Campus Westend der Goethe-Universität

  • Perspektiven

    Na ja es ist ja nicht nur der fehlende U-Bahn anschluss,
    ich bin eigentlich mein ganzes Studentenleben in Bockenheim und bekomme den Umzug ins Westend vielleicht noch ein Semester lang mit. (Bin jetzt im 5.Sem, denke 10 werd ich brauchen, vielleicht 11...)
    Wie auch immer, wenn alle Semester wieder zum lernen in der Bib im Westend bin (vor dem Haupteingang stehend rechter Flügel, sechster Stock--> Traum Aublick auf die Skyline vor der Nase, besonders im Winter wenn es früh dunkel wird) nervt es mich immer wieder, dass da überhaupt nichts an Infrastruktur ist. In Bockenheim f#ällt man aus der Uni, Bus, Straßenbahn, U-Bahn und auf ner anderen Ebene gedacht Copyshops ohne Ende, Cafes, Döner, Chinesen, Thai, Italiener, Geldautomaten, Geschäfte, Bäcker, Bars, Kneipen und das alles im Umkreis von 300 bis 400 Meter. Was man davon jetzt unbedingt braucht etc, darüber kann man streiten, sicher...
    Was ich sagen will ist, dass es wohl noch zehn bis 15 Jahre dauern wird bis sich das um den Campus Westend eine derartige "Infrastruktur" (nicht nur verkehrstechnisch) entwickelt hat. --> Erst Nachfrage/Studenten/Menschen/Leben, dann Angebot. Die Wirtschftswissenschaftler und die Juristen zusammen stellen schonmal quasi ein Drittel der gesamten Uni da, uüber den Daumen*Pi würde ich sagen um die 12000 Studenten)
    Das wird denke ich auch mit verkehrstechnischer Infrastruktur nicht anders sein.
    Was die Wohnungen angeht ist es allerdings fraglich ob die Nähe zum Westend erschwingliche Preise (für Frankurter Verhältisse) überhaupt mal möglich sind.


    Generell aber sind die Planungen und vor allem die anscheinend konsequente und schnelle Umsetzung, mehr als erfreulich, dieses Projekt fasziniert mich zugegebener Maßen sehr. Die Ausstellung im LabSaal
    anfang des Jahres war auf jeden Fall vielversprechend!
    Auch macht es eine Indentifikation mit der Uni möglich, da es einen einheitlichen Campus gibt, was dann wiederum, um den Beitrag im Forum zu rechtfertigen :-)
    auch eine Identifikation mit Frankfurt und wie ich denke zu einer Rufverbesserung beitragen wird. Schließlich ist ab Sommersemester bis auf 20% der Erstsemester Schluss mit ZVS Verfahren...)
    Icf denke ein solches Projekt hat eine ähnliche Ausenwirkung wie es- auf anderer Ebene- wie die Projekte an der Zeil und der TS Turm an der alten Oper haben werden.

  • naja...eine u-bahn gibt es schon in der nähe (und ich rede nicht vom grüneburgweg) - von der station miquel-/adickesallee ist das gelände nur ein busstop entfernt. man kann eigentlich auch zu fuss gehen - die busstops sind in sichtweite (ok, zum poelzig-bau am anderen ende des geländes ist es etwas weiter).
    die uni hätte hier die gelegenheit, auf ihren grund und unabhängig von den örtlichen begebenheiten bzw. marktlage (westend/nordend als relative teure wohngebiete) viel preiswerten wohnraum zu schaffen. da ist es unerheblich, dass sich das gelände in einem teureren viertel befindet. ich bin auch im 5 semseter, aber ich glaube nicht, dass ich den umzug noch erleben werde, selbst wenn ich noch 7 semester studieren würde. der neue campus ist was fürs nächste jahrzehnt ...

  • Von der U-Bahnhaltestelle Holzhausenstraße sind es nur zwei, drei Gehminuten - man kann aber auch von dort mit dem Bus bis vor den Haupteingang fahren..
    Mit dem Nahverkehrsangebot in Bockenheim ist es natürlich trotzdem nicht vergleichbar.


    Der Blick aus dem sechsten Stock im BZG ist wirklich klasse - kleine Empfehlung an alle Digicambesitzer.

