Hochhausentwicklungsplan: Fortschreibung 2022

  • Leider hatte damals das Land beim Polizeipräsidium zu hoch gepokert und einen zu hohen Preis gefordert, sodass die Investoren abgesprungen sind .... und zack kam die Immobilienkrise und die Preise im Keller. Jetzt ärgert man sich und wäre froh das Gelände damals verkauft zu haben. Wie auch immer: dieser Ecke würde der 140-Meter-Turm (wie im Plan) sicherlich gut tun.

  • DMS, genau das halte ich für falsch - überall, wo scheinbar eine Lücke ist, ein Hochhäuschen hinzusetzen. Gerade um das zu verhindern, wird ja eine Rahmenplanung ausgearbeitet. Das Bahnhofsviertel ist leider immer noch ein Problembezirk, dort will doch niemand wohnen. Außerdem soll das Gründerzeitviertel erhalten bleiben, da wird - mit Recht - bereits der Denkmalschutz ein Hindernis sein.


    Grundsätzlich würde ich es für gut halten, keine Hochhäuser mit jeweils nur Wohn- bzw. nur Büronutzung vorzusehen. Hervorragend geeignet für eine Mischnutzung aus Büro und Wohnen wäre zum Beispiel das Kaiserkarree. Und eigentlich auch die FrankfurtHochVier-Türme. Auch Umnutzungen sollten in Betracht gezogen werden, beispielsweise des alten, kleinen Hochhauses der Deutschen Bank. Vielleicht könnte das dann wieder die Realisierung des Max forcieren.


    Die wünschenswertesten Standorte sind im aktuellen Rahmenplan jedenfalls schon drin, gegen ein Hochhaus im Hof des mainBuilding (Allianz) hätte ich nichts einzuwenden, solange man die Verschattung in Grenzen halten kann. Auch Mäcklers Torlösung auf dem Degussagelände würde mir zusagen. Und eventuell auf dem Khasanagelände, dem damals für den Campanile vorgesehenen Standort, wobei mir dort eine Blockrandbebauung besser gefallen würde.


    Das alte Polizeipräsidium ist übrigens ein Gründerzeit-Juwel, ich wäre unbedingt dafür, auf diesem Areal den Denkmalschutz auf alle Gebäude aus dieser Zeit auszudehnen. Soweit ich weiß, gilt er bisher nur für den Trakt an der Ebert-Anlage. Garstig ist allerdings der Erweiterungsbau an der Ludwigstraße / Ecke Mainzer Landstraße, vermutlich aus den Sechzigern. An dieser Stelle könnte ich mir ein Hochhaus gut vorstellen.

  • Ich bin sehr gespannt, ob einige der Projekte (deren Bauplätze) aus dem Plan verschwinden werden, die wir noch vor einem Jahr teilweise berechtigt favorisiert haben. Sprich was wird aus diesen Wackelkandiaten:


    - Metzler Bank Turm (das dauert)
    - Kaiserkarree (dauert zu lange)
    - Messe Torhaus zwei (Beginn ungewiss?)
    - Hochhaus der Frankfurter Sparkasse und der Württembergischen Hypo (auf Eis?)
    - Marieninsel (wird nie gebaut?)
    - Tower One (wird nie gebaut?)
    - Millenium Tower (wird nie gebaut?)
    - HH Europagarten (wird nie gebaut?)
    - HH Güterplatz (wird nie gebaut?)
    - MAX (wird nie gebaut?)

  • Warum sollten die denn aus dem Plan verschwinden, das sind doch ideale Standorte? Der Plan hat ja nicht die Realisierungschancen wiederzugeben, sondern die Stellen, an denen Hochhäuser grundsätzlich genehmigt werden sollen. Außerdem bin ich zuversichtlich, dass wenigstens zwei oder drei Projekte von deiner Liste in den nächsten fünf, sechs Jahren in Bau gehen. Sofern es zu einem Regierungswechsel kommt und die Konjunktur dann wieder anspringt.

  • Denke auch, dass die Standorte beibehalten werden, denn es ist - wie der Name ja schon sagt - ein Rahmenplan. Der Plan wird wohl in der Richtung angepasst werden, dass die Standorte auf dem Vorfeld des Hbf rausfliegen (weil ja Frankfurt21 nicht kommt), dafür die EZB hinzukommt
    .... war das Zürichareal eigentlichh drin?


    Hoffe ja noch immer, dass wenigstens Kaiserkarree und Frankfurter Sparkasse realisiert werden. Das Haus auf dem Gelände der Frankfurter Sparkasse steht ja nun auch schon ein paar Jahre leer, allerdings hat man anscheinend die Tiefgarage vermietet .... wird noch dauern bis da was passiert.

  • Zitat von Schmittchen

    ...Außerdem bin ich zuversichtlich, dass wenigstens zwei oder drei Projekte von deiner Liste in den nächsten fünf, sechs Jahren in Bau gehen. Sofern es zu einem Regierungswechsel kommt und die Konjunktur dann wieder anspringt...


