Hochhausentwicklungsplan: Fortschreibung / Weiterentwicklung

  • naja, dass die deutschen generell ihrer mentalität nach eher kaninchenzüchter als himmelsstürmer sind, hast du aber doch nicht erst aus dem artikel erfahren, oder ;-)

  • Zitat aus FNP:
    "SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling bezeichnete in der Debatte den Hochhausplan als «Streuselkuchen». Die Standorte würden über die Stadt verteilt. Die SPD spreche sich dafür aus, Schwerpunkte im Bankenviertel und an der Messe zu bilden und dort die Höhe nicht zu begrenzen."


    Unglaublich, diese Vernunft von der SPD. Im Umkehrschluß ein Armutszeugnis für FDP und Union, denn obiger Vorschlag wäre das einzig vernünftige.


    Das Verschattungsargument ist ja wohl ein Lacher, durch 4 60m Hochhäuslein sind wohl annähernd genauso viele Häuser betroffen wie durch ein 250 m Haus. Bei der Allianz ist es wegen dem Opernplatz noch ok, bei der DZ Bank wäre ein 230m+ Turm wie oben schon gesagt aus städtebaulicher Sicht wesentlich sinnvoller, dagegen zu argumentieren mit der Verschattung von ein paar Häusern ist nur noch zum Kopf schütteln.


    Warum man z.B. beim Standort nur ein 110m Haus erlaubt anstatt eine Zone von unbegrenzter Höhe auzuschreiben ist auch völlig unverständlich, außerdem sollten die Gebiete zwischen Telenormagelände und Polizeipräsidium sowie zwischen Skyper und Marieninsel auch generell für HH freigegeben werden.


    Mit diesem Hochhausverhinderungsplan ist Ffm auf auf dem besten Wege eine schön monotone Skyline zu bekommen, wie auch schon gesagt wurde, müssen zwingend! 2, 3 Türme um die 250m im Zentrum her, dafür könnten sie dann von mir aus die 14 Türmchen komplett streichen.

  • Ich mag eine gewisse Streuung mit zentralen Clustern. Was ist denn der Vorteil einer einzigen verdichteten Skyline, außer, dass das Stadtzentrum zur toten, ungemütlichen Bürowüste wird und man dass Gefühl hat, der urbanste Punkt beschränke sich auf das monofunktionale Bankenviertel? Wenn man sich die bisherige Streuung ansieht merkt man doch, wie gut es dem Gefühl der Wahrnehmung als Groß-/Innestadt tut, dass der Messeturm eben bei der Messe steht und nicht alles auf 1/4 km² um die Taunusanlage begrenzt ist. Und das nun auch die Zeil mit den Hochhäusern viel urbaner wirkt. Die Verdichtung für die Postkartenasicht kommt dann mit der Zeit automatisch.


    Das Dogma der US-Skyline (wie in LA) ist doch für Frankfurt genauso verkehrt wie es ein absolutes Dogma der Bebauungshöhe wie in Paris wäre.


    Mal abgesehen davon ist der HHRP eine Mischung aus Investoreninteressen und politisch gewollter Skyline/Landmarkplanung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD eine Genehmigungstiefe, wie sie der HHRP bereits darstellt von vorn herein für ganze Zonen anfertigen würde.


    Die niedrigen Türme außerhalb der SPD vorgeschlagenen Hochhauszone würden aber auch so oder so nicht wirklich stören und wahrscheinlich genehmigt werden, bieten in dieser HHRP Form aber eben Planungssicherheit.
    Was an größeren Türmen dabei ist steht doch aber in den Clustern! (und die EZB ist eine besondere Ausnahme, ist ja auch mehr als nur eine weitere Bank)



    Trotzdem wäre ich auch für eine höhentechnisch unbegrenzte Kernzone, allerdings sollte dann außerhalb dieser noch die Möglichkeit der Ausnahme/Einzelplanung bestehen. So dass größere Vorhaben (angefangen von EZB über das Henninger-Areal bis hin zu Objekten wie beispielsweise dem Fernsehturm) trotzdem nicht kategorisch ausgeschlossen würden, sondern dann eben zur Diskussion stünden. Ein gewisses Maß an Flexibilität muss auch außerhalb erhalten bleiben.

