Die ewige Hochhausfrage - das Original seit 2003

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    Die Fassade wurde doch außen komplett erneuert. An der Höhe zu schrauben dürfte hier auch sehr viel schwieriger werden, als beim BayWa-HH. Immerhin hängt ein Großteil des Baus an Säulen. Die Statik umfasste damals über 100.000 Seiten ;)

  • Dann drücke ich mich jetzt etwas genauer aus. Hatten das Thema ja schonmal. Beleuchtung.


    Dann wurden Vergleiche gezogen, daß ja in FFM auch nur der Commerzbank Tower und andere Gebäude Nachts beleuchtet seien.


    Das ist aber definitiv nicht der Fakt. Was ist mit dem Osthafen? Dem EZB Gebäude, etc.?


    Ein paar blaue LED's wie am Highlight Tower schaun nunmal Nachts 1.000 mal besser aus.


    Ist doch vollkommen egal, ob die Gebäude innerhalb(da sind ja eh fast keine) oder außerhalb des Rings stehen.


    Die Allianz Arena ist doch auch in Festtagsbeleuchtung die ganze Nacht. Warum nicht auch Hochhäuser?


    Der Mae West und der Hypo Bank hätte jedenfalls im Zusammenspiel eine tolle Beleuchtung nicht geschadet.

  • Ja, das war ja das traurige.


    Und da man Gegner einer Sache natürlich leichter motivieren kann als Befürwörter, ist dieser lächerliche Bürgerentscheid sowieso absolut in Frage zu stellen und ein absoluter Witz.

  • Ein paar Hochhäuser würden München schon ganz gut stehen. Frankfurt ist ja vom Grundprinzip her ähnlich gebaut wie München. Und da sieht man wie gut Hochhäuser einer Deutschen Stadt stehen können:


    Kann man jetzt auch bei Google Maps sehen:


    https://www.google.de/maps/@50…0.91t/data=!3m1!1e3?hl=de


    Ich hätte durchaus Lust auf 10 20 Hochhäusern entlang des Altstadtrings/HBF/Ostbahnhof


    Aber ich weiss jetzt schon dass sie Wurschtwampen und Hendlfriedhofsfraktion ein zünftiges Naaa parat hat.

  • Frankfurt ist ja vom Grundprinzip her ähnlich gebaut wie München. Und da sieht man wie gut Hochhäuser einer Deutschen Stadt stehen können:


    Von der Makrolage ist so ziemlich jede europäische Stadt gleich aufgebaut. Das heißt aber nicht, dass in jeder Stadt nun Hochhäuser im Zentrum entstehen müssen. Denn von der Mikrolage unterscheidet sich München dann doch gewaltig von Frankfurt.


    Ein paar Hochhäuser würden München schon ganz gut stehen.


    Es ist ja nicht so, dass München keine Hochhäuser hätte.


    Ich hätte durchaus Lust auf 10 20 Hochhäusern entlang des Altstadtrings/HBF/Ostbahnhof


    HBF (max. 80m) und Ostbahnhof ja aber am Altstadtring haben Hochhäuser nichts verloren (von kleinen Wohnhochpunkten von ca. 30m mal abgesehen), dafür gibt es in München tausend bessere Standorte (z.B. der Arabellapark, wo man neben dem HVB-Tower leicht 200m bauen könnte). Ich wüsste am Altstadtring jetzt keinen guten Standort für ein Hochhaus? Am ehesten vielleicht noch am Oskar von Miller Ring oder an der Sonnenstraße auf Höhe des Sendlinger Tors. Das Panorama, wie es unsere Immobilienmakler und Projektentwickler so lieben, wäre damit aber hinüber ;)

  • Also ich könnte mir sehr gut wie in Frankfurt einige Hochhäuser zwischen HBF und Altstadt und z.B am Osker von M.Ring oder aber auch entlang der Sonnenstrasse, am Lehel, zum Stiglmaierplatz hoch und auch am Sendlinger Tor vorstellen.


