Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • Also wenn ich die beiden Bilder miteinander vergleiche.


    Dann haben beide für mich Bordsteinkanten (sprich deine Insel) und der Bockenheimer Aufzug zusätzlich auch noch Leitplanken.


    Daher sollte das Frankfurter Modell noch sicherer sein als das Düsseldorfer Modell. Was daran liegen könnte das mehr Autos durch die Straßen fahren.

  • Die FNP erwähnt heute, dass OB Feldmann angekündigt hat, zwischen Gallus und Innenstadt werde es eine weitere Straßenbahnlinie geben, über die Kleyerstraße. Auch solle vorgeschlagen worden sein, den besagten Abschnitt zweigleisig auszubauen.


    Hier wäre es sicherlich eine Überlegung wert, im Zuge dessen die Straßenbahnlinie weiter südlicher über die Kleyerstraße führend auszubauen, um die neu entstehenden Wohnungen besser zu erschließen. Ich weiß allerdings nicht, in welchem Ausmaß der Tunnel hier eine Straßenbahnführung hergibt.

  • Der zweigleisige Ausbau in der Rebstöcker Straße ist schon seit Jahren geplant, bisher war es jedoch nie als dringender Bedarf eingestuft worden. In der direkten Nachbarschaft ist der weltgrößte Internetknoten, was Tiefbauarbeiten ein klein wenig komplizierter als sonst machen könnte. Eine Verlängerung in der Kleyerstraße sollte rein technisch machbar sein (gab es schonmal bis in die 1950er), ob sie auch rentabel wäre ist aber noch eine andere Frage.


    Interessant auch die Ausführungen zum Betriebshof in Heddernheim. Mir fällt spontan kein Areal im Frankfurter Norden ein, wo man kurzfristig eine vergleichbare Anlage errichten könnte. Allerhöchstens die Ackerflächen östlich von Weißkirchen wären denkbar, wenn Oberursel mitspielt. Wenn der Ersatz groß genug ausfällt, könnte der kleine Betriebshof in Oberursel-Bommersheim möglicherweise auch wegfallen.

  • ^ Der 2-gleisige Ausbau in der Rebstöckerstraße ist sogar schon seit 2012 planfestgestellt. Aus den Einwendungen der Rechenzentrumsbetreiber in der Kleyerstraße ergab sich damals, dass die Glasfaserkabel in großer Zahl völlig chaotisch und zum großen Teil gegen die Regeln der Technik verlegt worden sind. Die fragile Technik der Stränge und die enorme Abhängigkeit der Rechenzentren von deren Funktionfähigkeit unterscheiden die dortigen Tiefbauarbeiten von einer üblichen Straßen- und Gleiserneuerung. Immerhin sind für die Wiederinbetriebnahme der Strecke alle Weichen an der Galluswarte und in der Mainzer Landstraße kürzlich erneuert worden. Die Kleyerstraße konnte lange Zeit nicht befahren werden, weil die Weichen gesperrt waren.

  • VGF benötigt neuen Betriebshof, Aufgabe von Heddernheim möglich

    Gemeinsam mit der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft (VGF) soll der Magistrat prüfen, an welchem Standort im Stadtgebiet ein weiterer Betriebshof der VGF gebaut werden kann. Das ergibt sich aus einem gemeinsamen Antrag der Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grüne vom 25. Oktober 2017. Auch soll gepüft werden, ob nach dem Bau eines neuen Betriebshofs der bisherige Betriebshof in Heddernheim (Wiki) aufgegeben und die Flächen für den Bau von Wohnungen genutzt werden könnten.


    Als Begründung wird genannt, dass die Verstärkung des Straßenbahn- und Stadtbahnnetzes auch einen Ausbau der für den Betrieb notwendigen Logistik notwendig macht. Schon heute würden der VGF Abstellflächen für Stadtbahnzüge fehlen. Mit der Anschaffung zusätzlicher Züge für die Stadtbahn ins Europaviertel, dem geplanten Einsatz von zusätzlichen Wagen auf Zügen der U2 und bei Umsetzung der projektierten Stadtbahnverlängerungen zum Frankfurter Berg (U5) und von Bockenheim nach Ginnheim (U4) würden sich die Schwierigkeiten weiter verschärfen. Auch soll die Stadt Oberursel für die bestehende Abstellanlage in Bommersheim eine neue Nutzung als Gewerbegebiet planen.

