Parkstadt Schwabing (ca. 2.000 WE, 12.000 AP) [in Bau]

  • Verstehe nicht, warum man mit der Nachverdichtung nicht da schonmal anfängt? Dann kann man sich ja Richtung Süden vorarbeiten.
    Ist jetzt seit 2015 bekannt, daß dort nachverdichtet wird, es gibt Renderings vom Erstplatzierten des Wettbewerbs auch seit 2015!


    Auf was, in Gottes Namen, wartet man denn in München immer?
    Also in dieser Stadt geht Alles nur im Scheckentempo vorran.

  • Auf den angesprochenen Teilflächen ist im gültigen B-Plan wie auf den anderen noch zu bebauenden Flächen (Microsoft Parkplatz) ein Kerngebiet eingetragen.


    Daher bedarf es eines neuen B-Plans, der alle noch freien Flächen beinhaltet (A-2123). Und das kann leider dauern... Ende Februar 2016 wurde der Wettbewerb entschieden, nach drei Jahren sollte jetzt mal etwas passieren. Werde dem Referat mal eine Mail mit Bitte um Auskunft des aktuellen Bearbeitungsstandes schreiben.

  • HENN-Architekten werden offenbar auch immer mehr zum 0815-Büro. Hätte sich der Auftraggeber das Geld für das sicherlich teure Honorar sparen können, dann wäre vielleicht auch mehr für die Optik übrig geblieben. An der in der Tat viel zu niedrigen Gebäudehöhe kann´s nicht liegen, Oliv Architekten schaffen es ja z.B. auch, mit wenigen Geschossen etwas Ansprechendes zu gestalten (Streitfeldstraße).


    Nebenbei: Das Objekt liegt eigentlich nicht in der Parkstadt Schwabing, sondern im angrenzenden Plangebiet Domagkstraße Süd.

  • Leider ziehen sich diese 4-5 VG Schuhschachteln mittlerweile vor bis zum Leierkasten.


    Neben dem MTC steht eines und direkt hinter dem Leierkasten auch gerade eins fertig geworden :(


    Wenn eine Stadt Flächen für Bürogebäude so nutzt, dann hat sie definitiv KEIN Flächenproblem.

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    Z.T. zeigen sich da leider die Folgen uralter B-Pläne, deren letzte noch unbebauten Flächen heute erst umgesetzt werden. In diesem Falle z.B. Pläne für die "Domagkstraße Süd" oder die "Parkstadt Schwabing".



    Im Falle der Letzteren gibt es auch einen weiteren Neubau an der Georg-Muche-Straße (neben Arri). Im Bau ist ein kleines Bürogebäude für die Firma Refratechnik inklusive Ausstellungsflächen für die Alexander-Tutsek-Stiftung. Auf maps sieht man schon die Baustelle.


    Der Entwurf nimmt mit seiner dunklen Steinfassade und klaren Gliederung Anleihen an "Fabrikationsgebäuden des 19. Jh.". Steht so im Jurytext, ist aber durchaus nachvollziehbar. Mehr Text zum Gebäude:


    https://www.competitionline.com/de/beitraege/146863


    Lage: https://www.google.com/maps/place/Georg-Muche-Straße,+80807+München,+Deutschland/@48.1823288,11.5950149,149a,35y,200.31h,39.3t/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x479e74483f2fc14f:0x8a7ae8af2ac5418d!8m2!3d48.1815749!4d11.5946969


    Bild: http://www.bwpgmbh.de/projekte…b314b9c9701a83da9a947bc11

  • Zitat

    München, 29.10.2019
    Wohnungen statt weitere Büroflächen in der Parkstadt Schwabing!
    Antrag: Die Stadtverwaltung wird gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Hauptgrundstückseigentümer und Generalentwickler, der Firma Argenta, weiterhin auf die Verwirklichung von 800 Wohnungen anstelle der nun geplanten Büroflächen hinzuwirken! Hierbei sollen insbesondere die Gründe des Kurswechsels von Argenta analysiert und Möglichkeiten einer Verfahrensbeschleunigung ausgelotet werden!
    Begründung Die Parkstadt Schwabing bietet derzeit Platz für ca. 12.000 – vornehmlich in den letzten Jahren entstandene – Arbeitsplätze. Geplant war außerdem der Bau von ca. 800 neuen Wohnungen, welche das Quartier und auch die Landeshauptstadt München dringend benötigen würde. Der heutigen Presseberichterstattung ist zu entnehmen, dass der Generalentwickler (u.a. aufgrund der langwierigen und noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung) diese Pläne nun verwerfen und stattdessen Büroräume für Hightech-Unternehmen bauen will. Um einen Ausgleich zu den neu entstandenen Gewerbeflächen sowie ein lebendiges Stadtviertel zu schaffen, möchten wir uns weiterhin für den Bau von Wohnungen einsetzen!

