Flughafen München

  • Jammer oder Jubel?

    Ryanair nimmt München in sein Streckennetz auf, und das schon zum Winterflugplan. Ab November werden zunächst zwei tägliche Flüge aus Dublin in den Flugplan aufgenommen. Auszug aus der heutigen Pressemitteilung:


    [Indent]Ryanair, Europas Airline Nr. 1, hat heute den Start zwei neuer Verbindungen von München (dem 14. Ryanair-Flughafen in Deutschland) und Stuttgart nach Dublin angekündigt, die ab dem Winter 2017/18 verfügbar sein werden und das ganze Jahr lang angeboten werden.


    Ryanair wird ab November 2017 auf der neuen Strecke zwischen München und Dublin zweimal täglich und auf der Route zwischen Stuttgart und Dublin einmal täglich fliegen. Beide Verbindungen können ab September 2017 auf der Ryanair.com-Webseite gebucht werden.[/Indent]

  • 15.240 Flüge hört sich nach viel an, sind aber
    weit, weit unter 1% des fluggesamtaufkommens. Selbst wenn nun ein paar wegfallen ist es ein schöner Erfolg für die Bahn aber der Flughafen wird keine nennenswerte Entlastung spüren.



    Bzgl. Ryanair
    Der Flughafen hat in seinem Statement sehr betont, dass ryanair keinen besonderen Bonus bekommt, im Gegensatz zu FRA. Somit sollen sie ruhig kommen.

  • Für Umsteiger wird es auch in Zukunft attraktiver sein, nach MUC zu fliegen, als zuerst mit dem ICE zum Hauptbahnhof und dann mit der S-Bahn in 45 min (oder in Zukunft irgendwann 25 min) zum Flughafen zu schleichen.


    Helfen würde nur eine ICE Anbindung des Airports oder eine direkt Shuttle Verbindung a la Transrapid.


    Eigentlich ist es ja traurig, aber der ICE sprinter nach Berlin wird gefühlt immer noch 30-45 min zu langsam sein, um dem Flieger wirklich Konkurrenz zu machen. (Ich fliege die Strecke öfters....)


    In sofern stimme ich LugPaj zu...da wird sich nicht viel ändern.

  • Helfen würde nur eine ICE Anbindung des Airports


    Ich befürchte um diese Anbindung wird MUC auf die Dauer auch nicht herumkommen. Gerade im Vergleich mit FRA und STR. Letztere scheuen dafür bekanntlich auch keine Kosten und Mühen. Wie schon früher mal in diesem Thread angesprochen, ist meines Wissens die Verbindung München Hbf. - Ingolstadt Hbf. derzeit noch nicht hochgeschwindigkeitstauglich ausgebaut. Bei diesem irgendwann bevorstehenden Ausbau sollte man eine Schleife auf die östliche Isarseite über den Flughafen erwägen. Sicher alles nur im Tunnel möglich, hochkomplex und teuer, aber durchaus mit Mehrwert und im Sinne des Airports für die Gesamtregion.

  • Wenn der Regionalbahnanschluß beim Flughafen fertig wird, könnte man einen Flughafenzubringer von Nürnberg -> Regensburg -> Landshut -> Freising -> Flughafen fahren lassen. Für Nürnberger wäre dass dann ein ähnlicher Service wie beim Frankfurter Flughafen.

    Bevor man milliardenschwere ICE-Strecken fordert, sollten wir zuerst mal die kleinen Brötchen hinbekommen.

  • Aktuelle Zahlen:

    Am Freitag, 29.09, gab es einen neuen Tageshöchstwert am FJS: 164.000 Passagiere starteten oder landeten.


    September gesamt: 4,4 Millionen Passagiere
    Monat Januar bis einschließlich September:
    34,4 Millionen Passagiere (+6% zum Vorjahr)
    davon Interkontinental: 5,5 Millionen Passagiere (+7,5% zum Vorjahr)
    307.000 Starts- und Landungen (+3,2% zum Vorjahr)


    Insbesondere die Verbindungen nach Indien wachsen stark. Meiner Einschätzung nach, werden diese gerade für den FJS in Zukunft sehr stark an Bedeutung gewinnen, nicht zuletzt durch die rasante Entwicklung der IT-Sparte.


    https://www.merkur.de/lokales/…im-september-8751677.html

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    Liege ich damit richtig, dass diesen Monat noch eine Entscheidung über das weitere Vorgehen (Bürgerentscheid?) fallen soll oder trügen mich da meine Erinnerungen?


    Sollte es zu einem Bürgerentscheid kommen, so schätze ich die Chancen für ein Ja zur dritten Startbahn als äußerst gering ein. Denn um die nackten Fakten geht es vielen Bürgern schon lange nicht mehr. Ideologiebesessenheit, einseitige Informationsbeschaffung, Desinteresse an der Realität und der Drang hinter allem und jenem Verschwörungen, Lügen und Gefahren zu sehen, sind zur Zeit wieder besonders in Mode.

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    So eine Argumentation stützt meine Befürchtung einen Post weiter oben.
    Du erklärst weder, warum es ein "Schmarrn-Projekt" sei, und das trotz seit längerem konstant steigender Anzahl an Starts- und Landungen und stilisierst ein lächerliches EDV Problem zu einem unbedingten Gegenargument eines Ausbaus hoch. Sorry aber das macht absolut nicht den Eindruck einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.


    Ich glaube dir müsste bekannt sein, dass Großprojekte so gut wie nie völlig ohne Probleme ablaufen. Beim kürzlich fertigstellten Satelliten waren auch ein paar dabei, alles in allem lief der Ausbau allerdings recht flüssig ab. Oder ist seit diesem am FJS das große Chaos ausgebrochen?