  • Frankfurt RheinMain Plus

    Die website zum Masterplan für den Ausbau des Schienennetzes bietet einen Überblick zu den Projekten unter dem Stichwort Frankfurt RheinMain Plus. Diese haben den Ausbau der Infrastruktur des Nah- und Fernverkehrs im Rhein-Main-Gebiet zum Ziel. Dazu sollen bis 2030 rund 12 Mrd. Euro investiert werden.


    Zu den Projekten zählen:
    - Knoten Frankfurt Stadion
    - Homburger Damm
    - Neubaustrecke Rhein/Main – Rhein/Neckar
    - Ausbau Hanau – Gelnhausen
    - Neubaustrecke Gelnhausen – Fulda
    - S-Bahn Plus (kleinere Projekte zur Verbesserung der Pünktlichkeit der S-Bahn)
    - S6 Frankfurt West – Friedberg
    - Regionaltangente West
    - Nordmainische S-Bahn
    - S-Bahn-Anbindung Gateway Gardens
    - Elektronisches Stellwerk Tunnelstammstrecke Frankfurt


    Die gute gemachte Seite bietet zu jedem Projekt:
    - einen kurzen Überblick (inkl. Karte),
    - listet die angestrebten Verbesserungen auf (bspw. mehr Schnelligkeit, Verbindungen, Pünktlichkeit, Lärmschutz, etc.)
    - die Meilensteine / zeitliche Realisierung
    - weiterführende links zu den jeweiligen Projektwebseiten

  • Modernisierung Flughafen-Regionalbahnhof

    Der Flughafen-Regionalbahnhof (Fotos) wird nach einem Entwurf der Frankfurter Dietz Joppien Architekten modernisiert. Dazu ein aktueller Pressetext der Deutschen Bahn:


    [INDENT]Die Deutsche Bahn modernisiert den Regionalbahnhof des Flughafens Frankfurt am Main. Der unterirdische Bahnhof wurde 1972 in Betrieb genommen und liegt zwischen dem Ankunfts- und Abflugbereich des Flughafenterminals 1. Hinsichtlich der Funktionalität und der Orientierungsfreundlichkeit ist die Verkehrsstation nicht mehr zeitgemäß. Die DB Station&Service AG investiert fast 10 Millionen im baulichen und anlagentechnischen Bereich der unterirdischen Station und schafft bis Ende 2020 einen modernen Bahnhof mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Land Hessen unterstützt sie dabei mit Zuwendungen in Höhe von 4 Millionen Euro. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Juli 2017 und sollen im Dezember 2020 abgeschlossen sein. Um ein hochwertiges Erscheinungsbild zu erschaffen werden helle Feinsteinzeug-Fliesen verlegt. Die an der Wandverkleidung verbauten Waschbetonelemente werden zurückgebaut. Als Kontrast zu der gegenüber liegenden Tunnelwandgestaltung werden Wandfliesen mit Relief aus großformatigen Fliesenplatten eingesetzt. Die Tunnelwandfassade wird über die Gesamtlänge des Mittelbahnsteigs mit verschiedenen Blautönen, die sich durch unterschiedlichste Anordnung in eine Rautenoptik fügen, gestaltet.[/INDENT]





    Bilder: Deutsche Bahn AG / Dietz Joppien Architekten AG

  • Das sind sehr gute Nachrichten, da es sich um die prominenteste S-Bahn Station des Rhein-Main Gebiets handelt, die derzeit viel zu dunkel, altmodisch und beklemmend daher kommt. Das sieht nach Metropol-Region und EZB-Hauptstadt aus.


    Klare Linien, hell, großzügiges Platzangebot und mit Decke, im Moment macht es eher die Deutsche Bahn AG vor, wie man es machen soll. Hieran sollte sich die VGF ein Beispiel nehmen und die katastrophalen U-Bahn Stationen (U4 und U5) am Frankfurter Hauptbahnhof oder der Konstablerwache endlich umbauen.

  • Ich hoffe sehr, dass auch endlich (funktionierende) Aufzüge auf allen Bahnsteigen eingebaut werden. Gleis 1 hat zwar einen, der aber seit Jahren defekt ist und außer Betrieb. Insgesamt ist der Zustand des Regionalbahnhof eine Schande, dafür dass es eines der ersten Dinge ist, die ein Tourist in Frankfurt zu sehen bekommt. Aber da ist der Flughafen ohnehin ein unrühmliches Negativ-Beispiel - denn auch zur Weiterfahrt mit den Bussen darf man sich bei Wind und Wetter ohne Schutz hinstellen und die Informationspolitik ist für Fremde auch sehr dünn.

