Projekte im Öffentlichen Nahverkehr: Straßen-, S- und U-Bahnen

  • Der U-Bahnhof Stadtgrenze scheint sich der Fertigstellung zu nähern. Alle bisher violetten Elemente sind nun U1-blau. Ebenfalls neu gestrichen sind die Stützen. Auch wurde der Bahnsteig neu gepflastert. Die entfernten Glasbausteine wurden wieder eingesetzt.

    Alles in allem kann man sagen, dass die Änderungen auf den ersten Blick nicht auffallen, der Bahnhof aber auf den zweiten Blick deutlich frischer wirkt.

  • Am Berliner Platz ist alles aufgerissen, die Straßenbahngleise wurden bis in den Mittelstreifen der Äußeren Bayreuther Straße entfernt:



    Ich hoffe dass das der Beginn der Bauarbeiten für den neuen Straßenbahn-Endhalt "Stadtpark" ist, und nicht nur Arbeiten zum Verlegen von Rohrleitungen usw.

  • Magnetschwebebahn im ÖPNV Nürnberg


    Laut einem Breicht des BR gibt es Überlegungen eine Magnetschwebebahn Teststrecke in Nürnberg zu bauen. Sowohl Ministerpräsident Söder als auch OB König scheinen dieser Planung sehr zugeneigt. Als mögliche Strecke wird die Verbindung von UTN Gelönde zur Messe genannt. Hier soll die Magnetschwebebahn als Alternative zur neuen Tramlinie geprüft werden und auch im regulären ÖPNV Betrieb genutzt werden. Klingt spannend, auch wenn es sich hierbei hauptsächlich um ein Politikum handeln dürfte... Im Bericht wird auch die Analogie zur Transrapidplanung zum Münchner Flughafen erwähnt ;) .

  • Der Artikel ist übrigens ein ganz anschauliches Beispiel, wie durch die Bank alle Medien einfach den Artikel der dpa kopiert haben. Die zwei auffälligen Rechtschreibfehler sind in jedem Artikel zu finden :D.

    Zur Strecke: Baureferent Ulrich sagt in einem von der NN selbst geschriebenen Artikel, dass er sich genauso gut eine Strecke zwischen dem Nordostbahnhof und Fürth vorstellen kann. Für mich auch die deutlich sinnvollere Strecke. Die von Söder vorgeschlagene Strecke macht die Bauernfeindstraße plötzlich zum großen Umsteigebahnhof. Straßenbahn, U-Bahn und jetzt eben noch TSB. Die bisherigen Pläne, die Straßenbahn zum Klinikum zu verlängern finde ich da deutlich sinnvoller. Außerdem kann man sich mal überlegen, was es für Verlängerungsmöglichkeiten gibt. Von der TUN geht es nicht wirklich weiter und nach Fischbach wird man so ein teures System kaum verlängern. Entlang der Ringbahn kann ich mir eventuelle Erweiterungen deutlich eher vorstellen, oder zum Beispiel nach Cadolzburg, nachdem die Strecke ohnehin mittelfristig elektrifiziert und beschleunigt werden soll. Das wird so teuer, dass auf der kurzen Strecke vielleicht sogar der TSB wirtschaftlicher sein könnte.

  • Nüchtern betrachtet sehe ich das wie Lieblingsfranke . Eine Strecke von der TU Nürnberg zur Messe hätte kaum einen nennenswerten Effekt auf den öffentlichen Nahverkehr, zumal man diese Strecke zu Fuß fast schneller zurücklegen könnte als mit der Schwebebahn. Offenbar geht es hier aber eher um ein politisches Hosenträgerschnalzen. Und vom Image her passen moderne Verkehrstechnologie, eine Universität, die innovativen Modellcharakter haben soll, und die dynamische Nürnberg Messe schon gut zusammen.


    Ob die alternative Überlegung des Baureferenten von einer etwaigen Strecke vom Nordostbahnhof nach Fürth einen viel größeren Nutzen bringt, erscheint mir aber auch nicht unbedingt zwingend. Wer will denn schon aus Schoppershof nach Fürth und wer will aus Fürth nach Schoppershof?


    Man könnte aber ja auch von der Uni über die Messe bis zum Südklinikum fahren - mit Anschluss an einer neuen U-Bahn-Haltestelle TU Nürnberg zwischen den Stationen Hasenbuck und Bauernfeindstraße.


    Aber mal sehen, ob dieses Luftschloss überhaupt je kommt.

