Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • Taunusanlage (S-Bahnstation)

    Hier mal wieder ein konkreter Baufortschritt. Der oberirdische Glasbau für den Aufzug vor der Deutschen Bank ist fertiggestellt. Letztes Update dazu gab es hier. Wie gesagt, an die Eleganz der Konstruktion auf dem Opernplatz reicht dieses Exemplar nicht heran. Immerhin profitieren die an der roten Fußgängerampel wartenden Banker von einem kleinen Vordach:



    Bild: epizentrum

  • Kurze Frage zur Verlängerung der U5 zum Frankfurter Berg.


    Auf der VGF-Website steht aktuell:

    Die U-Bahn-Linie U5 soll zur S-Bahn-Station "Frankfurter Berg" verlängert werden. Das Projekt stand Anfang des Jahres 2012 in Frage, so daß die VGF nach dem jüngsten Beschluß der Stadt von Ende April 2012, die Verlängerung doch voran zu treiben, leider noch keine zeitlichen Angaben zum Ausbau machen kann.


    Ich hab da wohl irgendwas verpasst. Weiß irgendjemand mehr? Im letzten Artikel hier im Forum dazu (#733) stand dazu nämlich nichts. Mein letzter Stand ist der, dass mit dem Haushalts-Sparbeschluss des Magistrats das Ding aktuell voll auf Eis liegt. Korrekt?

  • Die Vgf ziert sich ein bißchen mit der Aktualisierung ihrer Homepage.
    Der Sachstand zur Verlängerung der U5 ist mit "aufgeschoben bis 2017/19" gut beschrieben. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für den Umbau der existierenden oberirdischen Stationen; die an der Gießener Straße gelegenen Stationen werden in diesem Sommer umgebaut. Das steht tatsächlich "korrekt" auf der Homepage.
    Aber auch bei der Strecke ins Europaviertel ist der angebotene Text nicht sehr ausführlich, man kann hier immerhin alternativ auf die recht informative verlinkte Präsentation zurückgreifen.

  • U5 Hochbahnsteige - Baubeginn

    Der Umbau des U5-Nordastes beginnt am morgigen Montag, den 24. Juni 2013. Gestern habe ich mal den Status Quo vor dem Umbau dokumentiert. Lichtverhältnisse und Kamera waren eher suboptimal, aber ich denke, das Wesentliche lässt sich erkennen. Starten wir also an der Glauburgstraße und arbeiten uns nach Norden:


    Gegenüber der aktuellen Station Glauburgstraße soll die neue Station Richtung Preungesheim entstehen. Die stadtauswärtige Station rückt nach Norden zum Vietnamesen (blaues Schild links hinter dem parkenden Auto). Ob die Station dann Schwarzburgstraße getauft wird?




    Die Station Deutsche Nationalbibliothek - Blick nach Süden




    Die Station Hauptfriedhof - Blick nach Norden



    Der Schienenersatzverkehr hat seine Warteposition auf dem Parkplatz vor dem Haupteingang. Hier ist kein Zustieg möglich. Passagiere dürfen wohl erst am Neuen Jüdischen Friedhof einsteigen.




    Die Station Neuer Jüdischer Friedhof - Blick nach Norden



    Die Station Neuer Jüdischer Friedhof - Blick nach Süden. Hier vor dem Hauptportal soll die neue Station entstehen (aktuell weiter südlich - hinten im Bild zu sehen).




    Die Station Eckenheimer Landstraße/Marbachweg - Blick nach Süden



    Hier schön auch zu sehen: die Höhe des Einstiegs und der Abstand zwischen Wagen und Bordstein.




    Die Station Marbachweg/Sozialzentrum mit Blick nach Westen




    Die Station Gießener Straße (stadtauswärts) - Blick nach Westen



    Die Station Gießener Straße (stadteinwärts) - Blick nach Norden




    Die Station Theobald-Ziegler-Straße (stadtauswärts) mit Ersatzhaltestelle - Blick nach Norden



    Die Station Theobald-Ziegler-Straße (stadteinwärts) - Blick nach Norden



    Die Lage der neuen Station Theobald-Ziegler-Straße (stadtauswärts) - Blick nach Norden




    Die Station Ronneburgstraße (stadtauswärts) - Blick nach Süden



    Die Station Ronneburgstraße (stadteinwärts) und rechts die Lage der neuen Station Ronneburgstraße (stadtauswärts) - Blick nach Norden




    Die Station Sigmund-Freud-Straße - Blick nach Süden




    Die Station Preungesheim - Blick nach Norden



    Die Station Preungesheim - Blick nach Süden



    Die Station Preungesheim mit verrosteter 70er Jahre "Wartehalle", 80er Jahre Dachbemalung, 90er Gittersitzen und aktuellem Anthrazitanstrich und Mülleimer...



