Neue U-Bahn-Linie 4 [im Bau]

  • Neue U-Bahn-Linie 4 [im Bau]

    MOD_EDIT


    Offizieller U-Bahn-Linie 4 Thread.
    Diskussionen über Streckenverlauf, Finanzierungsmöglichkeiten etc.

  • Wie gesagt, ne strassenbahn kann als Ergänzung gute Dienste leisten. Aber die Vergangenheit hat in Hamburg nunmal das Gegenteil bewiesen. Das liegt auch speziell an der Grösse Hamburgs und den Umständen. Undzwar kommen reichlich viele Pendler aus dem Umland....und das ist ned sonderlich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden. Sprich: Man muss mit dem Auto zur Arbeit nach hamburg fahren. Seit dem Ende der Strassenbahn haben wir (auch schon gesagt) ein Netzt aus unheimlich vielen, sehr breiten strassen, die das massive Autoaufkommen wunderbar abfängt.


    Das Problem ist nicht, dass Strassenbahnen an sich scheisse sind. Das Problem ist, dass Strassenbahnen für Hamburg scheisse sind. So einfach ist das. Wir haben das für uns beste System. Direkt für Hamburg zugeschnitten und es funktioniert seit 25Jahren reibungslos. Innerhalb Hamburgs sind Staus fast unbekannt und mit den bestehenden Öffis kommt man überall hin (U-, und S-bahnen wurden nach dem aufgeben der Strassenbahn stark erweitert). Warum sollte das jetzt geändert werden?
    Ich verstehe ja, warum Städte wie London und so die strassenbahn wiederentdecken....aber das sind Städte die vor dem Verkehrskollaps stehen, weil sie im Gegensatz zu hamburg noch nie ein funktionierendes System hatten.


    Also abschliessend kann ich sagen: Strassenbahn statt U4.....von mir aus...auch wenn es schlechter wäre. Aber ned in ganz Hamburg!!!

  • Zitat

    bin für eine anbindung der hafencity mittels der neuen u4 jedoch hab ich selten so einen schwachsinn gelesen..


    hamburg braucht sowohl ein modernes 1meter strassenbahnsystem wie auch eine verdichtung des metro netzes. nicht metro gegen stab sonderen metro mit strab.


    also, ein 1meter System halte ich für extremen Schwachsinn. Es gibt sogar Städte, die sich nach Kräften abmühen, auf 1435mm umzusteigen (bsp Braunschweig). Mit der Meterspur verbaut man sich auf immer und ewig die Möglichkeit, bestehende Anlagen von S-Bahn und/oder Hochbahn über Zweisystemfahrzeuge mitzubenutzen (siehe Verlängerung der S-Bahn nach Stade durch Züge für Strom aus Oberleitung und seitlicher Stromschiene).


    Im Gegensatz zu Welfe bin ich der Überzeugung dass Hamburg
    große Verkehrsprobleme hat. Ursachen: Berufspendler, fehlender Außenring (Ring 3) und fehlende Autobahnverbindung in West-Ost-Richtung (Hafenquerspange). Die Notwendigkeit der Hafenquerspange ist in einer Nutzen-Kosten-Rechnung im Bundesverkehrswegeplan nachgewiesen, aus Kostengründen jedoch nur unter "weiterer Bedarf" aufgelistet (kommt nicht vor 2015). Daher quält ich viel Durchgangsverkehr mitten durch die City auf der Verbindung A7-OstWestStraße-Horner Kreisel-A24.


    Die Grünen haben in ihrer Rechnung eines übersehen(wollen?):
    Die Straßenbahn kann nicht aus dem nichts in die Hafencity führen. Die U4 soll Steilshoop mit der Hafencity verbinden und benötigt nur die Netzergänzungen Rathaus-Hafencity und Barmbek-Steilshoop, während die Strecke Rathaus-Barmbek auf bestehenden Gleisen bewältigt wird. Eine Straßenbahn müsste hingegen quer durch die Stadt neu gebaut werden und verursacht immense Kosten. Außerdem sind für ein System, dass neu eigeführt wird, Anfangsinvestitionen in neue Betriebshöfe, Werkstätten und eine Netzzentrale notwendig, die für die U4 entfallen.


