Campus Westend der Goethe-Universität

  • Campus Westend der Goethe-Universität

    Neueste Infos bzgl. des Umzugs der Uni gibt's unter:


    http://www.phase1.de


    Auf der rechten Seite kann man sich die Übersicht bzgl. der weiteren Entwicklung sowohl was den neuen Campus am Poelzig-Bau betrifft als auch das alte Areal in Bockenheim anschauen.
    Das neue Uni-Areal um das ehemalige IG-Farbengebäude gehört meiner Meinung bald wohl zu den schönsten Innenstadt Unis Deutschlands!!

  • ich - als student auf der goethe-uni - freu mich riesig auf den neuen campus - leider werd ich nix mehr davon haben, wenn sie es gebaut haben

  • Preisträger Städtebaulicher Realisierungswettbewerb

    1. Preis
    Ferdinand Heide Architekt BDA, Frankfurt am Main und TOPOS Landschaftsplanung, Berlin
    2. Preis
    SIAT GmbH, München und Kraus_Milkovic Architekten, Frankfurt am Main mit Landschaftsarchitekt Eckhard Emmel, Landshut
    3. Preis
    pmp - Architekten BDA, München mit Landschaftsarchitekt Atelier Bernburg, Bernburg
    4. Preis
    de+ Architekten, Berlin mit Landschaftsarchitekt Mauro Hagel, Berlin
    5. Preis
    Braun & Voigt Planung und Projektmanagement GmbH, Frankfurt am Main mit Landschaftsarchitekten Sommerlad, Haase, Kuhli, Gießen


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    Edit Moderation:


    Die Links waren alle veraltet, Fotos aus dem Städtebaulichen Realisierungswettbewerb gibt es jetzt hier zu sehen: http://www.phase1.de/archive_campus-westend_ergebnis.htm

  • finde ich nicht.
    ich glaube das absolut richtige wurde ausgewählt.
    es fügt sich am besten in die vorhandene baumasse ein und lässt auch noch grosse freiräume und symbolisiert imo offenheit...

  • *grad noch was tolles auf franfurt.de entdeckt hab* (hoff ich darf so was posten - wegen copyright und so)


    Eine Jahrhundertchance für Frankfurts Universität


    Auf dem "Campus Westend" entsteht eine der modernsten Hochschulen Europas


    Frankfurt/Main (pia) Mit dem Einzug der geisteswissenschaftlichen Institute in den als Verwaltungszentrale für den I.G. Farben-Konzern errichteten Poelzig-Bau hat die Frankfurter Universität ein bedeutendes Architekturdenkmal in Besitz genommen. Rund um den eleganten Bau entsteht bis 2015 ein großzügiges Universitätsgelände, der „Campus Westend“.


    Berkeley, Oxford, Frankfurt - ob die Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt wohl in 20, 30 oder 50 Jahren im gleichen Atemzug wie andere Elite-Universitäten genannt werden wird? In Sachen Studienqualität muss sich das noch zeigen, was aber die Schönheit des Ortes und seine Eignung für wissenschaftliches Lehren und Lernen betrifft, werden dafür mit dem "Campus Westend" bis 2015 die Voraussetzungen geschaffen. Für rund 650 Millionen Euro wird eine neue Universität für Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften auf einem Areal von 39 Hektar in der Stadt entstehen, ein in Europa derzeit wohl einzigartiges Projekt. Bis zu 40.000 Menschen werden hier studieren, lehren, forschen und zum Teil auch wohnen.


    Insgesamt 197 Architekten hatten in einer Ausschreibung des Landes Hessen ihre Entwürfe für das Riesen-Areal hinter dem Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend eingereicht, die Aufgabe war für Architekten gleichermaßen anspruchs- wie reizvoll. Der Frankfurter Architekt Ferdinand Heide hat sie nach einstimmigem Votum der Preisrichter am besten gelöst. Besonders lobten sie die "große städtebauliche Qualität" von Heides Entwurf. Er selbst hat an der Technischen Universität Darmstadt und später an der Berliner Hochschule der Künste studiert, vor allem die Berliner Erfahrungen sind auch in seinen Entwurf eingeflossen. "Die strukturelle Geschlossenheit der Hochschule, bei gleichzeitiger Nähe und Offenheit zur Berliner Innenstadt - das hat mir gut gefallen", erzählt Heide. Solche - je nach Bedarf - spannungsreichen oder auch harmonischen Verbindungen von Gegensatzpaaren interessieren den mit 40 Jahren verhältnismäßig jungen, aber sehr erfahrenen und vielfach ausgezeichneten Architekten besonders.


