Übersicht Hotelprojekte

  • Über diesen Beitrag auf nordbayern.de habe ich mich heute früh auch schon geärgert, Sprenggiebel . Dort wird dieser Bau von der architektonischen Finesse eines Plattenbaus auch noch damit gerechtfertigt, dass er mit der Meistersingerhalle harmonieren würde......


    Ich mag mich täuschen, aber meiner Erinnerung nach ist die Meistersingerhalle ein bescheidener Flachbau mit mehreren Atrien, der sich sehr unaufdringlich im Luitpoldhain versteckt. Der einzige Bezug zwischen Meistersingerhalle und dem geplanten Hotelbau-Kasten scheint mir zu sein, dass beide an den Ecken rechte Winkel aufweisen.


    Was mir auch nicht klar ist: Wenn schon ein architektonischer Bezug zum Umfeld hergestellt werden soll, warum dann nicht zum geplanten neuen Konzerthaus? DAS ist doch der direkte Bezugspunkt! Beide liegen entlang der Münchner Straße. Mit dem Konzerthaus-Entwurf hat dieses armselige Hotel aber sogar noch weniger zu tun als mit der Meistersingerhalle.

  • Es ist wiedermal erschütternd. Ein Architektenwettbewerb hat mal wieder den einfachsten, und damit irgendwie aufdringlichsten Baukörper gefunden, den man sich hätte denken können. Ich hoffe mal, dass man sich das letztendlich schenken wird, dort so ein Hotel hinzubauen. Wenn ich das richtig sehe hat der Neubau (250 Zimmer) gegenüber dem Altbau (190 Zimmer) gerademal 60 Zimmer mehr, und für eine 30%-ige Kapazitätserhöhung diese wichtige Ecke, den ganzen Park so uninspiriert zu verschandeln halte ich für einen Fehler, ein Armutszeugnis. Für diese 60 Zimmer mehr lohnt es echt nicht. Ich hoffe das werden die Rübsamens am Ende auch so errechnen.

  • Hier finden sich im übrigen die Beurteilungen der Jury und Visualisierungen zum 1. und den beiden dritten Plätzen. Für mich persönlich ist die Auswahl des ersten Platzes leider auch nicht wirklich nachvollziehbar...

  • Danke erstmal für den Link. Ich bin absolut deiner Meinung. Wie konnte man nur diesen Klotz gewinnen lassen? Vor allem der Entwurf von Köppen Rumetsch Architekten aus Nürnberg finde ich sooo viel besser. Wir können ja mal Wetten abschließen, wann das Hotel wieder abgerissen wird. So einem anspruchsvollen Baukörper gebe ich: 30 Jahre

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    Naja wer weiß, die Hotelbranche wird dieses Jahr wohl arg leiden, und ich kann mir gerade schwer vorstellen, dass solche Projekte einfach weiterlaufen mit den bisherigen Wachstumserwartungen an den Markt. Hier wird es bestimmt Verzögerungen geben und damit die Möglichkeit nachzujustieren. So ein abstoßenden Klotz kann man nun echt nicht im Luitpoldhain wollen. Damit hat man in den 1970'ern ganz Ost-Berlin zugepflastert.

  • Die beiden anderen Entwürfe haben für mich allerdings leider auch nur Berlin-Alexanderplatz Plattenbaucharme, wenn auch immerhin an den Fassaden etwas besser kaschiert. Das Grundproblem ist, dass es hier ja keinen wirklichen Stadtraum gibt und sich die Entwürfe auch nicht die Mühe geben, hier einen zu entwerfen. Auf der begrenzten Grundfläche sicher auch schwierig. In die Parklandschaft fügen sie sich aber auch nicht ein, dazu sind sie zu hoch und es fehlt Fassadenbegrünung. Und schlussendlich kann das ganze auch nicht als Solitär wirken, da die Gestalt dazu viel zu banal ist!

  • Und schlussendlich kann das ganze auch nicht als Solitär wirken, da die Gestalt dazu viel zu banal ist!

