Hörde | Phoenix See [Planung&Bau]

  • Seequartier - H12 | 18. Juli 2021


    Der bald schon zwölf Stockwerke hohe Wohnturm von Hafen 12 bildet den weithin sichtbaren Abschluss der Hörder Hafenpromenade. Anfang des Monats wurde bereits Richtfest gefeiert. Damals war der Wohnturm allerdings erst zehn Stockwerke hoch. Mittlerweile ist das Hauptgebäude auf elf Stockwerke beziehungsweise zehn Obergeschosse angewachsen. Somit fehlt nur noch ein Vollgeschoss bis zur tatsächlichen Fertigstellung des Rohbaus. Spätestens Ende des Jahres soll dann der Innenausbau starten. Unterschiede zur Visualisierung kann ich übrigens nicht ausmachen. Selbst die vier Balkone haben nicht wie an dieser Stelle gemutmaßt "an Tiefe verloren". Deshalb hoffe ich auch, dass der Aufbau (Technik; Fahrstuhl) noch umgesetzt wird - dieser würde aus Hafen 12 nämlich de facto ein Hafen 13 machen.


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    Zu Füßen des Wohnturms wurden zwei weitere Bauteile realisiert. Die Rohbauten der vier Stockwerke hohen Gebäude sind bereits fertiggestellt und das Gros der Fenster sogar schon gesetzt. Hier dürfte also nicht erst Ende des Jahres mit dem Innenausbau begonnen werden.


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    Fotos: eigene Aufnahmen

  • Seequartier - H12 | 24. Juli 2021


    Ich muss sagen, dass das Gebäude von der Seeseite her viel weniger brachial aussieht und wirkt, als ich anfangs befürchtet hatte. Dies ist von der Rückseite her schon eher der Fall.




    Bildquelle: tino27

  • ^ H12 hat mit den zum See zugewandten Fassaden (Süd- und Ostfassade), zwei Schokoladenseiten. Ich bin gespannt, wie der ausgerüstete und komplett geklinkerte Komplex aussehen wird. Auf jeden Fall "verliert" H12 ohne Baugerüst noch einmal ordentlich an Volumen.

  • Seequartier - SEEyou | 2. August 2021


    Das Wohn- und Geschäftshaus SEEyou nähert sich mit Siebenmeilenstiefeln seiner Fertigstellung → mittlerweile wurde das Gros der zum See zugewandten Seiten des Hauptgebäudes mit Fenstern und Klinkern versehen sowie die Arbeiten an der Freitreppe aufgenommen. Besonders gelungen finde ich jedoch die Glasbrüstungen der Balkone und den verzinkten Stahl, der nicht nur am Sockel/Erdgeschoss, sondern nun unter anderem auch an den Treppenhäusern verbaut wurde.


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    Fotos: eigene Aufnahmen

  • Seequartier - Ärztehaus am Phoenix See | 2. August 2021


    Freundliebs Ärztehaus am Phoenix See wurde ausgerüstet und dürfte so gut wie bezugsfertig sein. Alles im allem halte ich das Gebäude für einen akzeptablen Lückenfüller, der einige kleinere Ausrufezeichen setzt, siehe die Glasbrüstung des Balkons, die unterm Strich geglückte Fassade aber auch die illuminierte Beschilderung/Fassadenbeschriftung.


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    Fotos: eigene Aufnahmen

  • Seequartier - H12 | 2. August 2021


    Der Wohnturm ist mittlerweile zwölf Stockwerke hoch, und nun steht wohl auch fest, dass der Rohbau dem Entwurf entsprechend realisiert wird. Soll heißen: Das Technikgeschoss - also das 13. Stockwerk/zwölfte Obergeschoss - folgt noch, siehe den Bewehrungsstahl, der aus dem Beton herauslugt. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die insgesamt vier Baukörper auch tatsächlich verklinkert werden. Sollte dem so sein, kann man von einem erstklassigen Neuzugang sprechen, finde ich.


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    Fotos: eigene Aufnahmen

  • ^ Gerade bei Betrachtung des letzten von dir gemachten Fotos wird die bemerkenswerte Entwicklung dieses Areals deutlich. Darauf kann man wirklich stolz sein. Ich denke Deutschland- und gar Europaweit gibt es in den letzten 10-15 Jahren wenig vergleichbares. Phönix West wird sein übriges dazu beitragen.

  • ^^

    Mein Impuls bei Betrachten der Bilder war eher: Aus einer ästhetischen Perspektive alles erstaunlich irrelevant. Worauf soll man da denn stolz sein?

  • Mein Impuls bei Betrachten der Bilder war eher: Aus einer ästhetischen Perspektive alles erstaunlich irrelevant. Worauf soll man da denn stolz sein?