  • mik:
    "Was ist denn der Vorteil einer einzigen verdichteten Skyline, außer, dass das Stadtzentrum zur toten, ungemütlichen Bürowüste wird"
    was heisst hier "ausser?", das ist der Hauptvorteil! Tote ungemütliche Betonwüsten finden wir alle total klasse ;)


    "und man dass Gefühl hat, der urbanste Punkt beschränke sich auf das monofunktionale Bankenviertel?"
    Ein monofunktionales Bankenviertel ist so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich als urban beschreiben würde, dann wäre ja Eschborn der Nabel der ...ach naja, du weisst schon...
    Wie schon gesagt, wenns darum geht: Die Nutzung machts unterm Strich.


    Ich glaube aber, dass, wenn es um städtebauliche Ästhetik geht, schon die Frage erlaubt ist, ob man den Effekt, den US-Skylines auf den Betrachter ausüben so einfach
    a) ignorieren
    und
    b) als Dogma "dissen" sollte. Der Amerikanische Städtebau ist doch mit allen seinen Vor- und Nachteilen wirklich sehr pragmatisch


    Da ist nunmal einfach ein Überwältigender "Wow!"-Effekt, den du nicht bloß beim betrachten der Fernwirkung bei den Top-Skylines hast.
    Sondern auch beim durchwandern derselben, wenn die Wolkenkratzer dicht und hoch stehen...... und wenn sie mit Leben erfüllt sind, das sich in die Strassen ergiesst... US-Städte haben nämlich größtenteils im Gegensatz zu Frankfurt nicht den Fehler gemacht, Türme zu bauen, die in ihrer Nutzung die Öffentlichkeit ausschliessen. Darüberhinaus geht dort schon seit einer ganzen Weile der Zug zurück in die Stadt mit einem Wohnhochhausboom einher. Beides hebt den von dir angedeuteten Widerspruch doch auf.


    Frankfurt hat nunmal das Problem, dass es sich nicht als deutsche Halbmillionenmetropole wie Dortmund Essen, Düsseldorf positioniert hat, sondern Aspekteweise mit Singapur, Paris, Mailand, gar London, oder New York konkurriert. Die Frage nach dem "US-Dogma" hört sich für mich so an, als ob da ein gefühlter Antagonismus zur Europäisch geprägten Metropole mitschwingt. Den sehe ich aber insofern nicht, als es da in Frankfurt nicht viel grandioses, wie beispielsweise tolle Sichtachsen o.ä,.kaputtzumachen gibt. Im Gegensatz zu absolutistisch geprägten Hauptstädten ist die alte Bürgerstadt Frankfurt doch recht arm an Gimmicks, die sie weltweit unverwechselbar macht. Keine Schlösser, keine Kilometerlangen, breiten weltbekannten Boulevards...
    Eine mitreissende Hochhauskulisse kann da durchaus in die Bresche springen, zumal, wenn sie wie hier für den Europäischen Städtebau einzigartig ist.


    Die Frage, was da eine geschlossene, hohe Skyline, anstatt einem Sammelsurium verteilter Hochhäuser soll, hört sich für mich ein wenig so an, wie wenn man frgen würde, was Paris eigentlich ohne die Champs-Elysees fehlen würde, wo es dort doch auch noch andere Breite Strassen gibt....oder ohne den Louvre, da gibts doch genug andere Museen.
    Falls du verstehst, was ich meine.....


    EDIT: achso, nochwas, mik: Ich meine, mich erinnern zu können, dass du selber an anderer Stelle schonmal den von dir so formulierten "Drang zur Mttelmässigkeit in Frankfurt" in den letzten paar Jahren beklagt hast.

  • Ich habe meinen Standpunkt auch schon an anderer Stelle klar gemacht:
    Wenn man die Zeil nach Osten läuft, hat man das Gefühl aus der Stadt rauszulaufen, nicht "in ihr" zu laufen.
    Nach Westen hat man die gegenteilige Wahrnehmung. Stimmt zwar auch zum Teil, die Wahrnehmung wegen den Hochhäusern ist jedoch überdeutlich. Ein 100m Hochhaus am Ende der Ostzeil könnte da schon Wunder wirken, wäre aber außerhalb von jedem Cluster.


