Würzburg: Hotelturm, 58 Meter (fertig)

  • "Hotelturm" Würzburg

    "Alle zehn Tage ein Stockwerk"
    würzburg (GAM) "Die Tiefgarage ist knapp bis zur Hälfte gebaut," beschreibt Sven Schröter, Projektsprecher des Architekturbüros Planwerk, den Stand der Bauarbeiten am Hotelturm in der Schweinfurter Straße. Bis Ende des Jahres sei die Garage mit 270 Stellplätzen fertig. Dann beginnt der Rohbau
    Alle zehn Tage wächst der Hotelturm um ein Stockwerk", beschreibt Schröter das geplante Tempo. Während am Turm bis 2005 gebaut werden wird, soll das Bürogebäude schon im November 2004 fertig sein. 400 Mitarbeiter der Siemens Niederlassung in Heidingsfeld werden dort einziehen. Das Interesse von Siemens war bereits während der Diskussion um die Baugenehmigung des Hotelturms bekannt geworden. Jetzt teilte die Siemens AG mit, dass der Mietvertrag unterschrieben worden sei. Die Vertriebs- und Servicemitarbeiter werden am neuen Standort etwa 3000 Quadratmeter Bürofläche und 500 Quadratmeter Lager nutzen. "Wir haben viele Angebote aus der Umgebung erhalten, uns aber für den Standort Würzburg entschieden", erklärte Jürgen Metzger, Sprecher der Niederlassung. "Das liegt an der guten Infrastruktur und dem vertrauensvollen Verhältnis zur Stadt." Das bisherige Siemens-Gebäude in Heidingsfeld wird verkauft.
    mainpost.de Mainfranken / Würzburg Stadt 08.10.2003 20:21


    In den letzten zwei Monaten hat sich nicht besonders viel getan.




    Webcam: http://www.euro-gruppe.de/-->immobilien-->webcams

  • "Hotelturm" Würzburg

    Ein paar Informationen zur langsamsten Baustelle, die ich kenne,
    aus einem Artikel einer Würzburger Lokalzeitung von gestern:

    Zitat

    Bis das höchste Gebäude der Stadt über den Dächern Würzburgs schillern wird, dauert es allerdings noch etwas. Das Fachpublikum, das jetzt die Baustelle mit dem Würzburger Architekten- und Ingenieurverein besichtigt hat, kletterte bis in den Rohbau des 15. Stockwerks. Dort arbeitet die Schweinfurter Bauunternehmung Riedel mit 20 Mann fast rund um die Uhr. Zwei Geschosse fehlen noch, bis die genehmigte Höhe von 57 Meter erreicht ist. "Das ist mir zu niedrig," sagte Buttler im Rückblick auf den langwierigen Höhen-Poker vor zwei Jahren: Als die Genehmigung des Turms auf der Kippe stand, einigten sich Stadt und Bauherr Ibeka auf 57 statt der geplanten 70 Meter Höhe. Deshalb wirkt der Bau "gestaucht", stellte Buttler fest.


    Zitat

    Um seinen verhältnismäßig kurzen Turm optisch zu verschlanken, will Buttler die Fassade möglichst einheitlich aus mit Silber bedampftem Spiegelglas gestalten. Deutlich abgesetzt davon der eingeschossige Sockel: dunkleres Glas und schwarzer "Greenstone" - ein schweizer Schiefer. Sehen kann man dies heute schon an der fertigen Fassade des Nebengebäudes.


    © mainpost.de von Manuela Göbel


    Den ganzen Artikel gibt's [URL=http://www.mainpost.de/mainfranken/wuestadt/art735,2813401.html] hier[/URL]
    und das zugehörige Baustellenbild

    Kann mir mal jemand verraten, warum in letzter Zeit so viel grünes Glas verwendet wird.
    Nächste Woche wird es von mir ein paar neue Bilder geben. (wahrscheinlich)

  • Es ist nicht gerade Ausweis von Kompetenz und Stil, wenn der Architekt nun nachtritt und den Turm angesichts der fehlenden Höhe als "gestaucht" bezeichnet. Zum einen disqualifiziert er seinen Entwurf und damit sich selbst, zum anderen stellt sich die Frage, warum er nicht substantiell umgeplant hat, als klar wurde, dass sich die ursprünglich vorgesehene Höhe nicht durchsetzen lässt. Ob seine Idee mit dem - in meinen Augen hässlichen - Spiegelglas verfängt, halte ich für ausgesprochen fraglich.

  • Neue Bilder aus Würzburg:





    Den Greenstoneschiefer halte ich für eine ziemlich gelungene Wahl, allerdings kann man das nicht vom silbergrünen Glas behaupten, das in meinen Augen nur billig wirkt. Leider wird der Turm mit dem selben Glas verkleidet.

  • Danke Sagan für das Update.
    Allerdings gefällt mir die Fassade überhaupt nicht.
    Mir scheint als baue man wirklich Deutschlandweit mittlerweile im gleichen langweiligen Stil wie auch schon beim Skyper, dem LVR-Turm in Köln, dem Uptown in München und jetzt diesem Turm.


    Stützen, Decken einziehen, Stützen, Decken usw., billigste grüne Fassade drangeklatscht und fertig.
    Traurig ist das.
    :nono:

  • Danke fürs Update!


    Warum "braucht" Würzburg eigenlich so einen Hotelturm? Ist zwar eine Stadt diesicherlich einige Touristen anlockt, aber reicht die Nachfrage für so einen großen Bau? Und würden die Leute nicht viel lieber in einem historischen Gebäude im Zentrum übernachten als in so einem modernen Glasbau?

  • Aus der offiziellen Info vom ArabellaSheraton , die das Hotel**** nur gemietet und nicht erbaut hat:


    Zitat


    Der 58 Meter hohe Hotelturm in Würzburgs Innenstadt wird ab Sommer 2005 als “ArabellaSheraton Hotel Würzburg†am Markt auftreten. Das Hotel entsteht in zentraler Lage, nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt und dem Hauptbahnhof der viertgrößten Metropole Bayerns entfernt. Es wird über 150 Zimmer und Suiten auf insgesamt 17 Stockwerken verfügen. Hinzu kommen ein Restaurant im Erdgeschoss, ein Wellnessbereich mit Pool, Sauna und Fitnessraum sowie eine Konferenzfläche von circa 500 Quadratmetern.


    “Mit mehr als 600000 Übernachtungen und 2,5 Millionen Tagesgästen im Jahr liegt Würzburg in Deutschland weit vorne und ist deshalb als Markenstandort für die ArabellaSheraton Gruppe überaus interessant", so Thomas Willms, Geschäftsführer Sales & Marketing der ArabellaSheraton Hotelmanagement GmbH. “Es ergänzt als zwanzigstes Hotel unserer Gruppe in Deutschland aufgrund der hohen Produktqualität hervorragend unser Portfolio für Tagungsgäste und Freizeitreisende zugleich", so Willms weiter. ...


    http://www.arabellasheraton.com/?pid=101278&lid=de


    Im Flachbau neben dem Turm, der inzwischen fertig ist, hat sich Siemens eingemietet. Insgesamt soll das Projekt 37(!) Millionen Euro gekostet haben.


    webcam unter http://www.euro-gruppe.de