Technisches Rathaus und Umfeld - Neugestaltung nach Abriss

  • Ein Grund mehr, dass so viele Reko-Befürworter wie möglich im Publikum sein sollten, nicht wahr? Wer also an dem Tag Zeit hat, sollte hingehen.


    Kardinal, wirst du da sein?

  • Sehr interessanter Thread :applaus:
    Ich wünsche Euch viel Erfolg. Vielleicht bringt es ja was, wenn auch Zuspruch aus der Ferne kommt.


    Die Rekonstruktionslösung ist klar überlegen.

  • Mein Beitrag nicht dabei - aber jemand hat etwas aus meinem Post genommen wie bei rec auch...


    (...) Mit dem Abriss des Technischen Rathauses bietet sich der Frankfurter Altstadt eine absolut einmalige historische Chance. Nicht zuletzt auf Grund des Stadtmodells wird vielen Bürgern wieder bewusst, wie sehr Frankfurt einen Gegenpol historischer Architektur (wenigstens Fassaden, Grundrisse und Baumassen) zum modernen Frankfurt braucht (...) Siehe Post #124
    Das ist von mir, man hätte wenigstens fragen können...

  • bleibt bitte beim thema. is zwar ärgerlich, aber ne ganze seite off-topic is auch net fein. hatte gehofft wieder neuigkeiten zu erfahren aber hier gings nur um geklaute zitate. macht doch nen eigenen thread für auf.


    weiß noch net genau ob ichs schaff, aber bei der veranstaltung im dam bin ich wohl dabei, eben weil die sprecher nur moderne-vertreter sind, um nen gegenpol zu bilden. hoffe ich bin net der einzige in diesem gegenpol...

  • sei mir nicht böse, aber egal wie man es hier macht, dem einen ist es zu offtopic, dem anderen nicht.
    Teilt man das Thema regen sich die einen auf dass man es geteilt hat, und die anderen regen sich auf dass man es nicht zusammengelassen hat.


    Hier denke ich aber hats sehr wohl etwas mit dem Thema zu tun wenn irgendwelche Leute ganze Beiträge aus eben diesem Thema klauen und als Ihre ausgeben und da ist wohl eine Seite (10 Beiträge) Offtopic noch erträglich.


    Wir müssen ja hier nicht alles reglementieren.
    Gruss

  • Wer sich über ganz interessante Ideen zu postmoderner Innenstadt-Gestaltung informieren will: Heute, 19 Uhr, spricht der Architekt und Stadtplaner Rob Krier im Architektur-Museum. Ich kann leider nicht hin.

  • Einladung zur Podiumsdiskussion zum Ergebnis des Wettbewerbs über das Gelände des Technischen Rathauses


    Welcher Städtebau und welche Architektur am Dom?


    Dienstag, der 18.Oktober um 20.00 Uhr, im Deutschen Architektur Museum, Schaumainkai 43.


    Die Veranstaltung soll der Meinungsbildung für eine qualitätvolle, zeitgemäße und zukunftsweisende Bebauung im historischen Zentrum Frankfurts dienen. Sie findet in Absprache mit dem Stadtplanungsamt statt und soll ca. 2 Wochen später durch ein Hearing ergänzt werden.
    Podiumsteilnehmer:
    Dr. Dieter Bartetzko (Kunsthistoriker, Feuilleton FAZ)
    Dr. med. Wolfgang Leuschner (Psychoanalytiker, Sigmund Freud Institut)
    Prof. Ernst Ulrich Scheffler (Architekt, Mitglied des Preisgerichts) <--!!!!
    Dipl. Ing. Adelgard Weyell (Architektin, stellv. Vorsitzende des Städtebaubeirats)
    Dipl. Ing. Dieter von Lüpke (Leiter des Stadtplanungsamtes)
    Prof. DW. Dreysse (Architekt, Vorsitzender des Städtebaubeirats)


    Im Publikum werden neben Wettbewerbsteilnehmern weitere Architekten, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Stadtverordnete und Mitglieder der Verwaltung erwartet.



    …und wir!!!

  • Naja, seltsame Ansichten vertritt der Mann da. Ich bin ein absoluter Fan moderner Baukunst. Und das nicht nur von Hochhäusern. Dennoch bin ich der Meinung das man alte Bauten erhalten muss und, zurückhaltend, an einigen STellen wiedererrrichten sollte (Altstadt, Schauspielhaus). Denn gerade der Kontrast macht einen besonderen Reiz aus. Dieser Architekt hat wohl einen ziemlichen Sprung in der SChüssel, aber für einzelne Bauten wäre ich womöglich der Richtige.

  • Interview mit Planungsdezernent Schwarz

    Hier als Vorabmeldung der FNP.


    Schwarz' Denkweise ist anscheinend voll in den misslungenen Wettbewerb verfangen. Auch das dümmliche Totschlagargument der Stunde, niemand komme auf die Idee, in historischen Gewändern herumzulaufen, hat er sich zu Eigen gemacht. Doch auf einmal kann er sich auch den historischen Wiederaufbau einzelner Häuser vorstellen, sogar eine historische Bebauung entlang des Krönungswegs. Immerhin.

  • Stimmt, vor kurzem meinte Schwarz noch, das könne man nicht machen...


    Auf das "Argument" mit den historischen Kostümen gehe ich jetzt nicht ein, das ist jetzt wirklich unterstes Niveau. Aber es kommt schon wieder das Brandschutzbestimmungen-Argument. Was ist da dran?