    Dieser "Landmarkeffekt" Hochhäuser in mehreren Richtungen zu sehen, also z.B. auch den Henninger Turm vom Kaufhof/Zeilgalerie aus potenziert für mich die Wahrnehmung als Großstadt und gibt ein einzigartiges "Mittendrin-Gefühl"


    Eine massive Skyline (die unverkennbar auf eine einzelne Postkarte passt) hat natürlich was feines. Ich denke trotzdem, dass der "Innenstadtbereich" in alle Richtungen zumindest mit kleineren HH wachsen sollte. Letzten Endes dehnt ja auch schon das Messecluster die Innenstadt. Und in gewisser Weise wirkt dadurch auch eine Institution wie das Senckenbergmuseum auch viel zentraler.
    Das Europaviertel ist dazu auch ein gutes Beispiel.
    Hochhäuser am westlichen Ende werden den Boulevard eben auch als solchen, innerstädtischen Boulevard erscheinen lassen und nicht als bloße Einfallstraße. Ich denke, dass ist es, was ich mit europäisch meine. Weniger Sichtachsen als Prinzip, sondern dass man wichtige städtische Gebiete durch Hochhäuser hervorhebt. Weiteres Beispiel: Die FH am Nibelungenplatz und das Bürocenter gegenüber. Macht für mich städtebaulich Sinn, ist aber wohl eher Zufall.


    Was natürlich den Neubau von echten Wolkenkratzern nach internationalem Maßstab betrifft, so wäre ich natürlich auch für die Konzentration in den bisherigen Clustern. Aber da kann ich auch den konkreten Vorwurf der "Zerstreuung" nicht teilen. Die EZB ist die einzige Ausnahme jenseits der 150m.
    Den Campanile zähle ich noch zum Hauptcluster. Zumindest wird er so in der Skyline wirken. Wenn man da anderer Meinung ist, kann ich das noch nachvollziehen. Aber in Kooperation mit der Bahn und dem Busbahnhof wäre das dann einer der Ausnahmefälle, weswegen ich gegen zu enge/strikte Zonen bin.

  • Die Planung und der Bau von Hochhäusern einseitig nur aus der Vogelperspektive zu sehen, und vorwiegend Cluster-Gedanken und Skyline-Ansichten alleine in den Vordergrund zu rücken, ist sicherlich nicht ganz praxisgerecht. Einige andere, auch noch sehr wesentliche Faktoren sind für Planung und Genehmigung zu berücksichtigen. Muss ich (als Nicht-Architekt, Nicht-Städteplaner und Nicht-Verkehrsplaner) hier noch aufzählen, welche das sein könnten? :zunge:

    ____________________________________________________________________________________________________
    Negative Anonyme Rote-Lämpchen-Bewertung am 12.12.2008, 22:05: "kannst du auch sein lassen, wir werden es überleben"

    Einmal editiert, zuletzt von RobertKWF () aus folgendem Grund: Bewertung

  • Faktoren zur Standortplanung von Hochhäusern in Frankfurt?

    Also doch. Hier die "Ollen Kammellen" (keine Rangfolge):

    - Erträglicher Abstand oder Staffelung zu erhaltenswerter Wohnbebauung
    - Verschattung von Wohngebäuden, Spielplätzen sowie anderen relevanten Plätzen und Parkanlagen
    - Soziales Umfeld
    - Bereits andere vorhandene oder geplante Hochhäuser
    - Verstellung von Blickachsen
    - Parkplätze und Verkehrsanbindung, Steuerung der Verkehrsströme
    - weitere Infrastruktur, auch Kanalisation, Strom und IT-Anbindung
    - weitere Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Restaurants etc.
    - Groß- und kleinräumige Luftströmungen
    - Emissionen, sowohl des geplanten Gebäudes, als auch der vorhandenen Umgebung
    - Bodenbeschaffenheit, Untergrund, Rechte und Lasten
    - Bedarf, Wünsche und Planung potentieller Investoren und Bauherren
    - Gewünschte Nutzung: Büro, Hotel, Wohnraum, Handel und Industrie, Verwaltung
    - Anpassung oder Kontrast zur üblichen Nutzung der Umgebung
    - mögliche Blockrandbebauung und Möglichkeit kleinteiliger Fußraumbewirtschaftung
    sowie dann
    - Skyline, Stadtbild, Renommee :D

    meint ein Frankfurter Bürger, was meint Ihr?

