
    Jetzt wird eines der besten Grundstücke Stuttgarts nutzlos verschleudert für Büros und Architektur die auf der grünen Wiese genausogut oder besser aufgehoben gewesen wären.

  • @derstuttgarter, das mußt Du mir genauer erklären: Die Chance war da :confused:


    Gab es Pläne und Geld für ein anderes Umgehen mit dem Areal?


    Im übrigen stehen die Chancen sehr wohl gut. Man muß Bankarbeitsplätze nicht so negativ sehen, speziell wenn im Erdgeschoß Flächen für Publikumsverkehr realisiert bzw. bedarfsweise vorgesehen sind. Ein Bankenviertel gehört eigentlich zu einer Großstadt und m.E. kann sie sehr wohl gewinnen. Die LBBW bietet einige der interessantesten Gebäude der Stadt (Am Hauptbahnhof, Bollwerk, LBBW-Turm alias City-Tower), sicherlich auch strittige, aber immer noch besser als gähnende Langeweile. Schon mal vom Wandel der Industrie- zur DL-Gesellschaft gehört? Der wird sich hoffentlich nicht allein auf der grünen Wiese abspielen.


    Das angrenzende Rosensteinviertel entwickelt sich angesichts der deutschen Allgemeinkonjunktur prächtig. Auch eine Arbeitsagentur kann Leben und Bewegung bringen. Wenn im restlichen Rosensteinviertel noch weitere größere Wohnblöcke entstehen, bringt das wiederum mehr Stammkundschaft, die Galeria wird für Investoren interessanter. Man muß nicht alles schwarz sehen: Viele Investoren sitzen heute auf ihrem Geld und suchen händeringend günstige Anlagemöglichkeiten. Und da geht man lieber nicht in Regionen, die langfristig voll im Wind des demographischen Abschwungs stehen, sondern man investiert in S oder M. Da hat man zumindest dieses Bevölkerungsrisiko schon mal ausgeschlossen.


    Okay ich habe jetzt die rosarote Version präsentiert, aber zu der gibt es derzeit einigen Anlaß. Nach 8 Jahren Schuster :D

  • Die Gebäude der LBBW haben eine eiskalte tödliche Ausstrahlung wie ein Eisberg. Insbesonders Bollwerk und das Mausoleum neben dem Hauptbahnhof.
    Am Bollwerk stehst du 2 Meter vor dem Lampenladen und siehst den Eingang nicht und wie Klingel und Briefkasten zu finden sind, war auch nicht im Design vorgesehen. Ich kenn kein Haus in dem ein Kino drin ist und das KEINEN Hinweis darauf an der Frontseite trägt. Da hat der Designer rücksichtslos am Benutzer vorbeientworfen.
    Das Ding neben dem Bahnhof hätte sich sehr gut als Eingang zum Pragfriedhof geeignet. Man hätte diesen bis dahin erweitern können. Die Nutzung der Fläche wäre um einiges umweltfreundlicher, lebendiger und belebter geworden.
    Ich hätte das ganze Gelände am Stück angeboten. Maximale Bauhöhe 22 Meter abfallend von der Heilbronner Straße bis zum Park. Keine weiteren Vorgaben. Und dann geschaut was mir angeboten wird.
    Mein Traum wäre eine Mall gewesen mit überdachtem Fußgänger-Boulevard vom Bahnhof bis zum Media Zentrum. Daß dann beispielsweise ein Cafe auf der Königstraße pleite geht, das es sich heute noch leisten kann, abends um 6 zu schließen, würde ich eventuell mit allergrößtem Bedauern in Kauf nehmen.

  • Na also, das ist ja schon konkreter. Nur da hättest Du die Rechnung vermutlich ohne den Wirt gemacht. Auf so Hbf-naher Fläche kann und will man möglichst viel erlösen, besonders wenn man eine arme Bahn ist. Und viel geht nur, wenn der Käufer entsprechend in die Höhe darf. Aber nun gut, ein KO-Kriterium wäre das nicht, stimmt. Was mir daran nicht gefiele: Das rect große Gelände wäre mehr oder weniger eingeebnet, keine Struktur. Das hat man im Westen und gefällt dort. Aber soll so diese einmalige Chance vergeben werden, daß dort am Ende Mediaforum mal 5 steht. Daß sich 1-stock und 6-stock rege abwechseln ist ja wohl kaum anzunehmen.