    Bei dem Projekt "Campus Westend" galt es, gleich mehrere solcher Gegensätze miteinander zu versöhnen: die Parklandschaft des angrenzenden Grüneburgparks mit der Stadt, die denkmalgeschützten Poelzig-Bauten mit der Ästhetik und den Erfordernissen moderner Architektur. "Das Wunderbare ist - es gibt eine Qualität, die einfach nur fortgeführt werden muss", beschreibt er seinen Ansatz. Poelzigs Klassiker der modernen Architektur (erbaut 1928-30 als Verwaltungssitz der I.G. Farben) bildet in seinem Modell den Abschluss zur Stadt nach Süden. Von dem elegant- streng geschwungenen Gebäuderiegel aus zieht sich eine großzügige Achse bis zur nördlichen Grenze. Hier sind die zentralen Einrichtungen versammelt, Mensa, Hörsaalgebäude und - als Herz und Sinnbild des ganzen - eine Freifläche, der zentrale, alles verbindende Campus. "Ich glaube, dass Studenten in Zukunft noch vielfältiger und allgemeiner ausgebildet werden müssen. Die Uni kann deshalb ein Ort sein, wo man auch von anderen Disziplinen viel lernen kann", erläutert Heide.


    Auf dem Campus werden Institute der einzelnen Fachbereiche wie Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, Musikwissenschaft oder Pädagogik die zentrale Achse flankieren, nach Westen mit offener Silhouette zum Grüneburgpark hin, nach Osten klar zur Hansa-Allee und anderen Stadtvierteln abgegrenzt. Nach Norden hin sind Wohneinheiten für Studierende, sowie Kino, Theater oder Gebäude für Geschäfte und die Verwaltung vorgesehen. Grüneburgpark und Universität werden organisch miteinander verwoben; Heide hat es so angelegt, dass "die Lesesäle der Fachbibliotheken ein Teil des Parks werden".


    Für Universitätspräsident Prof. Rudolf Steinberg steht fest: "Dieses Projekt ist eine Jahrhundertchance - für unsere Universität, aber auch für die Stadt Frankfurt. Die zukünftigen Studierenden dieser Universität sind zu beneiden." Auch Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar ist stolz: "Hier entsteht ein neues Wissenschafts- und Bildungszentrum mitten in einer ausgesprochen international geprägten Stadt, voller Urbanität und Entwicklungspotenzial." Dem Baubeginn sieht er optimistisch entgegen: "Stadt und Land werden auf der Basis des prämierten Wettbewerbsentwurfs einen städtebaulichen Rahmenplan erarbeiten, der dann in einen Bebauungsplan mündet. Unter dieser Vorgabe ist noch in diesem Jahr die Auslobung des ersten Realisierungswettbewerbes geplant."


    Was das bestehende Gebäude-Sammelsurium der „alten“ Universität in Bockenheim betrifft, drückt sich Unipräsident Steinberg diplomatisch aus: "Wenn Sie jetzt über den Campus gehen, dann haben Sie nicht den Eindruck architektonischer Schönheit". Von den alten Strukturen wird wohl nur das alte Hauptgebäude erhalten bleiben: "Wir sind unter anderem im Gespräch mit der Senckenbergischen Gesellschaft. Sicher ist nur, dass das Gebäude weiterhin wissenschaftsnah genutzt werden wird."

  • die no. 1 finde ich genial - die zentrale freifläche mit unverbauten blick auf den poelzig-bau wird den campus westend zum schönsten modernen universtätscampus machen. übrigens, auch der campus im mertonviertel wird in einer ähnlichen weise gebaut.


    meine zweite wahl wäre no. 3 gewesen - die drei höfe/freiflächen wären eine interessante alternative zu einem grossen hof gewesen - und das hochhaus hätte einen netten akzent auf der miquellallee gesetzt.



    ach ja, und das beste an dem neuen campus westend ist, dass dadurch eine riesenfläche in bockenheim freiwird, die auf viele neue projekte hoffen lässt

