Die ewige Hochhausfrage - das Original seit 2003

  • Ich habe gerade gelesen, dass mit dem Hochhaus an der Neusser Straße die Highlight Türme gemeint sind. Die Türme liegen an der Schenkendorf Straße und eben der Neusser Straße. Habe ich unter www.koellmann.de gefunden.

  • Vier Türme für das Schloss


    Im Rathaus wächst die Skepsis über das geplante Hochhaus-Ensemble mit vier Türmen im Neubaugebiet Birketweg an der Friedenheimer Brücke. In der kommenden Woche soll im Planungsausschuss des Stadtrats das Bebauungsplan-Verfahren für das Areal an der Bahnstrecke Hauptbahnhof-Laim-Pasing eingeleitet werden. Je länger die Debatte über die neue Skyline andauert, desto unsicherer scheinen quer durch alle Fraktionen die Stadtratsmitglieder zu werden. Bedingungslose Zustimmung zu dem Großprojekt ist jedenfalls nicht zu hören. Zudem warnt Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter erneut vor einer „Null-acht-fünfzehn-Hochhausstadt“ München.




    Bei den Vorplanungen zu Hochhäusern in München und speziell auch zum Thema Birketweg hatte sich im Stadtrat bislang immer ein breiter Konsens für die Hochhäuser abgezeichnet. Gerade das Ensemble mit den drei Büro-Hochhäusern und einem Wohnturm (mit Höhen zwischen 80 und 120 Metern) galt als ein Paradebeispiel für das moderne Stadtbild. Doch wird dies nicht zu viel des Guten? Beeinträchtigt das Vorhaben nicht eher das Stadtbild anstatt es zu bereichern? Wie wirken sich die Sichtbeziehungen vom Nymphenburger Schlossrondell aus? Einfache Antworten auf diese Fragen gibt es nicht.




    Diktat der Rendite




    Am deutlichsten hat Alt-OB Kronawitter seine Bedenken am vergangenen Montag in der wöchentlich stattfindenen internen Runde der Münchner SPD-Spitzen (mit dem Münchner Vorsitzenden Franz Maget, OB Christian Ude, dem Fraktionsvorsitzenden Helmut Schmid) vorgetragen. Unter allen bisherigen neuen Hochhäusern sei kein einziges architektonisches Highlight, denn all diese Gebäude stünden unter dem Diktat der Rendite – „möglichst viel Geschossfläche mit möglichst rechteckiger Form und minimalistischer Architektur“. Beim Birketweg spricht Kronawitter von einer eklatanten Beeinträchtigung des historisch und künstlerisch einmaligen Schlossparks. Die Türme müssten nur hoch sein, alles andere spiele keine Rolle. Es entstehe auch kein Ensemble, sondern jeder Turm habe seinen isolierten Standort: „Eine unmögliche Figuration.“ Er wolle nicht rechthaberisch sein, sagt Kronawitter und er akzeptiere, wenn die Bürger hoch aufragende Bauten in allen Himmelsrichtungen wollten. „Warum lassen wir zu den gravierenden Änderungen unseres Stadtbildes nicht Münchens Bürger entscheiden?“




    Bürgerentscheide zu Hochhäusern werden wohl keine Mehrheit im Stadtrat finden. Überlegt wird aber, ob man über die formalisierte Bürgerbeteiligung im Zuge des Bebauungsplanverfahrens hinaus eigene Workshops über das Projekt Birketweg veranstaltet. Schwierig ist die Frage, welche Alternative es zu den Hochhäusern geben könnte. Mehr in die Fläche zu bauen bedeutet nämlich weniger Grün auf dem Areal. Trotzdem solle man den Bürgern diese Variante noch einmal klar aufzeigen, heißt es im Rathaus.


    Quelle: Suddeutsche Zeitung

  • Spitzler, du hast kein Recht hier irgendjemandem Mundverbot zu erteilen, dies ist ein offenes Forum, also halt dich an die Regeln. Sonst wende ich mich an den Admin.

  • Hab ich dir Mundverbot erteilt?


    Es ist immer wieder interessant, was neues über sich zu erfahren!


    Danke Dirk.


    Und wenden...kannst du dich an wen du willst.....da musst du mir vorher nicht vorher drohen....>>was für eine Charakteroffenbarung!!!

  • Ich lass mir jedenfalls von dir nicht sagen wann und wo ich das Recht habe mich zu äußern. Wenn dir meine Meinung gegen den Strich geht mußt du das wohl aushalten, ist übrigens auch eine gute Charakterübung.

