Erweiterungen U-/ S-Bahnen

  • Soweit ich es mitbekomme ist die Verlängerung technisch möglich, aber die angesprochenen Gemeinden wollen keine U-Bahn. Seltsam, aber wohl Tatsache. Die wollen wohl wirklich lieber weiterhin die Blechlawinen in ihren Städten haben, und favorisieren als Lösung eine Umgehungsstraße. Aus dem Blickwinkel Nürnbergs, von wo man den Großraum als Metropolregion begreift, ist das wirklich skuril. Aber ich denke der letzte Keks ist da noch nicht gegessen.

  • Soweit ich es mitbekomme ist die Verlängerung technisch möglich, aber die angesprochenen Gemeinden wollen keine U-Bahn. Seltsam, aber wohl Tatsache.



    Ungefähr so seltsam wie die seit Jahren immer wieder diskutierte, aber nicht gebaute Verlängerung der U6 in München über die Stadtgrenzen nach Martinsried. Oder die Verlängerung am anderen Ende nach Garching, die nur kam als der Freistaat zusagte, sich neben Baukosten auch am laufenden Betrieb zu beteiligen.
    => eine U-Bahn ist in Bau und Betrieb so teuer, dass sie sich nur bei Nutzungen mit hoher Dichte rentiert / passt. Ist bei der U3 im Süden schon im gebauten Teil nicht der Fall und wird nach außen auch nicht besser.



    Gerade deshalb wurde Anfang der 1990-er Jahre im Tiefen Feld mit hoher Dichte geplant, um auf die U3 entsprechende Nachfrage zu bekommen. Hinter der Stadtgrenze mögen viele Menschen wohnen, aber eben nicht kompakt, sondern klassisch "Stadtrand / Speckgürtel".

  • ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie Intraplan im Auftrag der Stadt den Westen auslotete und dann in erster Linie einen Straßenbahn-Doppel-Ast vorschlug (Verzweigung ab der Trennung der Wallensteinstraße von der Rothenburger Straße). Alternativ wurde leider auch erstmals der Süd-Ast der U3 (damals noch U21) ins Spiel gebracht. Dieser würde sich wirtschaftlich nur rentieren, wenn zugleich ein Nordast (so wie er heute verläuft) gebaut würde, erklärte Intraplan. Die damalige Rathaus-SPD hörte, sah und dachte ab dem Zeitpunkt nur noch "U-Bahn!!!". Die Straßenbahnlösung fiel leise aber schnell in den Abfall.
    Der Nordast hat uns die Vernichtung der 9 gekostet (sonst hätte es wegen Parallelverkehr keine Zuschüsse für den U-Nordast gegeben). Die Straba-Strecke Wallensteinstraße wurde damit ebenso über Bord geworfen.
    Dann meldete sich die damalige CSU-Landrätin Pauli (von Fürth Land) zu Wort, und erklärte, dass sie einen Weiterbau des Südastes nach Zirndorf-Oberasbach nicht finanzieren kann - Sie hätte lieber zwei Straßenbahn-Äste in ihre Richtung gehabt.
    Im Zuge des Nordastes wurde dann der Friedrich-Ebert-Platz verschandelt. Die Haltestellen Klinikum, Ebertplatz, Kaulbachplatz und Maxfeld sind viel zu nahe aneinander. Und das ganze wurde damit mit 500. Mio. D-Mark veranschlagt. Was es tatsächlich kostete, will ich gar nicht wissen.

  • [...]
    => eine U-Bahn ist in Bau und Betrieb so teuer, dass sie sich nur bei Nutzungen mit hoher Dichte rentiert / passt. Ist bei der U3 im Süden schon im gebauten Teil nicht der Fall und wird nach außen auch nicht besser.