    Mein Fazit: wenn Straßenbahn, dann nur als Stadtbahn (siehe Stuttgart, Köln, Hannover) mit in der City unterirdischer Streckenführung. Hamburg kann nur in den Außenbezirken Gleiskörper auf Straßenniveau verkraften, die dem Autoverkehr Fahrstreifen "klauen". Problem: sehr teuer!
    Alternativ sollte man aber diskutieren, ob man die U-Bahn ín die Hafenvity nicht ab Rödingsmarkt auf einem Viadukt oberirdisch führt und so Baukosten spart und eine (wie ich finde) schöne Hamburger Tradition mit in die neue Hafencity rettet.

  • Zitat

    Original geschrieben von mogoda110
    Alternativ sollte man aber diskutieren, ob man die U-Bahn ín die Hafenvity nicht ab Rödingsmarkt auf einem Viadukt oberirdisch führt und so Baukosten spart und eine (wie ich finde) schöne Hamburger Tradition mit in die neue Hafencity rettet.


    Hmm...hier sind wir an einem Punkt angelangt, an dem ich der Argumentation der Ökos...äh, ich meine der Grünen zustimmen muss. Die wollten die Strassenbahn nämlich auch, weil man von der schlicht und einfach die ganze Hafencity sehen könnte, während die U-Bahn rein unterirdisch geplant werden soll (kann sich gott sei dank noch ändern).
    Wer sich von den "Sicht-Vorteilen" an gerade dieser Stelle überzeugen will, der kann gerne mal die "Paradestrecke" der Hamburger Hochbahn zwischen Rödingsmarkt und Landungsbrücken bestaunen. Eine oberirdische U-Bahnstrecke, von der aus man kurz nach der Reeperbahn dem Lauf der Elbe folgt und in Richtung Hafencity einen wunderschönen Blick auf den Hafen hat.
    Der oberirdische streckenverlauf an sich ist ja nichts besonderes. 50% der hamburger U-Bahn sind oberirdisch. Aber an dieser stelle sieht das einfach genial aus und da würde die Abbiege in die Hafencity hinein gerade recht kommen.

  • U 4: Bund stellt Millionen bereit

    Der Bund scheint grundsätzlich bereit, sich finanziell am Ausbau der U-Bahnlinie 4 von der HafenCity nach Steilshoop zu beteiligen. "5,9 Millionen Euro für mögliche Planungskosten sind allein für dieses Jahr schon im Haushaltsplan reserviert", sagt Angelika Mertens (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium (BMV). Aber: Einen entsprechenden Antrag auf Förderung hat Hamburg noch nicht eingereicht.


    Mertens appelliert jetzt an die Behörde für Stadtentwicklung: "Die Hamburger sollten sich beeilen und einen Finanzierungsplan erstellen, sonst wird es mit dem Geld in diesem Jahr nichts mehr." Ohne den Finanzierungsplan gäbe es keine Fördermittel für die 500 Millionen Euro teure Investition. Die neue U-Bahnlinie 4 in die HafenCity soll 2011 ihren Betrieb aufnehmen, nach Bramfeld und Steilshoop im Jahr 2015 - so der Plan der Behörde.


    Mertens: "Hamburg hätte durchaus Anspruch auf Förderung." Das Bundesverkehrsministerium übernimmt dann bis zu 60 Prozent der Kosten. Das Geld kommt aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Ob Geld fließt, hängt von einer Kosten-Nutzen-Analyse ab. Und die liegt noch nicht vor.


    "Wir erarbeiten zurzeit die standardisierte Bewertung", sagt Claudia Eggert von der Behörde für Stadtentwicklung. Das sei ein Verfahren, um Nutzen und Kosten abzuwägen. Nach der Bewertung werde vielleicht ein Antrag auf Förderung beim Bund eingereicht. Eggert: "Wir werden mit der Bewertung in diesem Jahr fertig sein."


