Die ewige Hochhausfrage - das Original seit 2003

  • Das Thema hatten wir schon mehrfach. Im Stadtrat gibt es eine starke Lobby für ein hartes Limit bei 100m. Rechtlich verbindlich ist diese Grenze nicht, aber de facto existiert sie sehr wohl - siehe Blockade bei den Hochhäusern Moosacher Str. und BVK.

  • Na ja, ich befürchte, es sind die nun schon wieder unmittelbar bevorstehenden Kommunalwahlen, die uns da einen Strich durch die Rechnung machen werden. Wenn ich mir z.B. die Meldungen über die Nominierung von Frau Frank als Bürgermeisterkandidatin anschaue, wo berichtet wird, sie plane eine Kursänderung zu einem gemäßigteren Wachstum, München solle sich „zurückerobern“ und Innovation solle „gemütlich“ umgesetzt werden, dann wird mir Angst und Bange, wie dieser Spagat dann in ausgestalteter Politik aussehen wird. Hochhäuser über 100m? Haben bei solch einem gemäßigten Wachstumskonzept bestimmt überhaupt keinen Platz!


    https://www.sueddeutsche.de/mu…k-ob-kandidatin-1.4473825


    Auch andere Mitglieder des Stadtrats werden in nächste Zeit kaum den Mut aufbringen FÜR Wachstum und höhere Hochhäuser zu votieren. Im Zweifelsfall duckt man sich in solchen Zeiten weg vor dem vermeintlichen Willen des Wählers….

  • Kampfansage an Reiter. Die neue OB Anwärterin stellt neben mehr kulturellen Events in München auch mehr Hochhäuser in Aussicht.


    Ich sag mal so, schlimmer als unter Reiter kann es schon gar nicht mehr werden. Reiter's kurze Zeit schmückt ja nicht EIN einziges, selbst initiertes Bauprojekt. Alles (Werksviertel, BVT, etc.) war vor seiner Zeit. Welche Bilanz. Grusel :(


    Er wird dann wohl als der One Hit Wonder "Dantebad-Parkplatz-Überbauungs-OB" in die Annalen eigehen. Meine Stimme bekommt er nicht, für ZERO Performance!


    https://www.tz.de/muenchen/sta…ters-ob-amt-12351451.html

  • Andererseits hat uns die SEM Nordost gezeigt, wie doppelzüngisch die CSU sein kann.


    Wer sagt uns, dass die Fame nicht ebenso schnell umkippt wie Pretzl?


    Für mich ist die CSU die mit Abstand unglaubwürdigste Partei in München.

  • Inzwischen glaube ich, dass sich München aus dieser verfahrenen Situation nur durch ein neues Referendum befreien kann. Zumindest wäre das das stärkste Signal, das nachhaltiger wäre als wenn die Stadtverwaltung einfach selbst entscheidet und dabei riskiert, dass ihr irgendein wahlkämpfender Brannekämper früher oder später in den Rücken fällt. Gibt es eigentlich noch andere europäische Städte, die mit einem dermaßen rigiden Hochhaus-Dogma zu kämpfen haben? Ich kenne wie gesagt nur das Beispiel Rom, wo über Jahrhunderte die (im Falle Roms übrigens deutlich besser nachvollziehbare) 137-Meter-Grenze der Petersdom-Kuppel galt. Dieses Dogma fiel immerhin 2011 nach einem von der Stadtverwaltung initiierten Referendum, in dem sich die Bürger für die Lockerung aussprachen. Übrigens hatte auch Milano einst eine Höhengrenze mit dem Duomo, die aber bereits in den 1960eer Jahren abgeschafft wurde.


    https://www.welt.de/kultur/art…Petersdom-ueberragen.html
    https://www.tagesanzeiger.ch/l…sein/story/17189153?track

  • Man sieht es ja jetzt wieder beim geplanten HH am Knorr Bremse Areal. Selbst die 99m sollen evtl. auf 78m zurückgestutzt werden.


    Es geht nicht ohne neues Referendum bzw. Bürgerentscheid.
    Sonst wird unsere Stadt in den nächsten Jahren mit weiteren HH Stumpen vollgesch...!


    Unglaublich. Ich kenne sonst keine andere Stadt, auf diesem Planeten mit so einer seltsamen Haltung gegenüber HH.

  • Heut in der SZ Druckausgabe und online:
    “Büros statt Wohnungen“.


    Freiflächen sollen ja auch erhalten werden.


    Hieraus ergibt sich, dass die Anzahl der Hochhäuser wesentlich steigen müsste.