    Gerade deshalb wurde Anfang der 1990-er Jahre im Tiefen Feld mit hoher Dichte geplant, um auf die U3 entsprechende Nachfrage zu bekommen. Hinter der Stadtgrenze mögen viele Menschen wohnen, aber eben nicht kompakt, sondern klassisch "Stadtrand / Speckgürtel".


    Durch gebündelte "Zulieferung" mit Bussen aus dem Landkreis sieht das mMn schon ganz anders aus. Aus dem Landkreis Fürth kommen sicher allein über die Rothenburger gut die Hälfte der 20.000 täglichen Einpendler. Wenn man denen attraktive Umsteigeoptionen (P+R und Busse) gibt, ist das wertvoller, als ein paar Extrabewohner im Tiefen Feld.

  • Dazu möchte ich auch ein Paar Standpunkte zu zwei häufigen Thesen beziehen:


    1. These: Die U3 wurde von Nürnberg durchgedrückt weil man eine Erneuerung und Erweiterung der Straßenbahn nicht wollte:
    Richtig, die Straßenbahn wollte man auf dieser Trasse nicht. Weshalb? Weil Sie von Plärrer bis Großreuth im Straßenverkehr hätte mitschwimmen müssen (was sie bis zur Einstellung des Straßenbahnbetriebs nach Gustav-Adolf-Straße in den 1984 ja auch musste). Bei Abtrennung eines eigenen Gleiskörpers (erst dann wäre Sie auch Förderfähig geworden) wäre der Verkehr auf der Rothenburger Straße als eine der wesentlichen städtischen Hauptachsen praktisch zum erliegen gekommen. Außerdem war mit dem Tunnel der U2 ja schon ein wichtiger Beitrag für den schon in den 60ern im Grundnetz beschlossenen U-Bahnbau vorhanden...


    2. These Die U-Bahn ist zu teuer für die Gemeinden im Landkreis Fürth:
    Ja und Nein. Der Landkreis Fürth gehört zu den mit den reichsten Bewohnern in der Republik. Die Ausgaben für Vereinsleben, Kultur und Bildung etc. sind erheblich, deutlich über dem was benachbarte Landkreise anbieten können. Das ist schön und den Bewohnern gegönnt. Wenn man wollte, könnte man sich den Betrieb bei Einsparungen an anderer Stelle durchaus leisten. Aber genau das will man nicht. Ist ja auch in Ordnung, nur dann muss man halt eben morgens auf der Rothenburger auch im Auto-Stau stehen.


    Grundsätzlich wird die U3 ein gutes Angebot für die Menschen in Oberasbach und Zirndorf sein, ein P&R Parkhaus ist ja in Gebersdorf geplant. In Röthenbach funktioniert so ein Konzept mit Parkhaus, Buszubringern und dichtem U-Bahntakt ja heute schon sehr gut.
    Und damit die Busse an der Stadtgrenze nicht immer im Stau stehen:
    Die politisch Verantwortlichen im Landkreis Fürth können ja die Einrichtung einer Busspur auf der Rednitzbrücke nach Gebersdorf veranlassen. Platz ist auf der existierenden Brücke mit je zwei Fahrspuren pro Richtung ja ausreichend vorhanden.


    Nur ob man das der doch recht verwöhnten Bevölkerung zumuten will? Die möchte weder eine Verdichtung auf ihrem Stadtgebiet durch Neubau, noch eine Umverteilung von öffentlichen Ausgaben zugunsten von ÖPNV. Aber zügig mit dem SUV aus der Garage rauschen, und über die Rothenburger staufrei rein nach Nürnberg, das möchte man…
    Man entschuldige bitte meine Polemik…


    d.

  • Die "Polemik" ist an dieser Stelle durchaus berechtigt, weil die gemachte Aussage ja auch immer noch auf die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft. Aber es wird gottseidank immer weniger. Leider müssen bis zum endgültigen Kippen immer noch weitere, künftig noch gemachte Fehler mitgetragen werden.


