Hotel Königshof Karlsplatz 25: Abriss & Neubau [im Bau]

  • Ja? Welche denn?


    In München wird sicher nicht im Rahmen der Möglichkeiten gebaut, aber es so drastisch auszudrücken, halte ich für übertrieben.


    Es ist ja nicht so, dass nur monoton gebaut wird, aber gerade an besagter Stelle sollte man schon mit Vorsicht bauen, damit nicht wieder so ein Betonbaukastenklotz a la Kaufhof hingepflanzt wird...

  • hmmm...um mal sarkastisch darauf einzugehen: ein betonbaukastenklotz würde aber durchaus bestens zum seit jahren neugeplanten bahnhof vis a vis passen...zudem verlangt der ein oder andere hier tatsächlich einen wolkenkratzer...was meines wissens in münchen quasi unmöglich ist und genau an DIESER stelle meines erachtens auch völlig fehl am platze wäre...seine prägenden stadtplätze sollte man schon im auge behalten...(ach...nur so...ich bin zugezogener süddeutscher, quasi-neuberliner (ok, ok 9 jahre)...nur um da schon einmal dementsprechenden vorurteilen entgegenzuwirken)

  • In Zeitungsartikeln war zu lesen, dass die angestrebte Erhöhung Anklang fand in der Kommission. Einige Mitglieder haben sogar von sich aus gemeint, sie könnten sie noch höhere Höhen vorstellen, das will Geisel und die Architekten allerdings nicht.


    Zudem hatten die Architekten wohl geplant, die oberste Etage, bzw, Terrasse zu begrünen. EIn Drahtgestell, das begrünt ist, sollte da zum Einsatz kommen. Da hat sich die Kommission wohl dagegen ausgesprochen, weil es zur Urbanität des Platzes angeblich nicht passe, Grün auf das Dach zu pflanzen. Es solle alles aus Stein sein....

  • Anbei ein Artikel mit Foto des geplanten Gebäudes in der AZ:
    http://www.abendzeitung-muench…12-baf7-fb3406c4ba6b.html


    Naürlich wird, wie befürchtet, ein "Betonbaukastenklotz" realisiert. Die Fassadengestaltung beschränkt sich auf schiefe und gewölbte Außenwände. Auf den Bildern wirkt die geplante Draht-Dachkonstruktion völlig fehl am Platze...


    Der Entwurf ist in der Kommission zwar durchgefallen, ich kann mir aber kaum vorstellen, dass die nächsten Versionen den großen Wurf enthalten werden. Man beschränkt sich, wie immer in München, auf verputzte Außenwände ohne Schmuckelemente und eine langweilige Lochfassade.

  • Wow! Das haut mich wirklich um. München übertrifft sich mit seiner grauenhaften Architektur immer wieder selbst. Absolut schlimm! Warum wagt man keine schrägen oder runden Baumassen? Ich kann mir sogar eine Glasfassade eher vorstellen, als eine puristische ocker-farbene Fassade, mit der schon so vieles in München verbrochen wurde.


    Wenn es eine einfache Gestaltung bekommen soll, dann bitte etwas schlanker - d.h. höher. So wie z.B http://www.luxury-insider.com/…08-jumeirah-grp-3-420.jpg


    Auch gegen eine neoklassizistische Gestaltung könnte man wenig einwenden. Wenn dabei so etwas rauskommt: http://img.photobucket.com/alb…otelBangkok_exterior1.jpg


    Aber was rede ich?

  • Betonkopf: ...andere, auch sehr viel ärmere Städte können das viel besser!


    MiaSanMia: Ja? Welche denn?


    Beispiele, nicht nur "Preiß´n"städte ;):
    Berlin
    Görlitz
    Dresden
    Leipzig
    Stralsund
    Erfurt
    Hannover (!)
    Braunschweig
    Mainz
    Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt sind ähnliche Kaliber, machen es aber im Schnitt auch besser als München.


    Lokalpatriotismus, in allen Ehren, darf nicht blind machen. Gesunder Patriotismus sollte sich eher beleidigt fühlen durch permanente C-Qualität der heimatlichen Umbauung - so jedenfalls leuchtet in München bald nix mehr.

  • Weiss jemand, wie in Zukunft die Verbindung Stachus/Bahnhofsplatz aussehen soll? Der erhöhte Fokus aus dem Areal durch einen Neubau am Stachus, dem Xella Studentenwettbewerb, den Bahnhofsumbau etc. sollte ja bereits Ideen generiert haben. Was macht die Gerüchteküche?

  • Die AZ veröffentlicht Ideen des Xella-Studentenwettbewerbs:
    http://www.abendzeitung-muench…24-be71-364c638c944a.html


    Meine Favoriten:
    http://www.abendzeitung-muench…2067e0580.normalized.jpeg
    und ganz klar das hier:
    http://www.abendzeitung-muench…9447a8322.normalized.jpeg


    Beitrag mit Text:
    http://www.abendzeitung-muench…24-be71-364c638c944a.html


    Übrigens erklärt die Verwaltung unserer schönen Stadt dazu folgendes:
    "umsetzbar sind [die Entwürfe] nicht. Zu teuer, zu modern – und zu hoch"
    Quelle: http://www.abendzeitung-muench…24-be71-364c638c944a.html
    :gewehr::ripthread:goodnight:

  • Der Justizpalast hat im Grunde genommen das gleiche Dach, mit dem Unterschied, dass dort witterungsbedingt bereits eine Patinierung stattgefunden hat. Geringfügig überarbeitet wäre der Entwurf aus Potsdam mit Sicherheit ein echter Gewinn für den verschandelten Platz. Wenn man dann noch den unsäglichen Feuerwehrbrunnen einschließlich der Salatschüssellaternen entfernen und sämtliche Fahrtrassen auf die nordwestliche Straßenseite verlegen würde, könnte man die verkehrsbelastete Sonnenstraße wieder in einen attraktiven Boulevard verwandeln.