    gez. Heide Rieke Christian Müller Verena Dietl, Hans Dieter Kaplan, Renate Kürzdörfer
    Stadtratsmitglieder

    Antrag der SPD-Fraktion im Rathaus. Quelle: https://ru.muenchen.de/pdf/2019/ru-2019-10-30.pdf#page=22

  • Durch diese Diskussionen zwischen der Argenta und der Stadt werden wieder Jahre vergehen und das Gelände bleibt unbebaut bzw. wird als Mircosoft Parkplatz genutzt.


    Sehr Schade drum.

  • Wirklich unfassbar für wie dumm die Argenta uns verkaufen will. Es ist doch kein Geheimnis, dass Verfahren mit der Stadt lange dauern, die Argenta ist da sicher nicht der erste Investor, dem es so ergeht. Jetzt plötzlich, nachdem der neue B-Plan bereits weit vorangeschritten ist, fällt dem Investor ein, "och, hat ganz schön lange gedauert bisher, lass uns lieber wieder Büros planen, Wohnungen sind zu unsicher". Lächerlich. Es geht hier um die für Büros neuerdings deutlich gestiegene Rendite und um nichts anderes.


    Die Eigentumsrechte sind in Deutschland zum Glück sehr stark und die Argenta ist selbstverständlich nicht verpflichtet, auf ihrem Grund Wohnungsbau zu betreiben, nur wie Iconic schon treffend an anderer Stelle (warum ist das eigentlich nicht in diesem Thread?) formuliert hat, wurde die Verwaltung mit der Neuplanung jahrelang in Anspruch genommen. Diese Kehrtwende finde ich daher ehrlich gesagt eine Frechheit.


    Ganz davon abgesehen, hätten die 800 Wohnungen der Parkstadt wirklich gut getan. Sehr schade, vermutlich entstehen jetzt gemäß altem B-Plan langweilige uniforme Büroriegel. Dass die Stadt den Eigentümer hier noch überzeugen kann, an den Wohnungen festzuhalten, glaube ich nicht.

  • Ich kenne den B-Plan der Argenta, noch aus der Zeit, bevor Wohnungen geplant wurden. Es werden 5-6 stöckige Schuchschachteln entstehen. Soweit ich mich erinnern kann, wird nur in Richtung Westen etwas höher gebaut, mit 7-9VG?


    Also praktisch ähnlich der Mircosoft , etc. Bebauung, entlang derA9, nur ohne M-Pire HH :(


    Ein absoluter Witz, das Ganze. Wieviel Geld hat Hilmer/Sattler für den 1. Preis eingestrichen?


    https://www.muenchen.de/rathau…/Parkstadt-Schwabing.html

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    Ja, der Entwurf für die Wohnbebauung war wirklich mal nicht schlecht, auch mit zusätzlichem Hochpunkt zum Motel One, hätte den Platz schön eingefasst. Auch zur Tram immerhin 10 VG.


    Die zwanzig Jahre alte Büroplanung ist dagegen aus heutiger Sicht absoluter Mist. Unverändert bleiben lediglich die zwei noch fehlenden Hochpunkte zum Park hin (nördlich Motel One).


    Naja, hoffen wir auf ein Wunder...

  • Wer weiß, vielleicht hat die Argenta mit dem jahrelangen Nichtstun und der plötzlichen Kehrtwende sogar erreicht, dass die für den Wohnungsbau im B-Plan vorgesehenen größeren Baumassen nun für Büronutzung verwirklicht werden dürfen. Städtebaulich wäre das gewiss ein Gewinn, die Stadt und der Steuerzahler wären aber irgendwie doppelt an der Nase herum geführt worden. :toilet:


    Ich bin sehr gespannt, wie das hier weitergeht....:nono:

  • Das ist natürlich die Frage, inwieweit der für den Wohnungsbau geänderte Bebauungsplan #1781 dann auch für Bürogebäude gilt?


    Beim alten Bebauungsplan kriegt man mit den 5-6VG Büroriegeln auch locker 85.000 Geschossfläche unter.