  • Im zentralen Bereich sind die zahlreichen Gebäude der US-Truppenverwaltung inzwischen alle abgerissen. Gestern Abend sah es so aus:




    Baubeginn für den ersten Bauabschnitt soll Anfang 2006 sein. Errichtet werden in diesem Abschnitt ein Hörsaalzentrum, das "House of Finance", das Institut für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, ein Anbau an das Casino (Mensa) und ein Studentenwohnheim. Kosten des ersten Abschnitts: 120 Millionen Euro.


  • der erste bauabschnitt ist erst am starten, da wird bereits der weg für den zweiten baubschnitt geebnet:


    Campus Westend: Zweite Ausbaustufe kann angegangen werden


    Land erwirbt bislang von Amerikanern genutztes Grundstück / Noch 2006 baureif
    FRANKFURT. Mit dem Erwerb eines knapp 12.000 Quadratmeter großen Grundstücks auf dem Campus Westend durch das Land Hessen steht der Einleitung der zweiten Ausbaustufe nichts mehr im Weg. Im Zuge dieser Ausbaustufe werden das Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte sowie ein Gebäudekomplex für die Fachbereiche Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften, die Psychologie und die Geographie errichtet.


    Das Grundstück und die darauf befindlichen Gebäude waren bislang durch das amerikanische Konsulat als 'Support Center' genutzt worden. Nach dem Umzug und der Zusammenführung der Konsulatsaktivitäten in neue Räumlichkeiten an der Friedberger Landstraße hatten die Amerikaner die Liegenschaft nicht mehr benötigt, geräumt und an den Bund zurückgegeben.


    Noch vor Jahreswechsel konnte der Kaufvertrag zwischen dem bisherigen Eigentümer Bundesrepublik Deutschland und dem Land Hessen protokolliert werden. Das Land stellt das Grundstück der Universität Frankfurt für Ausbauzwecke zur Verfügung; das Grundstück befindet sich am Ostrand des Campusgeländes, entlang der Hansaallee zwischen der bestehenden Parkanlage und der Lübecker Straße.


    Der Hessische Wissenschaftsminister Udo Corts zeigte sich sehr zufrieden über den gelungenen Abschluss der Vertragsverhandlungen mit dem Bund. "Der Erwerb des Areals dokumentiert den Willen der Landesregierung, das rund 600 Millionen Euro umfassende Gesamtprojekt der Standortneuordnung der Frankfurter Universität zügig und dem Zeitplan entsprechend voranzutreiben. Außerdem hat die Landesregierung die Voraussetzungen dafür geschaffen, der Max-Planck-Gesellschaft das für den Neubau des Instituts für Europäische Rechtsgeschichte benötigte Grundstück zu übertragen."


    Präsident Prof. Rudolf Steinberg würdigte den Erwerb als "nächsten Meilenstein" zum zügigen und konzentrierten Ausbau des Campus Westend: "Die Universität dankt der Landesregierung, die mit diesem Schritt erneut und auf eindrucksvolle Weise den erklärten Willen dokumentiert, das Jahrhundertprojekt des kompletten Neubaus der Universität mit großer Entschlossenheit und Konsequenz voranzutreiben. Ich freue mich ganz besonders darüber, dass dieser Schritt nun eine konkrete zeitliche Perspektive für die Verlagerung der im AfE-Turm befindlichen Fachbereiche eröffnet."


    Das Gelände soll bis Mitte diesen Jahres in einen baureifen Zustand versetzt werden; bereits noch für 2007 ist der Baubeginn des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte vorgesehen, das ein Bauvolumen von 5.000 Quadratmetern Hauptnutzfläche hat. Zur Zeit läuft hierfür ein Architektenwettbewerb, der Anfang Februar 2006 abgeschlossen sein wird.


    2008 folgt der Baubeginn für den Neubau der beiden großen 'Turm'-Fachbereiche Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften sowie Psychologie und Geographie, der um ein Mehrfaches größer ist. 2010 können dann die Nutzer die neuen Räumlichkeiten beziehen. Im Laufe des Jahres ist die Auslobung des Architektenwettbewerbs für den universitären Neubau vorgesehen.