  • Bahnsteighöhe bleibt leider auf unbestimmte Zeit bei 76cm, eben wegen des Regionalverkehrs. Aber auch generell hat man im RMV aus unverständlichen Gründen auch mittelfristig nicht vor, die Höhen der S-Bahnsteige von S1, S2, S7, S8 und S9 westlich des Hauptbahnhofs auf 96cm zu erhöhen.
    Hier wäre es tatsächlich mal nötig, wenn die EU mal etwas Druck machen würde, dass die S-Bahn-Netze endlich wirklich barrierefrei werden. Grundsätzlich möglich wäre es nämlich auch in Rhein-Main, aber erfordert halt Investitionen (teilweise braucht es komplett neue Bahnsteige, teilweise sind an den Bahnhöfen neue Gleise für Güterverkehr mit Lademaßüberschreitung nötig, teilweise muss das Gleisbild angepasst werden, teilweise kann auch völlig unproblematisch erhöht werden). Im Fall vom Flughafen wäre es dazu wahrscheinlich nötig das bereits vorbereitete vierte Gleis im Süden zu errichten und dann beiden Bahnsteigen jeweils eine Kante mit 96cm zu verpassen. Das zusätzliche Gleis wäre allein schon aus kapazitiven Gründen durchaus sinnvoll.

  • Ausgehend vom bisherigen Arbeitstempo der DB bei Stationserneuerungen rechne ich mit einer Dauerbaustelle von mindestens 10 Jahren...Alle Geldgeber wären gut beraten, der DB vertraglich einen fixen Fertigstellungstermin aufzuzwingen.


    Das Bahnsteigproblem hätte man auf elegantere Weise lösen können, wenn man die bestehenden 96cm-Hochbahnsteige auf 76cm verringert hätte, um dann Fahrzeuge mit entsprechend niedrigerem Einstieg einzusetzen. Natürlich hätte man sich dafür zu einer Komplettumstellung in kurzer Zeit durchringen müssen, gepaart mit übergangsweise fehlender Barrierefreiheit im am stärksten frequentierten Streckenabschnitt. Die vorhandenen Fahrzeuge mit Hochflureinstieg hätte man an Stuttgart, München oder ins Ruhrgebiet abgehen können, dort hätte man im Gegenzug weniger Neufahrzeuge benötigt.

  • Hier wird generell ein viel zu großer Aufwand für barrierefreie Zugänge gemacht! Für die paar Menschen, die das wirklich brauchen, genügt es doch vollkommen, ein technisches Hilfsmittel an Bord des Zuges zu haben. Wart ihr mal in Paris unterwegs? Dort gibt es in der Regel keinen Aufzug!


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    Mod: Bitte in diesem Thread zu konkreten Planungen. Allgemeines kann hier diskutiert werden.

  • Aber auch generell hat man im RMV aus unverständlichen Gründen auch mittelfristig nicht vor, die Höhen der S-Bahnsteige von S1, S2, S7, S8 und S9 westlich des Hauptbahnhofs auf 96cm zu erhöhen.


    Einspruch. Die Gründe sind nicht unerfindlich, sie liegen klar auf der Hand. Es handelt sich um Infrastruktur der DB Netz AG, welche Teil des allgemeinen Streckennetzes ist, das bekanntlich von Zügen aller Art befahren werden kann, die nicht S-Bahnen sind, und deren Lichtraumprofile beachtet werden müssen. Das liegt nicht in der Hand des RMV. Ein 96-cm-Bahnsteig kommt nur auif reinen S-Bahnstrecken in Frage, wo keine anderen Züge verkehren. Wo die Verkehre getrennt werden können, wird es ja gemacht.


    Da die Verkehre nicht typenrein getrennt sind, und sich mit vertretbarem Aufwand auch nicht überall trennen lassen, kommt es zu solchem Höhenmix. Barrierefreiheit kann man im Prinzip auch an 76- oder 55-cm-Bahnsteigen herstellen. Das ist eine Frage der eingesetzten Züge, ein Modell, das von 76- und 96-cm-Bahnsteigen stufenfrei betreten werden kann, gibts m.W. nicht

  • ^ Du weißt selber ganz genau, dass das so nicht stimmt. Die beiden einzigen Punkte die gegen 96cm-Bahnsteige sprechen sind Güterverkehr mit Lademaßüberschreitung und eventuelle Anforderungen des Regionalverkehrs (der aber an viel weniger Stationen als die S-Bahn hält), und für beides ließe sich an wirklich allen Stationen mit vertretbarem Aufwand eine Lösung finden, wenn man wollte.
    Die in den neuen Zügen eingesetzten Rampen sind jedenfalls keine Lösung, sondern nur eine zusätzliche Verspätungsquelle. 76cm-S-Bahnen, wie von Fachwerkhaus vorgeschlagen, sind auf absehbare Zeit keine Alternative für Frankfurt, da es derzeit überhaupt keine Typen mit dieser Fußbodenhöhe gibt die betreffs Fahrdynamik und Kapazität den hiesigen Anforderungen gerecht werden und dabei auch noch ausreichend Türen für schnellen Fahrgastwechsel aufweisen.