    Also die Gemeinsamkeiten zwischen Frankfurt und München sind schon extrem. Westliche Bahnachse, großer HBF, winzige Altstadt, S-Bahn Tunnel. Nur mit dem Unterschied dass München fast doppelt so groß wie Frankfurt ist, dafür der Frankfurter Ballungsraum größer ist.

  • Von dem Zitat von Mathias Pfeil sollten sich andere Politiker eine Scheibe abschneiden. Eine moderne Skyline neben der Historischen, die sich gegenseitig ergänzen. Genau das sollte der Leitfaden künftiger Münchner Stadtentwicklung werden.

  • Mhm... gut gemacht, aber: wenn man sich das so anschaut: furchtbar.
    Ich finde, man sollte 2-3 Quartiere ausweisen in denen hoch gebaut werden kann. Momentan finde ich das nicht gut, überall werden Gebäude gebaut die bitte unbedingt unter 100m sind. Dafür stehen überall Stumpen herum. Wenn man beispielsweise alle gesammelt in der Parkstadt Schwabing gebaut hätte, also Uptown, SZ Gebäude, City Tower, ADAC usw., das wäre schön.
    Aber überall verteilt.. das sieht nach nichts aus.
    Dann lieber nichts hohes.

  • Ich schließe mich Ismaninger grundsätzlich an, dass eine zu starke Hochhausverteilung unschön wirkt und diese ja 2004 einer der Auslöser für den Bürgerentscheid war. Der Protest wäre damals sicher weniger stark gewesen, hätte man Uptown, Highlight-Towers und City-Tower als Cluster gebaut. Das sieht man zum Beispiel auf Endokins Karte, welche schön gemacht ist, das Ergebnis aber nicht so recht harmonisch wirkt. Vor allem in der Innenstadt sollte man, wenn man dort Hochhäuser bauen wollte, an sehr wenigen Stellen konzentrieren, z.B. um den HBF.
    Allerdings finde ich es bei den 50-70m Türmchen nicht weiter schlimm, dass diese überall verteilt im Stadtgebiet entstehen. Manche Orte, wie z.B. das Oberwiesenfeld oder der Hans-Seidl Platz lassen sich anders nämlich nicht wirklich zu urbaneren und städtebaulich schöneren Orten formen, genauso wenig wie die Bahnflächen. Im Panorama machen sich diese Hochhäuser nicht großartig bemerkbar.
    Für weitere "richtige" Hochhäuser sollte man natürlich Solitäre wie den Uptown oder das SZ-Hochhaus vermeiden. Ein kompakter Cluster wirkt halt einfach immer noch am Besten.

  • Ja, hab mir da auch mal ne Wohnung im 11. Stock angeschaut. Drum kenn ich den Ausblick.


    Tippe aber, daß Du ganz vorne wohnst (falls im Längsgebäude) und auch ziemlich hoch, oder?


    Oder in der Riesstr. 82?

  • Die Fotos zeigen nicht nur, wie einzigartig Hochhauswohnen in der Region München ist - da diese Bilder im Norden der Stadt aufgenommen sind, zeigen sie vor allem auch, dass einzelne andere Hochhäuser keineswegs die Sicht auf die Alpen verstellen, sondern diese durchaus interessant machen können. Natürlich sollten wirklich hohe Cluster eher nördlich der Innenstadt geplant werden und weniger im Süden, damit der Ausblick über die Stadt hinweg zur Alpenkette grundsätzlich frei bleibt.

  • Die aktuelle Entwicklung in München ist doch:


    es werden viele Hochhäuser gebaut. Mini-Hochhäuser zwar, aber die prägen doch das Stadtbild ganz genauso. Ob knapp bis unter die Höhe der Frauenkirchtürme - die das Stadtbild ja auch prägen, was man ironischerweise dadurch belegen kann, dass diese zum Maßstab bei diesem Bürgerentscheid gemacht wurden oder meinetwegen ein 1.000 m Riesenphallus wie in Nahost. So oder so wirken diese sich auf das Stadtbild aus und ducken sich auch in Stummelform nicht in die münchner Traufhöhe.
    Nur ohne die für Menschen nun einmal zeitlose Faszination eines hohen Campanile mitzubringen und eine spacige Skyline zu erzeugen, sondern einfach kurze Stummelklötze, die niemand wirklich gefallen.