  • ich finde die nr.2 am besten, weil sie so einen "ordentlichen" eindruck macht - der campus hat (bzw. hätte gehabt :) ) grade, klare linien und durch diese "kurve" an der strassen seite wird diese ordnung auch wieder aufeglockert. außerdem finde ich auch, dass der große platz in der mitte sehr gelungen ist. aber über geschmack lässt sich ja streiten ;)
    Kai

  • 1. Bauabschnitt, Realisierungswettbewerb

    Mitte Mai soll für den ersten Bauabschnitt des Campus Westend ein "begrenzt offener Architektenwettbewerb" ausgeschrieben werden. Die Teilnehmer sollen Entwürfe für das House of Finance, für das Gebäude von Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern, für den Erweiterungsbau der Mensa, für das zentrale Hörsaalgebäude sowie für die geplanten Studentenwohnheime vorlegen. Das Volumen liegt bei ca. 130 Millionen Euro. Baubeginn könnte 2005 sein.


    Hinsichtllich der Gestaltung hat sich Christoph Mäckler eingemischt, der so etwas wie eine Gestaltungssatzung für den Campus anregt. Das kann nur wünschenswert sein, denn der Wettbewerb wird sicherlich Entwürfe ergeben, die eine Vielzahl krude gestalteter Glaskisten hinter den Poelzigbau vorsehen (das Archtiktengeschwurbel über "Leichtigkeit und Transparenz als Kontrast zum Vorhandenen" kann man auch schon ahnen).


    In diesem Artikel der heutigen FAZ steht mehr: http://www.faz.net/s/RubFAE83B…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Ach ja: Ein Städtebaulicher Realisierungswettbewerb hat bereits stattgefunden, das Ergebnis liegt vor. Da die oben stehenden Links nicht mehr funktionieren, hier sind die erstplatzierten Entwürfe zu finden:


    http://www.phase1.de/projects_campus-westend_ergebnis.htm

  • Was wird mit den Bäumen auf dem neuen Campus?

    War heute mal auf dem zukünftigen Campus der UniFrankfurt (z.B. auch der Philip-Holzmann-Berufsschule). Da sind ja noch jede Menge alter schöner Bäume die Atmosphäre bringen.


    Gab (gibt) es eine städtebaulich Vorgabe dass diese
    erhalten bleiben müssen oder werden die alle (oder teilweise) für die neuen Gebäude abgesägt?


    Wann ist denn eigentlich Baubeginn für die neuen Campusgebäude ?

  • Hinsichtlich des Baubeginns ist nun etwas bekannt geworden. Aus der heutigen Onlineausgabe der Frankfurter Rundschau:


    Zitat


    Ende des Jahres fällt Ensemble-Entscheidung


    Mitte Dezember soll die Entscheidung im Architektenwettbewerb für das erste neue Gebäudeensemble auf dem Uni-Campus Westend fallen. (...)

    Der Bau des Clusters nördlich des IG Farben-Hauses soll Anfang 2006 beginnen. Geplant sind Büros, Hörsäle, Seminarräume und Bibliotheken für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Die Kosten für das neue Ensemble schätzt die Universität auf knapp 130 Millionen Euro. (...)


    Hier ist der gesamte Artikel zu finden.

  • sind da 130 millionen eine richtige Einschätzung? Es kommt mir ein bisschen wenig vor für ein Projekt dieser Größenordnung. Bin aber nur ein Laie und kann das vielleicht nicht so richtig abschätzen.

  • Danke Schmitchen.


    Die Architektur scheint sich wohl am IG-Farben Haus zu orientiren. Wird zwar nichts spektakuläres aber jedenfalls keine Glasorgie.


    Und im Umfeld einer so schönen Parkanlage sieht fast alles gut aus.


    Der Nutzen für die Universität wird auf jeden Fall immens sein.

  • Aus der heutigen FAZ:



