Pforzheim: Schlössle-Galerie

  • Pforzheim: Schlössle-Galerie

    Schon kurz vor der Fertigstellung ist dieses Großprojekt: In der Innenstadt von Pforzheim werden 45000qm Fläche(davon aber angeblich nur 14000qm Handel, zb H&M) entstehen. Habe bisher ziemlich wenige Infos darüber gefunden. Ist aber ein sehr interessanter Bau:

    Zitat

    Highlight des Bauvorhabens sind unter anderem das begehbare Dach der Galerie als grüne Lunge mitten in der Stadt. Auch die 370 Stellplätze sind statt unterirdisch unter dem Dach vorgesehen.


    http://www.gagro.de/index.php?act=938&view=


    http://www.amdevelopment.de/pr…on=10&topicon=11&pageid=H


    Habe nen Link entdeckt wo man einige schöne Filmchen finden kann: hier


    Auch sonst ist in Pforzheim einiges los:
    http://www.sparkasse-pforzheim…gorie14245/kategorie.html

  • Danke, Sebastian für das Projekt. Wetten, dass ich weiss, wie Du auf das Projekt gekommen bist ;)


    Ich erlaube mir, ein paar Modellbilder aus der von Dir geposteten Seite zu präsentieren, sieht nämlich ganz gut aus:




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    Ich tu´s mal hierhin: Blick über Pforzheim mit HH der Sparkasse Pforzheim-Calw:

  • Zitat von Max BGF

    Danke, Sebastian für das Projekt. Wetten, dass ich weiss, wie Du auf das Projekt gekommen bist ;)


    Richtig...bedankt euch bei Max dass ich das Projekt entdecken konnte. :lach:


    Auf den ersten Blick hats mir nicht so gut gefallen, aber dass diese Idee mit dem Dachgarten mal wieder umgesetzt wird ist schon allein Grund die Galerie zu erwähnen.

  • Interessantes Projekt - danke für die Infos Sebastian :)


    Es gibt in Pforzheim auch Planungen für ein weiteres Bürohochhaus in der Innenstadt. Es hat sich aber wohl noch kein passender Mieter gefunden...

  • Interessanter Bau sieht echt super aus.


    Besonderst gefällt mir die Glasfront und das begrünte Dach, mal etwas anderes als die anderen Einkaufzentren die es so gibt.

  • Pforzheim allgemein

    Wie soll auch eine Stadt, die im Krieg laut Wikipedia zu 98 % zerstört wurde, nach 60 Jahren schon wieder erstrahlen? Außerdem ist die Arbeistlosigkeit für Ba-Wü-Verhältnisse hoch (ca. 11%).


    Im [URL=http://www.pforzheim.de/portal/page?_pageid=115,49880&_dad=portal&_schema=PORTAL]Kurzportrait Pforzheim[/URL] steht:

    Zitat

    Heute kreisfreie Stadt,ca. 117.000 Einwohner, ca. 70.000 Arbeitsplätze, überwiegend traditionsreiche Schmuck- und Uhrenindustrie

    Kann das sein, soviele Arbeitsplätze?



    Ich kenne die Stadt etwas und kann immerhin folgende positive Dinge darüber sagen:
    - Die Stellung als Gold- und Schmuckstadt macht sie einigermaßen wohlhabend
    - Günstige Lage als nördliches Tor zum Schwarzwald. Es führen 2 oder 3 schöne Talstraßen in den Schwarzwald.
    - Günstige Lage zwischen Karlsruhe und Stuttgart, Pforzheimer sind wirklich einmal hier und einmal dort, da beides noch in erträglicher Ausgehentfernung.
    - Mir ist in Erinnerung, daß es neben Reutlingen und Baden-Baden eine der Millionärsstädte ist, vielleicht weil die Goldstadt trotz Kriegszerstörung einige sehr Reiche hervorgebracht hat.


    Außerdem soll die Stadt eine ganz ansehnliche Altstadt gehabt haben :


    Dieser Stich von Matthäus Merian zeigt das Pforzheim von 1643:

    Wer sich mit historischen Stadtansichten etwas auskennt, erkennt daß es für diese Zeit schon eine recht ordentliche Stadt war, immerhin seit 1220 Residenz.


    Also mit dem "häßlich" liegst Du nicht falsch, aber Lebensqualität ist in der Stadt dennoch vorhanden.


    Das Beste zum Schluß:

    Zitat

    Madhwendu Shekhar aus Indien kann nicht verstehen, dass viele Deutsche Pforzheim hässlich finden:
    "Im Vergleich mit indischen Städten ist Pforzheim sehr schön und sehr grün."

    :lach: (Quelle: http://www.campusgermany.de/german/4.21.3.908.html)

  • Zitat von Max BGF

    Wie soll auch eine Stadt, die im Krieg laut Wikipedia zu 98 % zerstört wurde, nach 60 Jahren schon wieder erstrahlen? Außerdem ist die Arbeistlosigkeit für Ba-Wü-Verhältnisse hoch (ca. 11%).


    Ich glaube das Hauptproblem derart stark zerstörter Städte ist, dass nach dem Krieg zu schnell und unüberlegt wiederaufgebaut wurde und nun ein Gesamtkonzept für die nachhaltige Aufwertung des Stadtbildes fehlt.