  • uptown ist so gut wie fertig.
    ich glaub dass dieses hochhaus viele entscheidungsträger in sachen offenheit gegenüber einer entwicklung in die höhe in münchen positiv beeinflußt.
    kann mich ja noch um die diskussionen um das uptown erinnern... gut es wurde kein 200+ turm aber gegen die entwicklung eines clusters von hochhäusern unter 200meter außerhalb des mittleren rings werden sich nur noch die hardcore bewahrer stellen!
    das beispiel "wien" wird in münchen schule machen.
    in der vergangenheit hat sich oft gezeigt dass auf einem gebiet eine dieser zwei städte der anderen um 20 jahre voraus ist: metro, hochhauscluster, flughafen...(einmal münchen - dann wieder wien) die jeweils andere stadt diesen "rückstand" jedoch im wetteifer immer versucht auszugleichen.

  • jeder Hochhaus ist für München ein Schritt nach vorne. Den getreu der deutschen Mentalität (nur nichts neues ausprobieren) ist das erste HH wohl das schwierigste...


    Ich hoffe allerdings das sich die HH´s noch an einem Ort in München konzentrieren. Das Münchner Tor wär da ein guter Anfang...

  • Diese Diskussion ist in den Münchner Medien schon fast zum Dauerbrenner geworden... dabei weiß jeder dass die Stadtverwaltung hinter den Plänen steht und Kronawitter/Denkmalrat usw. eh nichts zu melden haben.


    IMO sollten die aktuellen Pläne umgesetzt werden und dann sollte man sich mal entscheiden wo man weiter verdichten möchte!

  • :D


    Lol - bei Kronawitter hab ich auch so den Eindruck dass es ihm auf seine alten Tagen langweilig wurde und er sich jetzt darum so sehr in diese Angelegenheit reinsteigert.

  • Vorallem ist es Schwachsinn...was der labert. Gerade Stadtteile wie Pasing, Laim, Thalkirchen, Trudering sind akzentlos und durch und durch von hässlichen Wohnblocks und Gebäuden entstellt. Hochhäuser würden diese Stadtteile aus ihren provanen Nacchkriegsschlaf holen und einen neuen Reiz geben.


    Auch das Rumgetue mit Sichtachsen usw. ist typisch deutsch. Ich mein...wir sind im 21. Jahrhundert und ich lauf nicht durch München und tu so...als wäre meine Freundin "Sissy" und ich Ludwig II.


    Meiner Meinung nach sollten ausserhalb des Mittleren Rings Hochhäuser grundsätzlich gebaut werden dürfen...bis auf begründete Ausnahmefälle.


    Ich weiss ned, was das ganze Theater soll.


    Z.B.: Birketweg. Wenn man mit dem Zug nach München fährt...über Pasing, Laim.....dann wirkt diese Stadt hässlich, verhauen, heruntergekommen. Der Munichtower wertet sie da schon ein bischen auf....die Hochhäuser im Birketweg wären wunderbar geeignet diese Stadtansicht um ein vielfaches zu verbessern!

  • Hier noch der Artikel aus dem Münchener Merkur / TZ :


    Neuer Streit um die "08/15-Hochhaus-Stadt"

    Kronawitter droht mit Bürgerentscheid
    Die Baupläne für vier neue Bürotürme am Birketweg in Neuhausen (wir berichteten) lassen die Münchner Hochhaus-Diskussion wieder hochkochen. Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter befürchtet den "Dammbruch zur Null-acht-fünfzehn-Hochhaus-Stadt". Kronawitter droht der Stadt darum erneut mit einem Bürgerentscheid zur Hochhaus-Frage.
    "Alle Bürgerentscheide, auch der wegen der Schließung von ein paar Büchereien - eine Lappalie gegenüber der Hochhausfrage - haben gezeigt, dass die Leute schon wissen, was für die Stadt dringend notwendig ist und was nicht", erklärt Kronawitter. "Nach jedem Bürgerentscheid war der vorher wabernde Streit schlagartig beendet."


    Zwischen Kronawitter und seinem Amtsnachfolger, OB Christian Ude, sind die Hochhäuser schon längst zu einem solchen Streit geworden. Im aktuellen Fall würden die vier Türme am Birketweg die Optik des Nymphenburger Schlosses auf "unerträgliche Weise" beeinflussen. Was laut Kronawitter neben ihm auch die jährlich über 300 000 Besucher stören würde - sowie die Anwohner.


    Darum hat Kronawitter nun seine Partei mit Ude an der Spitze aufgerufen, eine "große öffentliche Debatte zu inszenieren", mit dem Ziel einer Abstimmung der Bürger über die neuen Hochhaus-Pläne. Zudem schlägt Kronawitter vor, künftig an möglichen Standorten mehrere Wochen große Luftballons in der von den Architekten geplanten Höhe schweben zu lassen. So könnten die Bürger das Ausmaß der Pläne abschätzen und sich ihre Meinung bilden.Sven Rieber


    mm







    Datum: 19.11.2003