    Die Bushaltestelle inkl. Ersatzbusstation im Vordergrund




    Ob diese ältere Damen zuvor beim Alpenverein um die Ecke geübt hat oder einfach nur regelmäßig U5 fährt ist leider nicht bekannt.




    Und zum Schluß noch ein paar Aushänge.
    Warum in den Ersatzbussen keine Fahrscheine verkauft werden verwundert, da an den meisten Ersatzhalten kein Auomat vorhanden ist...





    Alle Bilder sind von mir!

  • S-Bahn-Anschluss Gateway Gardens

    Ende kommenden Jahres soll der Bau der S-Bahn-Strecke über Gateway Gardens beginnen. Ein heutiger Beschluss des Magistrats hat dafür den Weg geebnet, wie in einer heutigen =17075681"]PM der Stadt nachzulesen ist:


    [INDENT]Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat in seiner Sitzung am Freitag, 28. Juni, beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung den Beschluss zum Finanzierungsvertrag mit der DB AG und zur Bereitstellung des städtischen Finanzierungsanteils in Höhe von 84,56 Millionen Euro vorzulegen. Damit sind der Neubau der S-Bahnstrecke zwischen Bahnhof „Stadion“ und Bahnhof „Flughafen Regionalbahnhof“ und der Station der S-Bahn für Gateway Gardens, Frankfurts wachsendem Stadtteil in direkter Nachbarschaft zum Flughafen, einen wichtigen Schritt näher gerückt.


    „Mit dem Beschluss für die S-Bahn Gateway Gardens unterstreicht der Magistrat der Stadt Frankfurt die Bedeutung infrastruktureller Großmaßnahmen für die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Stadt“, äußerte sich Uwe Becker, Frankfurts Stadtkämmerer. „Mit Gateway Gardens entsteht ein moderner Business Hub direkt am internationalen Flughafen Frankfurt, der immer mehr global agierenden Unternehmen in Frankfurt und in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main eine Heimat gibt“, so Becker weiter. Verkehrsdezernent Stefan Majer betonte: „Mit dem Magistratsbeschluss ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, dass der Bau der S-Bahn-Station Gateway Gardens vor 2019 abgeschlossen werden kann. Denn zu diesem Zeitpunkt läuft das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) aus. Eine Nachfolgeregelung für dieses GVFG ist leider noch immer nicht in Sicht, so dass für die Kommunen, die auf eine Mitfinanzierung des Bundes angewiesen sind, keine Planungssicherheit existiert“, so der Verkehrsdezernent. „Gerade vor diesem Hintergrund bin ich zufrieden, dass es gelungen ist, dass die Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens aus Grundstücksverkaufserlösen einen zweckgebundenen Beitrag für den S-Bahnausbau über 10 Millionen Euro bereitstellt", führt Stadtrat Majer an. Der Baubeginn ist für Ende 2014 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Station ist zum Winterfahrplan 2018 geplant. Die Gesamtkosten für die Realisierung belaufen sich auf rund 215 Millionen Euro. Davon entfallen 110,92 Millionen auf den Bund, 21,95 Millionen auf das Land und 84,56 Millionen Euro auf die Stadt Frankfurt.


    Die Planungen sehen vor, die bestehende Strecke der Deutschen Bahn mit den Linien S8 und S9 zwischen den Stationen Frankfurt Stadion und Frankfurt Flughafen-Regionalbahnhof zu verlegen und an der neuen Strecke die Station einzurichten. Damit ist Gateway Gardens sowohl vom Flughafen als auch von der Stadt über den öffentlichen Nahverkehr bestens erreichbar. Die Anbindung wird ohne Neuanschaffung von Zügen und ohne Änderung des Fahrplans in das bestehende S-Bahn-Netz integriert. Durch den Rückbau der bestehenden Strecke und die Renaturierung im Schwanheimer Wald werden zwei Flora-Fauna-Habitat-Gebiete wieder zusammengeführt werden, die heute von der Bahnlinie durchtrennt sind. „Mit dem Beschluss, den S-Bahn-Anschluss Gateway Gardens zu realisieren, setzen wir die Voraussetzung, eine Grundsatzentscheidung zur Erschließung aus dem Jahr 2004 umzusetzen. Seinerzeit hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, in Gateway Gardens 700.000 Quadratmeter Geschossfläche (GF) zu realisieren“, fasst Stadtkämmerer Becker zusammen. Stadtrat Majer betont: „Mit der S-Bahnanbindung schaffen wir für Beschäftigte und Besucher von Gateway Gardens sowie für die sich dort ansiedelnden Unternehmen einen leistungsfähigen und attraktiven ÖPNV-Anschluss und erreichen, dass ein erheblicher Anteil des motorisierten Individualverkehrs auf die Schiene verlagert wird. Rund 14.000 Fahrgäste täglich werden die S-Bahnstation Gateway Gardens frequentieren“. Der Beschluss des Magistrats muss nun vom Stadtparlament bestätigt werden. Des Weiteren muss das Eisenbahn-Bundesamt die Planfeststellung beschließen. Der Planfeststellungsbeschluss wird für Anfang des vierten Quartals 2013 erwartet.