    Es macht den Eindruck die Gegner stürzen sich gefräßig auf kleinste Unregelmäßigkeiten, kleinste Abweichungen vom Soll-Zustand, um sie dann mit der Fackel durchs Dorf zu treiben. Nimmt man diese Haltung zum Maßstab, dürfte es auch keine Stamm-2, keinen Radlsteg am Arnulfpark, keine neuen Leihräder, keine Neubauten, ja es dürfte überhaupt nichts mehr Neues geben.


    Trotzdem, der Bürgerentscheid ist wohl tatsächlich sinnlos.

  • Der Freistaat Bayern kann den Bau der dritten Startbahn durch Umwandlung der Gesellschaftsform des Flughafens durchsetzen. Die Stadt München würde in einer anderen Gesellschaftsform ihr Vetorecht verlieren und könnte einfach überstimmt werden.


    Ich gehe davon aus, dass der Freistaat diese Option aktuell nicht nutzt, da die Opposition das Vorgehen bei der nächsten Landtagswahl ausschlachten würde. Darum würde es mich aber auch nicht wundern wenn Ende 2018 sehr schnell Fakten geschaffen werden.


    Einen weiteren Bürgerentscheid halte ich ebenso für sinnlos. Für den Bau einer Startbahn eine Mehrheit zu bekommen, das ist schon extrem schwer.

  • Hmm, ich glaube damit wäre aber das Verhältnis von Freistaat und München arg in Mitleidenschaft gezogen. Seehofer würde sich solch ein Vorgehen ohnehin nie trauen, er ist beim Thema Flughafen seit jeher sehr zurückhaltend. Sein Erzfeind Söder hat da eine andere Gangart, klar, er ist ja beim Flughafen involviert. Allerdings wäre das auch dessen einziger Vorteil gegenüber Seehofer. Ansonsten sind beide einfach nur zwei notorische Streithansl, die für Bayern nicht gut sind.

  • und das trotz seit längerem konstant steigender Anzahl an Starts- und Landungen


    So wie es aussieht ist man von den Jahren mit Rekordzahlen (wo es auch schon locker mit zwei Startbahnen ging) weit entfernt und nun sieht es für die Zukunft zudem noch schlimmer aus:


    Die Pleite von Air Berlin ändert einiges am Flughafen München


    Dann ist da die neue ICE-Trasse nach Berlin, die viele Inlandsflüge sinnlos macht, mit Stuttgart 21 kommt der nächste Schlag und wenn man die überflüssigen Inlandsflüge endlich auf Nachhaltigkeit optimieren und sinnvoll zusammenfassen würde, dann ließe sich der Flughafen München auch mit einer Startbahn betreiben.


    Das Problem ist die fehlende staatliche Regulierung unter dem Vorwand den Fluggesellschaften das Leben nicht schwerer machen zu wollen als der ausländischen Konkurrenz.
    Tatsache ist aber, dass Air Berlin nun pleite ist und man mit dem Aufblähen der Lufthansa zum "Champion" ein unkalkulierbares Risiko fährt, bei dem Kunden und Mitarbeiter die Verlierer sein werden.
    Das ist aber typisch größenwahnsinnige CSU-Politik, damit hat man die Landesbank schon um Haaresbreite mit zigtausend bayerischen Arbeitsplätzen in die Pleite getrieben.


    Ich kann das echt nicht mehr gutheißen was da an schmutzigen Spielchen abläuft, jetzt mal ganz unabhängig von der noch nie vorhandenen Notwendigkeit einer weiteren Startbahn.

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    So wie es aussieht ist man von den Jahren mit Rekordzahlen (wo es auch schon locker mit zwei Startbahnen ging) weit entfernt und nun sieht es für die Zukunft zudem noch schlimmer aus:


    :respekt: Hitch-hiker! Donald Trump wäre gerührt bei so viel Einsatz gegen die fake news. It´s true, believe me.


    Fast schon heroisch, wie du die nun aktuell angekündigten drei Prozent Wachstum - anstelle von im Januar prognostizierten drei bis vier Prozent - in eine wirklich beeindruckende Dramaturgie verpackst.


    Ja, so viel steht fest: Wachstum ist der neue Schwund. Rekorde definieren sich nun über einen Rückgang der Passagierzahlen. Und in Zukunft wird am FJS alles finster und kalt. Winter is coming...:eek:


    dann ließe sich der Flughafen München auch mit einer Startbahn betreiben.


    Jaaaa :banana: Und von den Betonresten der Bahn helfen wir dann Onkel Donald beim Bau der großen Mauer von Mexiko.

  • Der Freistaat Bayern kann den Bau der dritten Startbahn durch Umwandlung der Gesellschaftsform des Flughafens durchsetzen. Die Stadt München würde in einer anderen Gesellschaftsform ihr Vetorecht verlieren und könnte einfach überstimmt werden.


    Ich gehe davon aus, dass der Freistaat diese Option aktuell nicht nutzt, da die Opposition das Vorgehen bei der nächsten Landtagswahl ausschlachten würde. Darum würde es mich aber auch nicht wundern wenn Ende 2018 sehr schnell Fakten geschaffen werden.


    Offensichtlich spricht die Staatsregierung mittlerweile offen über diese Option bzw. wurden die Anträge der Opposition gegen diese Maßnahme im Landtag abgewiesen.


    http://www.airliners.de/politi…muenchner-flughafen/42820
    https://www.property-magazine.…auf-der-agenda-84737.html