  • Regionaltangente West - Erweiterung nach Bad Soden

    Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der RTW Planungsgesellschaft haben gestern den Beitritt der Stadt Bad Soden und der Gemeinde Sulzbach in den Gesellschafterkreis beschlossen. Dazu eine =34009697&_ffmpar_az[_stadtteil_name]=R%C3%83%C6%92%C3%86%E2%80%99%C3%83%E2%80%A0%C3%A2%E2%82%AC%E2%84%A2"]Pressemitteilung der Stadt.


    Die Bahnhöfe der neuen Gesellschafter sollen durch einen Abzweig vom bisher geplanten Streckenverlauf in Frankfurt-Sossenheim, nahe der Dunant-Siedlung, an die Regionaltangente angeschlossen werden. Die Bahnstrecke (die 1847 eröffnete "Sodener Bahn") ist vorhanden und wird derzeit von der Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn befahren. Mit Dieseltriebwagen, obwohl die Strecke bereits elektrifiziert ist.


    Eine Anbindung des Main-Taunus-Zentrums, wie an dieser Stelle angeregt, kommt aus Sicht der Planungsgesellschaft nicht Betracht. Man könne die Strecke nun nicht mehr ändern, heißt es heute in der FAZ. Das mögliche Neubaugebiet um das Einkaufszentrum soll mit einer Straßenbahnverbindung nach Höchst an den Schienenverkehr angebunden werden. Also wie in diesem Beitrag vorgeschlagen.


    Der folgende Plan enthält den Abzweig noch nicht. Ihr müsst euch einfach die Strecke zwischen "Dunantsiedlung" und "Bad Soden" als markiert vorstellen, mit einem Haltepunkt dazwischen in Sulzbach.



    Plan: RTW Planungsgesellschaft

  • ^ Der Kreistag des Main-Taunus-Kreises hat dieser Tage der Aufnahme von Bad Soden und Sulzbach in die Planungsgesellschaft zugestimmt.


    Weiterhin hat der Kreistag nachträglich zusätzliche Planungskosten bewilligt. Zurzeit werden dem Kreistag insgesamt 56,6 Mio. EUR (vormals 27 Mio. EUR) genannt. Ursachen für die Erhöhung der Planungskosten wurde dem Kreistag nicht genannt. Für die einzelnen Gesellschafter im Vordertaunus ergeben sich somit finanzielle Nachforderungen i.H.v. 2,1 Mio. EUR für den MTK, 1,7 Mio. EUR für Eschborn, 329k EUR für Bad Soden, 240k EUR für Schwalbach und 190k EUR für Sulzbach. Die aktuelle Kostenschätzung für den Bau der RTW beläuft sich auf 376 Mio. EUR.


    Die Planer untersuchen auch ob ein zusätzlicher Haltepunkt in Sulzbach, nämlich am Oberliederbacher Weg, errichtet wird. (Q)

  • ^ Die Gründe für die Erhöhung des Finanzbedarfs kann man in der M-91_2018 des Frankfurter Magistrats nachlesen, denn von einer Aufstockung der Planungsmittel blieb auch Frankfurt nicht verschont:


    Zitat

    Zur Erfüllung der Aufgaben der Gesellschaft, insbesondere der Fortführung der notwendigen Planungs- und Gutachterleistungen für die Planfeststellung der parallel zur Planfeststellung erforderlichen Erstellung der vollständigen Entwurfsplanung und Tragwerksplanung für die Ingenieurbauwerke (HOAI "Honorarordnung für Architekten und Ingenieure"-Leistungsphasen 3+4), dem Start der Ausführungsplanung 2019 und darauf aufbauender Umsetzung der Entwurfs- und Ausführungsplanung in Ausschreibungen und die Vorbereitungen der Bauvergaben (HOAI-Leistungsphasen 6+7) so, dass nach Vorlage der Planfeststellungsbeschlüsse und erfolgtem Realisierungsbeschluss durch die Gesellschafter Baumaßnahmen starten können, ist eine weitere Budgetaufstockung um 30 Mio. € erforderlich.
    Diese Aufstockung beinhaltet keine Finanzmittel für Baumaßnahmen oder bauvollstreckenden Maßnahmen. Die Aufstockung beinhaltet allerdings etwa erforderliche Mittel, um im Falle einer Beendigung des Projektes mit der HOAI-Leistungsphase 7 die dann noch erforderlichen Abwicklungen vornehmen zu können und ggf. notwendige Rückzahlungen der bis dahin erhaltenen EU-Mittel bedienen zu können.