    Für die geplante S-Bahn-Station in Gateway Gardens liegt ein Gestaltungsentwurf des Frankfurter Architekturbüros Dietz Joppien Architekten vor. Vorgesehen ist eine Station in einfacher Tiefenlage unter der Bessie-Coleman-Straße im nördlichen Teil von Gateway Gardens. Durch eine nach oben geöffnete Gestaltung wird die Station auf natürliche Weise beleuchtet und belüftet, was Sicherheit bringt und Energie und Kosten spart. Der Entwurf sieht eine zentrale Treppe und einen Lift im mittleren Stationsbereich vor, daneben Treppenzugänge im Westen und Osten der Station. Im Straßenraum werden die Öffnungen des Bauwerkes und die Zugänge mit einem markanten Wetterschutz überspannt.[/INDENT]


    So soll die Station an der Bessie-Coleman-Straße (FAZ-Plan) einmal über der Erde aussehen:



    Bild: Dietz Joppien Architekten

  • Der Treppenaufgang Kurt-Schumacher-Straße,Höhe „Conrad Electronic“ wird umgebaut, das heißt verschmälert.
    Die Arbeiten sollen am Montag 8.7.13 beginnen. Die Kurt-Schumacher-Straße, Fahrtrichtung Alte Brücke, wird für die geschätzte Bauzeit ca. 6 Wochen, verengt!
    Durch eine Stahlkonstruktion,soll der Treppenaufgang teilweise abgedeckt werden und somit die Wartefläche vergrössert werden. Kosten soll das 195.000 Euro.


    hier der Link VGF


    http://www.vgf-ffm.de/de/aktue…naufgang_konstablerwache/


    zwei Bilder dazu an markanter Stelle, die Baustelle.



    und weiter



    Alle bilder sind mein Eigentum

    Einmal editiert, zuletzt von Ffm60ziger () aus folgendem Grund: Bilder dazu

  • Laut Ankündigung wäre diese Woche Bergfest gewesen. Zum Feiern dürfte es aber beim Anblick des Ergebnisses wenig Grund geben. Bis letzte Woche bin ich noch davon ausgegangen, dass bis zur Halbzeit zumindest die Gleise liegen und das Gros der Oberleitung hängt, aber: weit gefehlt. Aber seht selbst:


    Sigmund-Freud-Straße:



    Ronneburgstraße - Blick nach Norden:



    Hier sieht man die Leerrohre links ganz gut. Wenn die überall noch verlegt werden müssen, wovon ich ausgehe...



    Ronneburgstraße - Blick nach Süden (alte Station stadtauswärts):



    Streckengleis Theobald-Ziegler-/Ronneburgstraße: Blick von der anderen Seite auf den Schotterhaufen:



    Theobald-Ziegler-Straße:




    Der Mast scheint etwas hartnäckig zu sein...



    Hier knapst man der Gießener Straße 40/50cm ab:



    Zwischen Gießener Straße und Theobald-Ziegler-Straße:



    Gießener Straße stadteinwärts:



    Hier beschäftigt man sich mit diversen Rohren:



    Diese Konstruktion an der Stelle erschließt sich mir nicht ganz...



    Gruppenbild alter technischer Einrichtungen mit Katze:



    Beachtenswert: eine alte, gelbe Telefonzelle und dann auch noch MIT Glasscheiben... Wo gibt's denn sowas? ; )


    Gießener Straße stadtauswärts (Blick nach Osten):



    Marbachweg/Sozialzentrum:



    Fazit: Oh, oh!


