Campus Westend der Goethe-Universität

  • Update

    Ein paar (sehr schnelle) Bilder von Montag dieser Woche:









    Auf dem ersten Bild der Blick nach Süden, im Vordergrund wohl Arbeiten für die Baugrube des Casino-Anbaus, im Hintergrund ist wahrscheinlich mindestens ein Gebäude des Hörsaalzentrums im Hochbau.
    Das entstehende Gebäude auf dem zweiten Bild "vor" der Bundesbank könnte schon zum Wohnheim gehören.
    Drittens der Neubau des HoF, übers Blechdach der Mensa photographiert. Hatte keine Zeit den Fortschritt von Chewbaccas letzter Update-Position zu zeigen, man erkennt aber, dass bereits mit dem ersten OG begonnen wird.

  • Zitat von Agamemnon

    ist wahrscheinlich mindestens ein Gebäude des Hörsaalzentrums im Hochbau.


    Ich habe gelesen, dass das Hörsaalzentrum auf einen Rutsch gebaut wird, obwohl anfangs die Kapazität längst nicht ausgeschöpft wird. Eine sinnvolle Teilung in mehrere Bauabschnitte war wohl nicht möglich.


    Danke für die Fotos. Offensichtlich sind sie von dir, okay, das nächste Mal aber bitte den Rechteinhaber angeben.

  • Ein paar aktuelle Bilder. Anbau an das Casino zur Mensaerweiterung:



    House of Finance:



    Rechts- und Wirtschaftswissenschaften:



    Hörsaalzentrum:



    Teil-Überblick (siehe auch die Pläne in #40):



    Bilder: Schmittchen

  • Von der gestrigen Grundsteinlegung des Gebäudes für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften berichtet heute die FAZ in ihrer Printausgabe.


    Nachfolgend einige Stichpunkte aus dem Artikel:
    - das Gebäudes für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften soll zum Wintersemster 2008/2009 bezogen werden.
    - die Kosten des Baus belaufen sich auf ca. 59 Mio. Euro - es ist damit das teuerste Objekt.
    - das Gebäude ist 135m lang, 70m breit und hat eine Nutzfläche von 17800qm.
    - es wurde nochmals hervorgehoben, dass alle Neubauten gestalterisch Bezug zum IG-Farben-Haus aufweisen. So auch dieses Gebäude, das eine Fassade aus römischen Travertinstein erhält.
    - somit sind alle vier Projekte der ersten Ausbaustufe (Investitionsvolumen: ca. 125 Mio Euro) in Bau (neben dem Institutsbau das "House of Finance", das Hörsaalgebäude und der Kasinoanbau).
    - der Campus Westend soll rechtzeitig zum 100jährigen Jubiläum der Universität 2014 vollendet sein.

  • Weiß jemand, ob später der Zaun zwischen Campus und Grüneburgpark abgebaut wird, geplant war das doch mal? Wenn das so käme, würden sich der Grüneburgpark, der umgestaltete Botanische Garten, der Park bei der Bundesbank (Geheimtipp, erreichbar über eine Brücke im Norden des Grüneburgparks) und der Campus Westend zu einem großen und sehr spannenden Parkgelände vereinen, das beinahe von Bockenheim bis an den Rand des Nordends reichen würde. Das wäre dann wirklich der große, zentrale Park, den Frankfurt bisher nicht hatte.


    Zu den Highlights würden dann gehören: die Grünfläche zwischen I.G. Farbenhaus und Kasino (mit Wasserfläche und aufsteigenden Terassen), Koreanischer Garten und Russisch-Orthodoxe Kirche im Grüneburgpark, der Weiher im Bundesbank-Park und außerdem möglicherweise ein Aussichtsturm im Botanischen Garten (noch nicht entschieden).


    Für die Uni würde das natürlich bedeuten, dass sich in Zukunft mehr Nicht-Studenten auf dem Campus aufhalten würden. Aus meiner Sicht wäre das sogar wünschenswert, schließlich war es eine der Stärken des Bockenheimer Campus, dass er nahtlos in dem angrenzenden Stadtteil übergeht. Wie seht ihr das?

  • Es gibt auf der Uni-Website nun eine Unterseite zum Ausbau des Campus Westend. Nett die klickbare Grafik (mit Links zu Renderings) zum ersten Bauabschnitt sowie die umfangreiche Fotogalerie.


    Auch eine Webcam gibt es, die ich bereits in unsere Übersicht aufgenommen habe. Aus der Liste entfernt habe ich die Cam zum Neubau des Geozentrums (Campus Riedberg), das Gebäude ist nämlich fertig.

  • @ Julian: Der Zaun bleibt, das Land will aus Angst vor Vandalismus den Campus nicht dauerhaft offen lassen. So viel ich weiß, ist am Grüneburgpark ein Eingang vorgesehen, der aber zu den üblichen Zeiten geschlossen werden soll.

  • Leider habe ich den Termin verpasst (Mein kalender hat mich betrogen)
    aber als kleine Randnotiz, das House of Finance hat sein Richtfest hinter sich gebracht.
    Wer mal einen Blick auf die Webcam riskiert, kann doch deutliche Fortschritte auf dem ganzen Gebiet erkennen. Nachdem die Baukörper nun aber an Masse gewonnen haben und man hinter dem oder seitlich vom Casino steht, muss ich sagen, dass dieser neue Teil des Campus doch recht abgetrennt daherkommt. Das Casino wirkt recht spaltend, so dass der Eindruck eines gemeinsamen großen Campus nicht so wirklich aufkommen will. Perspektivisch wird das aber nicht so schlimm sein, denn nach der zweiten Bauphase wird durch die etwas östlich versetzte Bebauung wieder ein ganz guter Übergang geschaffen. (Siehe dazu Entwürfe in diesem Thread)

  • Wettbewerb für den zweiten Bauabschnitt entschieden!