    Ein Regierungswechsel und damit verbunden eine schwarz-gelb wirtschaftlich orientiertere Politik. In der Tat das wäre ein Indiz für einen Aufschwung wie es in Deutschland lange keines mehr gab. Dazu die WM...
    Aber wir schweifen ab. Sag mal Schmittchen, bei welchen 2-3 Projekten rechnest Du mit einer Realisierung in den nächsten Jahren?

  • Mich interessiert mehr in diesem Thread ob es wohl neue Hochhausstandorte geben könnte oder ob es grundsätzlich bei den altbekannten bleiben wird.
    Ob gewisse Projekte an den Start gehen wird ja zB. in diesem Thread besprochen.

  • Ein interessanter Artikel zum Hochhausrahmenplan in der FAZ:


    http://www.faz.net/s/RubABE881…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Einige Informationen aus dem Artikel


    -Die Hochhausstandorte von Frankfurt 21 ( Hauptbahnhof-Untertunnelung und 6 Hochhäuser ) werden aus dem bearbeiteten Plan herausgenommen, da die Planungen endgültig verworfen sind.
    -Es werden nur Türme höher als 80m berücksichtigt
    -Architekt Jourdan wird seinen Henninger Büroturm sicherlich mit in den Rahmenplan aufnehmen
    -Schwarz spricht sich für ein ca. 60m Hochhaus aus auf dem Degussa Areal, Jourdan wird wohl grosszügiger sein.
    -Deutsche Post baut evtl. einen Hochhausturm am nördlichen Ausgang des Hafentunnels. Das gebäude dürfte geringfügig höher sein als der bereits bestehende 92m Turm der Commerzbank.
    -Schwarz drängte darauf die Höhe des Marieninsel-Hochhauses um 100m zu verringern...PK: warum denn das bitte???? :nono:
    -Evtl. Baurecht für das Messehochhaus gegenüber des IBCs.
    -3 neue Standorte für Hochhäuser auf dem AFE Areal bis zu 140m
    -Planungen für das Telenorma Areal sind wohl weit fortgeschritten, es fehle ein Investor.
    -Wieder einmal hat die Allianz eine Absage für Ihr Wunschhochhaus am Opernplatz bekommen, maximal 90m, so Schwarz.
    -Standort des Campanile denkbar geeignet für ein Hochhaus

  • Wollt grad sagen!


    Sind einige Neuigkeiten enthalten, wie Deutsche Post am Hafentunnel (ca. 100 Meter) und die Tatsache, dass das Marieninsel-Vorhaben (250 Meter) weiter verfolgt wird. Aber natürlich auch Dauerbrenner wie Campanile, das Messe-Projekt und das Projekt auf dem Telenorma-Areal am Güterplatz.

  • Sorry, haben wohl die Nachrichten gleichzeitig entdeckt:)


    Bis Jahresende soll der Plan fertig sein, bin schon gespannt was dabei raus kommt.
    Bin aber immer noch nicht damit einverstanden dass der Jourdan das alleine machen darf.


    Das mit der gewünschten Höhenreduzierung des Marieninsel gefällt mir gar nicht.
    Ebenso die Absage von Schwarz an einen höheren Turm auf dem Degussa Areal, hier wären mindestens 100m angebracht.



    Sonst eigentlich recht gute Nachrichten wie ich finde.

  • 1)
    starke höhenbegrenzung für die hhs
    - degussa
    - marieninsel
    - allianz


    2)
    hhs im rahmen von fra21 wurden herausgenommen - jedoch keine neuen standorte vorgeschlagen, welche nur annähernd diese baumasse zuließen

  • Am besten sollte man Jourdan diese Aufgabe nicht mehr überlassen.
    Wie hat sich dieser Mensch für diese Aufgabe qualifiziert?
    Wozu überhaupt der Rahmenplan?
    Eigentlich könnte man auf ihn verzichten und individuell entscheiden, oder?

  • Ich finde die Idee eines Hochhausrahmenplanes im Prinzip gut, allerdings nicht in der jetzigen Form.


    Das funktioniert doch in etwa so, daß ein Investor an einem bestimmten Standort ein Hochhaus bauen möchte, dies der Stadt vorschlägt und die dann entscheidet, ob das Projekt in den Hochhausrahmenplan aufgenommen wird (also realisert werden darf) oder nicht (korrigiert mich wenn ich da falsch liege). Das ist auch schön und gut, nur was bringt das für zukünftige Projekte? Gar nix.


    Wenn in Frankfurt ein neues Haushausprojekt diskutiert wird hört man oft das Argument "das sei nicht im Hochhausrahmenplan vorgesehen" als ein Argument dagegen. Nun, wie könnte es auch, da der Plan 1998 letztmalig aktualisert wurde.
    Auch wird gerne darauf verwiesen, dass, wie in dem FAZ-Artikel auch erwähnt, noch kaum eines der im Plan beschriebenen Hochhaus realisert wurde und somit auch kein Bedarf an noch weiteren Hochhäusern besteht. Was nützt es einem Investor, der jetzt bauen will, dass die Großbanken ihre genehmigten Wolkenkratzer "vorerst nicht" realisieren wollen? Auch nix.