    Kontakt: Peter Rost, Bevollmächtigter des Präsidiums für die Standortneuordnung; Tel: 798 23836; E-Mail: rost@pvw.uni-frankfurt.de




    es handelt sich um eine pressemitteilung von dr. ralf breyer von der uni-frankfurt.




    zum ergebniss des architekturwettbewerbs für das max-planck-institut gleich mehr...

  • Die Gliederung und die Verteilung der Baumassen finde ich gelungen, wenn man das von den Fassaden auch wird sagen können, wird das eine feine Ergänzung des Campus.


    Ergänzend noch die gestrige Pressemitteilung der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität:


    [indent]Drei polygonale Kuben


    FRANKFURT. Der Architektenwettbewerb für den Neubau des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt wurde am vergangenen Mittwoch, den 8. Februar, von der Jury unter dem Vorsitz von Prof. Manfred Hegger entschieden.


    Der von der Bauabteilung der Max-Planck-Gesellschaft ausgelobte Wettbewerb hatte zum Ziel, für den Standort auf dem Campus Westend unter Wahrung des städtebaulichen Ensemblegedankens eine eigenständige und
    integrative Entwurfslösung zu finden, die durch die unmittelbare Nähe zu den geisteswissenschaftlichen Fakultäten die angestrebte wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Universität dokumentiert. Das zu beplanende Baugrundstück befindet sich derzeit im Besitz des Landes Hessen und wird der Max-Planck-Gesellschaft im Erbbaurecht überlassen.


    Der Beitrag des Berliner Architekturbüros Volker Staab wurde einstimmig mit dem 1. Preis prämiert und von der Jury zur Realisierung vorgeschlagen. Mit dem 2. Preis wurde das Frankfurter Büro mtp Architekten ausgezeichnet; an dem Wettbewerb hatten sich neun renommierte Architekturbüros beteiligt.


    Das Erdgeschoss des Siegerentwurfs bildet einen Sockel, aus dem drei polygonale Kuben entwickelt werden. Dabei gelingt es mit wirtschaftlichen Mitteln ein Gebäude mit hoher räumlicher Qualität und einer guten Wiedererkennbarkeit zu schaffen. Dieser an der südöstlichen Ecke der Campusplanung gelegene sechsgeschossige Neubau markiert mit seiner kraftvollen und skulpturalen Architektursprache die gewünschte stadträumliche Wahrnehmbarkeit an der Hansaallee.


    Ein baumbestandener Innenhof, dessen überdeckter Umgang die drei Funktionsbereiche des Instituts miteinander verbindet, bildet das kommunikative Zentrum des Instituts. Fensterbänder in den Büros und Lesegalerien ermöglichen Mitarbeitern und Bibliotheksnutzern reizvolle Ausblicke auf die umgebende Campuslandschaft und Besuchern und Gästen interessante Einblicke in die Forschungsarbeit des Instituts.


    Der Baubeginn ist für Anfang 2008 vorgesehen.


    Vom 20. Februar bis 15. März können die neun Arbeiten im Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Hausener Weg 120 in Frankfurt-Rödelheim von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.[/indent]

  • Am 17. August war Spatenstich für den ersten Neubau auf dem Campus Westend, das House of Finance. Endlich komme ich mal dazu, meine dort gemachten Bilder online zu stellen, ich hoffe man kann was erkennen:






    Ich find's ganz schick, auch wenn es mich im ersten Moment ein bisschen an Glasbausteine erinnert hat. Vorgabe war, dass die Fassadenfarbe nicht kräftiger als die des IG-Farben-Hauses sein soll. Die Architekten sind Kleihues und Kleihues, Baukosten betragen ca. 25 Mio. Euro. Fertigstellung ist für das Frühjahr 2008 vorgesehen. Und das Beste daran: wenn alles läuft wie geplant, werde ich da eines Tages einziehen... :)

  • Auch von mir danke für die Bilder. Leider ist der Entwurf fürs House of Finance mehr als grottig.