    Im zweiten Bauabschnitt des Ausbaus des Westend-Campus entsteht an der Hansaallee ein großer Komplex für die Disziplinen Gesellschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie und Humangeographie sowie weitere Infrastruktureinrichtungen. Als eigenständiges Gebäude soll ein Verwaltungsbau errichtet werden, in dem auch das Präsidium und das Hochschulrechenzentrum untergebracht werden. Eine gemeinsame Tiefgarage wird die Hochbauten ergänzen.


    Fotografierte Infotafel zur Orientierung (hellrot der 1. BA, blauer Pfeil zum 2. BA):



    Bild: Schmittchen


    Nach einer heutigen Pressemeldung der Johann Wolfgang Goethe-Universität ist der Baubeginn für Anfang 2009 vorgesehen. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2011 terminiert. Der Finanzbedarf für das neue Großprojekt umfasst insgesamt 120 Millionen Euro und entspricht damit in etwa dem Investitionsvolumen für die erste Ausbaustufe.


    Der Realisierungswettbewerb für diesen Bauabschnitt wurde nun entschieden. Der erste Preis wurde dem Architekturbüro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten (Berlin) zugesprochen. Nach Planungen des Büros wird bereits das Gebäude für die Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften im Rahmen der ersten Ausbausstufe realisiert. An die Architekturbüros Auer + Weber (Stuttgart), Gerber Architekten (Dortmund) und Weinmiller Architekten (Berlin) wurde jeweils ein dritter Preis vergeben.


    Der von Müller Reimann vorgelegte Entwurf erfüllt nach Auffassung des Preisgerichts die Vorgaben des Rahmenplans, insbesondere wird die Hauptkante zum Grünzug mit beiden Gebäuden klar aufgenommen. Darüber hinaus korrespondieren die zum Campus gerichteten Gebäudefronten gut mit der gegenüberliegenden ersten Ausbaustufe. Das Baufeld wird an drei Stellen sinnvoll geöffnet: Eine zentrale Eingangsterrasse gliedert beide Gebäude zum Campus hin, ein eingeschossiger Gebäudeteil markiert die Einfahrt zur Lübecker Straße und ein Binnenplatz vermittelt räumlich und funktional zwischen Präsidium und Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte. Das Gebäude, das Verwaltung und Präsidium aufnimmt, erfährt durch diese Höhenstaffelung eine dezente Betonung als besonderer Bau.


    Die Entwürfe werden vom 17. bis 28. September im Labsaal der Universität, Bockenheimer Landstraße 133, 60325 Frankfurt präsentiert. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag jeweils von 13 bis 19 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr geöffnet.


    Hat jemand Zeit und eine Kamera?

  • Zwei Visualisierungen. Zunächst eine Außenansicht, rechts der Verwaltungsbau, das Fakultätsgebäude in der Mitte:



    Die der Erschließung dienende Halle der Gesellschaftswissenschaften:



    Bilder: Müller Reimann Architekten


    In der Printausgabe der FAZ (Rhein-Main-Zeitung, S. 50) ist neben diesem Artikel auch ein Kommentar. Der Verfasser ist der Auffassung, dass die Neubauten auf dem Campus in einigen Jahrzehnten wie historisch gewachsen erscheinen werden. Bezogen auf den 2. BA macht er das am scharfen Kontrast zum daneben entstehenden Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (s. #37-39) fest. Verbindend wirke der vorgegebene Naturstein, zwar in verschiedenen Steinarten, aber immer beige. Die Architekten des Wettbewerbs hätten allerdings teilweise Mühe mit dem vermeintlichen Konservatismus gehabt, Leon Wohlhage Wernik etwa habe einen Entwurf mit Sichtbeton-Oberflächen (!) eingereicht.

  • Ja ist denn der noch ganz bei Trost? SICHTBETON???


    Zum Glück sieht der Siegerentwurf ganz gut aus. Nichts Weltbewegendes, aber OK. Wenn ich es diese Woche zeitlich schaffe, geh' ich mal Bilder machen von den Entwürfen...

  • Wieso nicht kein Sichtbeton? Kommt doch immer auf das wie an. Zur Not kann man Sichtbeton auch einfärben. Das eingesparte Geld könnte man dann für Bücher - oder noch besser Professorenstellen - nutzen...

  • Sorry, aber Sichtbeton an Fassaden ist echt das Letzte! Vielleicht bei irgendwelchen extravaganten Solitären in einer Umgebung wos nicht stört, aber sonst (und dazu zählt auch der Uni Campus) absolut inakzeptabel.
    Der Siegerentwurf hingegen sieht ganz ok aus.

  • Über Sichtbeton durften wir uns doch schon viele Jahre am derzeitigen AFE-Gebäude freuen.
    Jetzt ist die Zeit für Naturstein gekommen! Sehr gut, dass sich die neuen Gebäude an dem historischen IG-Farben-Haus orientieren sollen!