Bald keine Autos mehr in den Innenstädten?

  • Fahrverbote
    Wenn ich so ein Wort schon höre.
    Erst x Steuern dafür einkassieren, dann Benutzung verbieten.


    Europa ist wirklich in manchen Bereichen zweite Welt bzw. Verbotswelt.
    Die amerikanische Lösung:Zusätzliche Spur bauen, auf der nur vollbesetzte Autos fahren dürfen und daher schnell vorankommen.


    Das ist der Unterschied

    Ja, ich liebe Western.
    Hoffe, das reicht.

  • Das wird der Todesstoss für die deutschen Innenstädte.


    Die Anstrenungen bezüglich der Steigerung von Attraktivität und Erreichbarkeit der Innenstädte dürften mit einem Schlag vernichtet werden.


    Die grossen Profiteure wären mal wieder die Malls in den Vororten. Die Innenstädte werden diese Benachteiligung wohl kaum unbeschadet überleben. Verelendung und Kriminalität werden die Kundenströme und letztendlich den Einzelhandel verdrängen.


    Besonders für polyzentrische Regionen wie das Rhein-Main-Gebiet oder auch Stuttgart wird das sehr hart.

  • Zitat von goschio1

    Verelendung und Kriminalität werden die Kundenströme und letztendlich den Einzelhandel verdrängen.


    Besonders für polyzentrische Regionen wie das Rhein-Main-Gebiet oder auch Stuttgart wird das sehr hart.


    Yupp, dann geht man nur noch zum Drogen kaufen auf die Zeil....


  • sowas von unqualifiziert:D

  • Das wär ja noch schöner! Allerdings kann ich auf die amreikanische Variante auch verzichten...Die Straßen hier sind schon genug verbreitert.


    Man sollte lieber die Verkehrsführung etwas überdenken...Ich war heute in Mitte, und stand an jeder Ecke im Stau. OK, das liegt z.Zt. an den ganzen Weihnachtsmärkten, aber auch sonst geht es hier und da nur sehr schleppen voran...Z.B. könnte man um den Gendarmenmarkt eine Einbahnstraße einrichten...Ich stand 5 Minuten, bis mich endlich Mal die vorfahrthabenden Autos durchgelassen haben bzw. ein Paar Ampeln, damit man auch die Fußgänger, die einem vor das Auto sprigen, anstatt einen Durchzulassen, zu regulieren...


    Und dann gibt es im restl. Stadtgebiet schmale Straßen, die in zwei Richtungen zu befahren sind...Da muss man dann bei erlaubten 30, 15 fahren, weil man sich mit Hilfe von Parklücken um den Gegenverkehr herumschlängeln muss...

  • Logische Folge

    Das ist die logische Folge der Nachverdichtung. Wenn alles in die Innenstadt muß, wenn nichts auf die grüne Wiese gesetzt werden darf.
    Jetzt kommt gottseidank die EU, da die deutschen Politiker zu grün sind und ihnen die Gesundheit der Innenstadtbewohner nichts mehr wert ist.

  • Wozu Autos wenn es den ÖPNV gibt?


    In München wurde das Verkehrsaufkommen innerhalb des Ring in den letzten Jahren deutlich reduziert. Ermöglicht wurde das einerseits durch den gut ausgebauten ÖPNV und andererseits durch eine restriktive Parkplatzpolitik.

  • Zitat von Ben

    Wozu ÖPNV, wenn es Autos gibt...?


    :D
    Ich denke mal du erwartest da jetzt keine ernsthafte Antwort. Wer mit dem Auto in die Innenstadt fährt, der hat es verdient im Stau zu stehen.

  • Vielleicht könnten die gutbezahlten Herren in der Automobilindustrie mal darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht möglich wäre, Fahrzeuge mit deutlich reduziertem Schadstoffausstoß zu produzieren.


    Die grossen Profiteure wären mal wieder die Malls in den Vororten. Die Innenstädte werden diese Benachteiligung wohl kaum unbeschadet überleben.


    So ist es.