    Quelle: Abendblatt

  • im gestrigen http://www.abendblatt.de konnte man folgendes lesen

  • Neue U-Bahn-Linie 4 (in Planung)

    So wie es aussieht, hat man sich jetzt endlich auf die Linienführung der neuen Linie U4 entschieden.


    Zitat von Welt.de

    Die U-Bahn-Linie 4 in die Hafencity bekommt eine neue Trasse: Jetzt soll die Bahn vom Jungfernstieg in einem breiten Bogen unter der Neustadt hindurchführen, die Hafenbecken unterqueren und an der neuen Haltestelle Überseetor enden. Unter der ABC-Straße, der Wexstraße und dem Alten Steinweg werden riesige Tunnelbohrmaschinen die 3,4 Kilometer lange Strecke in einem großen Halbkreis bauen. Beginnen soll die Linienführung für Hamburgs neueste U-Bahn in Billstedt und auf ihrem Weg zum Jungfernstieg über die bestehende Strecke via Hauptbahnhof-Nord führen. Diese "Richtungsentscheidung" hat der Senat am Dienstag getroffen. Nach wie vor soll die Linie bis 2011 fertig sein und im Kostenrahmen von 255 Millionen Euro bleiben....


    Quelle


    Ich bin froh, dass sie sich für diese Variante entschieden haben, denn in der Station Jungfernstieg sind noch zwei ungenutzte Bahnsteige, die in den 70er Jahren für die damals geplante U4 (allerdings völlig andere Streckenführung) gedacht waren.
    Jetzt hoffe ich, dass es im Planfeststellungsverfahren keine Hindernisse gibt.


    Achtung! Großes Bild! (Quelle: Hamburger Hochbahn)

  • ich bin sehr froh dass die zweit größte deutsche metropole weiter auf die u-bahn setzt. die einführung eines neuen systems etwa der stadtbahn ist in meinen augen weniger sinnvoll. hamburg hätte das potential eines weitern ausbaues seiner massenverkehrsmittel. verglichen mit münchen oder wien (beide etwas kleiner) hat hamburg ein gerade winziges netz öffentlicher verkehrsmittel

  • Zitat von Isek

    verglichen mit münchen oder wien (beide etwas kleiner) hat hamburg ein gerade winziges netz öffentlicher verkehrsmittel


    Bezogen auf die U- und S-Bahn mag das wohl stimmen. Aber du darfst das Busliniennetz nicht vergessen und dass Hamburg in großen Teilen nicht so dicht bevölkert ist wie München oder Wien. An den Stellen, wo Hamburg dichtbesiedelt ist, da findet man auch meistens einen sehr gut ausgebauten ÖPNV.


    Hamburg: 2300 Einwohner/km² (allerdings inkl. bevölkerungsarmer Gegenden wie die Vierlande)
    München: 4070 Einwohner/km²
    Wien: 3736 Einwohner/km²

  • das denke ich auch, zumal ich die u-bahnvariante auch bevorzuge. sie ist zwar die teuerste lösung, jedoch auch am platzsparendsten und nahezu unsichtbar, so dass mehr platz für straßen, gehwege und gebäude bleibt.
    straßenbahnen, hoch und hängebahnen benötigen ja doch eine menge platz für schienen, stelzen und aufhängung, so dass in den schmalen straßen der speicherstadt höchstens noch verkehr in 1 richtung erlaubt sein könnte...sprich einbahnstraßen, die ich hasse :D

  • So eine Hängebahn wäre aber sicherlich bei Hochwasser / Sturmflut zuverlässiger und könnte zur Evakuierung beitragen. In einen U-Bahn-Schacht sollte man bei Hochwasser lieber nicht gehen.