    Zu "These 2": jetzt wo die U-Bahn nun schon mal da ist, bzw. an die Grenze zu Fürth Land klopft, sollten die dort jetzt Verantwortlichen wirklich über einen Weiterbau nachdenken. Buslinien schaffen nicht genug. Es stimmt schon, dass der Speckgürtel sehr potent ist, aber trotzdem sind es ja auch weniger bevölkert. Pro Kopf also zwar mehr, aber nicht in absoluten Zahlen. Aber trotzdem könnte ja der politische Wille zum Geldeinsatz groß sein.


  • 1. These: Die U3 wurde von Nürnberg durchgedrückt weil man eine Erneuerung und Erweiterung der Straßenbahn nicht wollte:



    In Ergänzung zu Dexter, bzw. dass das nicht eine neue falsche These wird:


    die heutige U3 wurde damals als U21 geplant, da sie von dieser an zwei Stellen abzweigt (Rathenauplatz und Rothenburger Str). Das war der Ansatz, um sowohl weiter U-Bahn bauen zu können (es gab und gibt dafür immer noch ein eigenes Amt in Nürnberg (https://www.nuernberg.de/internet/u_bahnbau/), und wie das so ist, wenn was da ist dann sorgt es für die eigene Zukunft...), als auch dem damaligen Trend entsprechend, die Straßenbahn nicht einzustellen (kurz vorher hatte München beschlossen, in die Straßenbahn zu intensivieren und u.a. neue Fahrzeuge bei MAN in Nürnberg zu kaufen, in Frankreich gab es die ersten neuen Systeme, allen voran Straßburg).


    Bis dahin war es Beschlusslage, die Straßenbahn auf den stärksten Achsen mit U-Bahnen und sonst mit Bussen zu ersetzen. Die damals geplante U3 (ungefähr Thon - Plärrer - Aufseßplatz - Zabo - Tiergarten) wäre das Ende der Straßenbahn und kaum noch finanzierbar gewesen. Zur Erinnerung: ab Anfang der 1990-er Jahre floss massiv Geld in den Aufbau Ost, gleichzeitig brachen die Steuereinnahmen im Westen ein. Da war die Idee mit der U21 / heute U3 der "Rettungsanker", der für die Stadt aber erst finanzierbar wurde, als es die Sonderförderung für die Automatisierung gab...

  • Tatsächlich muss man eine Korrelation erkennen zwischen den recht wohlhabenden Umlandgemeinden und ihrer Abneigung gegenüber einer Anbindung an den (schienengebundenen) ÖPNV. Ich höre heute immernoch das Argument "damit kommen dann ja die Assis", erst gestern wieder. Obwohl das wirklich kippt und bald auch politisch spürbar sein dürfte. Es ist halt nicht hip, mit dem teuren Auto im Stau zu stehen. Und wenn der Ruf nach ÖPNV zu 1EUR/Tag immer lauter wird, ja mei, dann ginge ja beides. Auto vor der Tür aber trotzdem Bahn fahren. Mir soll es Recht sein.

  • Das Argument alle über einen Kamm scheren zu wollen und "mit dem SUV aus der Garage" fahren zu wollen ist genauso schwachsinnig wie das Extrem von genau diesem Beispiel. Viele wollen nicht auf den ÖPNV umsteigen, weil die VAG ein extrem überteuertes Preisleistungsverhältnis anbietet. Dazu kommen schlechte Taktungen (>20 Minuten möchte eben niemand in der Kälte stehen und das IST kein Komfort, da gibt es einfach keine Diskussion). Und das bei Ticketpreisen, die absolute Mondpreise darstellen. Schlechter Service, Ausfälle ohne Kommunikation usw.


    Vielleicht erstmal das ganze betrachten statt einfach irgendwelchen Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben. Erst hinterfragen, warum vielleicht so gedacht wird. Aber anders herum ist es eben einfach.