    Hier mal eine andere Stimme zu dem Thema, nämlich die des ehemaligen Leiters des Stadtarchivs, Wolfgang Klötzer:


    http://www.faz.net/s/RubFAE83B…Tpl~Ecommon~Scontent.html

  • Das regt mich nun richtig auf...der eine argumentiert mit Sachen, von denen er keine Ahnung hat.
    Es stimmt zwar, daß das Haus des Kunstvereins teilweise im Durchgang zu der Straße "Hinter dem Lämmchen" steht. Hier stand das Haus Mohrenkopf, von dessen Erdgeschoß ich übrigens auch genaue Pläne mit Maßangaben habe, und dessen restliche Geschosse rekonstruierbar wären anhand von Bildern aus dem Innenraum, welche die Balkenlage und Fresken aus dem Spätmittelalter auf den Gefachen zeigen.
    JEDOCH handelt es sich hier nur um den Zugangsbereich zur Gasse, nicht um die ganze, nicht mal um einen Teil, sondern NUR der Zugangsbereich vom Römer aus. Dieses Problem habe ich auch immer angesprochen und auch der Herr Schwarz wäre darüber, sowie über Lösungsmöglichkeiten informiert, hätte er sich nur einmal(!!!) mit meinem Vorschlag wirklich auseinandergesetzt. Das Haus des Kunstvereins ist übrigens der weiße Klotz neben dem Steinernen Haus und auf meinem Plan sehr eindeutig zu sehen!
    Der Rest der Gasse war durchgängig über fünf Meter breit!!! Genauso der Krönungsweg!!!
    Das einzige Problem war die Neugasse, welche am Anfang des Hühnermarktes (von dort übrigens nur ein kurzes Stück bis zur Braubachstr.) im EG-Bereich ca. 3 m Abstnd hatte und zwischen den obersten auskragenden Geschossen nur 1,90 m. Dies allerdings auch nur am ersten Haus, welches direkt am Hühnermarkt steht. Dahinter ist selbst die Neugasse breiter. Jedoch ist eine Feuerwehrzufahrt (die übrigens nur 3,70 m Abstand benötigt!) über alle anderen Gassen möglich und in den Innenhof des Technischen Rathauses kann man aktuell auch nicht reinfahren!


    Das ist mal wieder Leute für dumm verkauft!


    Und das es seitens des zweiten Statements zu so einer Aussage kommt (wobei er ja auch schon das Fürsteneck nennt, welches bis zum Krieg stand, allerdings gab es eine Vielzahl mehr, von denen manche äußerlich barockisiert waren), dabei auch das Gebiet als Sanierungsfall beschreibt (allerdings verschweigt, daß die Sanierung ja vollzogen wurde und das Gebiet die letzten Jahre in einem hervorragenden Zustand war), ist für mich erschütternd, weil bei jemandem mit so einer zu unterstellenden Kompetenz man erwarten müsste, daß er die Faktenlage auch kennt.
    Ich glaube fast, daß hier sogar bewußt Tatsachen verdreht werden.


    Das ist echt traurig. SO wird es wahrscheinlich auch morgen bei dieser Podiumsdiskussion werden (deshalb müssen so viel wie möglich auch dahin kommen). Es hat sich mir übrigens der Architekt der Löwenapotheke in Aschaffenburg angekündigt, Herr Dipl.-Ing. Christian Lauffs. Er wird sich bemühen, morgen auch dorthin zu kommen. Vielleicht kann er ja dann mit dem Blödsinn aufräumen, schließlich hat er so eine Rekonstruktion (eben diese Löwenapotheke) schon mangelfrei (nicht mal Risse!!) durchgeführt.

  • Der BDA hessen (in form seines vorsitzenden michael schumacher von schneider + schumacher) hat seine meinung zum altstadt-streit hier bekanntgegeben. der bda als stellvertreter der architekten mit anspruch steht für zeitgenössische qualität, und muß sich erkennbar winden, weil er weder zu den traditionalisten noch zu den puren funktionalisten gezählt werden möchte. eine andere meinung würde man michael schumacher persönlich auch nicht abnehmen, s+s sind bekannt für kompromisslos moderne architektur, wie das westhafen-ensemble.

  • Danke für den interessanten Link und willkommen im DA-Forum. Eine, wie ich meine, für sich selbst sprechende Passage möchte ich zitieren:


    [indent]"Die originalgetreue Restaurierung eines historischen Zustandes liegt bestenfalls bei einzelnen herausragenden Objekten im Bereich des Möglichen und wird auch hier mit technischen Komplikationen, funktionalen Kompromissen und extrem hohen Baukosten verbunden sein, die jenseits von Gut und Böse liegen und neben privatem Engagement auch hoher öffentlicher Zuschüsse zum Nachteil der restlichen Stadt bedürfen würden – auch dafür liefert Berlin mit den endlosen Diskussionen rund um die Finanzierung der Rekonstruktion des Schlosses ein Negativbeispiel."[/indent]


    Tja, Äpfel und Birnen sollte ein Mann wie Schumacher an sich unterscheiden können. Die ohne tatsächliche Grundlage daher fabulierten "technischen Komplikationen" und "extrem hohen Baukosten" zeigen, dass der Mann eben nur Kisten kann. Darüber hinaus zu denken ist er definitiv nicht willens und anscheinend auch nicht in der Lage. Ein Armutszeugnis, abgegeben im Namen eines ganzen Berufsstandes.