  • Aber doch bitte nicht mit diesem Dach!


    o.k., hast ja recht, ist schon zu kitschig, aber mal ein inspirierender Beitrag finde ich. Dann halt das hier: http://www.abendzeitung-muench…2067e0580.normalized.jpeg


    Architektator : die Goldfischgläser-Laternen stehen in unsrer schönen Stadt schon so gut wie unter Denkmalschutz. Leider! Denn die Dinger verschandeln die gesamte Neuhauser und Kaufinger inkl. Marienplatz. Und der Rückbau des Altstadtrings wird zwar irgendwann kommen, aber das dauert sicher noch ca. 20 bis 30 Jahre.

  • Übrigens erklärt die Verwaltung unserer schönen Stadt dazu folgendes:
    "umsetzbar sind [die Entwürfe] nicht. Zu teuer, zu modern – und zu hoch"
    Quelle: http://www.abendzeitung-muench…24-be71-364c638c944a.html
    :gewehr::ripthread:goodnight:


    Was die Verwaltung alles so berechnen kann... Die Entwürfe sind allesamt so ziemlich baubar. Besonders der Gang in die Höhe sollte sie machbar werden lassen. Und einige Entwürfe sind ganz sicher nicht zu modern.


    Die Aussage ist m.E. nur politisch zu sehen.

  • im Kern ist es noch ein Altbau

    Der heutige Königshof ist eigentlich kein reiner Nachkriegsbau, sondern im Kern noch der alte Königshof wie er vor dem Krieg bestand. Das erkennt man sehr schnell wenn man sich Bilder von damals und heute ansieht. Durch zahlreiche Umbauten ist das heutige Gebäude entstanden. Man könnte somit ohne weiteres den ursprünglichen Königshof wieder herstellen mit seiner bemalten Fassade und prägnanten Wirkung für den Stachus als zentralen Platz. Nur leider ist in dieser Stadt die Gier nach immer mehr Geld und in diesem Fall mehr Hotelzimmern in zentraler Lage viel Größer als der Wille ein Münchner Schmuckstück in seiner alten Pracht wieder herzustellen. Und das Wort 'Rekonstruktion' gilt leider schon lange als übles Schimpfwort unter Architekturstudenten und in fast allen renommierten Architekturbüros :nono:

  • Der heutige Königshof ist eigentlich kein reiner Nachkriegsbau, sondern im Kern noch der alte Königshof wie er vor dem Krieg bestand. Das erkennt man sehr schnell wenn man sich Bilder von damals und heute ansieht. Durch zahlreiche Umbauten ist das heutige Gebäude entstanden. Man könnte somit ohne weiteres den ursprünglichen Königshof wieder herstellen mit seiner bemalten Fassade und prägnanten Wirkung für den Stachus als zentralen Platz. Nur leider ist in dieser Stadt die Gier nach immer mehr Geld und in diesem Fall mehr Hotelzimmern in zentraler Lage viel Größer als der Wille ein Münchner Schmuckstück in seiner alten Pracht wieder herzustellen. Und das Wort 'Rekonstruktion' gilt leider schon lange als übles Schimpfwort unter Architekturstudenten und in fast allen renommierten Architekturbüros :nono:


    Bin nicht der Meinung, dass Rekonstruktion per se in Deutschland verteufelt wird. Viele Städte machen es vor wie das geht (Dresden, Berlin, Frankfurt, Potsdam). Ich denke es ist eher ein Münchner Problem und hier respektive eine Folge der sehr linken Stadtführung. Da passt so etwas historisches nicht in das Konzept.

  • Architekturbezogen gibt es in Deutschland / Österreich eigentlich kein Problem. Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und natürlich Wien. Alles Städte, die gute und robuste Sachen bauen. Es ist ein München spezifisches Problem - eine Identitätskrise, das Versagen der Politik, die den Münchener Immobilienmarkt zum Spielball des freien Kapitalmarkts gemacht hat. Die Umstände hier sind nicht mit Europa, nicht mit Deutschland zu erklären, nur mit der hier herrschenden Klasse.

  • Also mal ehrlich, das war damals schon eine dreckige und überlaufene Verkehrshölle, so beschaulich das dritte Bild auch wirken mag.
    Schade, dass man nicht die Chance genutzt hat beim Ausbau des Altstadtrings und der U-Bahn den Autobahnring unter die Erde und die Einkaufspassage oberirdisch zu legen.
    So fühlt es sich einfach falsch an... die giftigen, stinkenden und lärmenden Fahrzeuge an der frischen Luft, fast so trennend wie eine Mauer, während die Menschen fernab vom Tageslicht ihre Einläufe im unterirdischen Stahlbeton-Bunker erledigen :doof: