Hotel Königshof Karlsplatz 25: Abriss & Neubau [in Planung]

  • iconic :
    Was sich der Architekt dabei gedacht hat, kannst du hier nachlesen:
    http://www.nietosobejano.com/project.aspx?i=33&t=HOTEL_KÖNIGSHOF


    Danke!

    Zitat

    The vertical cutting in the façade facing the square emphasizes the frontality, axiality and autonomy of the draft.


    Quelle: http://www.nietosobejano.com/project...OTEL_KÖNIGSHOF


    Hmmm, okay. Viel mehr scheint nicht dahinter zu stecken als - sagen wir - dekorative Überlegungen. Aber es ist in der Tat schwer abzuschätzen, wie die tatsächliche Wirkung sein wird. Für positive Abwechslung sorgt mit etwas Glück auch die "Biegung" der Fassade.

  • @Theseus_532:
    Dein Rundumschlag gegen Münchens Architektur in allen Ehren, allerdings steht das Hotel Königshof weder in der Altstadt noch wäre natürlich das Hotel deren erster Neubau seit langem. Wie lang warst du schon nicht mehr in München? :lach:


    Zitat

    Allein die Diskussion um diesen Neubau zeigt nochmal deutlich wie reaktionär München eigentlich ist, es wird geradezu das Ende des Abendlandes befürchtet


    Steht wo? (Bitte keine Zeitungskommentare :lach:)


    Zitat

    Von daher passt der Solitär wunderbar an den Stachus


    Zumindest von der Front her, dürfte der Neubau sich sehr gut einpassen. Allerdings ist die Seitenansicht zu monoton gestaltet.


    Zitat

    und ich hoffe es wird nicht der letzte Neubau in der Altstadt sein, auch wenn ich sehr wenig Hoffnung habe.


    :lol5: Ja, danach ist Baustopp...

  • Ich wollte damit ausdrücken, dass sich diese in den 1990er Jahren entworfenen Bauten an der Architektursprache der Vorkriegszeit orientieren wollten. Ich gebe zu, dass hier der Ausdruck "Historismus" von mir nicht korrekt angewendet wurde. Eher war das wohl eine Variante der Postmoderne.


    Was den Karlsplatz in München angeht, bleibe ich bei meiner Meinung, dass ich persönlich eine Architektur, die sich an der Vorkriegszeit und/oder an der Postmoderne der 1990er Jahre orientiert, für den Standort als nicht ideal empfinde. Unabhängig davon, dass ich persönlich auch den aktuellen Entwurf für das Hotel ablehne. Das ist meine Meinung und ich respektiere voll und ganz, wenn Du anderer Meinung bist :)


    Um dich ging es eigentlich gar nicht. Ich war einfach am Ende nur noch genervt von dem ständigen Zirkelschluss der architektonischen DDR Nostalgiker in der Potsdamdiskussion, sodass ich zunehmend dunnhäutig und unsachlich geworden bin. Bis ich mir mal gedacht habe, "was machst du hier eigentlich, das ist deine Freizeit, das sollte dir Spaß machen!". Hat es nicht mehr. Deswegen hab ich entnervt "hingeschmissen". Aber ich brauchte einfach ein paar Tage Forenabstinenz und habe mir jetzt vorgenommen diese Ostalgie-Debatte in Zukunft schlicht zu ignorieren./Offtopic Ende


    Zur Meinungsfrage, "ja mei", das Problem ist halt wenn für das Stadtbild sensible oder städtebaulich herausgehobene Orte nach einer eher streitbaren Meinung, also einem, streitbaren Geschmack, gestaltet werden. Zumindest an solchen Orten wünscht man sich einfach etwas mehr Konservatismus und Einfügung in den Bestand. Alles hat seinen Ort. Wie gesagt, an anderen Orten in München, beim Olympia Einkaufszentrum oder Arabellapark, wo sowieso ganz anderer Städtebau dominieren, hätte dieser Entwurf einfach besser hingepasst als neben den prunkvollen Justizpalast, vis-à-vis dem historischen Karlsplatz-Rondell.

  • Auf mich wirkt dieser Entwurf nach wie vor abstoßend – viel zu grob in den Details und geradezu destruktiv in seiner Gesamtausstrahlung. Durch die gedrungenen Ausmaße wirkt der Bau zudem wie gewollt und nicht gekonnt (erinnert somit entfernt an den Kaufhof-Bau am Marienplatz). Für ein Hotelgebäude, das weithin sichtbar auf dem Karlsplatz stehen wird, finde ich das ziemlich unpassend. Aber vielleicht irre ich mich ja, und es wird in der Realität dann ganz anders wirken. Ich hoffe, ich werde positiv überrascht.

  • Mir gefällt der Entwurf. Jetzt noch Karstadt (ehem. Hertie) und den (zu Unrecht) denkmalgeschützten Kaufhof plattmachen, Stachus für den Autoverkehr in Nord-Süd Richtung untertunneln und die Gegend ist aufgemöbelt.

  • Mir gefällt der Entwurf. Jetzt noch Karstadt (ehem. Hertie) und den (zu Unrecht) denkmalgeschützten Kaufhof plattmachen, Stachus für den Autoverkehr in Nord-Süd Richtung untertunneln und die Gegend ist aufgemöbelt.