    Da die von dir angeführte Ästhetik wenig quantifizierbar ist, fällt dein Kommentar eher in die Kategorie “Haters gonna hate”.

    Zusätzlich bleibt zu empfehlen, sich den Urzustand des Geländes vor Augen zu führen.

  • Seequartier - Ocean21 | 2. August 2021


    Das von Drahtler Architekten konzipierte, von der Bauunternehmung Freundlieb realisierte und von der Familie Opländer finanzierte Bürohaus Ocean21 sollte ursprünglich im ersten Quartal 2021 bezugsfertig sein. Das Ziel wurde eindeutig verfehlt. Mittlerweile befinden sich die Arbeiten aber auf der Zielgeraden → das Gebäude ist zumindest äußerlich weitgehend fertiggestellt, selbiges gilt im Prinzip auch für die Außenanlagen.


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    Fotos: eigene Aufnahmen


    Viel wird sich also nicht mehr tun, deshalb ist die Zeit gekommen für (m)ein abschließendes Fazit: Ocean21 haut mich nicht vom Hocker. Das liegt aber nicht an den Materialien, die zweifelsohne hochwertig sind, sondern ist reine Geschmackssache. So sind mir insbesondere die giftgrünen Laibungen - ich erwähnte es ja bereits an anderer Stelle - ein Dorn im Auge.

  • ^ Gerade bei Betrachtung des letzten von dir gemachten Fotos wird die bemerkenswerte Entwicklung dieses Areals deutlich. Darauf kann man wirklich stolz sein. Ich denke Deutschland- und gar Europaweit gibt es in den letzten 10-15 Jahren wenig vergleichbares. Phönix West wird sein übriges dazu beitragen.

    Wenn ich als Auswärtiger (Hamburg) meinen Senf dazu geben darf 8)


    Ich halte nicht so viel von Rankings. Aber der Phoenix-See Thread ist einer der ganz wenigen, die ein Thema außerhalb meiner eigenen Stadt betreffen, in denen ich regelmäßig mitlese. Ich finde jetzt keines der Gebäude für sich genommen außerordentlich bemerkenswert. Das ist in qualitätvollem Städtebau aber auch nicht erforderlich.


    Das Ensemble insgesamt hat wirklich etwas!

  • Naja, europa- oder deutschlandweit gibt es schon vergleichbares. Ich denke mit der Hafencity in HH kann sich der Phoenixsee nicht messen. Dort ist alles noch exquisiter, architektonisch reizvoller und vor allem auch größer.

    Wahr ist aber auch (und das vergessen viele Kritiker) dass man auch immer den Ursprungszustand betrachten sollte, und da kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass eine der Alternativen eine Deponie gewesen wäre.

  • Mein Impuls bei Betrachten der Bilder war eher: Aus einer ästhetischen Perspektive alles erstaunlich irrelevant. Worauf soll man da denn stolz sein?

    Wenn aus einer Industriebrache innerhalb von einer Dekade ein Lebenswertes Viertel mit viel Grün und Wasser entsteht...kann man da schon mal Stolz drauf sein.

  • Es gibt ja auch in NRW Projekte wie den Medienhafen in Düsseldorf oder den Duisburger Innenhafen. Der Phoenixsee hebt sich allerdings ein wenig davon ab, da hier nicht, wie nun an der Speicherstraße am Hafen ehemalige Hafenbecken umgestaltet wurden, sondern ein kompletter See auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände neu angelegt wurde.


    Die Hafencity in Hamburg ist eher mit Düsseldorf und Duisburg vergleichbar. Dort ist die Architektur auch deutlich hochwertiger als am Phoenixsee. Dennoch kann man mit dem Gesamtprojekt mehr als zufrieden sein. Ich kann Tiefimwesten nur zustimmen. Man muss sich mal vor Augen führen, woher man kommt. Vor 20 Jahren ist das Stahlwerk geschlossen worden. Gut 10 Jahre später ist der See eröffnet worden. Wiederum gut 10 Jahre später werden die letzten Grundstücke bebaut. Das ist schon eine beachtliche Leistung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass im Ruhrgebiet viele andere ehemalige Stahl- oder auch Bergwerksflächen zum teil Jahrzehnte brach liegen. Und die möglichen Alternativen wie eine Deponie oder ein schlichtes Gewerbegebiet mit riesigen Möbelhäusern und Baumärkten wären auch nicht besser gewesen. Man kann froh darüber sein, dass die Stadt den Mut hatte, die Vision vom Phoenixsee auch Realität werden zu lassen. Spätestens jetzt sind die Hörder heilfroh, dass es den See gibt. Denn ohne den See, der während des Starkregens zum ersten mal auch Regenrückhaltebecken genutzt wurde, hätte eine Hochwasserkatastrophe in Hörde nicht verhindert werden können.