    An der Dt. Nationalbibliothek wurde vor zwei Wochen schon mit vorbereitenden Massnahmen begonnen. Die Haltestelle stadtauswärts wurde ans südliche Ende verlegt und eine Baustellenampel eingerichtet (Bild vom 13.7.):



    Außerdem hatte ich die gute alte Musterschule vergessen. Das reiche ich hiermit nach (Bilder vom 13.7.).


    Aktuelle Stationslage:




    Zukünftige Stationslage stadteinwärts:



    Zukünftige Stationslage stadtauswärts:




    Alle Bilder von mir

  • An der Dt. Nationalbibliothek wurde vor zwei Wochen schon mit vorbereitenden Massnahmen begonnen.


    Da bin ich mir nicht sicher, ob das schon am baldigen Umbau der Station liegt. Der Grund ist u.U. eher die Baustelle auf der Eckenheimer Landstr. an der Stelle:


    "Nordend Eckenheimer Landstraße in Höhe Hausnummer 166 bis 178: Teilsperrung der Fahrbahn in Fahrtrichtung Norden wegen Kanalbauarbeiten. Die linke Fahrspur wird gesperrt und eine zusätzliche Fußgänger LSA aufgestellt. Bis 17.8." (=7994111www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2814&_ffmpar[_id_inhalt]=7994111"]Baustellenseite der Stadt Frankfurt)


    Vielleicht hat man aber ja auch gedacht, es passt zeitlich ganz gut und kann gleich "Synergieeffekte" nutzen...

  • Das sind in der Tat vorbereitende Arbeiten zum Stationsumbau, wie Anfang diesen Jahres an der Station Marbachweg/Sozialzentrum (Richtung Hauptbahnhof) wird hier u.a. der Seiteneinstieg zum Abwasserkanal um- bzw. neugebaut. Die Baugrube erstreckt sich auf einem Teil des Bahnsteigs bis auf die linke Fahrspur.

  • Straßenbahnstrecke Stresemannallee

    Er wird konkret: Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt hat die Baustelleneinrichtung für den Neubau der Straßenbahnlinie 17 in der Stresemannallee ausgeschrieben. Der Auftrag wird so beschrieben:


    [INDENT]"Gegenstand der Ausschreibung sind die Verkehrssicherungsleistungen für den Neubau der Straßenbahnlinie 17 in der Stresemannallee in Frankfurt am Main. Die Leistungen schließen zum einen die Planung der Verkehrssicherungsmaßnahme und zum anderen den Aufbau, die Unterhaltung und den Abbau der Verkehrssicherung Stresemannallee mit den dazu notwendigen Zwischenbauphasen für die Verlegung der einzelnen Verkehrsführungen im gesamten Baubereich ein. Ebenso müssen die verkehrsrechtlichen Anträge gestellt werden. Weiterhin ist Bestandteil der Ausschreibung die Planung und der Aufbau einer großräumigen Umleitungsstrecke für die Baumaßnahme."[/INDENT]


    Interessant auch die genannten Daten - der Auftrag soll zwischen dem 1. November 2013 und dem 31. Juli 2015 ausgeführt werden.

  • ^ Das bedarf doch noch der Ergänzung. Dieser Auftrag ist nur eine Nebenmaßnahme zur Verkehrslenkung.


    Die eigentlichen Bauleistungen in 4 Losen


    Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
    Los 1: Straßen- und Gleisbau sowie Erdarbeiten für Umverlegung und Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen
    Los 2: Elektrische Streckenausrüstung
    Los 3: Grünanlagen
    Los 4: Leitungsbau (Gas, Wasser, Strom).

    sind hier ausgeschrieben (nur der Vollständigkeit halber).


    Fertigstellung 31.7.2015 heißt Betriebsaufnahme zum Sommerfahrplan 2015 (statt Winterfahrplan 2014/2015).

  • Bahnhof Höchst: Modernisierung beginnt im Mai 2014

    Der Verkehrsausschuss wird auf seiner nächsten Sitzung am 3.9.2013 die Bau- und Finanzierungsvorlage hinsichtlich des städtischen Anteils an den Modernisierungskosten für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Höchst beraten. Gegenstand der Beratung ist die Vorlage M 137 , die auch einen Übersichtplan nebst einer groben Erläuterung der Maßnahmen enthält. Als Baubeginn wird Mai 2014 genannt.

