Hochhausprojekt "Veritas" NMS 57-59 (206 m in Planung)

  • Ich hatte in meiner ursprünglichen Berichterstattug ja auch einen Zeitfehler. Aus der folgenden Kommunikation heraus gehe ich ebenfalls von einer wesentlich früheren Fertigstellung als in sieben Jahren aus.

  • Im Zusammenhang mit der Meldung über eine für 15 Jahre mietfreie Dependance des Museums der Weltkulturen in dem zu bauenden Hochhaus Neu-Mainzer-Straße 57-59 hatte die Fraktion FRANKFURTER Unrat gewittert ("Nix is umsonst...") und wollte vom Magistrat wissen, welche Gegenleistung er der Helaba dafür gewähre.


    Ein aktueller Magistratsbericht gibt die Antwort: die Gewährung der befristeten Mietfreiheit sei die restliche Gegenleistung der Helaba für eine schon ältere Vorleistung der Stadt, nämlich die Einräumung des Baurechts für dieses Hochhaus, was zu einer Wertsteigerung des Gundstücks geführt habe.


    B_366_2020 v. 17.8.2020

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • GOOD NEWS


    Hallo zusammen. Habe interessante und erfreuliche Neuigkeiten zum Projekt auf der Website eines Ingenieurbüros gefunden (Rahmendaten aktuell, Projektname: Veritas, Bauherr: Helaba).


    Für die Tragwerksplanung (Voraussetzung auch für den Bauantrag) werden die Ingenieure von Weiske & Partner eingesetzt. Auf der Projektseite sind sehr interessante Details zum Projekt zu finden.


    Die Fertigstellung soll im Juni 2025 sein und das Hochhaus mit 52 Stockwerken (sowie einem 4-5 geschossigen Keller) rund 206 Meter Höhe erreichen. Also rund 11 Meter höher als geplant. Auch ist die Fertigstellung damit deutlich vor 2027 geplant.


    Es gibt weitere Bilder zu Perspektiven der Deckenaufsicht.


    Quelle: http://weiske-partner.de/produ…r-57-59-frankfurt-am-main

  • Heute scheint nicht mein Tag zu sein. Nach einem erneuten Check der Website musste ich feststellen, dass das Fertigstellunggsdatum Juni 2025 von der Website verschwunden ist.

  • Hallo Andree, auch ich habe die Webseite entdeckt, habe mich aber erstmal zurückgehalten diese oder die Inhalte zu posten. Denn auf anderen Seiten und in Videos wird von 2027 als Fertigstellungsdatum für das Projekt gesprochen, was mir angesichts der Lage in der wir uns leider befinden realistischer erscheint. Möchte ungern die Freude nehmen, aber ich denke das dies eine wichtige Information ist. Zumal wir hier oft den Fall hatten wenn Mitglieder auf Dritt-Seiten Informationen über Projekte gefunden haben und diese gepostet haben, die letztendlich Verantwortlichen gar nicht happy waren und die Dritt-Seiten schnell aufgefordert haben zu überarbeiten. Momentan glaube ich möchte man sich bei Helaba niemand festlegen. Aber: immerhin schöne Info über die Höhe!

    Und Nachtrag: ich persönlich wäre happy wir würden einen Baustart morgen sehen...

  • Erinnern wir uns ans ONE, dessen Bau im September 2017 begonnen wurde und inzwischen etwas mehr als drei Jahre dauert.


    Wer hier bis 2025 fertig werden wollte, d.h. in knapp vier jahren, müsste längst begonnen haben; allein der Baugrubenverbau, dessen Herstellung schon unsgefähr ein Jahr dauert, müsste längst fertig sein. Von daher war doch klar, dass 2025 eine überholte Prognose war.

  • Auch das Büro KSP Architekten führt das Projekt nun als "Veritas", als hybrides städtisches Ensemble, eine "Triade aus Bürohochhaus, Museum und öffentlichem Raum".

    Ob dies weiterhin ein vorläufiger Name oder der bleibende ist kann man jetzt noch nicht sagen.


    Dennoch spendiert das Büro im Rahmen seines gelungenen Website Relaunches 2 neue sehr interessante Ansichten:


    Bekannte Draufsicht aus Westen mit Veritas links, alle groß klickbar:

    Bild: https://abload.de/img/ksp-hochhaus-nml-141kuq.jpg


    Neue Ansicht aus Norden, besonders interessant wegen des Altbaus:


    33176-veritas-02azk14.jpg


    Der Altbau wird Richtung Wallanlage erweitert und um 2 Geschosse aufgestockt. Die Lösung eines etwas höheren kleinen FlatIrons hätte mir besser gefallen, aber gut. Das Hochhaus hat weiterhin die bekannten 195m Höhe auf 49 Etagen, zuzüglich Technik und Attika, also knappe 206m Gesamthöhe.



