Bauprojekte in der Innenstadt (Neustadt etc.)

  • Diese Nachricht fasse ich erstmal mit Erleichterung auf. Im NDR-Bericht wird gesagt, dass es innen etwas zeitgemäßer werden solle. Meiner Meinung nach sollte man aber nicht wirklich viel verändern.


    Die Wiederherstellung des baulichen Originalzustandes inklusive des Untergeschosses unter der großen Kuppel wäre mit einem guten Gastro-Konzept erstrebenswert. Im aktuellen Zustand wirkt die Passage wie amputiert.

  • ^
    Am besten find ich die Aufregung über den möglichen/wahrscheinlichen Abriss der Köhlbrandbrücke. Diese ist ein Zweckbau, der den Anforderungen (Durchfahrtshöhe) nicht mehr gerecht wird.


    Bei der Commerzbank hoffe ich auf den Erhalt des Altbaus, auch ohne Deckmalschutz. Ist zwar kein Perle, aber ich fürchte er würde sonst durch einen gesichtslosen Neubau ersetzt.

  • Das ist eine gute Nachricht. Ich bin ein Fan des Hanseviertels und hoffe das es durch ein wenig Modernisierung im inneren noch attraktiver wird. Ich finde den dem Hanseviertel gegenüber liegenden Teil der Großen Bleichen sehr ansprechend.


    Auf den letzten Bereich der Straße zwischen Bleichenbrücke und Stadthausbrücke hingegen könnte ich gut verzichten. Das riesige Parkhaus und das Gebäude mit der Haspa im Erdgeschoss ist genauso unschön wie die Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Vor allem das Parkhaus finde ich an dem Standort sehr unattraktiv.

  • Noch einmal Hanse Viertel


    Ich wollte mir mal die Stelle angucken, über die sich Volkwin Marg im Abendblatt Bericht bei Who's Perfect so aufregt. Das Zugeklebte ruiniert den Sinn der Schaufenster und lässt das ganze tatsächlich schäbig aussehen.


    Falsch



    Richtig



    Bilder (c) Häuser

  • Schäbig

    ^^ Schäbig ? Mag sein, dass die Scheibe weniger Einblicke zulässt, allerdings ist "schäbig" etwas ganz Anderes. Sry. aber ich finde diese Ausdrucksweise ein wenig übertrieben, angesichts der Optik, die trotz Aufkleber immer noch eine recht hochwertige Ansicht zulässt. Ist halt Geschmackssache..... mal davon abgesehen, dass die "Chicken" Käufer in HH`s Konsumszene mittlerweile sowieso in ihrer eigenen Welt leben.... da ist "Schäbig" halt anders definiert schätze ich mal :-) Irgendwann ist der Teller so tief, dass über dessen Rand nicht mehr hinausgeschaut werden kann....

  • die Spiegelelemente in Verbindung mit quadratischen Glasprismen in den Eingangsbereichen der Passage und der Läden sollen Weite und Höhe vortäuschen.


    Volkwin Marg zeigt auf Who‘s perfect: "Hier wird der Gag zerstört. Sie sehen, was das ausmacht: Da kann man auch in ein Einkaufszentrum nach Billstedt fahren."


    Hier wird eine gute Architektur ramschig. Und das zieht andere Läden mit runter. Nicht umsonst ist bei der Europapassage das Aufstellen von bunten Neon Firmenlogos an der Außenfassade verboten. In der Hafencity ist einheitliches Außengastronomie Mobiliar Pflicht. Das ist nicht elitär, sondern erhält somit ein Maß an Qualität des Gebäudes. Gerade wenn das Hanseviertel strauchelt würde ich als Betreiber doch auf solche Kleinigkeiten achten.


    Lustig, dass dann ein Laden mit italienischen Designermöbel wirbt und dann wie ein Ramschladen auftritt, naja wer ist schon perfekt :)

  • Motel One Fleetinsel



    Bild (c) Häuser


    http://www.lv-ag.com/baugrund-…ec36a41c864915bd9514e427a

  • Wenn die neue Saturn Fassade fertig ist, wird die Straße Lange Mühren (zwischen Saturn und Kaufhof) umgebaut zur Fußgängerzone – Bänke, freundliches Pflaster und auch ein Brunnen, die Parkplätze fallen weg :daumen:


    Rendering
    (wegen unsicherer Bildrechte nur verlinkt)

    Artikel

  • Jetzt nochmal im richtigem Thread....


    Hadi Therani's Entwurf fuer das 'neue' Deutschlandhaus ist raus. Er orientiert sich sehr stark am Bestand und dem urspruenglichen Entwurf von Fritz Block und Ernst Hochfeld.



    Bild: Hadi Therani Architect


    Soweit ganz gut, aber Lieber Herr Franz-Josef Höing, bitte reden Sie dem Investor das dritte Staffelgeschoss aus. Das ist einfach 'too much'.


    Der Oberbaudirektor wird das Vorhaben morgen gemeinsam mit dem Architektenbuero Hadi Teherani Architects und dem Investor ABG Gruppe vorstellen und ueber die geplanten naechsten Schritte (vulgo: Den Abriss des Bestands) informieren.


    So faende ich es ertraeglich:



    Bildmontage: ich (auf Basis von Hadi Therani Architects)


    Man muss dazu sagen, dass das (inTeilen) auch beim aktuellen Bestand vorhandene dritte Staffelgeschoss in dieser Form nicht (!) Teil der Originalentwurfes ist, sondern, dass es bei einer Nachkriegs-'Sanierung' spaeter mal unauffaellig draufgeklatscht wurde und seitdem die Proportionen stoert.


