Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • Straßenbahnstrecke Stresemannallee

    Er wird konkret: Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt hat die Baustelleneinrichtung für den Neubau der Straßenbahnlinie 17 in der Stresemannallee ausgeschrieben. Der Auftrag wird so beschrieben:


    [INDENT]"Gegenstand der Ausschreibung sind die Verkehrssicherungsleistungen für den Neubau der Straßenbahnlinie 17 in der Stresemannallee in Frankfurt am Main. Die Leistungen schließen zum einen die Planung der Verkehrssicherungsmaßnahme und zum anderen den Aufbau, die Unterhaltung und den Abbau der Verkehrssicherung Stresemannallee mit den dazu notwendigen Zwischenbauphasen für die Verlegung der einzelnen Verkehrsführungen im gesamten Baubereich ein. Ebenso müssen die verkehrsrechtlichen Anträge gestellt werden. Weiterhin ist Bestandteil der Ausschreibung die Planung und der Aufbau einer großräumigen Umleitungsstrecke für die Baumaßnahme."[/INDENT]


    Interessant auch die genannten Daten - der Auftrag soll zwischen dem 1. November 2013 und dem 31. Juli 2015 ausgeführt werden.

  • ^ Das bedarf doch noch der Ergänzung. Dieser Auftrag ist nur eine Nebenmaßnahme zur Verkehrslenkung.


    Die eigentlichen Bauleistungen in 4 Losen


    Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
    Los 1: Straßen- und Gleisbau sowie Erdarbeiten für Umverlegung und Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen
    Los 2: Elektrische Streckenausrüstung
    Los 3: Grünanlagen
    Los 4: Leitungsbau (Gas, Wasser, Strom).

    sind hier ausgeschrieben (nur der Vollständigkeit halber).


    Fertigstellung 31.7.2015 heißt Betriebsaufnahme zum Sommerfahrplan 2015 (statt Winterfahrplan 2014/2015).

  • Bahnhof Höchst: Modernisierung beginnt im Mai 2014

    Der Verkehrsausschuss wird auf seiner nächsten Sitzung am 3.9.2013 die Bau- und Finanzierungsvorlage hinsichtlich des städtischen Anteils an den Modernisierungskosten für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Höchst beraten. Gegenstand der Beratung ist die Vorlage M 137 , die auch einen Übersichtplan nebst einer groben Erläuterung der Maßnahmen enthält. Als Baubeginn wird Mai 2014 genannt.

  • Neues von der Nordmainischen S-Bahn

    Im Sommer hatte ein Gruppe hessischer MdB eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet zum Sachstand wichtiger Verkehrsprojekte in Hessen. Die Bundesregierung hat die 91 Fragen unter dem 10.6.2013 beantwortet. In dem Fragenkatalog war auch die Nordmainische S-Bahn (Frage 39) abgehandelt worden:


    "Nordmainische S-Bahn Frankfurt am Main–Hanau
    39. Wann rechnet die Bundesregierung mit einer Fertigstellung des Vorhabens und hält sie die Finanzierung für gesichert?


    Nach dem Bund vorliegenden Informationen wurde mit dem Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben „Nordmainische S-Bahn“ durch Einreichen der Unterlagen für den Planfeststellungsabschnitt 2 (PfA 2 – Maintal) im Juni 2012 begonnen. Die Einreichung des PfA 3 (Hanau) erfolgte Ende 2012 und für den PfA 1 (Frankfurt) sollen die Unterlagen im 1. Halbjahr 2013 eingereicht werden. Ein Baubeginn kann noch nicht abgeschätzt werden und somit auch kein Fertigstellungszeitpunkt. Durch extreme Kostensteigerungen des Vorhabens ist die gesamtwirtschaftliche Sinnfälligkeit derzeit noch nicht dargestellt und die Finanzierung kann noch nicht als gesichert angesehen werden. Im Rahmen der Korridorstudie Mittelrhein werden derzeit verkehrliches Potenzial und Trassenkapazitäten der Strecke untersucht. Die Ergebnisse hierzu, die in die Neuaufstellung des BVWP einfließen werden, bleiben abzuwarten."