  • Ich kenne aber aus dem Kollegenkreis genau solche Beispiele: Junge Familie wohnt in der Altstadt, kauft sich größeres Auto, findet regelmäßig keinen Stellplatz und zieht daher ins Umland. Und nun kommt der Familienvater regelmäßig mit dem ÖPNV zur Arbeit. Diese Szenarien sind nicht ganz erfunden, auch wenn sie wohl nicht auf alle Einzelfälle zutreffen.


    Das der ÖPNV attraktiver werden muss ist ja wohl klar. Aber um das zu bewerkstelligen müssen eben erstmal Linien entstehen und Verbindungen geschaffen werden. Der Rückbau vieler Tramverbindungen in Nürnberg war da sicherlich nicht hilfreich.

  • Mit dem Neubau der Linie nach Erlangen, der Planung der Verlängerung der 8 ins Gebiet Brunecker Straße und darüber hinaus, der zwar nach hinten aber nicht ganz in den Mülleimer geworfenen Planung der höchstwirtschaftlichen Altstadtstrasse und weiteren Lückenschlüssen, wird sich ja einiges zum Guten tun. Die Fehler der letzten Jahrzehnte lassen sich angesichts der finanziellen Lage der Stadt nicht von heute auf morgen beseitigen. Die Stadtverantwortlichen setzen obendrein dennoch die Priorität immer noch auf dem Autoverkehr, sicher aus wählertaktischer Sicht. Der politische Wille wird in der Geldverteilung sichtbar. Auch der Radwegebauetat (und damit sind echte Radwege gemeint, und nicht dämliche Lösungen, die Fußgänger mit Radlern inkombatibel zusammenpresst) ist angesichts der Notwendigkeiten eine schlechter Witz. Ewig gestrige Stadträte und Verwaltungstypen, die immer noch glauben, das geht in Nürnberg alles nicht anders, sollten wirklich mal nach Kopenhagen und Amsterdam fahren. Da sieht man was der richtige politische Wille erreichen kann. Und die Bürger mögen das.


    Leider agiert ein pseudo-privates Unternehmen wie die staatliche VAG nach den hier zu engstirnigen Regeln der Betriebswirtschaft: Fahren zuwenig, dann wird bockig mit der Preisschraube reagiert. Es ist nicht einzusehen, dass die städtischen Zuschüsse nicht erhöht werden, wenn es der Attraktivität dient. DAFÜR zahle ich gerne meine Steuern. Ebenso wird falsch getaktet, was lange Umsteigezeiten zufolge hat und außerhalb der beruflichen Stoßzeiten wird man sowieso alleine gelassen. Das Verhalten der VAG ist NUR reaktiv auf den angeblich aktuellen Bedarf und lockt niemanden an, der gerne zum ÖPNV umsteigen möchte. Viele die ein Auto haben, stehen lieber muffig im Stau, als muffig an einer Haltestelle, vor allem bei ungünstigem Wetter.


    Die VAG reagiert also leider nur auf Druck der "Kunden" und der ist bis jetzt nicht stark genug. Ob man dies der ausbleibenden "Kundschaft" mit anlasten kann, will ich vorsichtshalber nicht postulieren, weil ich sonst gleich wieder mahnende "liberale" Zeigefinger sehe. Trotzdem Hut ab vor solchen Fahrgästen, die aufgrund ihrer Umstände nicht gezwungen sind, aber trotz der Preise und der Unannehmlichkeiten standhaft den ÖPNV nutzen. Schande über die VAG, die diese Pionierarbeit nicht durch vernünftige Maßnahmen belohnen. Und es ist in unserer Region wirklich immer noch Pionierarbeit, wenn man die ÖPNV-freundlichen Städte betrachtet.

