Nikolaikirche

  • Im Mahnmal St. Nikolai weiht Kultursenatorin Karin von Welck heute um 11.30 Uhr eine neue Großskulptur der Hamburger Bildhauerin Edith Breckwoldt ein. Der etwa sechs Meter hohe "Erdengel", eine bronzene Engelfigur mit gestutzten Flügeln, die eine Hand zum Himmel streckt und mit der anderen den Kontakt zu Menschen suchen soll, ist die zweite Schenkung der Künstlerin an das Mahnmal an der Ost-West-Straße (Altstadt).


    Quelle: Abendblatt :daumen:

  • ja, ruinen haben schon etwas für sich, aber diese kirche würde ich gerne wiederaufgebaut sehen. das wäre klasse!


    Welfe
    ist eine rückbauung der straße ernsthaft im gespräch?

  • Zitat von Kaiser

    Welfe
    ist eine rückbauung der straße ernsthaft im gespräch?



    Wegen HafenCity: Deckel für Ost-West-Straße gefordert


    Die Ost-West-Straße, eines der schlimmsten Verkehrs-Nadelöhre der Stadt, soll zwischen Rödingsmarkt und Brandstwiete oder Deichtor tiefer gelegt und überdacht werden. Das fordert Jürgen Bruns-Berentelg, Chef der HafenCity Hamburg GmbH, im Gespräch mit dem Abendblatt. Die Straße - 40 Meter breit, sechs Spuren, rund 80 000 Fahrzeuge täglich, jedes zehnte ein LKW - zerteile die bestehende City in einen geschäftigen Nord- und einen eher vergessenen Südteil. Dass beide Stadt-Teile so zusammenwachsen, als seien sie eine City, sei jedoch Bedingung für den Erfolg der geplanten HafenCity.


    Dies sei mit der derzeitigen "Barriere Ost-West-Straße" aber kaum denkbar. "Sie stellt ein Hindernis dar", sagt Bruns-Berentelg, "eine einschneidende Trennlinie." Seine Forderung: "Die Verbindungen zwischen den zerrissenen Teilen der City müssen so gestaltet sein, dass die Menschen alles als eine Innenstadt wahrnehmen." Es gehe darum, "Anreize zu schaffen", damit die Menschen die Ost-West-Straße "gerne überqueren".


    Denn eine Lösung für das Problem muss wohl her. Die Anfang der 50er-Jahre durch die Trümmer des Zweiten Weltkriegs geschlagene Schneise würde mitten durch die künftige Gesamt-City - derzeitiger Stadtkern und HafenCity - laufen.


    Doch so neu sind die Überlegungen gar nicht: Schon 1990 hatte die CDU gefordert, die Ost-West-Straße zwischen Millerntor und Amsinckstraße kreuzungsfrei unter die Erde zu verlegen. Der damalige CDU-Oppositionschef Rolf Kruse wollte damit einen der "größten städtebaulichen Schandflecke" beseitigen.
    Finanziert werden sollte das Projekt unter anderem durch den Verkauf der dann freien Straßenflächen. Fertig sein sollte es im Jahr 2000. Dass daraus nichts wurde, lag nicht nur daran, dass es sich aus der Opposition heraus gut fordern lässt. Ein solches Vorhaben - im Gespräch waren eine Milliarde Mark - war schon damals nicht bezahlbar. Heute sieht es nicht viel besser aus - obwohl nicht mehr vom gesamten Straßenzug, sondern nur noch von einem Abschnitt die Rede ist.


    Quelle: Abendblatt vom 17.05.04



    Was neueres hab ich dazu noch nicht gefunden, aber das wurde bisher weiter diskutiert. Mit der Finanzierung hapert es leider noch.

  • Dass die jetzige Straße dann überbaut worden wäre, daran habe ich gar nicht gedacht...Ist natürlich noch besser. Eine 40m breite Fußgängerzone ist ja auch nicht das Wahre!
    Hoffen wir, es scheitert bzw. verzögert sich nicht wieder unnötig am nicht vorhandenen Geld...

  • eine interessante idee, gefällt mir. und den neuentstehenden stadtraum könnte man ja im sinne der "belebung der innenstadt" und des "new urbanisms" entwickeln.


    ja, sozusagen eine hamburger frauenkirche. nur ich glaube nicht, dass dies möglich sein wird. nicht in naher zukunft.