  • Hallo liebe Frankfurter. ^^


    Verrückt wie ich bin, habe ich mir den kompletten Thread von Vorne bis Hinten durchgelesen. :D :rcain:


    Vielleicht solltet ihr in Zukunft wirklich darauf achten, dass Commerbank, Messeturm etc. nicht gekürzt werden, bei der aktuellen Entwicklung des Hochhausrahmenplans. :lol: Wenn so häufig gerade mal 60 m Klötze vorgesehen sind. Zukünftig wird dann Frankfurt nur noch einen homogenen Einheitsbrei als Skyline haben.


    Ne jetzt mal Scherz beiseite. Es wird nichts so heiß gegessen wies gekocht wird. ;) Will heißen, auch wenn derzeit im HHRP nur wenige neue "Highlights" vorgesehen sind, heißt das doch nicht, dass alles so umgesetzt wird, wie Dieser es vorsieht.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, stellt er bloß eine Möglichkeit dar potentiellen Investoren, Standorte für Hochhäuser oder Wolkenkratzer anzubieten, um einen unkontrollierten "Wildwuchs" zu vermeiden, oder nicht?
    Als ich zum ersten Mal von diesem Plan gelesen hatte, dachte ich mir,
    dass es auf jedem Fall irgendwie Sinn macht, das zu tun, gerade in Bereichen mit erhaltenswerter alter Architektur keine HH und WK hinstellen zu dürfen und diese nur auf bestimmte Bereiche zu beschränken.
    Allerdings muss ich als Außenstehender sagen, dass die Politik viel zu stark in die Entwicklung eingreift, indem sie bestimmen lässt, wie mal die Komposition(Skyline) aussehen soll. Damit meine ich die Höhenbeschränkung.
    Das ist totaler Käse in meinen Augen. Jeder vernünftige Architekt, wird auch Bauherren nahe legen, den urbanen Kontext zu wahren.
    Je nachdem, ob man sich abheben (auffallen) möchte oder sich lieber einfügen möchte, wird dann das Prinzip des Entwurfs ausfallen.
    Gerade eine relativ freie Entscheidung wo man bauen darf, ohne Höhenbegrenzung macht auch das Stadtbild aus. Wenn man allerdings versucht mit solch einem Plan, die ungefähre Höhenstruktur der Stadt in 20 Jahren festzulegen, ist das zuviel des Guten.
    Ich sprach schon mal von einer Komposition. Da jeder sich die Komposition irgendwie anders vorstellt, wird es wohl immer auf solche Kompromisse (Grüne) heraus laufen. Man sollte, der gesamten Entwicklung erst mal "relativ" freien Lauf lassen. HH/WK-Zonen sind in Ordnung und dringend erforderlich, aber grundstücksbezogene Höhenbegrenzung ist Kokolores.
    Viel mehr Sinn würde es da machen eine Stadtweite Höhenbegrenzung für WK zu setzen. Sagen wir mal bei 420 m oder so, um den Kontrast fürs Erste nicht zu groß werden zu lassen.
    Wie sieht es denn mit den aktuellen WK aus? Sind Messeturm, Commerzbank usw. auch nach einem solchen Plan entstanden, oder hat es sich so ergeben?
    Würde mich mal interessieren.
    Das größte Problem an dem HHRP ist meiner Meinung nach, dass Baumassen schon in Modellen visualisiert wurden und dadurch schon bei vielen Leuten ein Bild vor dem geistigen Auge existiert. Wenn diese dann auf einmal nicht umgesetzt werden, ist die Enttäuschung verständlicherweise groß.
    Auch wenn er nicht verbindlich ist, suggeriert er doch durch die Visualisierung etwas Anderes.


    Auch hier im Forum existieren ja glücklicherweise, verschiedene Ansatzpunkte, wie die Stadt zukünftig aussehen sollte. Eine Seite will eine Verdichtung der bestehenden Cluster und die andere möchte kleinere Cluster etwas außerhalb schaffen, um die urbane Wirkung zu vergrößern.
    Auch hier muss man sagen, gibt es keinen Königsweg. Auf die gesunde Mischung kommt es an. Nur noch zu Verdichten finde ich blöd und auch nur noch auseinander zu Ziehen ist fraglich.
    Die Wahrnehmung der Stadt hängt ja auch immer, vom Stanpunkt des Betrachters ab.