  • Was versteht du unter "Druck der Kunden"? Beschwerden? Leserbriefe? Ich erinnere mich noch zu gut an die Reaktion der VAG zum kostenlosen Nahverkehr: Um Gottes Willen, wir haben doch gar nicht die Kapazitäten! Ich glaube nicht dass es Teil der Geschäftstrategie der VAG ist mit zusätzlichen Angeboten neue Kunden zu locken, sondern eher klassisch-betriebswirtschaftlich das bestehende Angebot kostengünstiger zu bereitzustellen. Es werden neue Busse und Bahnen beschafft um langfristig Betriebskosten zu senken, aber die Transportkapazitäten steigen nur unwesentlich und neue Angebote gibt es kaum. Einzig die Ringbuslinie ist mir als Kunde positiv aufgefallen. Das hängt aber sicherlich damit zusammen dass die Nahverkehrsplanung in den städtischen Ämtern vorgenommen wird, und die VAG entsprechend Verpflichtungen erfüllen muss. Diese Verquickung finde ich etwas unglücklich, sie führt dazu dass es Vorstände geben kann die große Gehälter mitnehmen obwohl dem wenig Gestaltungskompetenz gegenüber steht, und andererseits die untersten Funktionsebenen mglw. prekär beschäftigt werden, zumindest könnte das so sein, ich weiß es nicht sicher. Wäre die VAG eine Behörde erhielte der Vorstand max. ein Gehalt der B-Besoldung, also deutlich unter 100.000€/Jahr.


    Wie dem auch sei, der ÖPNV ist zwar nicht günstig, aber wenn man die realen Kosten eines privaten PKW dagegensetzt und realisiert, dass man eigentlich alle Wege auch mit ÖPNV zurücklegen kann, dann sind die 60,-EUR Monatsticket nicht wirklich viel. Ich spare mir viel Staustehen und Parkplatzsuchen und gewinne jeden Tag ca. 30 - 60 Minuten Freizeit hinzu. Das Manko ist m.E. dass die Angebotsdichte außerhalb des Rings deutlich abnimmt und man einiges schon fast gar nicht mehr vernünftig erreicht, z.B. die Bau- und Möbelmärkte am Stadtrand. Oft gibt es zwar Buslinien, aber so oft wie die mit Fahrplanänderungen umgestrickt werden ist das wenig verlockend. Ich meide deswegen den Bus wo es nur geht. Schienen bevorzugt! Die Zukunft des ÖPNV ist also die Expansion in die Nachbarstädte und an den Stadtrand, z.B. sollte die U3 bis nach Poppenreuth zum Ikea fahren.

  • Das Argument alle über einen Kamm scheren zu wollen und "mit dem SUV aus der Garage" fahren zu wollen ist genauso schwachsinnig wie das Extrem von genau diesem Beispiel. Viele wollen nicht auf den ÖPNV umsteigen, weil die VAG ein extrem überteuertes Preisleistungsverhältnis anbietet. Dazu kommen schlechte Taktungen (>20 Minuten möchte eben niemand in der Kälte stehen und das IST kein Komfort, da gibt es einfach keine Diskussion). Und das bei Ticketpreisen, die absolute Mondpreise darstellen. Schlechter Service, Ausfälle ohne Kommunikation usw.


    Vielleicht erstmal das ganze betrachten statt einfach irgendwelchen Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben. Erst hinterfragen, warum vielleicht so gedacht wird. Aber anders herum ist es eben einfach.


    Das Ganze betrachten, das möchte ich gern


    Die Bewohner in Nürnbergs westlichen/südwestlichen Nachbargemeinden sind doch gerade die größten Nutznießer der im Vergleich recht teuren U-Bahn! Nur bei sich wollen sie diese Kosten dann nicht mehr akzeptieren, da reicht dann halt der Bus.
    Würden auf Nürnbergs großen Ausfallstraßen noch heute, bei deutlich gestiegenen innerstädtischen Fahrgastzahlen und dichteren Taktungen als 1984, die Straßenbahnen die Hauptstraßen belegen, wäre an ein durchkommen mit dem Auto gar nicht zu denken. Weder für Auswärtige noch innerstädtische Bewohner...