  • Zitat von Jai-C

    Ich glaube das Hauptproblem derart stark zerstörter Städte ist, dass nach dem Krieg zu schnell und unüberlegt wiederaufgebaut wurde und nun ein Gesamtkonzept für die nachhaltige Aufwertung des Stadtbildes fehlt.

    Im Nachhinein ist man immer schlauer. Speziell aus Pforzheimer Sicht der späten 40er/50er Jahre gab es wohl keine Option als über jegliche Art Aufbau erst Mal froh zu sein im Sinne eines: Jeder Bau ist besser als Trümmerschutt oder Wohnungsmangel/Abwanderung.


    Auch wenn Dein Satz stimmt: Dann ist das Hauptproblem, daß man nach dem Krieg keine Zeit und Mittel hatte, lange zu überlegen und zu warten. Ich weiß, es gibt positive Beispiele, aber wohl kaum bei über 90% Zerstörung, wo einfach ein ganz anderer Aufbaudruck geherrscht haben dürfte.

  • Zitat von Max BGF

    Im [URL=http://www.pforzheim.de/portal/page?_pageid=115,49880&_dad=portal&_schema=PORTAL]Kurzportrait Pforzheim[/URL] steht: Heute kreisfreie Stadt,ca. 117.000 Einwohner, ca. 70.000 Arbeitsplätze, überwiegend traditionsreiche Schmuck- und Uhrenindustrie


    Kann das sein, soviele Arbeitsplätze?



    warum nicht? frankfurt hat fast soviele jobs wie einwohner.

  • Hast recht, ich habe wohl die Zentrumsfunktion unterschätzt.
    Frankfurt spielt natürlich in einer anderen Liga. Etliche Großunternehmen sogar mit Sitz in der Mainmetropole und nebenbei mit dem Flughafen Deutschlands größte Arbeitsstätte.


    Demgegenüber: Welche bekannten größeren Unternehmen hat Pforzheim und wieviele Arbeitsplätze bietet die Schmuckindustrie? Noch dazu liegt PF innerhalb Baden-Württembergs relativ schlecht hinsichtlich Arbeitslosigkeit.


    Wie gesagt: Die Erklärung, daß es überhaupt 70.000 Arbeitsplätze sind, dürfte in der Funktion als Oberzentrum liegen.

  • Zitat von Max BGF

    Demgegenüber: Welche bekannten größeren Unternehmen hat Pforzheim und wieviele Arbeitsplätze bietet die Schmuckindustrie?


    Soweit ich weiß gibt's mehrere größere Versandhäuser (erinnert sich noch jemand an diesen Amokläufer mit dem Samuraischwert - das war glaub ich da).

  • @Jai,
    ja zumindest Baader Moden müßte dort sein. und gibts auch Bauer irgendwas ?
    Egal, das sind aber halt Mittelständler mit eher ein paar Hundert als tausend Mitarbeitern. So aus dem Bauch raus.


    @Jin
    Genau das meine ich. Sifi hat ohne Mercedes also bei 60.000 Ew nur 20.000 Arbeitsplätze. Und einige dieser Arbeitsplätze hängen auch noch mit Mercedes zusammen. Zudem profitiert Sifis Einzelhandel sicher auch von der großen Kaufkraft. Einen Breuninger hat man ja gleich vor Ort.


    => So gesehen sind 70.000 Arbeitsplätze in Pforzheim bei knappo 120.000 Ew OHNE Großunternehmen nicht schlecht.

  • es ist schon erstaunlich, wieviele einkaufszentren gerade in deutschland geplant, gebaut oder gerade fertigstellt werden. und das bei dieser anhaltenden konsumflaute. dieses projekt sieht sehr interessant aus.

  • Der Einzelhändler Saturn wurde soeben als Unternehmen 2004 mit dem größten Personalzuwachs genannt. In die Stuttgarter Königsbau-Passagen geht neben Stilwerk ein Saturn als sog. Ankermieter rein...


    Die 2004 fertiggestellte Schwabengalerie in S-Vaihingen mit Vollvermietung hat den ebenfalls gut gehenden Media Markt als großen Mieter gewonnen.


    Beim noch im Bau befindliche Cannstatter Carre in S-Bad Cannstatt sah die Sache schon kritischer aus. Dort endet es vielleicht schon mit den üblichen aber ebenfalls florierenden Discount- und Drogeriemärkten, die seit Jahren expandieren.


    => Die Einkaufszentren profitieren von "Geiz ist geil", weil sie nur äußerlich wie traditionelle Warenhäuser anmuten, innen aber das genaue Gegenteil sind.

  • Zitat von Max BGF


    => So gesehen sind 70.000 Arbeitsplätze in Pforzheim bei knappo 120.000 Ew OHNE Großunternehmen nicht schlecht.


    Siegen hat als kleines Oberzentrum bei 108.000 Ew 44.000 Beschäftigte. (laut http://www.siegen-wittgenstein.de - plus einige, aber zu wenige freie Stellen)
    Eine Quote höher als 50% ist bei Städten dieser Größe wohl ziemlich ungewöhnlich; Pforzheim steht da gut da.