    Neuer überdachter Durchgang zwischen Hochhaus und Museum von der neuen Mainzer zu den Wallanlagen:


    33176-veritas-04wekt7.jpg


    Alle Bilder: KSP Engel Architekten https://www.ksp-engel.com, Renderings: luminousfields http://www.luminousfields.com/

  • Diese Rundbögen im Foyer des Museums-Altbaus sehen klasse aus! Ein schöner (öffentlicher!?) Durchgang, der ähnlich dem des Commerzbank-Foyers wohl aber nicht öffentlich wirken soll, damit nicht "Hinz und Kunz" ständig durchmarschieren, wie es mir scheint. Aus meiner Sicht ok.

  • Schöne Anbindung des Neubaus an den Altbau.

    Jedoch schon der Aufbau auf den Altbau enttäuscht.

    Noch mehr bin ich enttäuscht bzw. ernüchtert vom HH.

    In der neuen Nordansicht kann man Guten neuesten Planungsstand erkennen. Der Technikaufbau wird nicht verglast. Die Fassade wirkt wie ein Remake vom Winx. Nicht mal die vorher ausgetüftelte Rasterung der Fassade in zwei, drei und vierstöckige Segmente entsprechend der Rücksprünge wird logisch durchgehalten. Schade.


    Nun, ich verstehe, dass man Kosten optimieren will. Aber das HH hatte in den vorherigen Darstellungen mehr Charakter.

  • Oh, sehr schön, endlich mal wieder gute Nachrichten zum Beginn des neuen Jahres! Also ich freue mich jedenfalls, dass das Projekt überhaupt weiter vorangetrieben wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit in diesen Zeiten. Die Helaba beweist Weitsicht und Mut, das finde ich gut.


    Dass nochmal etwas kostenoptimiert wird, war zu erwarten, das war bisher noch bei jedem Projekt so. Insofern nicht überraschend. Wenn es nur bei diesen Kleinigkeiten bleibt, bin ich zufrieden. Weiterhin gibt es Abstufungen in der Fassade und die Zweiteilung in zwei "separate" Baukörper ist immer noch klar zu erkennen. Die Fassade passt jetzt besser zum benachbarten Main Tower, finde ich. Und es gibt weitaus "schlimmere" Technikaufbauten, die wie aufgesetzte Fremdkörper wirken, als diesen Dachabschluss. Ich hoffe, dass das freie Mittelteil erhalten bleibt, also die tieferliegende Einkerbung zwischen den beiden äußeren Bauteilen.


    Den Altbau kann ich mit dieser Computergrafik aus der Ferne noch nicht beurteilen, aber der überdachte Durchgang sieht schon mal toll aus. Wenn dort der Eingang zum Museum integriert ist, wird er auch am Wochenende offen stehen. Das wird gut!

  • Die Ansichten von Norden und Süden werden eher ein "normales" Hochhaus zeigen, das ist leider die Wahrheit. Die markante vertikale "Zweiteilung" wird Veritas dennoch eine Unverwechselbarkeit verleihen. Der "Spalt" ist, wenn ich das richtig erkenne, jetzt dunkler gefärbt, als die restliche Fassade. Das könnte den gwünschten Gliederungseffekt nochmals positiv verstärken. Zum einen oder anderen Begeisterungsschub wird auch die - zum Glück - nicht reduzierte Höhe beitragen.


    Wieder einmal frage ich mich, wie es zur neuen Projektbezeichnung "Veritas" kam. Die Bezeichnung, könnte doch eher in das Justizzentrum Konstablerwache passen, oder?

  • Veritas - Wahrheit. Der Aufsichtsrat ist mit tugendhaften Leuten durchsetzt, die auf die abendländischen Grundwerte geschaut haben - als Ideengeber für einen Namen.

  • Ich bin Leipziger, war noch nie in Frankfurt und habe deshalb echt keine Ahnung von Hochhäusern. Hier dennoch mein Senf zu diesem Turm:

    Ich finde es bemerkenswert, dass hier ein wohl bald 20 Jahre alter Entwurf umgesetzt wird. Was haltet Ihr davon? Ist das Design zeitlos genug, um bei der Fertigstellung nicht gleich wie ein Anachronismus zu wirken? Mir ist das Alter zugegebenermaßen erst beim Klick auf die erste Seite dieses Threads aufgefallen - spricht das für die Qualität des Baus oder nur für meine mangelnde Hochhauskenntnis? Oder gar für eine fehlende Entwicklung in der Formensprache zeitgenössischer Architektur? Ich musste jedenfalls sofort daran denken, wie aus der Zeit gefallen das wahrscheinlich 100 Jahre früher gewirkt hätte - ein Entwurf von 1903 umgesetzt Anfang der 1920er Jahre wäre wahrscheinlich sofort als unzeitgemäß aufgefallen.