  • Das magst du so sehen....aber ich denke, dass es dazu gehoerigen politischen druck braucht, damit die Automobilindustrie mit viel Geld und Durchsetzungswillen in solch eine Richtung forscht (und keine Alabi-Forschung betreibt, nur damit sie halbwegs auf dem aktuellen Stand sind, wenn nicht dochmal ein durchbruch geschaffen wurde)


    Grad die Nachverdichtung hilft, dass die Staedte einen gut funktionierenden und engmaschiegen OEPNV bekommen, da
    auf einmal viel mehr Strecken wirtschaftlich werden.
    (Grad verdichtete Staedte wie zB japanische Staedte zeigen beispielshaft, wie durch einen guten OEPNV sehr viel Autoverkehr vermieden werden kann) Bei den weitllaeufigen US-Auto Staedten macht das natuerlich keinen Sinn. Das das US-System einer neuen Autospur fuer vollbesetzte Autos zu bauen super funktioniert kann man an den Smogzahlen von LA zB sehen.....
    Ausserdem moechte ich nicht wissen, was ein Kronawitter sagt, wenn man auf einmal die Leopoldstrasse 5 spurig ausbauen will und neben dem Rathaus einen 99-Meter Parkhausturm hinbauen will. (was wohl laecherlich klingen mag, aber wohl eine amerikanische Verkehrsloesung waere)


    Ich bin mir recht sicher (ohne irgendwelchen Zahlen zu kennen) dass weniger als 5% (wohl eher noch viel weniger) in Muenchen mit dem Auto in die Innenstadt zum Einkaufen fahren....also wird das da wohl nciht viel auswirkungen haben.

  • Zitat von Fortschritt

    Wasserstoffantrieb ist zwar noch ein bischen teuer, wird aber mittelfristig Diesel komplett ablösen. Wasserstoff schädigt zu 0% die Umwelt. Genauso wie die Sonnenenergie.


    Und wo nimmt man den elementaren Wasserstoff her, den man dafür braucht? Für die Elektrolyse braucht man erst mal Strom. Wasserstoff ist also nur eine neue Form der Energiespeicherung. Zur Energiegewinnung braucht man andere Verfahren.

  • Ausserdem kommt bei Wasserstoff auch noch das Problem hinzu, dass er sich selbst durch bestens isolierte Tankwände hinweg über kurz oder lang verflüchtigt.

  • Zitat von Jai-C

    Wer mit dem Auto in die Innenstadt fährt, der hat es verdient im Stau zu stehen.

    Genau!Und dann hat jeder die Freiheit im Stau zu stehen oder sich schlauerweise geeignetere Verkehrsmittel für die Staustrecke zu wählen.


    Nur: Für was braucht es jetzt ein Verbot?
    Mit dem Verbot wären alle gleichermaßen betroffen/benachteiligt, gleich ob sie sinnvollerweise mit dem PKW unterwegs sind (z.B. Transport schwerer Einkaufswaren) oder unsinnigerweise. Gerade diese Freiheit sollte zu einer recht optimalen Verkehrsmittel- und Zeitauswahl bei Staugefahr sorgen. Wenn es Zeitgenossen gibt, die selbst dafür zu dämlich sind, dann ist das wieder kein Grund, die anderen mitzubestrafen.
    ...Äh ich vergaß: In EU-Europa wohl schon. :wein:


    Bin mal gespannt, wann jemand der Befürworter merkt, daß es wieder nur um das Einnehmen zusätzlicher Mittel zum Stopfen von Haushaltslöchern geht. Sory aber dieser Verdacht liegt derzeit zu nahe.


    ---------------
    In der neuen ADAC-Motorwelt ist auf S 23 ein interessanter Überblick Vor- und Nachteile der verschiedenen Ökokraftstoffe. Leider konnte ich den Inhalt im Web nicht finden.

  • Zitat von Jai-C

    :D
    Ich denke mal du erwartest da jetzt keine ernsthafte Antwort. Wer mit dem Auto in die Innenstadt fährt, der hat es verdient im Stau zu stehen.


    Nein, wirklich ernst war das natürlich nicht gemeint!


    Dennoch: Spricht da der Ökonom oder doch eher der Ökologe aus dir?


    Auf Berlin bezogen: Ich sehe z.B. nicht ein, wieso ich 30 Minuten mit dem Bus bzw. 20 mit U- und S-Bahn zum Ku'damm fahren sollte, wenn sich derselbe Weg auch in 10 Minuten mit Auto bewältigen lässt...