    Ja, die Preise der VAG sind bei "Spontankäufen" höher als in anderen Großstädten, das sieht aber bei Preisen für Pendler schon ganz anders aus. Und wer glaubt eigentlich, dass die Oberasbacher sich mit einem günstigeren Ticket jeden morgen in eine staugeplagte Tram mit 30-40 Minuten Fahrtzeit nach Nürnberg Plärrer setzen würden? Ich nicht.


    d.

  • Was versteht du unter "Druck der Kunden"? Beschwerden? Leserbriefe?


    Das war in dem Fall ganz allgemein gemeint. Echter Druck baut sich für die "Rechenschieber" von der VAG leider nur auf durch aus den Nähten platzende Bahnen und Busse auf. Aber das ist von den Bürgern viel verlangt, dass sie angesichts der schwierigen ÖPNV-Situation trotzdem vermehrt tapfer einsteigen, um den wahren Bedarf zu zeigen. Deswegen meine ich ja: da muss ein - finanzielles und "stadtphilosophisches" - Umdenken der politischen Willensbilder stattfinden, was die VAG-Bürokraten zwingt, etwas zu tun. Sonst geht das alles zu langsam und dabei werden die üblichen falschen Weichen weiter kostspielig gestellt.

  • Das Argument alle über einen Kamm scheren zu wollen und "mit dem SUV aus der Garage" fahren zu wollen ist genauso schwachsinnig wie das Extrem von genau diesem Beispiel. Viele wollen nicht auf den ÖPNV umsteigen, weil die VAG ein extrem überteuertes Preisleistungsverhältnis anbietet. Dazu kommen schlechte Taktungen (>20 Minuten möchte eben niemand in der Kälte stehen und das IST kein Komfort, da gibt es einfach keine Diskussion). Und das bei Ticketpreisen, die absolute Mondpreise darstellen. Schlechter Service, Ausfälle ohne Kommunikation usw.


    Vielleicht erstmal das ganze betrachten statt einfach irgendwelchen Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben. Erst hinterfragen, warum vielleicht so gedacht wird. Aber anders herum ist es eben einfach.


    Schon mal die Kosten für den Privaten Verkehr Überschlagen?


    Dann wird auf einmal der VAG Tarif Extrem Günstieg.


    Aber so ist das eben, Die Kosten die die Allgemeinheit Bezahlen, und die Einschränkung der Lebensqualität warden einfach Hingenommen.

  • Schon mal die Kosten für den Privaten Verkehr Überschlagen?


    Dann wird auf einmal der VAG Tarif Extrem Günstieg.


    Aber so ist das eben, Die Kosten die die Allgemeinheit Bezahlen, und die Einschränkung der Lebensqualität warden einfach Hingenommen.


    Klär mich bitte auf was du unter Kosten für den "privaten" Verkehr verstehst. Sprit? Versicherung? Steuer? Straßeninstandhaltung?

  • Verlängerung der Straßenbahn gen Messe via Unigelänge

    Der Stadtrat befasst sich heute mit der geplanten Verlängerung der Straßenbahn vom derzeitigen End-Haltepunkt Tristanstraße bis zur Messe / dem Neubau der Bertolt-Brecht-Schule (BBS) an der Großen Straße


    [INDENT]Empfohlen wird eine Realisierung in zwei Schritten:

    • Bauabschnitt Tristanstraße - Bauernfeindstraße
    • Bauabschnitt Bauernfeindstraße - Messe / BBS[/INDENT]


    Noch abzustimmen ist der exakte Verlauf über den Campus der neuen Technischen Universität (TUN), der Rest der Strecke ist dagegen schon ziemlich genau festgelegt.
    Von einem zusätzlichen Halt der U-Bahn zwischen den Bahnhöfen Hasenbuck und Bauernfeindstraße wird abstand genommen.


    https://online-service2.nuernb…/si0056.asp?__ksinr=14926


    d.