  • Für mich ist das alles Unsinn vom Stammtisch der Fantasten. So ein Magnetschwebebahnsystem ist schonmal in Deutschland gescheitert, dann nach China exportiert worden, wo es wieder scheiterte. Die Chinesen haben nicht etwa das Magnetsystem hochskaliert, sondern tatsächlich das auf ICE-Technologie fußende klassische Normalspur-Schienensystem. Und das lag sicherlich daran, dass es kompatibel ist zu vorhandenen Infrastruktur, die sich nach und nach verknüpfen und modernisieren ließ. Hier ist es m.E. das gleiche: Nürnberg baut am U-Bahn-Netz, es werden neue Tramlinien gebaut, das alles sinnvoll zu verknüpfen ist die eigentliche Herausforderung. Träumereien wie hier eine Magnetschwebebahn, oder vor ein paar Wochen las ich was von einer Seilbahn durch die Stadt, das ist für mich nichts ernstzunehmendes. Schon allein wenn die Diskussion losginge, wieviele Bäume zu fällen wären um eine Haltestelle zu bauen, schon daran wird es scheitern.


    Ich wundere mich vielmehr warum immer wieder diese Schnapsideen auf die Tagesordnung kommen, und als Nürnberger bekomme ich das Gefühl dass man für dumm gehalten wird.

  • Nach der Atomkraft hat es sich die CSU wohl vorgenommen auch sämtliche anderen Zukunftsvisionen aus den 90ern wieder aufzuwärmen. Auch wundert es mich doch stark dass, nachdem sich jeder in der Politik über zu hohe Betriebskosten der U-Bahn beschwert (weil zu kleines Netz), dann ein ganz neues Verkehrsmittel mit noch nochmal höheren Kosten eingeführt werden soll.

    Ich hätte lieber mal eine funtionierende Eisenbahn in Bayern. Kann doch nicht sein dass bei ein paar Schneeflocken tagelang alles still steht, weil es im ganzen Freistaat nur 19 Räumfahrzeuge gibt. Aber nun, damit kann man halt nicht so gut prahlen wie mit den Luftschlössern hier - weil es eigentlich selbstverständlich ist - und EU Fördergelder kann man damit wohl auch nicht so gut abgreifen.

  • Ich hätte mal eine Frage in die Runde: Ich versuche schon seit Jahren vergeblich Visualisierungen zur Innengestaltung des U-Bahnhofs Gebersdorf zu finden. Zu Kleinreuth gibt es ja eine ganze Menge, auch ausführliche Erläuterungen, da kann es doch nicht sein, dass es nichts zu Gebersdorf gibt. Wisst ihr hier weiter?

  • Ich hab auch nie welche gesehen, obwohl ich da recht aufmerksam schau.
    Tatsächlich müsste die Rohbauten der beiden Bahnhöfe schon recht weit gediehen sein. Das offizielle Eröffnungsdatum ist ja noch nicht bekannt, aber irgendwann Ende 2025 oder Anfang 2026 sollte der Betrieb ja aufgenommen werden.


    d.

  • Der Bahnhof Gebersdorf ist so weit ich weiß, ein U-Bahnhof im Einschnitt mit Deckel, also wohl eher so wie Bauernfeindstraße aber mit hochgezogenen Seitenteilen (siehe bspw. den Plan am Ende der Seite https://www.sandaecker-quartier.de/).


    Es ist definitiv kein "tiefer" U-Bahnhof. Vielleicht gibt es deswegen keine eigene Gestaltung?

  • Letztlich wird ja die U-Bahnstrecke und der U-Bahnhof (bis auf die Abstellanlagen) auch unterirdisch wirken, da überbaut/überschüttet, wodurch man in Zukunft nicht feststellen werden kann, dass man sich "nur" im Einschnitt befindet. Denke also es wird durchaus eine Gestaltung geben, aber mir ist bislang leider auch keine konkrete Visualisierung bekannt. Lediglich diese Seite von Johannesraum, auf der man anscheinend Musterwände für die Zugangsbauten sehen kann, sowie diese Seite, auf der sich eine Beschreibung des Entwurfs und diese Axo-Darstellung des Bahnhofs finden lassen. Die Axo lässt mich ein vertikal orientiertes Muster als Wandgestaltung erkennen. Die Beschreibung wie folgt:

    "
    Wir haben eine schlanke, feine Skulptur für den Hauptabgang der U-Bahn abgestellt, mit Perforationen versehen, die Aus- und Einblicke erlauben, sowie zahlreiche kleine Lichtpunkte setzen. Am Bahnsteig wiederholen wir das Motiv, Reflektionen des Kunstlichtes, ausgelöst durch hochglänzende Fliesenteile im sonst mattweißen Wandbelag imitieren die Stimmung im Abgang. [...]

    Den zweiten Treppenabgang und den Aufzugskörper werden wir nun als Satelliten der Skulptur weiterbearbeiten, die Sprache dabei halten, um einen schönen Ort für all diejenigen zu schaffen, die dort in einigen Jahren ein- und aussteigen."

    Da müssen wir wohl vorerst noch etwas die Phantasie walten lassen, aber eine Gestaltung bekommt er offensichtlich schon.