    Eine Mall kommt und das ganze wird eh recht fußgängerfreundlich. Es sind 2-3 neue Plätze allein auf A1, man kann durchs Flugdach oder im Endausbau näher am Park zum Mediaforum laufen. Dazu die Bib 21, wenn alles klappt. Was will man dort noch mehr? Es ist schon besser, die alte City nicht künstlich zu schwächen, sondern vielmehr die Neue etwas zu stärken. So kamen auch die Schwellenländer hoch. Und schon der Südleasingbau könnte einige Publikumsbedürfnisse decken. Klar ist natürlich daß sich dort niemand, außer den Bankern tagsüber, hinverirrt, solange dahinter die Wüste beginnt. Aber auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut...



    Zum Bollwerk Es stammt bekanntlich vom Architekten des Münchner Olympiastadions. Bei dieser Klasse Gebäude steht der funktionale Nutzen nicht mehr allein als Beurteilungskriterium da. Da waren sich die Bauherren bestimmt einig. Das Neue Schloß z.B. ist auch alles andere als funktional gewesen, schon allein wenn man an den Erhaltungsaufwand denkt.


    Ich war dort ein paar Mal und bin immer irgendwie reingekommen. Klar drückt man mal gegen eine festsitzende Glasscheibe... aber das ist doch letztlich ein Sekundenverlust, ein kleinster Aufreger oder ein ebensolcher Lacher. Whatever.

  • Ich nehme nicht an, daß das ganze strukturlos wird, nur weil ein privater Investor die Bauleitplanung macht und keine Politiker.
    Investitionsbremse dürfte auch weder Preis noch fehlendes Bauvolumen sein, sondern Vorgaben der Stadt hinsichtlich Nutzung, Verkaufsfläche, Branchenmix und Parkplatzzahl.
    Galeria21 ist keine Mall, dazu ist das viel zu klein und den Fußweg vom Bahnhof durch das Mausoleum, unter dem Flugdach durch, an den Tiefgaragenschlitzen vorbei, durch die gläsernen Zwinger, über die Riesenrutsche bis zur Stadtbücherei und zur Galerie zähle ich auch nicht zu den städtischen Highlights.
    Wenn Du schon am Bollwerk warst, kennst du den Designerladen überhaupt?

  • Zitat von derstuttgarter

    Wenn Du schon am Bollwerk warst, kennst du den Designerladen überhaupt?

    Nein. Ich war so am Bollwerk und im Kino namens Atelier am Bollwerk, wenn ich das noch recht weiß.


    Bin Deiner Meinung, daß man den Stadtoberen mit ihrer Regelungswut nicht alles überlassen sollte. Beim Event Center ist es schon lächerlich, die Mieter heute schon wissen zu wollen. Die öffentliche Hand sollte lieber bei ihren eigenen Vorhaben ordentlich wirtschaften und nicht auch noch bei privaten Investitionen unter der 50 Mio Schwelle den Oberinvestitionsrevisor spielen. Immerhin hat Häussler bisher seine Zusagen eingehalten und glänzende Vermietungsquoten bei seinem letzten Projekt vorzuweisen. Da gilt für mich das Vertrauensprinzip. Leider ist die Welt durchgängig verlottert. Aber so ist das eben, wenn man sich wichtig fühlt, weil man Politiker ist. Oder zuhause nichts zu sagen hat. Das wäre auch eine Erklärung dafür, bei jedem Bauprojekt von anderer Leute Geld mitreden zu müssen.

  • Im Gebäude am Bollwerk befindet sich ein recht ordentlicher Designerladen. Laufkundschaft hat der keine. Kein anständiges Schild das die Außenwand ziert und die Ware hinter glatten dunkelverspiegelten Sonnenschutzscheiben. Die Fassade ist nicht der Hauptzweck eines Gebäudes.

  • Sorry, die Welt ist grausam wie das Leben hart.
    Dann soll der Designerladen woandershin umziehen und der Investor wird sich beim nächsten Mal überlegen, ob er solche Fassaden baut. Oder beide können damit leben.

  • Auf der Seite www.labor8.de sollten sich Stuttgarter Studenten Gedanken um die 'Aneignung' des öffentlichen Raumes im allgemeinen und des Pariser Platzes im besonderen machen.
    > Szene Stadtraum (WS 04/05),
    > Teilnehmer
    > Teilnehmergruppe auswählen und dann
    > Homepage klicken.
    Zum Pariser Platz scheint Ihnen nicht viel eingefallen sein. Die Web-Navigation ist gelinde gesagt mehr als gewöhnungsbedürftig. Sollte jemand etwas konkretes in dem Irrgarten gefunden haben. Bitte melden.