    Uni Frankfurt
    Vier Architekten planen neuen Campus Westend


    13. Dezember 2004 Mit dem Bau des neuen Campus Westend der Frankfurter Universität soll im Jahr 2006 begonnen werden. Das hat der hessische Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) am Montag bei der Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse geäußert. An dem Wettbewerb für den ersten Bauabschnitt hatten 46 Architektenbüros teilgenommen. Ihre Aufgabe war es, fünf Gebäude zu entwerfen: das House of Finance, ein Institutsgebäude für die Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften, das zentrale Hörsaalgebäude, einen Erweiterungsbau für das vorhandene Casino und ein Studentenwohnheim, das von Evangelischer und Katholischer Kirche gemeinsam getragen werden soll.
    [...]
    Corts sagte, die mit ersten Preisen ausgezeichneten Entwürfe würden aller Voraussicht nach auch realisiert.
    […]
    Wie berichtet, waren in der Ausschreibung klare Vorgaben gemacht worden. Sie ergaben sich zum einen aus dem städtebaulichen Entwurf Heides, der die Bebauung nördlich des IG-Farben-Hauses in drei Achsen gegliedert hat. Land und Universität hatten zudem vorgegeben, daß bei der Fassadengestaltung Naturstein verwendet werden soll und daß der Fensteranteil nicht überwiegen darf. Man habe sich am Vorbild des Pariser Platzes orientiert, bei dem mit einer Gestaltungssatzung eine gewisse Einheitlichkeit erreicht worden sei, äußerte Steinberg.
    […]
    "Wildgewordene Architekten sollten sich mit ihren Entwürfen nicht zu sehr voneinander abheben könnten", äußerte der Juryvorsitzende Klaus Humpert aus Stuttgart, der die Linie von Landesregierung und Universität unterstützte. Er deutete an, daß sich auch Jurymitglieder mit den Vorgaben schwergetan hätten. Seit Jahrzehnten habe man in Frankfurt zum ersten Mal in Deutschland wieder vor der Aufgabe gestanden, eine ganze Universität zu entwerfen, so Humpert. "Durch Erfahrung sind wir schlauer und skeptischer geworden." Als Vorbild hätten angelsächsische Campus-Universitäten gedient.
    […]

  • aus der heutigen IZ zum Bockenheim Areal:


    Zitat

    Frankfurt: Vermarktung des alten Universitätsgeländes soll 2005 beginnen


    Die Universität Frankfurt am Main will im kommenden Jahr mit der Vermarktung der ersten Grundstücke am jetzigen Hochschulstandort im Stadtteil Bockenheim beginnen. Das sagte der für die Standorterneuerung zuständige Bevollmächtigte der Universität, Peter Rost, gegenüber IZ aktuell. Dabei geht es um ein rund 2 ha großes Gelände am Bockenheimer Depot, das für Wohnungen und Gewerbe vorgesehen ist. Die Universität verlässt bis 2014 den Campus Bockenheim und zieht auf den Campus Westend. Ein Rahmenplan für die Entwicklung des frei werdenden Areals ist zwischen Stadt, Universität und dem Land Hessen als Grundstückseigentümer weitgehend abgestimmt und geht Anfang 2005 in die politischen Gremien der Stadt zur Beschlussfassung. Mit diesem Rahmenplan im Rücken - Verfasser: K9 Architekten Borgards Loesch Piribauer, Freiburg i. Br. - macht sich die Universität dann auf die Suche nach Investoren.

  • Die Abrissarbeiten auf dem riesigen Gelände des künftigen Westend-Campus zwischen Poelzigs Casino und Miquelallee, Grüneburgpark und Hansaallee haben begonnen. Abgetragen werden die verlassenen Gebäude der US-amerikanischen Truppenverwaltung.


    Nach der Erweiterung sollen alleine am Westend-Campus 28.000 Studenten der Goethe-Universität unterkommen, 400 dort auch wohnen. Weiteres heute bei FR online.

  • Uni

    na also wenn ich mir den Campus in Bockenheim anschaue, da finde ich den Westend-Campus schon einen gewaltigen Qualitätssprung, der seinen Namen Campus dann übrigens auch wirklich verdient. Schade nur, dass es keine direkte U-Bahn-Anbindung (Ausgang vor dem Poelzig-Bau...träum) gibt. Stattdessen plant man kräftig an der U4...nur die Uni ist weitergezogen ;-O zum Thema wohnen: vielleicht lässt sich ja an einer anderen Stelle noch was tun, dass die Wohnsituation für Studenten in Frankfurt kritisch ist, ist wirklich ein Problem, aber auf den schönen neuen Campus deshalb verzichten, ne, das wären falsche Prioritäten. Ich denke ein Student ist erfolgreicher wenn er in einer anregenden Umgebung lernt als wenn er eine 200 Euro Wohnung hat aber die Vorlesungsräume zum kotzen sind. Was natürlich nicht heißt dass es angemessene Wohnraumpreise für studenten geben muss!