    Mal mein eigener Eindruck als ich dieses Jahr Mitte Mai, mit dem Zug Richtung Frankfurt fuhr:
    Als sich der Zug noch einige Kilometer vor FFM befand und ich die beeindruckende Skyline zu meiner Rechten sah, war ich hin und weg von dieser Silhouette der Türme. Als ich der Zug sich immer mehr annäherte, erkannte ich auch die Stimmigkeit der gesamten Zusammensetzung.
    Auch äußerst eindrucksvoll, wie der Zug am Ende eine Rechtskurve machte und direkt auf den Pulk der Türme zusteuerte.
    Im Hbf konnte ich dann durch das Glasdach sofort den Turm der Commerzbank erblicken, wie er hoch aufragt. Je näher ich allerdings kam, umso mehr löste sich der Haufen in seine Einzelteile auf.


    Genau auf diesen Punkt möchte ich hinaus. Bei der Betrachtung der Stadt kann man nicht einfach nur seine Fernwirkung oder seine Nahwirkung betrachten. Es ist wichtig, dass Beides passt. Wobei die "in-der-Stadt-Wirkung" schon etwas mehr Gewicht haben sollte, als die Fernwirkung.
    Ich finde, dass beide Wirkungen einfach atemberaubend sind.


    Übrigens bin fest davon überzeugt, dass ihr in Zukunft sogar Supertalls in FFM haben werdet. ;)


    Bin wohl wie häufig ein wenig abgeschweift.*g*


    Das bitte ich zu Entschuldigen.
    LG aus Bremen
    Hito


    Ps.: Nun helft mir (einem ortskundigen Nicht Frankfurter:lol:), doch mal ein wenig auf die Sprünge. Was sind Marieninsel, Westend, Ostmolenhafen usw.?
    Verstehe nämlich nur Bahnhof. :D

  • Auf frankfurt.de gibts den aktualisierten Rahmenplan:
    http://www.stadtplanungsamt-fr…a50ca4c092e32443c64f0f137


    23 Hochhäuser an 16 Standorten


    Nördliche Innenstadt
    Stiftstraße/Katzenpforte (60m)
    Stiftstraße/Sireo (60m)


    Ergänzung Mainfront
    MainTor, Degussa-Areal (100m, 60m, 60m)


    Mainzer Landstraße
    Marieninsel (210m)
    Allianz-Areal (60m)
    Mainzer Landstraße 36 (60m)


    Messeviertel Nord
    Theodor-Heuss-Allee/Hamburger Allee, Poseidon-Areal (140m)
    Senckenberganlage/Robert-Mayer-Straße, Campus-Areal (140m, 100m, 70m)
    Nördlich der Festhalle (60m)


    Messeviertel Süd
    Mainzer Landstraße/Platz der Republik, DZ Bank-Areal (175m)
    Friedrich-Ebert-Anlage 3/Hohenstauffenstraße 30, Matthäus-Areal (130m)
    Hafenstraße/Adam-Riese-Straße (110m)


    Hauptbahnhof
    Mannheimer Straße/Stuttgarter Straße, Bahn-Tower (200m)


    Osthafen
    Westlicher Molenkopf/Neue Mainbrücke (60m)


    Europaviertel
    Emser Brücke (100m, 80m)
    Östlicher Europagarten (60m, 60m)


    Ich zähle weiterhin nur 22 neue Hochhäuser ... :confused:
    Geändert hat sich noch die Höhe der zwei Hochäuser am östlichen Europagarten (vorher 100m und 60m), an der Emser Brücke darf aber wohl weiterhin 100m und 80m gebaut werden.

  • Eine sehr schöne Karte, Miguel, nur offensichtlich nicht überall korrekt:
    Mir gefällt am besten die Behauptung, die Welle sei ein HH > 60m. Das kann aber höchstens bzgl der Länge korrekt sein ;)

  • Cunitz will bestehende Rahmenplanung in Frage stellen

    Olaf Cunitz, Dezernent für Planen und Bauen, will den geltenden "Hochhausentwicklungsplan 2008" zur Diskussion stellen. Dies äußerte er während einer Fachtagung, wovon die IZ an dieser Stelle berichtet. Die Zeitung zitiert Cunitz mit "ich finde, es wäre daher eine Diskussion wert, zukünftig für den Bau von Hochhäusern nur noch bestimmte Bereiche auszuweisen anstatt feste Einzelstandorte". Hintergrund ist, dass Hochhäuser in der Vergangenheit meist an Standorten errichtet wurden, die nach den diversen städtischen Planungskonzepten nicht dafür vorgesehen waren.