    Quelle: BT-Drucksache 17/13845 vom 10.6.2013


    Dem Vernehmen nach gibt es im Frankfurter Abschnitt noch Klärungsbedarf mit der Unteren Wasserbehörde.

  • Zweisystemuntersuchung

    Der Magistrat hat eine sogenannte Zweisystemuntersuchung erarbeiten lassen. Ziel ist es, neue Bahn-Direktverbindungen zu realisieren. Dies soll mit Zweisystemfahrzeugen geschehen, die sowohl städtische Schienentrassen (Gleichstromsysteme) als auch Eisenbahntrassen (Wechselstromsysteme) befahren können. Weil bestehende Trassen genutzt werden, könnten relativ kostengünstig neue Verknüpfungen zwischen der Region und der Stadt Frankfurt geschaffen werden. Ein weiterer Vorteil wäre die Vermeidung weiterer Kapazitätsengpässe im zentralen S-Bahntunnel.


    Beauftragt wurde eine Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros PTV Planung Transport Verkehr AG und Transport Technologie-Consult Karlsruhe GmbH TTK. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in erster Linie folgende Zweisystemlinien in Betracht kommen:


    1. Königstein - Ffm. Europaviertel - Ffm. Frankfurter Berg - Bad Vilbel - Glauburg-Stockheim
    2. Bad Soden - Ffm. Europaviertel - Ffm. Frankfurter Berg


    Hierbei wird von einer Stadtbahnverlängerung in das Europaviertel und zum Frankfurter Berg ausgegangen. Ermittelt wurden Fahrgastgewinne von etwa 4.100 ÖPNV-Personenfahrten pro Tag, davon 60% Umsteiger vom Auto und 40% neu entstehende Fahrten. Der S-Bahn-Abschnitt zwischen Höchst Bahnhof und Frankfurt Hauptbahnhof würde um etwa 5.000 Fahrgäste pro Tag und Richtung entlastet, der Umsteigeknoten Hauptbahnhof um etwa 15.000 Fahrgäste pro Tag.


    Die Untersuchung ist recht interessant, hier kann sie heruntergeladen werden. Der Magistrat will nun die betriebliche Machbarkeit eines dichteren Zweisystemangebotes prüfen und weitere vertiefende Untersuchungen durchführen lassen. Dazu eine aktuelle Vorlage.

  • Interessant klingt das Konzept. Betrieblich halte ich davon aber wenig. In Karlsruhe oder Kassel mag sowas funktionieren. In Frankfurt haben wir dafür aber eine zu hohe Verkehrsdichte.


    Die Linie U5 ist durch ihren oberirdischen Abschnitt im Nordend sicher eine der störungsanfälligsten Schnellbahnlinien in Frankfurt. Dazu würden mit den beiden Abschnitten vom Europaviertel nach Höchst und vom Frankfurter Berg nach Bad Vilbel zwei hochbelastete Eisenbahnstrecken hinzukommen. Den gemeinsamen Tunnelabschnitt mit der U4 kann man auch nicht unbeachtet lassen. Und die beiden eingleisigen Nebenbahnen von Höchst nach Königstein und von Bad Vilbel nach Stockheim dürften ihr übriges dazu geben. Das sind dann also 6 Abschnitte, die alle auf unterschiedliche Art und Weise Störungsquelle sein können.


    Sobald es irgendwo Probleme gibt, werden die Verzögerungen nach Erreichen der eingleisigen Abschnitte unmittelbar auf alle nachfolgenden Züge der Zweisystemlinie übertragen. Unweigerlich wird im Stadtgebiet auch die "normale" U5 sowie die U4 betroffen sein. Möglicherweise sind auf den gemeinsam genutzten Streckenabschnitten auch die anderen Linien betroffen. So kann es dann schnell mal passieren, dass ein unfähiger Verkehrsteilnehmer im Nordend (Alltagssituation!) am Ende nicht nur ein kleines Chaos auf der U5, sondern auch auf den Regionalstrecken nach Friedberg, Wiesbaden und Limburg produziert.