    Hinweis: Mit dem dritten Staffelgeschoss und dem (im Vergleich zum Original) doppelt so hohen Erdgeschoss ist der Entwurf gefuehlt zwei Etagen zu hoch. Das ist eindeutig zuviel. Das weiss der Hadi auch wenn er ehrlich ist. Das ist reine BGF-Schinderei.


    Das Deutschlandhaus bei der ABG Gruppe


  • Bild (c) HÄUSER


    Es wirkt irgendwie solala. Und ob ein solala reicht?


    Da werden sicherlich noch hitzige Debatten gebührt


    Ich verstehe nicht, wieso eine Kernsanierung sich nicht rentiert und nur ein Komplettabriss die Lösung sein kann

  • ^^ Danke, ich auch nicht.
    Sorry, das ist so lächerlich. Auch wenn der Teherani sich anbiedert. Für mich ein absolutes Armutszeugnis, vor allem seitens der Stadt. In Leipzig lachen die sich tot...

  • Ich verstehe nicht, wieso eine Kernsanierung sich nicht rentiert...


    ^^ Danke, ich auch nicht


    Man kann den neuen Entwurf moegen oder ablehnen aber man kann sinnvollerweise nicht die Realiaet ignorieren. Die Antwort warum eine Sanierung kein gangbarer Weg ist, ist denkbar einfach:


    Es gibt so gut wie keinen (!) Altbau-Bestand mehr den man sanieren koennte. Punkt.


    > Der Kinosaal und das Foyer etc wurden 1945 durch Bombentreffer zerstoert und nicht wieder aufgebaut.


    > (Fast) alle ueberlebende Altbau-Substanz wurde in den 60er / 70ern abgerissen und (hinter der alten, schlecht reparierten Fassade) durch Nachkriegs-Neubauten und Einbauten ersetzt.


    > Die Fassade wurde in den 70er / 80er Jahren abgerissen und durch eine 'neue' (nicht originalgetreue) Fassade ersetzt.


    Was soll man denn nun sanieren? Soll man eine neue Fassade vor ein nicht mehr marktfaehiges 70-er Jahre Buerohaus bauen? Oder soll man das Nachkriegs-Buerohaus innen abreissen und einen 'Neubau' hinter die schlechte 80er-Jahre Fassade stellen?

  • So, so...Realität ignorieren. Ach Midas...
    dann nenn es halt anders. Meinetwegen Rekonstruktion.
    Die Einzelheiten, die du aufführst stimmen ja auch. Diese können aber auch wieder rückgängig zu gemacht werden (gut, Kino jetzt mal ausgenommen). Insofern kannst du es hier runter beten wie oft du willst, es legitimiert in meinen Augen nicht den Abriss des Gebäudes. Ganz einfach.

  • ..es legitimiert in meinen Augen nicht den Abriss des Gebäudes. Ganz einfach.


    ^^ Gegenfrage: Wenn der (in der Vergangenheit bedauernswerterweise stattgefundene) Abriss und Neubau von rund 90% der urspruenglichen Gebaeudesubstanz nicht die Denmalwuerdigkeit aufhebt und somit den Abriss 'legitimiert' - was denn dann zum Beispiel?

  • Jetzt auch beim NDR


    Der Leiter des Denkmalschutzamts sagt: „Zu einer Zeit, als der neuzeitlicher Denkmalschutz in Hamburg wie auch woanders noch in den Kinderschuhen steckte, wurde das Gebäude durch Entkernung und Austausch seiner kompletten Fassade weitgehend seiner Originalsubstanz beraubt.'


    und: 'Dem Erinnerungsbedürfnis der Hamburgerinnen und Hamburger an die außerordentlich schöne und prägende Gestalt des Ursprungsbaus wird mit diesem Entwurf für einen Neubau aber auch ohne Denkmalschutz eine große Referenz erwiesen'.



    Bild: Hadi Therani Architects



    Bild: Hadi Therani Architects

  • [...]
    dann nenn es halt anders. Meinetwegen Rekonstruktion.
    Die Einzelheiten, die du aufführst stimmen ja auch. Diese können aber auch wieder rückgängig zu gemacht werden (gut, Kino jetzt mal ausgenommen). Insofern kannst du es hier runter beten wie oft du willst, es legitimiert in meinen Augen nicht den Abriss des Gebäudes. Ganz einfach.


    Das, was die Stadt hier nun bauen möchte ist eine Rekonstruktion! Eine interpretierte natürlich. Aber es ist mindestens so nah am Original wie das jetzige "Deutschlandhaus"... Und wie bereits erwähnt wurde gibt es nichts am derzeitigen Gebäude, das sich lohnt zu erhalten, also muss man so oder so abreißen, wenn man eine Verbesserung des Zustands will.

  • Ballindamm 17

    Anfang 2019 wird das Gebäude umfassend entkernt und revitalisiert, der historische Zustand teilweise wieder hergestellt. Der Haupteingang wird wieder zurück in seine ursprüngliche Lage von 1921 versetzt. Der Innenhof mit seiner Ziegelfassade wird aufgewertet und im Stil der Hackeschen Höfe in Berlin nutz- und erlebbar gemacht werden. Neu hinzu kommt eine Dachterrassen mit Blick zur Binnenalster.



    Bild: Quest Investment


    https://www.quest-investment.c…0-m2-an-der-binnenalster/


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    1) ich finde es sehr gut, dass das Gebäude endlich mal saniert wird. Es ist teilweise schon ganz schwarz wegen der Abgsase
    2) haben die weggefallenen Parkplätze und der rote Fahrradstreifen etwas zu sagen?