  • ^ Danke tunnelklick für den Verweis auf den Magistratvortrag vom 18.05.2018.
    An dieser Stelle auch einen Dank an die Stadt Frankfurt, dass sie ein Portal wie PARLIS betreibt was den Bürgern eine sehr gute Informationsquelle aus erster Hand bietet. Da können viele kommunale Träger von Frankfurt noch lernen was sie an ihren Portale verbessern sollten um dem gestiegenen Informationsbedarf der Bürger mehr Rechnung zu tragen.


    Ich hatte jedenfalls bisher nicht registriert, dass die Planungskosten für die RTW sich signifikant erhöhen. Realistischerweise war dies aber zu erwarten da man ja erst in der Phase des PFB ist.
    Erwähnenswert ist das wohl alle Mitglieder diesen erhöhten Finanzbedarf tragen werden. Was wiederum ein klares Bekenntnis zur Umsetzung der RTW ist. Denn allen Mitgliedern dürfte zweifelsfrei klar sein, das die geschätzten Baukosten noch "Luft nach oben" haben werden. Fraglich ist nur wie viel.
    Das diese Investitionen hervorragend angelegtes Geld sind steht wohl für die Mehrheit der Bevölkerung außer Frage.
    Weiterhin erwähnenswert ist das die RTW zunehmend als ein erster Baustein begriffen wird um den ÖPNV noch mehr in die Fläche zu bringen. Immer häufiger wird dabei die Notwendigkeit einer RTO als zweiter Baustein und eine RTS bzw. ein Ringschluss als dritter Baustein diskutiert. Darüber hinaus wird die RTW schon jetzt auch als Nukleus für weitere Streckenderivate (exemplarisch hier tunnelklicks Vorschlag für die Anbindung des "MTZ Quartiers") gesehen.


    Zurück zu den Planungskosten: Natürlich beschränkt sich der erhöhte Finanzbedarf bei der Planung nicht nur auf die Mitglieder aus dem Vordertaunus. Der guten Ordnung halber führe ich noch die zusätzlichen Kosten für die restlichen Mitglieder auf: 15,9 Mio EUR für Frankfurt, 3,4 Mio EUR für den HTK, 2,1 Mio EUR für Bad Homburg, je 2 Mio. EUR für Offenbach und Neu-Isenburg.
    Für die Neu-Mitglieder Bad Soden und Sulzbach verkauft der MTK zwei seiner Anteile an die Neuen und muss folglich auch den formal Beschluss dazu fassen.


    Zum Schluss noch diese Frage: Warum fehlen Hessen und Fraport in der Planungsgesellschaft? Beide sind ebenfalls Nutznießer der RTW (Stichworte: weniger Umweltbelastung durch weniger Straßenausbau und Gateway Gardens).
    Und auch ECE als Betreiber des MTZ sollte mittelfristig in der Planungsgesellschaft vertreten sein.

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  • ^Zur Beteiligung von Land Hessen und Fraport: das Land Hessen ist Gesellschafter der RTW seit 2014, nimmt also an der Willensbildung der Gesellschafterversammlung teil. Daneben ist der RMV beteiligt, nicht aber Fraport. Andererseits hat sich Fraport am Anfang an den Planungskosten beteiligt, wohl aufgrund einer Vereinbarung mit dem RMV. Eisenbahninfrastruktur ist primär Sache der Gebietskörperschaften als Aufgabenträger nach dem ÖPNVG.


    Die Planungskosten sind nicht förderfähig und müssen von den Gebietskröperschaften getragen werden, das Land beteiligt sich später an den Baukosten in einem Anteil der weit über seinem Anteil an der Gesellschaft liegt.


    Fraport ist keine Gebietskörperschaft und auch als Grundstückeigentümer nicht betroffen. Unmittelbar betroffen ist DB Netz, die auch an der Planung teilnehmen, nicht aber an den Planungskosten der RTW GmbH, sie tragen halt ihre eigenen Kosten selbst.