  • Neues von der Nordmainischen S-Bahn

    Im Sommer hatte ein Gruppe hessischer MdB eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet zum Sachstand wichtiger Verkehrsprojekte in Hessen. Die Bundesregierung hat die 91 Fragen unter dem 10.6.2013 beantwortet. In dem Fragenkatalog war auch die Nordmainische S-Bahn (Frage 39) abgehandelt worden:


    "Nordmainische S-Bahn Frankfurt am Main–Hanau
    39. Wann rechnet die Bundesregierung mit einer Fertigstellung des Vorhabens und hält sie die Finanzierung für gesichert?


    Nach dem Bund vorliegenden Informationen wurde mit dem Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben „Nordmainische S-Bahn“ durch Einreichen der Unterlagen für den Planfeststellungsabschnitt 2 (PfA 2 – Maintal) im Juni 2012 begonnen. Die Einreichung des PfA 3 (Hanau) erfolgte Ende 2012 und für den PfA 1 (Frankfurt) sollen die Unterlagen im 1. Halbjahr 2013 eingereicht werden. Ein Baubeginn kann noch nicht abgeschätzt werden und somit auch kein Fertigstellungszeitpunkt. Durch extreme Kostensteigerungen des Vorhabens ist die gesamtwirtschaftliche Sinnfälligkeit derzeit noch nicht dargestellt und die Finanzierung kann noch nicht als gesichert angesehen werden. Im Rahmen der Korridorstudie Mittelrhein werden derzeit verkehrliches Potenzial und Trassenkapazitäten der Strecke untersucht. Die Ergebnisse hierzu, die in die Neuaufstellung des BVWP einfließen werden, bleiben abzuwarten."


    Quelle: BT-Drucksache 17/13845 vom 10.6.2013


    Dem Vernehmen nach gibt es im Frankfurter Abschnitt noch Klärungsbedarf mit der Unteren Wasserbehörde.

  • Zweisystemuntersuchung

    Der Magistrat hat eine sogenannte Zweisystemuntersuchung erarbeiten lassen. Ziel ist es, neue Bahn-Direktverbindungen zu realisieren. Dies soll mit Zweisystemfahrzeugen geschehen, die sowohl städtische Schienentrassen (Gleichstromsysteme) als auch Eisenbahntrassen (Wechselstromsysteme) befahren können. Weil bestehende Trassen genutzt werden, könnten relativ kostengünstig neue Verknüpfungen zwischen der Region und der Stadt Frankfurt geschaffen werden. Ein weiterer Vorteil wäre die Vermeidung weiterer Kapazitätsengpässe im zentralen S-Bahntunnel.


    Beauftragt wurde eine Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros PTV Planung Transport Verkehr AG und Transport Technologie-Consult Karlsruhe GmbH TTK. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in erster Linie folgende Zweisystemlinien in Betracht kommen:


    1. Königstein - Ffm. Europaviertel - Ffm. Frankfurter Berg - Bad Vilbel - Glauburg-Stockheim
    2. Bad Soden - Ffm. Europaviertel - Ffm. Frankfurter Berg


    Hierbei wird von einer Stadtbahnverlängerung in das Europaviertel und zum Frankfurter Berg ausgegangen. Ermittelt wurden Fahrgastgewinne von etwa 4.100 ÖPNV-Personenfahrten pro Tag, davon 60% Umsteiger vom Auto und 40% neu entstehende Fahrten. Der S-Bahn-Abschnitt zwischen Höchst Bahnhof und Frankfurt Hauptbahnhof würde um etwa 5.000 Fahrgäste pro Tag und Richtung entlastet, der Umsteigeknoten Hauptbahnhof um etwa 15.000 Fahrgäste pro Tag.


    Die Untersuchung ist recht interessant, hier kann sie heruntergeladen werden. Der Magistrat will nun die betriebliche Machbarkeit eines dichteren Zweisystemangebotes prüfen und weitere vertiefende Untersuchungen durchführen lassen. Dazu eine aktuelle Vorlage.

  • Interessant klingt das Konzept. Betrieblich halte ich davon aber wenig. In Karlsruhe oder Kassel mag sowas funktionieren. In Frankfurt haben wir dafür aber eine zu hohe Verkehrsdichte.


    Die Linie U5 ist durch ihren oberirdischen Abschnitt im Nordend sicher eine der störungsanfälligsten Schnellbahnlinien in Frankfurt. Dazu würden mit den beiden Abschnitten vom Europaviertel nach Höchst und vom Frankfurter Berg nach Bad Vilbel zwei hochbelastete Eisenbahnstrecken hinzukommen. Den gemeinsamen Tunnelabschnitt mit der U4 kann man auch nicht unbeachtet lassen. Und die beiden eingleisigen Nebenbahnen von Höchst nach Königstein und von Bad Vilbel nach Stockheim dürften ihr übriges dazu geben. Das sind dann also 6 Abschnitte, die alle auf unterschiedliche Art und Weise Störungsquelle sein können.


