Wolkenkratzer an den Elbbrücken?

  • Nun, es könnte auch durchaus anders aus (womit ich eher zu K.Dallas' Meinung einer PR-Aktion tendiere), v.a. wenn man berücksichtigt:


    - es gibt lediglich 3 Visualisierungen, wieso sollten sie auch mehr ausgearbeitet haben ... macht in so einem frühen Stadium wenig Sinn, v.a. dann nicht, wenn nur sie selbst - ohne ansatzweise vorhandenen möglichen Investor - dieses Doppel-HH-Projekt angestoßen haben. Sollte jemand Interesse bekunden, so könnten dann die nötigen detailierteren Ausarbeitungen (relativ zügig) erfolgen, zumal man auf schon vorhandenes Wissen & Erfahrungen zurückgreifen kann und dann sogar kundengerechter, weil auf besondere Wünsche besser eingegangen werden kann.
    - die Lage,
    - der Anteil der Wohnungen (über 50 %) ... ich glaube, dass der hochpreisige Immobilienmarkt in Hamburg gut versorgt ist (insbes. Blankenese & Altona, auch zT die Hafencity mittlerweile) und dieser Standort für teure Whgen eher ungeeignet ist.


    ... klingt in der Summe alles ziemlich unausgegoren, aber ziemlich werbewirksam für die Beteiligten! Deshalb kann ich den Optimismus bzw. die Diskussion hier nicht ganz nachvollziehen.


    Das passiert aber andernorts doch auch, dass Projekte groß angekündigt werden und später untergehen (meist auch aus PR/Marketing-Gründen, und manchmal um die Stadt dazu zu bewegen, Baurecht für den Bau eines HHes auf einem Grundstück zu erteilen ... was wiederum den Grundstückspreis schlagartig in die Höhe treibt = €€€).


    Aber hey, ich würde mich wie die meisten hier freuen, wenn's wirklich klappen sollte ... würde schon was hermachen, wenn man mi'm Auto von Süden aus kommend an diesen Doppeltürmen vorbeifahren würde :daumen:

  • - es gibt lediglich 3 Visualisierungen, wieso sollten sie auch mehr ausgearbeitet haben ... macht in so einem frühen Stadium wenig Sinn, v.a. dann nicht, wenn nur sie selbst - ohne ansatzweise vorhandenen möglichen Investor - dieses Doppel-HH-Projekt angestoßen haben.


    Üblicherweise gehört zu so einer Studie einfach eine (Nutz-) Flächenermittlung als Grundlage für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung dazu, und die bekommt man nun mal über Grundrisse oder die BGF.
    Außerdem werden die Turmquerschnitte schon etwa die richtigen Größen für eine Büro- oder Wohnnutzung aufweisen, das wäre ja schon fahrlässig, wenn man irgendwelche schlanken Querschnitte visualisiert, und dann keine wirtschaftlichen Größen realisierbar sind.
    Da steckt immer mehr dahinter als das bloße Bild, da ja auch der Architekt sich bei dem Projektentwickler / Investor mit einer fundierten Arbeit empfehlen möchte.
    Mit Optimismus hat das dennoch wenig zu tun, dafür verschwinden zu viele solcher Projekte in der Schublade.

  • Wohn-Wolkenkratzer wird es in Deutschland vermutlich sowieso nie geben, nicht mal in Frankfurt (dort bewegen sich die geplanten Wohn"türme" im Bereich von 45-60m). Da ist sogar Hamburg schon weiter.

  • ^^
    Na ja, allein in Köln gibt es drei Wohnhochhäuser mit mehr als 100m Höhe!
    Und in Hamburg ist eines der wenigen 100m-Türme ein Wohnturm!

  • Richtig. Aber die Kölner Beispiele sind Türme aus den Siebzigern - damals wehte noch ein anderer Wind und es entstanden Wohntürme überall in Deutschland, nicht nur in Köln.
    Und der 100m-Turm in Hamburg hat eine gemischte Nutzung, zählt also auch nicht. Ich bin wirklich gespannt, ob es in Deutschland jemals wieder einen richtigen 100m+ Wohnturm geben wird (von Wolkenkratzern, also über 150m, ganz zu schweigen).

  • Selbst in den USA sind Wohnwolkenkrazer nicht sehr verbreitet.
    Man könnte fast sagen, wenn man die Gebäudedimensionen insgesamt betrachtet, haben Wohnhochhäuser in Deutschland sogar einen höheren Anteil an den Gesamtzahl der Hochhäuser.


    Ich finde die Idee, an den Elbbrücken ein Wohnhochhaus (Wolkenkratzer) mit deutlich über 100m Höhe gar nicht schlecht. Büros gibt es in Hamburg genug. Allerdings gefallen mir die "HH"-Entwürfe nicht so besonders.
    Lieber etwas elegantes wie den Lake Point Tower in Chicago. Am besten mit öffentlich zugänglichen Dach.

  • Selbst in den USA sind Wohnwolkenkrazer nicht sehr verbreitet.


    Das hat sich gerade in den vergangenen Jahren stark verändert. Es hängt auch ein wenig von der Region ab. In Miami habe ich viele Wohnwolkenkratzer gesehen. Auch in Manhattan und Chicago sind in den vergangenen Jahren einige hinzugekommen. Und selbst im kalten Milwaukee sind neue entstanden.


    Also es sieht auch dort nach einer Trendwende aus. Interessanterweise sind die Wohnungen in solchen Gebäuden eher hochpreisig.


    Ob für so hochpreisige Wohnungen die Lage an den Elbbrücken die geeignete Wahl ist?