    Deshalb bin ich dafür diese drei Linien, die man hier versucht zu verbinden, lieber getrennt zu lassen. Stattdessen sollte das Geld in attraktivere Umstiegsknoten fließen, an denen man im Normalfall schnell und unkompliziert von einer in die andere Linie umsteigen kann und im Störungsfall sich in einem möglichst angenehm gestalteten Umfeld die Wartezeit vertreiben kann. Durch dezentrale Umstiegsknoten kann man den Hauptbahnhof auch entlasten, Verzögerungen bleiben aber lokal begrenzt und beeinflussen den Betrieb im restlichen Netz nicht.


    Übrigens verstehe ich nicht, weshalb sich die Stadt Frankfurt hier auf einmal um eine bessere Anbindung des Speckgürtels bemühen sollte. Eher müsste es umgekehrt sein! Frankfurt hat davon doch fast nichts?!

  • Ich sehe das nicht so kritisch.


    Zum einen funktioniert das Ganze mit der Erweiterung der U5 ab dem Frankfurter Berg natürlich nur dann, wenn die Erweiterung auf 4 Gleise mit dem Ausbau der Main-Weser-Bahn kommt. Das soll meines Wissens bald losgehen nachdem alle anhängigen Gerichtsverfahren abgeschmettert wurden.


    Und das Problem im Nordend sehe ich so auch nicht. Durch den Bau der Hochbahnsteige im Nordend wird der Verkehr dort eh zukünftig etwas entflechtet. Als aktueller Nutzer der U5 ab Preungesheim kann ich auch sagen, dass die Linie derzeit überhaupt nicht störungsanfällig ist. Auf der S6 ab dem Frankfurter Berg hingegen gibt es deutlich häufiger Verspätungen, die dann zu Problemen beim Umstieg (z.B. am Westbahnhof auf S3/S4/S5) führen.

  • Übrigens verstehe ich nicht, weshalb sich die Stadt Frankfurt hier auf einmal um eine bessere Anbindung des Speckgürtels bemühen sollte. Eher müsste es umgekehrt sein! Frankfurt hat davon doch fast nichts?!


    Ich denke schon, dass die Stadt Frankfurt allen Grund hat, auch jenseits ihrer Stadtgrenzen initiativ zu sein. Ein streng an den Stadtgrenzen ausgerichtetes Denken, leider in der Strukturen des ÖPNV-Gesetzes angelegt, greift zu kurz. Genau dieses Denken hat über weit mehr als ein Jahrzehnt das Projekt RTW lahm gelegt. Schließlich leidet vor allem Frankfurt unter den Folgen des für deutsche Verhältnisse enormen Pendleraufkommens, dass nur zu vielleicht 1/3 mittels ÖPNV bewältigt wird.


    Ich halte diese Gedankenspiele für eine unmittelbare Folge des RTW-Projekts insofern, als mit ihr - so sie denn wirklich kommt - der Einstieg in die Zweisystemtechnik einhergeht; damit entsteht etwas, von dem aus es sich lohnt, weiterzudenken. Ob jetzt gerade die U5 das beste Objekt dafür ist, kann ich nicht beurteilen - @Torbens Einwände lassen durchaus Zweifel zu -, aber naheliegend ist es schon infolge der zeitlichen Inzidenz zur U-5-Verlängerung ins Europaviertel.

  • Ich denke nicht, dass die Stadt Frankfurt mit Frankfurter Steuergeldern den Speckgürtelbewohnern ihr Leben im Grünen schöner machen sollte. Ich bin sicher, dass es die Verantwortlichen der Stadt ähnlich sehen. Eher wird versucht, das wenige Geld in der Stadt selber zu investieren, da gibt es genug Verkehrsprojekte. Dadurch wird ein Leben in der Stadt attraktiver und die Stadt lockt die Steuer zahlenden Speckgürtelbewohner in die eigene Gemarkung. :)