    Eine andere, fast schon skandalöse Geschichte habe ich im PARLIS, dem Parlamentsinformationssystem der Stadtverordnetenversammlung entdeckt:


    Offenbar befindet sich auf dem Campus eine Gärtnervilla, die zum Anwesen der Rothschilds gehörte. Diese Villa wurde aber nie unter Denkmalschutz gestellt - angeblich wurde sie einfach vergessen. Jetzt heißt es aber, für eine Rettung sei es schon zu spät, denn sonst müssten die laufenden Arbeiten abgebrochen und die Bebauung neu geplant werden. Das Haus soll also abgerissen werden! :nono:


    einer der Texte


    die Übersichtsseite zum Thema findet ihr unter http://www.stvv.frankfurt.de/parlis/parlis.htm
    dann links auf "A-Z" klicken und auf "Universität"



    Handelt es sich hierbei um einen seltsamen Zufall, oder doch um bewußtes Verschweigen der Fakten? Ich tippe auf zweites...

  • Das House of Finance halte ich für ganz annehmbar, weil es - wichtig in der Nähe des Poelzigbaus! - ohne Effekthascherei auskommt und sich mit der Natursteinfassade voraussichtlich gut einfügen wird, besonders wenn der Stein mit den Jahren Patina bekommt.


    Das Gärtnerhaus wurde angeblich bei der Planung schlicht vergessen, weil es ziemlich versteckt auf einem für Frankfurter über Jahrzehnte hinweg unzugänglichen Gelände stand. Das ändert freilich nichts daran, dass die Denkmalschutz-Behörden einmal mehr versagt haben. Abtragen und Wiederaufbau an anderer Stelle wurde wohl geprüft, wegen zu hoher Kosten aber verworfen.


    Wahrscheinlich wurde das Gärtnerhaus bereits abgerissen. Zuletzt war ich im Mai in dieser Ecke, da sah es schon so aus:


  • Also die Villa wurde schon längst abgerissen... Das war glaub im Juli.
    Meine Schule befindet sich direkt dahinter.
    Momentmal... Wo ist denn meine Schule auf dem Gesamtplan? Wird die Philipp-Holzmann-Schule etwa abgerissen?

  • Der Abriss der Philipp-Holzmann-Schule steht meines Wissens noch nicht fest. Wenn es dazu kommt, dann erst im Endausbau, bis dahin wird noch viel Zeit vergehen.


    Nochmals zum Gärtnerhaus: Auf dem Plan des 1. Bauabschnitts, letztes Bild in Beitrag #35, befand es sich etwa bei "sch" in der mittleren Zeile der Beschriftung "Rechts- und Wirtschaftswissenschaften". Das Gärtnerhaus stand also diesem Neubau im Wege, nicht dem House of Finance.


    BMXican, wegen deiner Frage in #41: An der Miquelallee sind nach derzeitiger Planung fünf Hochhaus-Standorte mit bis zu 13 Vollgeschossen (!) vorgesehen.

  • Zitat von BMXican

    hast du eine grössere version des oberen bildes? mich interessieren die gebäude direkt an der miquel-allee...


    Bittesehr:




    Ich glaube, bis wir diese Neubauten sehen, wird noch viiiel Zeit vergehen...

  • Auch hier noch ein schneller Blick vom Maintower, das Gelände wird vom Schutt befreit, die Infrastruktur, Abwasserkanäle etc. verlegt, bald geht es mit dem Bau los!


    http://img165.imageshack.us/img165/6950/uninl0.jpg">

  • Ohne ein Bauexperte zu sein, habe ich den Eindruck, dass es sogar sehr schnell voran geht. Soweit ich das vom Zaun und der Treppe hinter der Mensa sehen konnte haben die Hochbauarbeiten (im Sinne von man fängt nun wohl bald mit dem Erdgeschoss an) auch am Gebäude der Rechts und Wirtschaftswissenschaften begonnen und das Hörsaalgebäude ist davon auch nicht mehr weit entfernt. Alleine der Anbau an das Casino scheint so vor sich hinzudümpeln, da zeigt sich außer der Grube noch nicht wirklich was.
    Am weitesten ist natürlich das House of finance- eigentlich auch logisch, da würde Koch zur Not auch noch selbst anpacken (solange es medienwirksam ist)


    Wenn jemand mal mit DigiCam in der Nähe ist, geht man rechts am Casino entlang (vorbei) ist auf der Rückseite eine Treppe die aufs Dach führt, von dort aus hat man einen ganz guten Überblick über das gesamte Gelände