    Dann werde ich eben weniger zum Ku'damm fahren und häufiger in die Schlosstraße gehen wo ich mit dem Auto 5 Minuten hin brauche, mit (S-Bahn und) Bus (10-)15...Und andere werden bestimmt ähnlich handeln, weil die wenigsten mit großen Einkauftüten im Bus sitzen wollen. Und wer hat was davon? Niemand! Berlin ist nicht Mexiko City, dass im Smog versinkt, der dichte Brufverkehr beschränkt sich größtenteils auf die Autobahnen und einen flüssigeren Verkehr kann man durch das eine oder andere Verkehrsschild oder Ampel erreichen...


    Ach ja: Busse können wohl nicht im Stau stehen...?

  • Wir sind langsam an einem Punkt angekommen, an dem die bisherige Entwicklung so nicht weitergehen kann. Lärm wird von vielen als Krankmacher immer noch unterschätzt, giftige Abgase werden in die Luft geblasen, die Landschaft (und Städte) mit breiten Straßen zugebaut. Unser jetziger Lebensstil ist einfach krank und er wird sich ändern müssen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern nur wann. Unsere Eltern hatten in den letzten Jahrzehnten auch ein schönes Leben mit einem respektablen Wohlstand, ohne das Lebendvieh von Estland nach Spanien gekarrt wurde und ohne 3mal im Jahr (plus mehrere WE-Ausflüge) ins Ausland gereist zu sein. Die Umstände werden uns zu einem veränderten Verhalten zwingen, vorher könnte die Politik schon ein bißchen Gegensteuern. Ich fordere noch höhere Ökosteuern und endlich die saftige Besteuerung von Flugbenzin. Mal eben zum 'Shopping' und 'Clubbing nach London oder sonstwo fliegen zu können weil der Flug weniger kostet als ein Taxi vom Hbf zum Flughafen, darf es nicht mehr geben. Das war jetzt zwar ein bißchen off topic, aber dieser Rundumschlag zum Thema "Mobilität" mußte einfach sein. Natürlich ist meine Position radikal und sie wir auch von vielen belächelt. Aber diese Leute werden alle noch ihr blaues Wunder erleben.

  • MartyMUC


    Und wer hindert Dich daran so zu leben wie es deine Eltern getan haben. Wirst Du in Billigflieger gezwungen oder muß man an einer Hauptverkehrsstraße wohnen?
    Gibt es eine gesetzliche Mindestzahl jährlicher Auslandsurlaube?


    Haben Deine Eltern all dies wg. Ökosteuer nicht gemacht?


    Nein, erst Steuern und Verbote hindern einen irgendetwas zu tun oder nicht zu tun. Sie sind Feinde der Freiheit.
    Live free or die!

  • Zitat von MartyMUC

    könnte die Politik schon ein bißchen Gegensteuern. Ich fordere noch höhere Ökosteuern und endlich die saftige Besteuerung von Flugbenzin.


    Und für was wird die Ökosteuer dann wieder verwendet? Für Zinszahlungen der Schulden und Stopfen der Haushaltslöcher. Wenn die Ökosteuer wenigstens für ihren Zweck dienen würde. Eine weitere Erhöhung dieser Pseudosteuer wäre eine Frechheit der Regierung.


    Klar verbrauchen Flugzeuge viel Kerosin, aber ich schau da auch mal auf mich und meinen Geldbeutel. Und weil der Flug nach London nur noch 50 anstatt 200 Euro kostet, setz ich mich auch nicht 10x im Jahr in den Flieger. Ich freu mich aber, das es eine günstige Möglichkeit gibt, europäische Städte für kleines Geld zu entdecken, die ich sonst wohl nie anschauen würde. Dem Tourismus-Sektor bringt die ganze "Billig-Airline-Welle" auch viel, mal ganz abgesehen von den vielen Arbeitsplätzen, die dadurch entstehen.


    Ein bisschen off topic zwar, aber trotzdem interessant: Innerhalb der nächsten zwei Jahren wird die Mehrwertssteuer auf 20% erhöht. Noch nicht 100% sicher, man muss aber damit rechnen. Soviel zum Thema Steuern.

  • @Marty Muc


    Ich würde dir mal Nordkorea als neue Heimat empfehlen. Dort wirst du mit Sicherheit nicht verreisen können (Schade, dass die DDR nicht mehr existiert!!!)