    Das kann man doch jetzt nicht mehr lange mit Bürgerbefragungen allein lösen, denn
    es geht nicht mehr nur um Qualität sondern um Quantität.


    In dem Bericht steht wieder: Der Büroflächenbestand ist mit ca22qkm der 3. in EU. Hier sieht man wieder deutlich, dass die wahren Größenverhältnisse gern verschleiert werden. Dann wundere ich mich nicht, dass sich alle über die Wirtschaftskraft wundern: „München ist doch lediglich eine Residenzstadt“ oder ähnliches
    und man müsste München „lebens und liebenswert“ erhalten.


    Irgendwann müssen die Verantwortlichen entscheiden zwischen lebenswert und liebenswert. Diese Entscheidung wurde schon viel zu lang hinausgezögert, nach meiner Meinung.
    Man könnte die Stadt lebenswert erhalten, bei steigender Nutzfläche, wobei Freiflächen weiterhin erhalten werden können.


    wie seht’s ihr des ?

  • Der Büroflächenbestand darf man da nicht recht trauen denk ich. Es wird bei München traditionell der Bestand im Umland mit eingerechnet, aber in den meisten anderen Städten nicht. Aber m0nchen ist sicherlich einer der Topstansorte für Büros in Europa.

  • Hochhäuser sind „liebenswert“

    Schachbrett: Ich denke wir sind uns mittlerweile einig (zumindest wurde es in diesem Thread schon vielfach herausgearbeitet), dass die Frage nach Hochhäusern in erster Linie eine ästhetische ist. Wer argumentiert, dass höhere Hochhäuser die Lösung für den Büroflächenmangel und die Wohnungsnot sind, der übersieht, wie unglaublich locker im Stadtgebiet immer noch die Bebauung ist. Bis hier Hochhäuser als „Wunderwaffe“ eingesetzt werden können, muss noch sehr viel passieren. Nämlich müssen erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden, dass eine dichtere Bebauung überhaupt möglich ist. Aber, wie gesagt, aus ästhetischen Gründen befürworte ich Hochhäuser auf der ganzen Linie, sie sind so etwas wie die Kirchtürme und Kuppeln unserer Zeit. Deshalb möchte ich auch hier widersprechen, Hochhäuser machen eine Stadt sehr wohl „liebenswert“.

  • Sollte die nicht im JuLi vorgestellt werden?


    So gespannt bin ich nicht darauf, schließlich hat sich an der Stadtstruktur seit Schreiber (1977) / Stracke (1995) nichts fundamental geändert. Großartige neue Erkenntnisse würden mich überraschen.
    Daher wird die Studie dem Stadtrat vermutlich mehr eine Art Absicherung zur Gewissensberuhigung sein. Nur wenn die Motivation in der Politik, Konsequenzen aus der Studie zu ziehen (= Rahmenplan), auch vorhanden ist - was ich angesichts der anstehenden Kommunalwahl bezweifle - werden wir auch was davon haben. Ansonsten Steuergelder für die Schublade.


    https://www.muenchen.de/rathau…4-Die-Hochhausstudie.html

  • Ich denke auf einen Monat früher oder später kommt es nicht an, Hauptsache es kommt endlich überhaupt mal eine Studie. Die Frage ist tatsächlich was man daraus macht, ohne einen Rahmenplan ist die Studie das Papier nicht wert.

  • Da wir ja schon diverse HH Studien hatten, wird auch diese nicht zu neuen Ergebnissen kommen.


    Viel wichtiger ist, daß dieses mal die HH Studie dazu genutzt wird, um einen VERBINDLICHEN HH Rahmenplan zu erstellen.


    Merk und Reiter sollten am besten dazu mal für 2-3 Wochen nach FFM fahren und sich erkundigen, wie soetwas gemacht wird. Bzw. vor vielen Jahren dort gemacht wurde.


    Denke das Beide, absolut nicht das Know-How dazu haben. Aber man kann ja in jedem Job dazulernen :).

  • Konii.de, vom 9.7.:
    Vermittlung von DaVinci Campus durch Avison Young:
    Münchner Osten gewinnt als Bürostandort signifikant an Bedeutung.


    In diesem Artikel wird bezüglich der Ostachse besonders auf die Hochhausstudie
    eingegangen.


    Es gibt auch eine kleine Draufsicht mit einer stilisierten blauen Banane.


    Mal schauen.

  • Eines verstehe ich nicht ganz:


    Bei vielen Projekten wird ein Wettbewerb mit mehreren Architekturbüros abgehalten.


    Bei der Hochhausstudie ist soviel ich weiß nur ein Planungsbüro beauftragt worden.


    Wisst ihr näheres ?