    Die Warften der HafenCity liegen auf 7,5 m über NN. Die bisher schwerste Stumflut von 1976 kam zwar gerade mal auf 6,5m über NN. Da aber die Fahrrinne der Unterelbe wohl weiter vertieft wird und niemand wirklich ausschließen kann, dass der Meeresspiegel nicht vielleicht noch mal um 1-2 m in den nächsten 100 Jahren steigt, ist ne U-Bahn ein potenteilles Sicherheitsrisiko.




    Vielleicht bin ich aber gerade nur geistig etwas tsunamigeschädigt. :confused:

  • Zur U4:
    Ich hab jetzt eher erwartet, das die noch eine zweite Haltestelle zwischen Jungfernstieg und der neuen Haltestelle bauen wollen. Eine Schnittstelle nordwestlich vom Baumwall fände ich sinnvoll (der südöstliche Ausgang führt dann zur Station Baumwall).

  • dazu noch zitate aus dem heutigen artikel aus dem abendblatt:


    U 4: Behörde plant zweite Haltestelle



    Die Stadtentwicklungsbehörde plant jetzt offenbar die Einrichtung einer zweiten Haltestelle beim Bau der neuen U 4 in die HafenCity. "Wir prüfen gemeinsam mit der Hochbahn, wo genau eine zweite Haltestelle sinnvoll wäre", sagte Behördensprecherin Helma Krstanowski...war zunächst nur von einer Haltestelle im Überseequartier die Rede...


    "Der zusätzliche Bahnhof soll östlich des Überseequartiers liegen", sagte Krstanowski...Ursprünglich waren ohnehin zwei Haltestellen in der HafenCity vorgesehen. Bei der ersten Vorstellung der Pläne im Jahr 2003 hieß es, daß am Lohsepark in der östlichen HafenCity ein Bahnhof entstehen soll....



    quelle

  • Zitat von tobert

    nebenbei bemerkt fände ich es doch auch etwas erbärmlich, eine sogenannte U4 aus lediglich einer anfangs und einer endhaltestelle bestehen zu lassen. auch wenn sie ja in zukunft noch erweitert würde-z.B. wilhelmsburg oder die veddel, so wäre es dennoch für jahre/jahrzehnte eine mikrolinie... :nono:


    Der ursprüngliche Plan sieht ja eigentlich auch eine Trasse von Barmbek über Steilshoop nach Bramfeld vor. Das wären nochmal rund 5 Stationen oder so. Aber ich habe das Gefühl, dass dieser Teil der U4 nicht verwirklicht wird, sondern nur als Vehikel zur Durchsetzung des Hafencity-Stücks diente. Ich habe eh das Gefühl, dass sich die Hamburger CDU nicht sehr für die Bedürfnisse der sozial schwächeren in der Stadt interessiert. Hauptsache Prestige auf Kosten der nicht so gut Betuchten.

  • eben-da hat du wohl recht...allein die finanzierung einer trasse gen norden scheint ja schon absurd...zumindest bei der jetzigen haushaltslage! so weit ich weiß wartet man in bramfeld schon seit 25 jahren auf die anbindung an den schienen-nahverkehr -aber das war sicherlich eine schöne möglichkeit den bau in die hafencity zu rechtfertigen...

  • hier noch einige mögliche varianten für eine U-Bahnanbindung der hafencity






    schön zu sehen auf bild 1 und 2 ist auch die mögliche spätere weiterführung in richtung wilhelmsburg/harburg
    und der veddel :daumen:


    ich bevorzuge variante 1 also eine u-bahn, die gegenüber einer hochbahn zwar teurer, jedoch auch unsichtbarer ist

  • Die Variante über den Jungfernstieg finde ich schon die beste. Da ist immerhin schon die Station Jungfernstieg quasi fertiggebaut Allerdings sollten die noch ein oder zwei Stationen in die Trasse einbauen. Eine drei km lange Trasse in der Innenstadt, die gerade mal zwei Stationen verbindet, ist echt armselig.

  • Eine Hochbahn in der Hafen-City wäre ja wirklich was Spektakuläres. Wenn ich die Variante 2 richtig interpretiere, wird sich ein großer Teil der Stelzen im bzw. am Wasser befinden. Fände ich klasse!