Regierungsviertel

  • in der aktuellen printausgabe des neuen "stern" ist ein ganz interessanter artikel über die entmietung der plattenbauten an der wilhelmstrasse und die methoden, wie die eigentümer ihre verbliebenen mieter dort vergraulen (oder dieses zumindest versuchen).

  • ich konnte den artikel nur kurz lesen, hab mir das magazin nicht gekauft...generell werden leere whg (und davon gibt es inzwischen ne menge, einer der blöcke soll wohl nur noch 3 mietparteien beherbergen) an überwiegend junge partytouristen vermietet, welche sich dementsprechend verhalten (parties bis tief in die nacht, müll und kondome werden zum fenster rausgeworfen etc), die häuser werden nicht mehr entsprechend gepflegt, müll häuft sich in den innenhöfen, briefkästen werden demontiert, schäden nicht mehr repariert, etc...


  • Heutzutage wollen die Menschen sich gern im Park auf die Wiese setzen(auch die Buisnessleute im feinen Zwirn) und das ist auf einer erhöhten Fläche nun einmal angenehmer als ebenerdig.


    Dummerweise geht das nur maximal 6 Monate im Jahr. Ein Umstand, der sich bei den Landschaftsplanern wohl noch nicht richtig rumgesprochen hat.

  • Beim Anlegen von Grünanlagen (Park ist für die besagte gekippte Wiese sowieso mehr als hoch- oder soll ich sagen schräggestapelt...) muss man eben auch Nutzung und Pflege bedenken und nicht nur einen Designer-Preis erheischen wollen. Gesunder Menschenverstand reicht eigentlich schon aus, um absehen zu können, dass diese hohen 45°-Rampen früher oder später heruntergetreten sind, zumal der sog. Park die beidseitig verlaufenden Straßen nicht verbindet, sondern wie ein Bollwerk trennt, über das man nicht einmal hinübersehen kann.

  • Nun abschliessend von mir zu den Parks, da doch etzas off-topic


    Am Potsdamer Platz ist auf diesem schmalen Streifen so ein Design-Ding schon ganz angebracht. Eben eine Art nutzbare Riesenskulptur die dem Platz gut steht.
    Leider fehlt die Pflege und bei der Planung wurden gewisse Details nicht durchdacht(Treppen die die Schrâgen hinauf führen, wurden nachträglich mehr schlecht als recht eingefügt)

  • Heutzutage wollen die Menschen sich gern im Park auf die Wiese setzen(auch die Buisnessleute im feinen Zwirn) und das ist auf einer erhöhten Fläche nun einmal angenehmer als ebenerdig.


    Man bekommt trotzdem Grasflecken auf den Klamotten... oder dem feinen Zwirn. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind sitzbare niedrige Mauern bei weitem angenehmer.


    Wer weiß, welche Argumente bei der Gestaltung der Grünfläche ausschlaggebend waren, letzendlich ist dies für die Situation im Moment gar nicht entscheidend. Grünflächen - egal ob schräg oder flach - brauchen halt Pflege. Wenn man daran spart, sieht es eben so aus wie jetzt. Ich finde die schrägen Flächen gar nicht schlecht, aber ich vermute mal, es gibt einen guten Grund, warum sich soetwas nicht in der schon mehrere Jahrhunderte alten europäischen Gartenkultur nicht sonderlich durchgesetzt hat.

  • aber ich vermute mal, es gibt einen guten Grund, warum sich soetwas nicht in der schon mehrere Jahrhunderte alten europäischen Gartenkultur nicht sonderlich durchgesetzt hat.


    Selbstverständlich - weil es nichts mit 'Kultur' zu tun hat. Es krankt an der Grundideologie des modernen Bauens, dem Funktionalismus und der damit einhergehenden Beliebigkeit und Identitätslosigkeit. Nichts von alledem ist gedacht längere Zeiträume zu überstehen - im Gegenteil, der Abriss bzw. Austausch ist quasi systemimmanent.

  • Warum geht das da eigentlich so lahm vorran? Die Ministeriums-Neubauten ein bischen weiter entlang der Stadtbahn haben dieses Projekt ja schonmal locker überholt, trotz der Tatsache dass sie später begonnen wurden.

  • Die ehemalige US-Botschaft an der Neustädtischen Kirchstraße soll nun für die neue Nutzung durch die Bundestagsverwaltung hergerichtet werden. Hierfür wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben:


    http://www.bbr.bund.de/cln_032…__2012/NeustKirchstr.html



    Wermutstropfen: "Das östlich an die Liegenschaft angrenzende Gebäude Mittelstraße 25 soll mit in die Planung einbezogen werden. (...) Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz. Zur Verbesserung der Funktionalität ist ein Abriss mit Neubau vorgesehen."


    Kein Denkmalschutz - kann weg. Na, bravo!

  • ˄˄˄ schaut man bei Google Street View nach müsste es sich also um dieses Gebäude handeln. Es sieht ganz passabel aus - einen besonderen Denkmalwert erkenne ich nicht. Solange die Fassade des Neubaus hochwertig ist und nicht so langweilig glatt wie beim rechten Nachbarn daher kommt ist ein Abriss akzeptabel. Beim Neuen Berliner Klassizismus der gerade so in Mode ist, wird man den Unterschied kaum bemerken - gut, ein sichtbares Kellergeschoss wird es zukünftig nicht mehr geben.;)

  • ^ Schön zu sehen, wie die Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses langsam voranschreitet. Die Betonung liegt allerdings auf „langsam“. Bin mal gespannt, wann die fertig werden. Auf jeden Fall vielen Dank für die Bilder! Gibt es eigentlich aktuelle Ansichten der künftigen Innengestaltung? Mich würde vor allem die zentrale Halle interessieren.

  • ^Nur hätte man beim Kanzleramt bessere Fassadenmaterialien nehmen können. Bei jedem Regenguss sieht das Ding einfach nur unschön mit den Schlieren aus.