    Derzeit befindet sich München bzgl. der Hochhausfrage also in der schlechtesten aller möglichen Welten. Es werden Hochhäuser gebaut, aber pointiert gesagt häßliche Stummelwürfel. Das große Würfelhusten.


    Das ist doch die Debatte, die geführt gehört in München. Es werden so oder so Hochhäuser gebaut. Aber entweder solche Stummelwürfel oder wenigstens moderne Wahrzeichen, zumal man mit einem proaktiven Umgang mit der Hochhausfrage steuern kann. Man kann keinem Bauherren verbieten, außerhalb von besonders geschützten Ensemblen - die münchner Altstadt ist geradezu winzig, soviele geschützte Ensembleflächen gibts in München halt nicht - einen 70 m Stummel zu bauen. Aber man kann sehr wohl steuern, wo 200-300 m hohe Skyscraper errichtet werden. Frankfurt macht es beispielhaft vor, wie man mit einer proaktiven Hochhausrahmenplanung steuern kann.


    Und da selbst in München die Nachfrage nach Büroräumen endlich ist und auch dort Investoren kalkulieren müssen ist die Höhe dank der deutschen Bauvorschriften doch ohnehin in der Regel im Bereich von ca. 250 m nach oben "abgeriegelt", bei Wohnhochhäusern ebenso. Aber dafür baut man dann statt vier Stummelwürfeln nur einen solchen Turm und hat dadurch im Endeffekt weniger "Störungen" der alten München Skyline nach alter Trauhöhe als durch die Sperrung gegenüber Highrises aktuell.


    Das muss man doch selbst erzkonservativen Altmünchnern erklären können - nach dem Motto verhindern könnt ihr schlicht nicht, dass sich euer München wandelt, auch wenn ihr offenbar die Hochhausfrage zum Symbol für die Umwandlung Münchens vom Millionendorf zur Yuppie-Zentrale Mitteleuropas erkoren habt und entsprechend verbißenb bekämpft. Im Grunde wird München ja flächendeckend gentrifiziert, nicht nur wie in Berlin einzelne Kieze. Und jene, die dabei unter die Räder kommen oder allgemein die alte Gemütlichkeit vermissen und es vielleicht auch ärgerlich finden, mitten in München komisch angeschaut zu werden, wenn man in der Bäckerei mit "Grüß Gott" eintritt und "Semmeln" verlangt, statt "Tach" und "Brötchen", die stimmen eben mit einem "Nein" gegenüber dem Hochhausbau stellvertretend mit "Nein" zu diesem Wandel Münchens und dem Verlust alter Identität, Heimat. Wenn geschniegelte Immobilienleute darüber nur arrogant hinweggehen und auch die Lokalpolitik nichts substantielles dagegen macht, dass dieser Wandel sprichwörtlich "über Leichen" geht, dann nutzen die Leute eben solch einen Bürgerentscheid als Protestwahl gegen den Wandel.


    Aber man muss ihnen klar machen, dass sie den damit nicht aufhalten und ggf. sogar die Probleme verschärfen. Wer weiss, um wieviel entspannter zB der Wohnungsmarkt wäre, wenn Investoren schon vor Jahren damit begonnen hätten, massiv in Apartmenthighrises für zugezogene Neumünchner Yuppies zu investieren, die diese sicherlich nur all zu gerne bezogen hätten. Jeder Zubau in jedem Segment entlastet immer den gesamten Wohnungsmarkt. Das sind Dinge, die kann man doch jedem erklären. Aber das ist halt etwas komplexer, als kurze und knappe Parolen, die sich auf Wahlplakate oder Titelseiten von Lokalzeitungen drucken lassen. Aber ich denke, die Wähler sind klüger als man ihnen oft zutraut. Man muss ehrlicher diskutieren. Das kann ich hier in Berlin sagen und das gilt mit Sicherheit ebenso für München.