    Da wird nix höher. Braucht man gar nicht drauf spekulieren.


    https://www.argenta.de/?page_id=422

  • Zitat von Iconic

    dass die für den Wohnungsbau im B-Plan vorgesehenen größeren Baumassen nun für Büronutzung verwirklicht werden dürfen


    Im B-Plan (ist da überhaupt schon der Satzungsbeschluss erfolgt?) wäre dann allerdings Wohnnutzung eingetragen, was eine erneute (aufwendige) Änderung des Plans in Büronutzung / ein Kerngebiet erforderlich machen würde (zzgl. Vorschriften für Lärm, Stellplätze etc.).

    Auch die Volumenverteilung (z.T. Punkthäuser) dürfte sich nicht gut für Büronutzung eignen. Die Argenta will lt. eigener Aussage schnell und ohne weitere Verzögerung gemäß altem B-Plan bauen. Die einzige, unwahrscheinliche Hoffnung wäre, dass die Stadt den Investor irgendwie dazu bewegen kann, doch an der Wohnnutzung festzuhalten.


    Wenn die Parkstadt eines nicht mehr braucht, sind das weitere Büros...

  • So, da ich ja kein so großer Fan von Spekulationen bin, hab ich jetzt einfach mal bei der Argenta angerufen.


    Die Projektleiterin, die für die weitere Bebauung der Parkstadt zuständig ist, wird mich in ca. 1-2h zurückrufen.

    Denke, daß sämtliche Redationen der Tageszeitungen, nach dieser Nachricht, eh schon angerufen haben.


    Vielleicht weiß die schon genaueres? Das ganze ist ja kein Impulsivbeschluß, sondern dürfte bei der Argenta schon seit Monaten feststehen, daß sie jetzt doch Büros bauen wollen. Da gibt es sicher schon genauere Vorstellungen, wie das Ganze umgesetzt werden soll.


    Mal schaun, ob ich auch hier Infos herauskitzeln kann? Hat ja in der Vergangenheit bei diversen Quellen ganz gut geklappt :)

  • Danke für das Engagement. Ich befürchte nur, dass die Argenta auch dir gegenüber – wie sie es schon gegenüber anderen Medien getan hat – die Schuld auf die Stadt schieben wird. Da sind sie in einer recht bequemen Position. Nach dem Motto: „Wir hätten ja gerne Wohnungen gebaut, nur haben die Planungsänderungen bei der Stadt so lange gedauert, dass wir jetzt nicht länger warten konnten und – leider – uns nichts anderes übrig bleibt als Büros zu bauen.“ So bleiben sie am Ende die guten Investoren, die Wohnungen bauen wollten, nur die Stadt hat sie ja nicht gelassen....

  • Ich habe gelesen die Stadt hat den Anteil an sozial geförderten Wohnungen einfach verdoppelt und darauf hatte der Investor keinen Bock. Sehr verständlich. Einfach mal die Sozialwohnungen gerechter in allen Stadtbezirken von München verteilen. Damit holt man die Einwohner von diversen Stadtbezirken (Au-Haidhausen, Schwabing-West etc.) von ihrem Hohen Roß herunter! Ich freue mich auf die M-Zone, dann können alle Bewohner von München alle Stadtbezirke mit den Öffis befahren und diese erkunden.

  • Meines Wissens muss die SOBON überall in der Stadt ab einer gewissen Flächengröße angewandt werden. Aber das ist natürlich alles immer nur für Neubaugebiete möglich. Nachträglich geförderte Wohnungen in bereits vorhandene Strukturen einzupassen ist nicht ganz einfach, insbesondere im dichtbesiedelten Stadtgebiet. Möglich ist es bei kleinen Grundstücken nur dann, wenn die Stadt Eigentümer ist. Letzteres passiert in letzter Zeit aber schon immer wieder, wie z.B. in der Müllerstraße oder in anderen Top-Lagen wie in der Maxvorstadt oder aktuell an der Theresienwiese. Ich sehe bei der Stadt schon das Bestreben, dass geförderter Wohnungsbau auch in begehrten Lagen stattfindet - soweit sich dafür eben Möglichkeiten ergeben.


    Da der Druck auf die Politik, bezahlbaren Wohnraum zu realisieren immer größer wird, ist es nachvollziehbar und auch richtig, dass die Stadt hier mit Investoren hart verhandelt. Dass sich ein Investor deshalb aber beleidigt zurück zieht und lieber Büros baut, halte ich dann aber schon für etwas schwach.