  • ^


    Einspruch!! Das ist völlig kontraproduktives Kirchturmdenken. Was erstens sind Frankfurter Steuergelder? Die ÖPNV-Projekte werden zu 75% von Bund und Land bezahlt. Und zweitens geht es nicht darum irgend jemandes Leben im Speckgürtel schöner zu gestalten. Es ist einfach eine Tatsache, dass die Stadt in etwa genauso viele Arbeitsplätze in ihren Stadtgrenzen birgt wie sie Einwohner hat. Deshalb geht uns die Pendlerproblematik besonders an, weil sie sich auch durch noch soviel Neubau nicht bewältigen lässt. Und drittens schaffen nur die Pendler - von wenigen Ausnahmen abgesehen - dasjenige Verkehrsaufkommen, dass für eine Förderfähigkeit benötigt wird; m.a.W. ohne den Pendlerverkehr gäbe es keine U-Bahn noch eine S-Bahn, denn von der reinen Einwohnerzahl her würde sich beides einfach nicht lohnen.


    Und dass der Magistrat genau nicht so denkt, wie du es dir wünschst, belegt die Zwei-System-Untersuchung, von der hier die Rede ist. Früher hätte man so was Denkschrift bezeichnet, die einen Denkanstoß liefern soll, weshalb viertens nachzutragen ist, dass es hier um die Machbarkeit geht. Ob und was dann vielleicht gebaut wird, steht auf einem anderen Blatt und wer's schließlich bezahlt, auf einem ganz anderen. Woher kommen solche Initiativen, wenn nicht aus Frankfurt? Aus Königstein vielleicht? Oder aus Wiesbaden. Fehlanzeige.

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  • Straßenbahn Stresemannallee ist jetzt planfestgestellt

    Morgen wird es in den Zeitungen zu lesen sein, hier schon etwas früher: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Pläne zur Verlängerung der Straßenbahnstrecke in der Stresemannallee am 12.9.2013 festgestellt. Der VGF ist der Beschluss heute übergeben worden, die Einwender erhalten ihn dieser Tage per Post. Wenn die festgestellte Pläne vom 30.9. - 14.10.2013 ausgelegen haben (im Foyer des Stadtplanungsamtes wie immer), besteht Baurecht, so dass dem avisierten Baubeginn am 1.11.2013 nichts mehr im Wege steht.

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  • Ich hatte ja über die Baustelle kurz in 749 berichtet "Treppenaufgang Kurt-Schumacher-Straße,Höhe „Conrad Electronic“"


    Ist nun erledigt!


    mit mehr Stauraum nun


    kein Kopfstossen möglich



    Alle Bilder sind mein Eigentum

  • Wie im Gateway-Garden-Thread schon berichtet wurde, ist jetzt der städtische Finanzierungsanteil für die Verlegung der Flughafen-S-Bahn in den Stadtteil Gateway Gardens in trockenen Tüchern. Zugleich ist zu berichten, dass DB-Projektbau letzte Woche weitere Ingenieur-Leistungen zur Erstellung der leistungsverzeichnisse ausgeschrieben hat. Das deutet stark darauf hin, dass der Planfeststellungsbeschluss in den nächsten Tagen erlassen werden könnte.

  • SCHNARCH... Die DB arbeitet an einer weiteren Frankfurter Tunnelstation mit DB-Hochdruck an der Fertigstellung der kosmetischen Arbeiten. Nachdem auch am Hauptbahnhof die Säulen nicht fertig werden wollen, geht man auch in der Taunusanlage langsam aber sicher ins zweite Jahr des Umbaus.


    Der Bahnsteig ein Sammelsurium an fertigen und halbfertigen Säulen


    Die wenigen Wände erhalten statt ihres trostlosem Grauanstrichs... graue (Gipskarton?) Platten. Den Kommentar zur Deckenverkleidung schenke ich mir mal.


    In der Zwischenebene kann man noch sehr schön das helle und freundliche grün der ursprünglichen Stattionsverkleidung ausmachen. Ja, sehr retro und sicherlich nicht Jedermanns Geschmack. In meinen Augen aber wesentlich einladender als diese 08/15 grauen Platten, die sicherlich nach ein paar Wochen eingetreten und beschmiert sein dürften.



    Die neuen Bodenplatten:


    Und am Verteiler zur Taunusanlage entsteht ein neuer Laden (rechts):


    Nach so langer Zeit ein eher dürftiges Ergebnis.