    Genau das ist ja der Punkt, ein echter Solitär, eine spannende Bauskulptur könnte die Parklandschaft sogar bereichern. Man schaue mal nur nach Singapur. Aber die aktuellen Pläne sehen eine hässliche, einfache, ökologisch ambitionslose Bettenburg vor. Das wäre kein Aushängeschild für das Nürnberg des 21. Jahrhunderts.

  • von den drei gezeigten Entwürfen hat mich keiner überzeugt. Ich sehe es so wie Sprenggiebel bzw. teile die Verwunderung des BKB, warum es hier zwei Wettbewerbe gab und nicht ein Vorhaben oder zumindest eine Verknüpfung.


    Aber vermutlich wird das so schnell nicht kommen. Ab Montag wird auch in Bayern das öff. und wirtschaftliche Leben weiter runter gefahren. Das wird v.a. Dienstleister und damit auch Hotels hart treffen und zu einem wirtschaftlichen Einbruch führen.

  • Heutiger kleiner Spaziergang zu Brachen und Löchern, Teil 3:


    Der Hotel-Neubau für das Park Inn neben dem fast fertiggestellten AOK-Neubau am Frauentorgraben beginnt in die Höhe zu wachsen. Angeblich soll das Gebäude ja mit Steinplatten verkleidet werden. In München in der Sonnenstraße, dem dortigen Altstadtring, steht ein neues Park Inn mit einer solchen Fassade. Sieht ganz ok aus. Etwas eigenartig finde ich allerdings die Konzeption mit dem schlauchförmigen Platz, der von einer Straße abgeht, auf der die Autos nur so dahinbrausen.


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  • ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass die noch nicht begonnenen Hotelbauten erstmal auf sich warten lassen. Aktuell ist die Anzahl der Übernachtungen in Nbg. ca. 90% geringer als Vor-Corona. Ich glaube auch nicht, dass sich die Übernachtungszahlen schnell erholen. Zumindest bei Messen, Kongressen und Geschäftsreisen erleben wir mMn gerade einen "Kulturbruch". Ich vermute die Leiser-Grube (Allgemeine Meldungen Altstadt) wird noch länger bleiben, war hier ebenfalls ein Hotel geplant.


    2020 werde ich mit Sicherheit so wenig gereist und so selten in "fremden Betten" geschlafen haben wie seit geschätzt 25 Jahren nicht mehr. Und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist es nicht viel anders.

  • Planer: Stimme Dir grundsätzlich zu, dass Geschäftsreisen vermutlich noch eine Weile brauchen werden, bis sie das Niveau vor Corona wieder erreicht haben. Meine persönlichen Dienstreisen dieses Jahr dürften auch so um die 80% eingebrochen sein. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass die Reisen und der persönliche Austausch, der damit verbunden ist, durch Videokonferenzen etc. adäquat ersetzt werden kann. In meinem Umfeld sind die meisten Leute jedenfalls latent genervt von den ewigen "Bildschirm-Sitzungen". Für kurze, knackige Besprechungen, in denen konkrete Entscheidungen getroffen werden, mag das ja noch funktionieren. Aber Online-Kongresse sind ja schlimmer als die chinesische Tröpfchenfolter. Und selbst bei Online-Sitzungen leidet m.E. das Arbeitsniveau. Zu groß ist die Verlockung, parallel zur Videoschalte noch unbemerkt seine sonstigen Mails zu bearbeiten...


    Reduzieren dürfte sich das Reiseaufkommen aber sicher noch auf absehbare Zeit. Ich denke allerdings, dass das v.a. denjenigen Unterkünften schaden wird, die nach Corona nicht mehr up to date sind.

  • Naja, beim Ex-Leiser ist nur auf 2 von 5 Stöcken ein Hotel vorgesehen, der Rest soll Gewerbe sein. Experten gehen ja davon aus dass das Reisevolumen dauerhaft auf 80 % der Vor-Corona-Zeit sinken wird. Ich hoffe und glaube aber nicht dass hier schon wieder eine Brache in der Innenstadt droht.

    Beim Frauentorgraben finde ich nicht nur den Schlauchförmigen Platz schlimm, sondern fast alles, außer dass immerhin mal die öde Zeile an dieser Stelle aufgebrochen wird.