Augustinerhof-Areal (in Bau)

  • interessant, der Artikel ist auch nicht mehr online.
    who knows. vielleicht ist er morgen wieder drin.


    ich finde die pläne von staab nicht schlecht. für 60 millionen sollte auch eine ordentliche bauausführung drin sein denk ich.
    aber ich kann deinen einwand, nothor, nachvollziehen. eine besser baulich untergliederung hätte auch seinen reiz. die endgültigen pläne kennt aber noch keiner vor uns. die online einsehbaren war ja VOR der feinplanung. und es gab ja auch recht viel kritik an diesem und jenem detail, weniger an den massen und fluchten...


    d.

  • Die aktuell diskutierten Pläne zum Augustinerhof sehen schaurig aus. Emotional stehe ich da wie folgt zu: Hoffentlich verzögert sich das ganze solange, bis man von diesem minimalistischen, m.M.n. wenig altstadthaftem Design weg ist und es neue Pläne mit dynamischerem, heterogeneren und organischerem Kleid gibt.


    Immerhin ist die Fassade ist Sandsteinoptik vorgesehen.
    Link.


    Das Areal scheint zwar von der Lage her perfekt zu sein für einen Konzertsaal für 1000 Menschen, aber ich bin da auch skeptisch, ob sich soetwas überirdsich altstadtverträglich realisieren ließe.

  • Mir gefällt der Augustinerhof sehr gut. Vorallem die Öffnung zur Pegnitz hin. Ich hoffe, dass die technische Lösung des Konflikts bald voran schreitet! Ich habe bereits Bedenken, dass die Planungen platzen und sich eine Bebauung weitere 20 Jahre verzögern!

  • Ich bin zwiegespalten. Auf den ersten Blick dachte ich mir "interessant", eine andere Farbe, etwas verspielter, nicht ganz so plump, aber dann kam mir die Frage was die Außenverkleidung sein soll. Die Farbe ist interessant, aber irgendwie erinnert es mich zu stark an das Haus Hauptmarkt 17, was ich schon immer als Störfaktor empfand. Bzw. Spitalgasse 3. Die Frage ist wie es dann wirlich in der Realität aussieht.


    Was ich aber wunderbar finde ist die Öffnung zur Pegnitz und die Treppen hinab zum Fluß. Aber das ist ja nichts neues :D

  • Also mir gefällt der Entwurf ganz gut, die Wegführung zur Pegnitz hin gefällt mir, und ebenso das Fassadenmaterial. Was mir nicht so gut gefällt ist die die Monotonie, die entsteht wenn man das gesamte Baufeld aus einem Guss erstellt. Das könnte mehr Abwechlung vertragen. Wenn es eine Ziegelfassade werden wird, könnte man hier Blocke bilden indem man einfach die Farbnuancen variiert. Die langgezogene Trauflinie könnte m.E. auch etwas Auflockerung vertragen, aber das wäre schon fast zu aufregend. ;)


    Immerhin, die Schwachsinnsidee des Neubau einer Konzerthalle auf dem Areal ist damit wohl vom Tisch.

  • Update:


    Laut NZ-Meldung ist nun der Rechtsstreit zwischen Schmelzer und Anrainer beigelegt und die Baugenehmigung für einen leicht geänderten Plan erneut erteilt. Ohne weitere Klage innerhalb der nächsten Wochen könnte demnach 2016 oder 2017 Baubeginn sein.

  • Gestern sind die Würfel nun endlich gefallen:



    Auf dem Gelände "Augustinerhof" werden die weiterentwickelten Pläne von Staab-Architekten (http://staab-architekten.com/) ab dem kommenden Jahr endlich umgesetzt. Der Nachbarschaftsstreit ist beigelegt.


    Der Clou: Ein Teil des Gebäudkomplexes an der Pegnitz wird eine Außenstelle des Münchner Deutschen Museums beherbergen. Die Eröffnung soll bereits 2019 gefeiert werden.


    Die überregionalen, die bayerischen und die lokalen Medien berichten:

    http://www.br.de/nachrichten/m…stelle-nuernberg-102.html


    http://www.nordbayern.de/polit…deutsche-museum-1.5260106

    http://www.sueddeutsche.de/bay…-trek-im-museum-1.3028982


    Hier noch eine aktuelle Visualisierung (wie sie vor Ort durch den Generaldirektor des Deutschen Museums, dem Bayerischen Heimat- und Finanzminister und der Nürnberger Kulturreferentin - Letztere übrigens auch Partnerin des Bauherren - enthüllt wurde)


  • Das klingt schon alles sehr hoffnungsfroh. Allerdings durchschaue ich das Geschäftsmodell des Museums, das später immerhin ganze 9 Mitarbeiter beherbergen soll (NZ), nicht so wirklich. Das klingt nicht sehr schlag- bzw. zugkräftig.
    Bis auf das große Fenster/Werbetafel an der Hausecke hat der Museumsplan leider auch keinen positiven Einfluss auf die begrüßenswerten, aber dennoch nur durchschnittlichen Entwürfe des Büros Staab. Ich wünschte mir hier eien deutlich kleinteiligere Fassadengestaltung. Oder eben was richtig mutiges vom Schlage der Sebalder Kontore.