  • Hessen sichert Finanzierung des S-Bahnausbaus FFM–Bad Vilbel

    Das hessischen Verkehrsministeriums, der frankfurter Magistrats, der Wetteraukreises und der Rhein-Main-Verkehrsverbunds haben einen Brief an die die Bahn AG gesendet.
    Kernaussage: Das Land Hessen gibt eine Finanzierungszusage und würde notfalls einspringen, falls das 240 Mio teure Projekt nicht bis 2019 abgeschlossen ist.
    Im Jahr 2019 läuft bekanntlich das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz aus, wodurch der Finanzierungsanteil des Bundes (100 Mio €) in Gefahr gerät.


    Pressetext des Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

  • Barrierefreier Umbau Endstation Ginnheim

    Seit vier Wochen baut die VGF die Endstation Ginnheim barrierefrei um. Besonders weit ist man nicht gekommen und hat nun erstmal die Bauarbeiten bis Ende November verlängert.




    Die olle Wartehalle erhält etwas Aufhübschung mit dem mittlerweile obligaten anthrazitfarbenen Anstrich. Das Dachblech wird weiß angesprüht. Die vier Farben der letzten vier Jahrzente: blau, beige, rost und anthrazit :lach:



    Die rechte Bahnsteighälfte selbst erhält eine mittige Rinne und wird wohl noch geteert oder gepflastert.




    Alle Bilder von mir.

  • Eine Viertelmilliarde Euro für Frankfurts Bahnhöfe

    Letzte Woche habe ich an dieser Stelle von einer bevorstehenden Pressekonferenz geschrieben, heute liegt nun die Pressemitteilung der Stadt Frankfurt zu den Ergebnissen vor. Und die ist inhaltlich nicht von schlechten Eltern, daher in voller Länge (mehr zum Hauptbahnhof im entsprechenden Strang):


    [INDENT]250-Millionen-Euro-Investitionsprogramm für Frankfurter Bahnhöfe
    Die Deutsche Bahn AG und die Stadt wollen 175 Millionen Euro in Hauptbahnhof und Vorplatz investieren


    Bürgermeister Olaf Cunitz, Stadtkämmerer Uwe Becker, Verkehrsdezernent Stefan Majer, Susanne Kosinsky, Leiterin des Regionalbereichs Mitte der Deutschen Bahn (DB) Station&Service AG, und Ulrich Kipp, Leiter des Bau- und Anlagenmanagements im Regionalbereich Mitte der DB Station&Service AG, stellten am heutigen Dienstag, 12. November, im Hauptbahnhof die beabsichtigten Baumaßnahmen an den Bahnhöfen der DB im Frankfurter Stadtgebiet vor. Insgesamt soll eine Viertelmilliarde Euro bis 2019 investiert werden.


    „Entsprechend seiner großen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Frankfurt und seinem Stellenwert im deutschen und internationalen Bahnverkehr, liegt der Schwerpunkt dabei auf dem Frankfurter Hauptbahnhof inklusive seines Vorplatzes“, erklärt Bürgermeister Olaf Cunitz. So wollen die DB und die Stadt in den kommenden Jahren allein 175 Millionen Euro in das gemeinsame Projekt „Frankfurt (Main) Hbf Verteilerebene/Vorplatz“ investieren. In die Optimierung einer künftig barrierefreien Verknüpfung aller Verkehrsträger am Hauptbahnhof beabsichtigen die DB 117,5 Millionen Euro, die Stadt 37,5 Millionen Euro und das Land Hessen 20 Millionen Euro zu investieren.


    „Mit dem Fernreiseverkehr und den flankierenden Verkehren des Regionalverkehrs, den S- und U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen und seinen 350.000 Reisenden und Besuchern täglich, ist der Hauptbahnhof der wichtigste Verkehrsknoten der Stadt und damit gleichzeitig Eingangstor und Aushängeschild der Mainmetropole“, so Verkehrsdezernent Stefan Majer. Dazu sollen in einem ersten Schritt die Abgänge zur B-Ebene und die Verkehrs- und Vermietungsflächen des Vorplatzes neu strukturiert werden.