    Das Problem des Rahmenplans besteht meiner Meinung darin, dass nur einzelne Standorte ausgewiesen werden. Viel sinnvoller wäre es doch für die ausgewählten Gebiete (Bankenviertel, Bahnhofsviertel, Mainzer Landstraße und Messe) flächendeckend zu bestimmen, wo überall HHs gebaut werden dürften, also ohne eine konkrete Bauabsicht eines Investors. Man könnte auch ganz klar definieren, welche Gebäude nicht abgerissen werden dürften (Baudenkmäler, Altbauten etc.) und welche Höhenangaben in welchen Lagen gelten sollten. So könnte man auch potentiellen Investoren ganz nebenbei noch Denkanstöße geben, wenn sie von vorne herein wissen, was und wie hoch sie auf ihrem Grundstück bauen dürfen.

  • Gizmo23, ich fürchte, da liegst du falsch. Tatsächlich soll der Hochhaus-Rahmenplan zwar eine lenkende Wirkung haben, aber er ist politisch unverbindlich! D. h. Hochhaus-Baugenehmigungen außerhalb der Rahmenplanung sind möglich. Gerade bewiesen durch den Bebauungsplan "Ehemalige Hauptpost / Zeil" und die kürzlich auf dieser Grundlage ergangene Teil-Baugenehmigung für FrankfurtHochVier.


    Die von dir im mittleren Absatz erwähnten Einwendungen sind deswegen letztendlich irrelevant. Meist kommen sie ohnehin aus der Ecke derjenigen, die auch sonst in jeder Hinsicht auf der Bremse stehen. Du weißt schon.


    Tatsächlich ist mit der Rahmenplanung im Wesentlichen das beabsichtigt, was du oben im letzten Absatz als sinnvoll erachtest. Ein wenig wohl auch das, was die F.A.Z. als "hübsches Marketinginstrument" bezeichnet. Der jeweils aktuelle Rahmenplan ist immer auch Kind seiner Zeit und Ergebnis politischer Abstimmungen. Und die politischen Verhältnisse in dieser Stadt sind durch die gegebene Konstellation ja bekanntlich reichlich komplex.

  • Neues zum Hochhausrahmenplan:


    In einem Interview von Edwin Schwarz (CDU) mit der Frankfurter Rundschau gibt es folgende wichtige Informationen nachzulesen.


    • Eine Alternative zu dem geplanten Kongress-Zentrum im Gateway Gardens könnte nun die Brachfläche des gescheiterten UECs werden, man bräuchte Platz für eine Grössenordnung von 10000 Personen.
    • Gespräche über die zukünftige Bebauung auf dem degussa Areal haben begonnen, ein stadtprägendes Hochhaus hält er an dieser Stelle nicht für möglich. Maximal das Torhaus.
    • Im Bereich der Innenstadt soll es neue Hochhausstandorte geben, es gäbe eine Interessenten die Hochhäuser bauen wollten. Es gibt wohl klare Bauabsichten.
    • Keine Chance sieht E.Schwarz für das geplante DB Hochhaus im Europaviertel da es zu nah an der Wohnbebauung stehen würde. Eher sähe er die Möglichkeit dass die Bahn die beiden Hochhausstandorte an der Stelle des UECs übernehmen würde.
    • Ein kleines Hochhaus auf dem Allianz Gelände an der Taunusanlage hält er für möglich vorausgesetzt die politische Mehrheit kommt zusammen.
      PK.: Ich würde mir hier immer noch einen mindestens 140m Turm an dieser Stelle wünschen.


    Quelle der Informationen und das komplette originale Interview:
    http://www.fr-aktuell.de/frank…/frankfurt/?em_cnt=885676

  • Ein Kongresszentrum wäre eine sehr gute Alternative zum UEC! Die Pläne der Messe, dieses in der hintersten Ecke im Südwesten ihres Geländes (in künftiger Ausdehnung) zu bauen, konnte ich ohnehin nicht recht nachvollziehen. Vielleicht sollte der eine oder andere Bestandteil des UEC-Konzepts noch an das Kongresszentrum angedockt werden.


    Interessant zu wissen wäre nun, was Schwarz mit "im Bereich der Innenstadt" meint. Hoffentlich in erster Linie das Bankenviertel.

  • Was gegen einen 150 m-Turm auf dem Degussa-Gelände spricht, daß weiss wahrscheinlich nur Schwarz selbst.......:Nieder: Das er gegen den von der Bahn vorgesehenen Bauplatz ist, finde ich dagegen vollkommen richtig.


    Ich bin ja mal auf den neuen Plan gespannt, ob er noch Überraschungen bringt oder ob es mehr oder weniger bekannte Standorte sind.