  • Die Süddeutsche berichtet von einer Veranstaltung zum Augustinerhof und der dort geplanten Depandance des Deutschen Museum am vergangenen Samstag im Heimatministerium.



    Zugegen war unter anderem Volker Staab (der Architekt) als auch Prof. Heckl (Generaldirektor des Deutschen Museums) als auch Markus Söder. Dem Publikum wurden die Pläne erläutert. Dabei hießt es, das Staabs Pläne noch leicht angepasst werden und die Eröffnung 2020 geplant sei.



    Der Artikel skizziert auch auf sehr pointierte und lesenswerte Weise die Entwicklung des Areals



    http://www.sueddeutsche.de/bay…erg-future-city-1.3247267



    d.


  • Visualisierung: Alpha-Gruppe


    Insgesamt sollen dort 6.000 qm Museumsfläche entstehen. Jetzt werde ich aber tatsächlich langsam neugierig, denn 6.000 qm sind eine ziemlich riesige Fläche, mehr als die Gesamte Grundstücksgröße. Das Museum muss also mehrgeschossig sein und dürfte einen gesamten Trakt im Komplex belegen. Da finde ich das schon wieder schade, dass man es von außen kaum erahnen kann. Mehr als ein Schriftzug weist ja nicht hin auf das "Deutsche Museum Nürnberg", da könnte man doch ruhig etwas selbstbewusster sein, oder? Denn eigentlich hat das Museum an dieser Stelle sehr gute Entwicklungschancen.

  • @ nothor:



    Die oben gezeigte Ansicht scheint bereits überholt zu sein und wahr wohl eher aus der Not geboren.
    Wie in dem SZ-Artikel deutlich wird, gibt es umfangreiche Umplanungen für das Museum. So soll der Teil für das Museum auch von außen durch große Fensterflächen kenntlich werden.



    Inzwischen ist auf der SZ-Seite diese, ziemlich spannende weil deutlich ausdruckstärkere Visualisierung aus dem Büro Staab zu sehen:


    Link:
    http://media-cdn.sueddeutsche.…4/860x860?v=1479122040000


    d.


    Bitte kein Hotlinking, siehe Richtlinien für das Einbinden von Bildern. Gruß, nothor


  • Entwurf: Staab Architekten


    ^


    Der Entwurf gefällt mir auch recht gut, wobei ich doch auf erdfarbenes Material bestehen würde, und lieber auf dieses Grau verzichte. Das ist dann doch etwas unpassend, und eher für eine U-Bahn-Station oder eine Autobahnbrücke geeignet.
    Aber die filigran verzierte Fassade mit der großzügigen Befensterung setzt einen starkes Ausrufezeichen in die Altstadt, ohne schon von weitem aufdringlich zu werden. Ich meine aber auch ein Ziegeldach zu erkennen. Da bin ich nicht sicher ob ich das gut finde oder nicht. Der sensationelle Burgblick auf die Altstadt ist ja deshalb so spektakulär, weil man ein Meer an ziegelgedeckten Satteldächern sieht. Keine andere Großstadt kann noch mit so einem Bild aufwarten, wie man es sonst nur aus Kinofilmen kennt.


    Aber für das Gebäude selbst ist es ein harter Kompromiss. Ein älterer Entwurf, der noch so auf der Website der Architekten zu finden ist und wohl aus einer Zeit stammt, in der es noch nicht um das Deutsche Museum darin ging, zeigt eine gänzlich andere Dachform:



    Quelle: http://staab-architekten.com/


    Diese progressive Dachform scheinbar ohne Kanten und Simse kennen wir aber schon von den Sebalder Kontoren von gpwirth Architekten, wo das Prinzip aber in meinen Augen bereits in Perfektion umgesetzt wurde. Auch am entstehenden IHK-Neubau an der Waaggasse von Behles Jochimsen Architekten aus Berlin finden wir eine vergleichbare Umsetzung, allerdings mit Ziegeldach. Damit der Bau aber etwas alleinstellendes bekommt, hat man womöglich die Farbgebung angepasst. Im Übrigen zeigen Staab Architekten auch ein (veraltetes) Straßenpanorama:



    Quelle: http://staab-architekten.com/


    Hier wird aber m.E. die Schwäche des Ursprungsentwurfs sichtbar, die langgezogene Fassadenfront harmoniert nicht wirklich mit dem Prinzip der Lochfassade, die immernoch Gestaltungsschablone Nr. 1 für die Altstadt ist. Sie funktioniert nur m.E. bei überbreiten Strukturen keinesfalls. Der neue Entwurf mit der unregelmäßig strukturierten Fassade gibt dem Innenbereich mehr Lebendigkeit und sicherlich auch einen interessanten Schattenwurf, von die Sonne von Südwest scheint.

  • Die Visualisierung in #91 gefällt mir deutlich besser als der Entwurf von Staab, mit dem ich nichts anfangen kann. Die klare Gliederung der Fassade samt Materialwahl überzeugt. Die Gliederung der Fassade beim Entwurf von Staab ist nur schwer zu ertragen. Ist das Sichtbeton?

  • ^
    Der in Beitrag#91 gezeigte Entwurf dürfte sicher auch von Staab sein, das Büro hat den Auftrag ja weiterhin inne. Leider kann ich nirgends herausfinden, ob dieser Entwurf eine Art Endstadium sein soll, da dessen Veröffentlichung wie Dexter ermittelte, über die Süddeutsche lanciert wurde. In den Nürnberger Lokalblättern war der nicht zu sehen, auch nicht auf der Seite von Staab Architekten oder Schmelzers Alpha-Gruppe.


    Aber hier ist der Bauherr und Architekt nicht ganz frei in der Entscheidung, denn die Gestaltung ist ein Pflichttermin für den Baukunstbeirat und das Denkmalamt, da die gesamte Altstadt ein Ensembleschutzgebiet ist.


    Mir persönlich gefällt der "graue Entwurf" sehr gut, abgesehen von der grauen Farbe ;) Gerade die Straßenflucht im Grundstücksinnern sieht hier deutlich lebendiger strukturiert aus und passt daher besser in das Altstadtgefüge. Vielleicht kulminieren die Ideen in einer Mischung aus beiden Ideen.

  • Auf der Visualisierung von Beitrag #93 lässt sich über die Farbe des Fassadenmaterials nicht wirklich viel sagen. Die gesamte Lichtstimmung schaut nach herbstlicher Dämmerung aus. Vielleicht soll das gar nicht so grau sein. Das Dach wäre ja sonst ebenfalls grau. Das ist sicher nicht beabsichtigt.

  • Weiterer Abriss auf Augustinerhof-Areal, nahender Baubeginn


    Entlang der Winklerstraße hat der Abriss eines weiteren Gebäudes begonnen. Nach Abschluss des Abrisses und der anschließenden Bodenuntersuchung/der archeologischen Untersuchung soll der Baubeginn auf dem Gelände noch in 2017 erfolgen.
    Demnächst sollen auch Fassadenproben vor Ort aufgestellt werden, der Feinschliff an der Planung läuft offenbar noch.
    Weitere Informationen hier aufgeführt:



    http://www.nordbayern.de/regio…eginn-noch-2017-1.6053092



    d.

  • Ergänzend zu meinem obigen Beitrag, hier ein Bild zum bereits weit gediehenen Abriss des Nachkriegsbaus an der Winklerstraße



    d.

  • Aushub der Baugrube ab August und Erweiterung der Museumsfläche auf 5500qm Fläche dank Budgeterhöhung um annähernd 17 Mio. EUR auf nun 27,6 Mio. EUR.
    Es scheint nun wirklich los zu gehen!


    Weiteres dazu hier:
    http://www.nordbayern.de/regio…eum-in-nurnberg-1.6201279


    Auf einem Twitterbeitrag mit Foto stehen Investor Schmelzer und Markus Söder mit dem Generaldirektor des Deutschen Museums vor einer Visualisierung. Ich vermute das dies die nun zu errichtende Variante ist:
    https://twitter.com/nn_lokales/status/870574438009507840


    d.

  • MÖGE DIE MACHT MIT SCHMELZER SEIN - oder so ähnlich



    betrachtet man die nun auf der offiziellen Homepage veröffentlichte, neue Visualisierung, findet man eine Reihe von Hinweisen auf die berühmten Star-Wars-Filme. Offenbar gibt es in Herrn Staabs Büro (Architekt) jemanden der hier lustige Akzente setzen wollte.
    Find ich gut!



    Siehe hier:
    http://alpha-gruppe.com/projekte/augustinerhof/



    d.