  • Gläserner Fahrstuhl für Nikolai-Ruine

    Jauchzet und frohlocket :)


    Die Kirchenruine St. Nikolai soll um eine Attraktion reicher werden: einen gläsernen Fahrstuhl. Gestern stellte Ivar Buterfas, Gründer und Ehrenpräsident des Förderkreises zur Rettung der Kirche, Stadtentwicklungssenator Michael Freytag (CDU) das Projekt vor. Dabei trug sich der Senator ins Goldene Buch des Förderkreises ein und ließ sich von Buterfas Mahnmal und Planung erläutern. Buterfas übergab dem Senator eine Infobroschüre, in der das Konzept vorgestellt wird. Laut Buterfas handelt es sich um ein "Versöhnungsprojekt", das gemeinsam mit der Republik Polen realisiert werde. Der Fahrstuhl, dessen Baubeginn bereits für Oktober angepeilt wird, soll im Inneren der Ruine entstehen. Clou ist eine Plattform in fast 100 Meter Höhe, die nach Buterfas' Vorstellungen eine Geschichtswerkstatt beherbergen soll. Die Kosten von rund 350 000 Euro will der Verein über Spenden zahlen, Buterfas sucht aber auch bei der Stadt um Unterstützung nach. Michael Freytag zeigte sich beeindruckt von dem Projekt und signalisierte Wohlwollen. "Ich glaube, wir haben nicht nur seine Sympathie, sondern auch sein Portemonnaie gewonnen", so Buterfas. schmoo


    Quelle: Abendblatt

  • Jetzt fehlt nur noch, dass man die 60er und 70er Jahre Bebauung rigoros entfernt!!!!
    Das Gebiet um die Kirche gehört mit zum hässlichsten was man in der Hansestadt vorfindet. Schockierendes Bild hier.
    Auf diesem Bild sieht man den Blick in die andere Richtung. Die beiden Gammelhäuser links sind wie die Kirchenruine ebenfalls an der 6-spurigen Narbe Hamburgs, die sich Ost-West-Strasse nennt

  • "Schockierend"? Du bist einfach zu verwöhnt, welfe! ;)
    Aber sehr schön dass man mit diesem fahrstuhl und vorallem dem Umbau der Straße doch einiges tut um die Ecke attraktiver zu machen.

  • Zitat von sebastian c

    "Schockierend"? Du bist einfach zu verwöhnt, welfe! ;)


    Hehe, ich bin halt Perfektionist und wenn ich so eine wunderschöne Ruine von 6st-klassigen Hochhäusern umrahmt sehe, fängt mein Herz an zu bluten ;)

  • Erste Fahrt zur Aussichtsplattform
    Zwar dauerte die Fahrt gestern noch ein bißchen länger als 39 Sekunden, aber es funktionierte alles reibungslos: Zum ersten Mal fuhr Ivar Buterfas (72), Präsident des Förderkreises "Rettet St. Nikolai" mit dem Baustellenaufzug auf die Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe. Übernächste Woche wird die Glaskabine des neuen Panoramalifts eingesetzt, der am 30. Juli feierlich eingeweiht werden und dann in 39 Sekunden bis in 76 Meter Höhe fahren soll. "Es läuft alles planmäßig", sagt Hans Martin Lutz, Chef der Aufzugsfirma Lutz, die den Fahrstuhl einbaut und vorfinanziert.


    [..]
    Abendblatt


    Werde mir diese neue Perspektive unbedingt mal anschauen

  • Glaslift ist fertig


    Nach rund fünf Monaten Bauzeit hat der Förderkreis "Rettet die Nikolaikirche" das rund eine Million Euro teure Fahrstuhlprojekt realisiert. In nur 35 Sekunden bringt der Glaslift die Besucher auf eine Aussichtsplattform in 75,3 Meter Höhe.


    In die Aussichtsplattform integriert wurde eine Fotoausstellung, die an die schrecklichen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges erinnert. Ein Foto zeigt zum Beispiel das zerstörte Hamburg. Für Besucher soll die Aussichtsplattform ab Mitte August geöffnet werden. Die Auffahrt wird pro Person 2,50 Euro kosten. Gruppen erhalten einen Sonderpreis.


    Quelle:Abendblatt

  • Sehr schön. Muss man einen herrlichen Blick auf City und Hafen haben. *Unbedingthinwill* :glubsch2:


    Dieses Jahr komme ich leider nicht mehr nach Hamburg. Aber nächstes sicher wieder!