    „Im Hauptbahnhof sollen zudem die Vorbauten auf der Nordseite des Querbahnsteiges zurückgebaut und die Innenfassade nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder hergestellt werden. Zusätzlich zu den in dem ‚Letter of Intent‘ vereinbarten Investitionen plant die DB insgesamt noch weitere 62,5 Millionen Euro an Investitionen. Diese kommen der Erneuerung der Bahnsteige (20 Millionen Euro), der Fassadensanierung (2,5 Millionen Euro) und dem neuen Brandschutz sowie der Haustechnik (40 Millionen Euro) zugute“, ergänzt Regionalbereichsleiterin Susanne Kosinsky.


    „Darüber hinaus stellt die Stadt zusätzlich 12,5 Millionen Euro für weitere Bahnhöfe im Stadtgebiet zur Verfügung, so dass die Stadt insgesamt 50 Millionen Euro investiert“, führt Stadtkämmerer Uwe Becker aus. Für die Sanierung und energetische Ertüchtigung des Empfangsgebäudes am Bahnhof Höchst planen die Stadt und Bahn gemeinsam 8,5 Millionen Euro zu investieren.


    Darüber hinaus sollen der Busbahnhof und die Vorplätze durch die Stadt neu gestaltet werden. Neben dem Bahnhof will die Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG) einen Neubau mit Einkaufsmöglichkeiten und Wohnungen realisieren.


    Am Ostbahnhof sind 3,5 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen. Diese fließen in den Rückbau von nicht mehr benötigten Bahnsteiganlagen sowie die Erneuerung des Mittelbahnsteiges mit taktilem Leitsystem, die Bahnsteigausstattung, die Bahnsteigüberdachung, die Beleuchtung und die Neugestaltung der Personenunterführung.


    Der S-Bahnhof Frankfurt (Main) Galluswarte soll für 1 Million Euro mit einem Aufzug, taktilem Leitsystem und einem breiterem Zugang Richtung Messe ausgestattet werden. Auch die Station Ostendstraße soll für 1,5 Millionen Euro mit einem Aufzug und taktilem Leitsystem barrierefrei ausgerüstet werden. 7 Millionen Euro stehen für die unterirdischen S-Bahn-Stationen Frankfurt (Main) Hbf Tief, Hauptwache, Konstablerwache, Lokalbahnhof, Frankfurt (Main) Flughafen Regionalbahnhof und Mühlberg zur Verfügung. Damit werden diese Stationen mit taktilen Leitsystemen für Seheingeschränkte ausgestattet und somit insgesamt aufgewertet.[/INDENT]

  • Längst überfällig, werden die meisten denken. Allerdings erstaunlich dass von Frankfurt West keine Rede ist, der zu Stosszeiten (City West Pendler) eine Zumutung ist, unlogische Wegeführung, Verengungen auf dem Bahnsteig, nur ein Zugang, kein Aufzug usw, von der Optik mal ganz abgesehen...

  • Der Bahnhof Frankfurt-West ist deshalb nicht erwähnt worden, weil dessen Modernisierung bereits in der Pipeline ist. Erst kürzlich waren die Planungsleistungen hierfür ausgeschrieben worden; und wenn die Planung vorliegt, werden auch die Bauleistungen ausgeschrieben.


    Dasselbe gilt für die Modernisierung der Bahnhofsanlagen in F-Höchst, wofür bereits die Bauleistungen ausgeschrieben sind. Was in pucto F-Höchst in der PM ausgeführt wird, bezieht sich auf das Bahnhofsumfeld (Busbahnhof, Parkplätze, Verkehrsführung usw.), wofür die Stadt federführend verantwortlich ist. Hierzu ist ein B-Plan in Aufstellung.

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  • Aber außer Aufhübschen wird man bei F-West wohl nicht viel machen können. Das Hauptübel dort ist ja, dass die Treppenanlage zum oberen Bahnsteig einfach in die falsche Richtung angelegt ist, weswegen immer ein furchtbares Gedränge auf dem Bahnsteig herrscht. Ich glaube nicht dass mal vorgesehen ist, das zu entschärfen.