  • Stadt-Umland Bahn von Nürnberg nach Herzogenaurach via Erlangen


    Für die Straßenbahnplanungen von Nürnberg nach Herzogenaurach via Erlangen startete nun das Raumordnungsverfahren. Der Baubeginn könne 2023 erfolgen, die Inbetriebnahme der ca. 25 Kilometer Neubaustrecke wäre dann voraussichtlich 2030. Insgesamt sollen ca. 300 Mio. EUR investiert werden.


    https://www.sueddeutsche.de/ba…-gegen-den-stau-1.4514778


    Die Pläne sind hier abrufbar:
    https://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/


    d.

  • Reaktivierung Ringbahn zwischen Nordostbahnhof und Fürth Hauptbahnhof für Personenverkehr


    Die Stadt Nürnberg sucht weiter nach Wegen diese derzeit nur für Betriebsfahrten genutzte Strecke wieder für den Personenverkehr zu öffnen. Im Verkehrsausschuss wird dieses Thema am 30.01. behandelt.


    Hintergrund:

    Im Rahmen des Nahverkehrsentwicklungsplans wurde die Strecke verkehrlich und volkswirtschaftlich als sinnvolle Maßnahme bewertet. Eine Untersuchung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) zeigte, dass Fahrgastzuwachs und Nutzen einer solchen Durchbindung beträchtlich wären. Jedoch seien die Kosten der von der BEG geprüften Ausbau- und Betriebsvariante zu hoch um in einer Standardisierten Bewertung einen positiven Nutzen/Kosten-Faktor zu erreichen.

    Aufgrund der baulichen Aktivitäten entlang der Strecke (bei denen Grundstücke für Bahnhöfe etc. frei gehalten werden) und dem Wunsch der DB Strecken zu reaktivieren, sieht die Stadt jedoch eine neue Chance, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutzdebatte.


    Aktueller Sachverhalt:

    Der Freistaat Bayern, der für die Bestellung von Verkehrsleistungen in Bayern zuständig ist, hat sich bereit erklärt, die Beauftragung eines Verkehrsunternehmens für den Betrieb auf den reaktivierten Strecken zu prüfen, wenn folgende vier Rahmenbedingungen erfüllt sind:


    1. Eine vom Freistaat anerkannte Prognose muss mehr als 1.000 Reisende pro Werktag in Aussicht stellen.

    2. Der Freistaat wird keinen Zuschuss zur ggf. erforderlichen Ertüchtigung der Infrastruktur leisten.

    3. Ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen betreibt die Strecke und Stationen dauerhaft zu einem angemessenen Preis.

    4. Die Stadt muss ein mit dem Freistaat abgestimmtes Buskonzept im Bereich der Reaktivierungsstrecke umsetzen.


    Dazu sollen/möchten die Städte Nürnberg und Fürth durch dementsprechende Beschlüsse nun die Voraussetzungen schaffen.

    Im Ergebnis kann dann eine aktualisierte Potentialanalyse entstehen, die hoffentlich in konkreten Schritten hin zur Realisierung mündet.


    https://online-service2.nuernb…/si0056.asp?__ksinr=15202


    d.

  • Eröffnung U-Bahn-Station "Großreuth bei Schweinau" Ende 2020


    Wie die NN berichten steht bereits Ende 2020 die Eröffnung des neuen Endbahnhofs der U3 im Südwesten an. Sie wird dort dann eine neue Endstation anfahren, und nicht mehr die am Haltepunkt "Gustav-Adolf-Straße" enden.


    https://www.nordbayern.de/regi…-jahres-starten-1.9747404


    Die Bauarbeiten sind weitgehend beendet, nun findet die Erprobung und Justage des vollautomatischen U-Bahn-Betriebs statt. Ende 2020 wird die Strecke für die Fahrgäste freigegeben.