    Man könnte nun lange darüber lamentieren, dass manche Gebäude etwas schlicht geworden sind. Oder man kann sich über ein insgesamt sehr gut gelungenes Stadtentwicklungsprojekt freuen, dass ein völlig neues Stadtviertel hervorgebracht hat und die Hörder Altstadt sehr gut ergänzt. Ich gehöre zu letzterer Gruppe. Zumal es dort auch Projekte gibt, die besonders gut gelungen sind. Dazu zählen aus meiner Sicht etwa das SWAN-Projekt, das Gebäude von Microsonic oder auch das RIVA 1-Gebäüde am Phoenixsee.

  • Kann man Stolz drauf sein was geschaffen wurde, muss man nicht mit der Hafencity oder München und Berlin vergleichen.

    Der Phoenix See ist was eigenständiges, überaus herausragend geschaffenes, neues, ein gelungenes Symbol einer abgeschlossenen Ära aus der Zeit der Schwerindustrie in einer Ruhrgebietsstadt mit Fabriken und Schlote geworden, in diesem Fall Dortmund und seinem Stadtteil Hörde. Krampfhaft nach Fehlern zu suchen verbietet sich geradezu.

    Da gibt es überhaupt nichts dran zu deuteln, kein Kirchturmdenken, dass war hier auch wieder wie früher ein Stück harte Maloche durch die Stadtväter, und zollt allen Respekt ob des Erreichten.

  • Was ist Phönixsee doch ziemlich einzigartig macht, ist die Mischung. Einfamilienhäuser, zum Teil auch hochwertige, Doppelhaushälften, Mehrfamilienhäuser, überwiegend in Form von Stadtvillen mit hochwertigen Eigentumswohnungen, großzügigen Penthauswohnungen und natürlich Büroraum, auch da zum Teil hochwertige Bürohäuser mit aufwendigen Fassadenmaterialien und einer interessanten Architektur, ( z.B. die Ärztehäuser oder Swan), daneben eine attraktive Infrastruktur mit guten Restaurants, der kleinen Marina und in der Nachbarschaft weitere Geschäfte. Dann darf man auf keinen Fall die Hörder Burg vergessen, die sich sehr schön in das Ensemble einfügt und durch die Renovierung enorm gewonnen hat. Diese Verbindung zwischen traditionellen und neuen Bauten ist was ganz Hervorragendes. Es kommt die Villa hinzu , die hoffentlich irgendwann auch durchrenoviert ist und zur Verfügung steht.

    Wichtig ist auch, der Phönixsee lebt, er wird angenommen, fast schon zuviel. Die Gastronomie ist gut besucht. An den Wochenenden ist der Phönixsee sehr beliebt. Das kann man nicht unbedingt von der Hafencity in Düsseldorf und von der Speicherstadt in Hamburg sagen. Diese Orte sind zwar architektonisch hochwertig, aber es handelt sich immer um dasselbe Prinzip, nämlich etwas Büro, sehr viel teure Eigentumswohnungen und einige wenige Geschäfte. Im Prinzip habe ich sowohl die Hafencity in Düsseldorf als auch die Speicherstadt in Hamburg als relativ tote Gegend in Erinnerung, insbesondere abends ist dort nicht mehr viel los. Das ist am Phönixsee ganz anders, was will man mehr?

    So fnde ich, dass in der Summe das Projekt doch etwas Einzigartiges darstellt und sowohl in der Ausführung als auch von der grundsätzlichen Planung her als sehr gelungen bezeichnet werden darf.

  • Über was diskutiert man hier überhaupt: Am Ende ist es doch eines der wichtigsten Punkte oder Fragen: Funktioniert das neue Quartier?

    Und da kann man doch ohne umschweife sagen: Ja. Es funktioniert als Naherholungsgebiet sogar über die Stadtgrenzen hinaus, es funktioniert als ein gutes bis absolut hochwertiges Wohnviertel, es funktioniert als hochwertiger Bürostandort und es funktioniert auch als Ergänzung oder Impulsgeber für die Hörder Innenstadt.

    Dabei sollte einem klar sein: Das "Funktionieren" ist aber bei solch einem Projekt keines Falls ein rein technischer Begriff, denn ein Urbanes Naherholungsgebiet und eine hochwertige Büro und Wohnlage funktioniert nur wenn sowohl die Ästhetik der allgemeinen Gebäudegestaltung als auch Landschaftsgestaltung eine entsprechende Qualität aufweisen.

    Es gibt hier zwar kein Gebäude, dass architektonisch so herausragend ist, dass es als Anziehungspunkt wirkt, aber die Gesamtgestaltung des Gebietes ist eben eine Mischung aus Homogenität und Abwechselung auf einem hohen Niveau und damit eben sehr gefällig.