  • ^ Flaneur das ist tatsächlich ein interessanter Punkt. Ich persönlich halte den Entwurf für Zeitlos. Er ist natürlich nicht atemberaubend modern, auch sowas kann FFM gut vertragen, und er ist nicht einer bereits vergangenen Zeit nachempfunden. Vielmehr ist der Turm eine Zusammenfassung des sachlichen Hochhausdesigns der letzten 30 Jahre, ohne dabei aufregend sein zu wollen. Wäre der Turm kleiner, also nur 100 m, wäre ich enttäuscht, auch mit dem Design, die ü 200m holen es aber raus.

  • Wenn die Formensprache der Hochhausarchitektur, wie sie sich in Shanghai oder London entwickelt hat, "modern" sein soll, kann ich darauf gut verzichten. Ein zeitloser zurückhaltender Entwurf wie dieser wäre mir allemal lieber, als irgendeine affektierte Architektenmode, deren einziger Anspruch ist, aufzufallen. Der Marienturm hat's doch vorgemacht, dass ein, sagen wir: klassisches Design zu ansprechendem Ergebnis führen kann.

  • Sollte die Fassade in natura so rüberkommen wie im dargestellten oberen Teil des Rendering, wäre es enttäuschend. Das klassische Kästchenraster wie beim eckigen Teil des Maintower nebenan.


    Wünschenswert wäre eine optisch klare vertikale Ausrichtung der Lisenen ( hoffentlich bleiben die, und werden nicht auch noch geschliffen ). Das horizontale sollte man komplett bleiben lassen, ist 1. optisch schöner, 2. streckt es das Gebäude noch mehr und hat man 3. in Ffm eh nicht so oft.


    Beim Flachbau ist wegen Aufstockung und Anbau aus der Distanz erst mal wenig zu meckern. Allerdings hoffe / denke ich, daß die dargestellten Farbunterschiede nur zur Anschauung zwischen alt und neu dienen, real dann aber die neue Fassade der alten angepasst wird.

  • Vorweg erstmal, der Turm passt dort hin wie sprichwörtlich die Faust auf das Auge.


    Schade ist in der Tat, dass die Rasterung in 2er, 3er und 4er Schritten jetzt nur noch oben einen 4er Block zeigt und darunter in dreier und zweier Blöcken sich über die gesamt Höhe betrachtet zu wenig unterscheidet. Auch hat mir die helle waagrechte Trennung zwischen den Rasterungen besser gefallen.
    Auch der anscheinend nicht mehr verglaste Technikaufbau wirkt nicht mehr schön, das war zuvor besser gelöst. Aber immerhin ist es kein "Stummel" in der Mitte sondern voll integriert in die Fassade bzw. Außenmaße. Das gefällt mir nach wie vor.

  • Irgendwie stimmen einige Dinge in den beiden neuen Renderings nicht richtig. Ich würde sie daher nicht überbewerten.


    Vergleicht man in der Nordansicht die Höhen mit dem fast gleich hohen Maintower und den deutlich niedrigeren Deutsche Bank-Türmen - wobei der Maintower etwas weiter entfernt liegt als der Veritas-Turm, fällt der Turm deutlich zu niedrig aus. Auch der 6-geschossige Altbau/Sockel + Technikaufbau, wirkt zum benachbarten Blockrand etwas niedrig. Zum Teil liegt dies sicherlich an der zentralen Weitwinkel-Perspektive.


    In der Innenperspektive finde ich die Integration des historischen Atriums des Altbaus ziemlich verballhornt. Die Atriumwände mit den Fenster- und Türdurchbrüchen so freizustellen und die Fundamentabfangung als Podest mit Wandelgang mit Blick gegen die Pendelleuchten zu inszenieren, finde ich nicht gelungen. In der Realität wären die hist. Atriumwände sicherlich deutlich stärker und würden dem ganzen auch etwas das Kulissenhafte nehmen. Wenn man die Lichtvoute berücksichtigt, welche die die Szenerie umgibt, würde die Geschossdecke auf der Höhe der Balustrade der Bestandsfassaden liegen. Auch im Vergleich zu den Fassaden des neuen Atriums im Vordergrund, finde ich die Ergänzungen im Vergleich zu den Relikten des Bestandes, viel zu massiv.


    Schon klar, dass Renderings immer idealisieren - aber in diesem Fall hat man meiner Ansicht nach das Gegenteil erreicht. Die Eigenarten des Entwurfes werden leider nicht gestärkt. Die Realität wird wohlmöglich sogar besser aussehen.


    Ansonsten freue ich mich sehr über den Fortschritt des Projekts und stimme Äppler zu, dass eine Stärkung der Vertikalen wünschenswert wäre.

  • Man kann nur hoffen, dass das Projekt umgesetzt wird, und nicht wieder in ein 20 jährigen Dornröschenschlaf verfällt.

    Das Gesamte Areal in diesem zentralen Bereich ist einfach nur ein Schandfleck.

    Ich bin schon froh wenn erstmal der Abbruch durchgeführt wird.... bevor wiedermal jemand kommt und das Sparkassenhochhaus unter Denkmal setzt....