    Ähnlich verhält es sich dem Planungsdezernenten zufolge mit festgelegten Beschränkungen von Gebäudehöhen. Sobald ein Projekt konkret werde, stünden diese Maximalhöhen doch immer wieder in Frage. Die Wirtschaftlichkeit setze der Höhe ohnehin eine Grenze. Mit Blick auf das jüngste Hochhausprojekt der Stadt sagte Cunitz: "Das Marieninsel-Projekt von HTP hätte von Seiten der Stadt deutlich höher ausfallen können, aber der Investor hat bei 150 m die Grenze gezogen - er wusste, mehr gibt der Markt nicht her."

  • Fortschreibung des Hochhausrahmenplans?

    In der heutigen FAZ/Frankfurt gibt es einen interessanten Bericht über aktuelle Überlegungen den Hochhaus-Rahmenplan von 1998 fortzuschreiben bzw. zu überarbeiten.
    Wir, in unserem Forum, haben ja selbst seit geraumer Zeit darüber nachgedacht wie dies aussehen könnte.


    Die Möglichkeiten für Investoren schrumpfen immer weiter und die bisher ausgewiesenen Standorte im aktuellen (aus dem Jahr 1998) und im Jahr 2008 fortgeschriebenen Hochhaus-Rahmenplan werden, aktuell nach der Bekanntgabe der Pläne zur Neubebauung des DB Areals, immer weniger.
    Im Jahr 1998 wurden bereits 18 Standorte ausgewiesen, 2008 kamen 14 weitere Standorte hinzu.
    Einige der Standorte wurden inzwischen bebaut, wie zB. der Opernturm oder der Tower 185. Andere Standorte haben sich nachträglich als untauglich erwiesen und wurden gestrichen. Weitere wurden neu aufgenommen.


    Gründe für die Untauglichkeit waren zb. Verschattungsprobleme von Wohngebieten oder öffentlichen Plätzen wie dem Opernplatz. Daher wurde der Standort auf dem Allianz-Areal ganz gestrichen, auch die Allianz möchte nun flach bauen.


    Momentan verbleiben daher lediglich 13 Standorte.


    Jochem Jourdan, dessen Architektur-Büro sich für den ersten HHRP verantwortlich zeigt, konstatiert: "es sei an der Zeit diese Reserve wieder aufzufüllen um die weitere Entwicklung der Skyline zu betrachten".
    Auch Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamts, hält den Zeitpunkt nun für gekommen den Plan zu überarbeiten.


    Neu ist die Idee bereits ausgewiesene Standorte einer Revision zu unterziehen und gegebenenfalls anzupassen oder sogar ganz zu streichen wenn sich bei der Revision herausstellt das diese einfach nicht "funktionieren".
    Nutzungsart, Position und Höhe sollten evtl. überarbeitet werden.


    Jourdan schliesst sich dieser Meinung an und nennt zB. explizit den Standort Millennium Tower (365m). Hier sieht er, wie auch am Standort "ehemaliges Polizeipräsidium" keinen "Bedarf" mehr.


    Interessant ist das er an den Wallanlagen, am Standort des ehemals projektierten Sparkassen-Towers (199m) eine Umwidmung zu Wohnhochhäusern in Betracht zieht. (Klingelt etwas liebe Mitforisten? Steht hier ein neues Grossprojekt im Raum?)


    Bei der Fortschreibung des HHRP von 2008 wurden bereits Änderungen vorgenommen was das Baurecht betrifft. Wurde im Jahr 1998 mit jedem ausgewiesenem Standort auch ein gleichzeitiges Baurecht geschaffen, wurde dies im Jahr 2008 verworfen, da man erkannt hat das Investoren eben nicht gleich, wie erhofft, zur Tat schritten.
    Daher wurden 2008 optionale Flächen ohne Baurecht geschaffen. So soll verhindert werden das Standorte zu lange brach (siehe Opernturm) liegen und entsprechende Spekulationen zu verhindern.