    Eine Untertunnelung wäre natürlich richtig toll, dann könnte man in Zukunft die letzte große Lücke der Fußgängerzone im Abschnitt Tal - Bahnhofsvorplatz schließen. Auch die Sonnenstraße könnte dadurch profitieren, indem man sie architektonisch ein bisschen aufwertet. Die Ecke sieht ja wirklich nicht schön aus.
    Doch leider wird das, neben gigantischen Kosten, schon allein an den Stachus Passagen, sowie den U- und S-Bahn Linien im Untergrund scheitern.


    Den Entwurf vom Königshof finde ich an sich auch ganz interessant, ob er sich jedoch gut in die bestehende Bebauung integrieren kann ist allerdings mehr als fraglich. Er würde meiner Meinung nach besser neben das Kap West und die Friends Türme passen.


  • Den Entwurf vom Königshof finde ich an sich auch ganz interessant, ob er sich jedoch gut in die bestehende Bebauung integrieren kann ist allerdings mehr als fraglich.


    Die bestehende Bebauung ist doch jetzt schon ein Stückwerk an Solitären:
    - Mittelalter-Tor
    - Stachus Rondell
    - 50iger Jahre Kaufhof
    - Neubarocker Justizpalast


    Außer dass man daran gewöhnt ist, passt das doch alles schon nicht zueinander. Ist auch nicht schlimm, sondern macht den Reiz des Platzes aus.
    Kein Neubau wird es leisten können, zu all diesen unterschiedlichen Stilen zu passen.

  • Den Entwurf vom Königshof finde ich an sich auch ganz interessant, ob er sich jedoch gut in die bestehende Bebauung integrieren kann ist allerdings mehr als fraglich. Er würde meiner Meinung nach besser neben das Kap West und die Friends Türme passen.


    Das ist doch das Problem an München. Hier muss sich immer alles integrieren und an die Umgebung anpassen. Somit erhält man natürlich in der ganzen statt diesen architektonisch kangeweiligen Einheitsbrei, der so fad ist, dass einem dazu gar nix mehr einfällt. Solange niemand akzeptieren kann, dass moderne Architektur heraussticht und für sich steht, solange wird in München auch nichts aufregendes entstehen können!


    Und das ganze ist nunmal geschmacksache. Dem einen gefällts, dem anderen nicht. Mir gefällt der neue Königshof gut, den Besitzern offensichtlich auch, anderen nicht, who cares?

  • Mir geht es so, dass ich den Altbau nicht sonderlich häßlich finde. Ich denke, er hat schon seine Qualitäten. Beim Neubau bin ich mir noch uneins. Man muss abwarten, wie er in Natura wirkt. Gut finde ich grundsätzlich, dass er leicht experimentell ist.

  • Mir gefällt der Entwurf nicht unbedingt gut aber ich finde es ist trotzdem eine Verbesserung zum bisherigen Königshof.



    Das ist doch das Problem an München. Hier muss sich immer alles integrieren und an die Umgebung anpassen.


    Gerade das wird in München oft überhaupt nicht gemacht.



    Solange niemand akzeptieren kann, dass moderne Architektur heraussticht und für sich steht, solange wird in München auch nichts aufregendes entstehen können!


    Ich denke viele würden das akzeptieren aber wenn dann sowas wie die der O2 Turm, The Seven oder die Highlight Towers bei rauskommt werden viele halt skeptisch und das zurecht.




    Und das ganze ist nunmal geschmacksache. Dem einen gefällts, dem anderen nicht. Mir gefällt der neue Königshof gut, den Besitzern offensichtlich auch, anderen nicht, who cares?


    Genau das ist ein Teil des Problems, solche Bausünden führen dazu, dass sehr viele Menschen moderne Architektur zutiefst verachten und gerade solch charakterlose Klotzbauten geben moderner Architektur einen schlechten Ruf.

  • So, die Bauzäune stehen jetzt um den Königshof. Der Abriß wird wohl demnächst beginnen.


    Gab ja eine Zeit, da waren dort 50-60m hohe Tower geplant bzw. gab es entwürfe dafür. Der Nieto Entwurf gefällt mir persönlich ganz gut. Hätte allerdings gerne 20-25m höher ausfallen dürfen. So als "Hochpunkt" zwischen Justizpalast und dem äußerst dominanten Kaufhof.


    https://www.muenchenarchitektu…chus-auf-dem-spiel-steht1

  • Ein Hochhaus wäre an dieser Stelle völlig daneben, weil es nicht nur den historischen Justizpalast bedrängen, sondern auch die Altstadtsilhouette stören würde. Den künftigen Tetriswürfel von Nieto Sobejano finde ich ehrlich gesagt noch schlimmer als den heutigen Königshof.

  • Architektator : Gar nix bedrängt irgendwas. Weltweit stehen neben historischen Bauten 1.000de von Hochhäusern! Gerade die Mischung alt und neues, modernes Hochhaus hat seinen Reiz! Sieht in den meisten Fällen sehr gut aus.


    Aber das der "Ist Zustand" besser ist, als der neue Entwurf....naja, was soll man da sagen...wer auf vergammelte, gelbliche Quadrat Bauten steht, klar für den war der jetzige Königshof "schön" :)


    Für mich war er ein optischer Schandfleck, sondersgleichen...

  • MiaSanMia : Ja, das waren soweit ich weiß nur Entwürfe von Studenten. Ansonsten stimme ich dir zu, dass eine Rekonstruktion des Vorkriegsbaus oder ein Neubau im Stil des Adlon am besten gewesen wäre:



    Quelle: Wikipedia, gemeinfrei


    Auf die verbalen Ergüsse von Munich_2030 werde ich nicht weiter eingehen.