    Nicht in die PDFs verzetteln!!!!!

  • Die neueste Meldung in Sachen Bürokraten-City war in der StZ, dass sich die Ministerien für einen Umzug überhaupt nicht interessieren, schon allein wegen der Kosten. Außerdem sei eine Nachnutzung der jetzigen Räume überhaupt nicht realistisch, sinngemäß: "Wer soll sich denn ins Neue Schloss einmieten?"


    Den selbstlosen Anregeungen der Protektionisten wurde somit eine deutliche Abfuhr erteilt, zumindest sehe ich das so. Die Stadt steht dem Vorstoß der IHK noch wohl recht offen gegenüber. Aber wenn die Ministerien nicht wollen, können sich die Andern lange auf die Hinterbeine stellen.

  • Zitat

    Die neueste Meldung in Sachen Bürokraten-City war in der StZ, dass sich die Ministerien für einen Umzug überhaupt nicht interessieren, schon allein wegen der Kosten.


    Na dann is ja jut! Dieses Viertel wäre über Jahrzehnte hin weg total verhunzt gewesen.


    Gibts wieder was in Sachen Investoren?

  • Es gibt Neuigkeiten in Sachen Bürokraten-City, ich würde meinen eher schlechte:


    Nach einem Bericht der StZ vom 31.03.05 soll es bzgl. dieses Themas Unstimmigkeiten zwischen Finanzministerium und Justizministerium geben. Justizminister Goll findet den Vorstoß der IHK zur Verhinderung weiterer Verkaufsflächen auf A1 zugunsten von Ministerialbauten überdenkenswert, während sich der Finanzminister strikt dagegen aussprach, weil schon wirtschaftlich gesehen unsinnig, das sei auch mit der Staatsregierung abgestimmt.
    Anderseits sollen sich der Justizminister und der designierte Ministerpräsident Oettinger darauf verständigt haben, die Idee von externen Experten überprüfen zu lassen.
    Die Chancen für die Bürokraten-City sind demnach durchaus gestiegen imo.

  • Ich bin gegen die Bürokraten-City. Das ist doch Mega-Augenwischerei einiger Interessengruppen, nur um die Ventuno-Mall zu verhindern. Für dieses Ziel wird vorgegaugelt, Räume im Neuen Schloß und sonstwo wären leicht vermittelbare 1a-Bürolagen, für die Interessenten nur so bereit stehen :nono: . Klientelpolitik der FDP, zufälligerweise Golls Partei, so interpretiere ich das.


    Ich sehe die Bürokraten-City weiter weg denn je. Goll hat eine deutliche Watsch´n gekriegt. Wenn er jedoch die Umzüge aus seiner eigenen Tasche oder dem sprießenden Parteivermögen zahlt, soll´s mir recht sein.

  • Eine Bürokraten-City auf A1 fände ich auch einen Alptraum. Diese Fläche sollte den Bürgern gehören, eine echte Cityerweiterung muss das Ganze werden. Sonst wird die chancenreiche Fläche aller Voraussicht nach veröden.
    Von mir aus sollen sich Ministerien nach Tieferlegung des Bfs auf A3 und A2 verschanzen, wenn sich ein Um- bzw. Zusammenzug tatsächlich langsfristig rentieren sollte, was ich aus dem Bauch heraus nicht wirklich glaube.
    Würde eine Ministerialbebauung auf A1 tatsächlich in Erwägung gezogen, befürchte ich auch, dass die restlichen HHchen-Planungen noch leichter dem Rotstift und dem öffentlichen Druck zum Opfer fallen könnten.

  • Pariser Platz

    "In der Innenstadt gibt es sonst keine derartigen Möglichkeiten." Das Gelände sei stadtnah, schön angelegt mit Treppen und Brunnen versehen, befestigt, von Gebäuden eingerahmt, zuschauerfreundlich. "Man kann es mit öffentlichen Verkehrsmitteln ideal erreichen." Da lacht das Veranstalterherz. "Wir haben es schon länger im Auge."


    Quelle: http://www.ez-online.de/lokal/…stuttgart/Artikel4953.cfm


    So schön das klingt, so langsam könnte auf A1 trotzdem wieder eine Bauzusage eintrudeln. GV soll ja bis Ende des Jahres sicher sein, wenn man Mediconsult glauben schenkt...