    Jourdan hält demnach nach wie vor daran fest, wie bisher einzelne Standorte festzuschreiben. Er hält ausgewiesene Hochhauszonen für nicht zielführend.
    Gut erhaltene Stadtteile sollten nicht der "gefrässigen Hochhausentwicklung" geopfert werden.


    Auch Hunscher würde eine sorgfältige Abwägung seitens der Stadt zwischen Einzel-Standorten und Zonen begrüssen. Gleichzeitig hält er eine höhere Flexibilität im Stadtplanungsamt wünschenswert, da dies verhindern würde das einzelne Eigentümer Entwicklungen behindern oder verzögern.


    Jourdan wünscht sich das sich zukünftige Investoren in Richtung Innenstadt orientieren. Preisgünstige Wohnhochhäuser hält er für darstellbar.



    PK:
    Ohne Zweifel ist eine Überarbeitung des HHRP überfällig.
    Ebenso die Ausweitung dessen auf Hochhauszonen.
    Allerdings sollte die angesprochene Flexibilität auch wirklich umgesetzt werden, gerade in Bezug auf Nutzung und Höhen von Hochhäusern.
    Eine starre Festsetzung auf Höhen und Nutzungen, bis auf einige wenige Ausnahmen, erachte ich als kontraproduktiv.
    Wo könnte man Euer Meinung nach neue Standorte ausweisen, evtl. einer Revision unterziehen oder gar ganze Hochhauszonen festsetzen?


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    Hinweis Mod: Artikel jetzt auch online verfügbar-

  • Wie ich schon mal geschrieben hatte, kommt für mich als größere Zone vor allem der Bereich zwischen Osloer Straße/Hohenstaufenstraße und Mainzer Landstr. in Frage. Der Bestand ist - abgesehen vom alten Polizeipräsidium (wieso soll hier kein Bedarf mehr bestehen? Das Areal eignet sich sogar für ein Wohnhochhaus) und einigen schützenswerten Fassaden an der Mainzer Landstr. für eine Neuentwicklung prädestiniert. Auch entlang der Mainzer Ldstr. Richtung Gallusanlage könnten vielleicht einige (kleinere) Hochhäuser entstehen. In Richtung Osten kann ich mir beidseitig der Mainzer Landstr. auch noch mehr vorstellen. Auch die Südseite der Theodor-Heuss-Allee (zur Messe) bietet noch ein oder zwei Standorte. Die Kuhwaldsiedlung ist mE eh ein Anachronismus, aber das ist ein anderes Thema.


    Die Innenstadt ist nicht so einfach. Neben den bereits ausgewiesenen Plätze halte ich die Areale zwischen dem DB-Dreieck und der Friedens-/Kaiserstraße für grundsätzlich interessant, wobei man nach Osten hin abgestuft bauen müsste. Ansonsten fällt mir hier nur das Gebiet südöstlich der Konstablerwache (Fischerfeld) ein, wobei hier wahrscheinlich auch nur einige wenige und niedrige Türme vorstellbar sind.


    Bleibt für mich als drittes Gebiet der Streifen südlich der Gutleutstraße, zwischen Westhafentower und dem Nizza.

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  • Hochhausplan wird 2018 aktualisiert

    Wie die FNP in Ihrer Printausgabe heute berichtet, soll wegen der Brexit-Entscheidung der letztmals 2008 aktualisierte HH-Rahmenplan bereits 2018 überarbeitet werden. Anders als in #417 vom damaligen pragmatischen Planungsdezernenten Cunitz geforderten reinen Ausweisung von Bereichen in denen HH möglich sind plant Josef eine entscheidende Änderung: HH über 60m sollen künftig nur noch an Standorten möglich sein, die in dem Plan ausgewiesen sind! "Um Wohnviertel zu schützen muss klar sein wo HH zugelassen werden und wo nicht", betonte Josef gestern auf einer Tagung im Tower185. Deshalb dürfte die Bundesbank wohl keine Chance haben, auf ihrem Gelände einen höheren Turm zu bauen, heißt es im FNP-Bericht weiter.

  • Ich wußte schon immer dass die Grünen sehr viel fortschrittlicher als die SPD sind. Cunitz war ein leuchtendes Beispiel dafür. Die SPD verfällt stattdessen immer wieder in seiner alten, überkommenen Denkmuster