    Sobald es irgendwo Probleme gibt, werden die Verzögerungen nach Erreichen der eingleisigen Abschnitte unmittelbar auf alle nachfolgenden Züge der Zweisystemlinie übertragen. Unweigerlich wird im Stadtgebiet auch die "normale" U5 sowie die U4 betroffen sein. Möglicherweise sind auf den gemeinsam genutzten Streckenabschnitten auch die anderen Linien betroffen. So kann es dann schnell mal passieren, dass ein unfähiger Verkehrsteilnehmer im Nordend (Alltagssituation!) am Ende nicht nur ein kleines Chaos auf der U5, sondern auch auf den Regionalstrecken nach Friedberg, Wiesbaden und Limburg produziert.


    Deshalb bin ich dafür diese drei Linien, die man hier versucht zu verbinden, lieber getrennt zu lassen. Stattdessen sollte das Geld in attraktivere Umstiegsknoten fließen, an denen man im Normalfall schnell und unkompliziert von einer in die andere Linie umsteigen kann und im Störungsfall sich in einem möglichst angenehm gestalteten Umfeld die Wartezeit vertreiben kann. Durch dezentrale Umstiegsknoten kann man den Hauptbahnhof auch entlasten, Verzögerungen bleiben aber lokal begrenzt und beeinflussen den Betrieb im restlichen Netz nicht.


    Übrigens verstehe ich nicht, weshalb sich die Stadt Frankfurt hier auf einmal um eine bessere Anbindung des Speckgürtels bemühen sollte. Eher müsste es umgekehrt sein! Frankfurt hat davon doch fast nichts?!

  • Ich sehe das nicht so kritisch.


    Zum einen funktioniert das Ganze mit der Erweiterung der U5 ab dem Frankfurter Berg natürlich nur dann, wenn die Erweiterung auf 4 Gleise mit dem Ausbau der Main-Weser-Bahn kommt. Das soll meines Wissens bald losgehen nachdem alle anhängigen Gerichtsverfahren abgeschmettert wurden.


    Und das Problem im Nordend sehe ich so auch nicht. Durch den Bau der Hochbahnsteige im Nordend wird der Verkehr dort eh zukünftig etwas entflechtet. Als aktueller Nutzer der U5 ab Preungesheim kann ich auch sagen, dass die Linie derzeit überhaupt nicht störungsanfällig ist. Auf der S6 ab dem Frankfurter Berg hingegen gibt es deutlich häufiger Verspätungen, die dann zu Problemen beim Umstieg (z.B. am Westbahnhof auf S3/S4/S5) führen.

  • Übrigens verstehe ich nicht, weshalb sich die Stadt Frankfurt hier auf einmal um eine bessere Anbindung des Speckgürtels bemühen sollte. Eher müsste es umgekehrt sein! Frankfurt hat davon doch fast nichts?!


    Ich denke schon, dass die Stadt Frankfurt allen Grund hat, auch jenseits ihrer Stadtgrenzen initiativ zu sein. Ein streng an den Stadtgrenzen ausgerichtetes Denken, leider in der Strukturen des ÖPNV-Gesetzes angelegt, greift zu kurz. Genau dieses Denken hat über weit mehr als ein Jahrzehnt das Projekt RTW lahm gelegt. Schließlich leidet vor allem Frankfurt unter den Folgen des für deutsche Verhältnisse enormen Pendleraufkommens, dass nur zu vielleicht 1/3 mittels ÖPNV bewältigt wird.


    Ich halte diese Gedankenspiele für eine unmittelbare Folge des RTW-Projekts insofern, als mit ihr - so sie denn wirklich kommt - der Einstieg in die Zweisystemtechnik einhergeht; damit entsteht etwas, von dem aus es sich lohnt, weiterzudenken. Ob jetzt gerade die U5 das beste Objekt dafür ist, kann ich nicht beurteilen - @Torbens Einwände lassen durchaus Zweifel zu -, aber naheliegend ist es schon infolge der zeitlichen Inzidenz zur U-5-Verlängerung ins Europaviertel.

  • Ich denke nicht, dass die Stadt Frankfurt mit Frankfurter Steuergeldern den Speckgürtelbewohnern ihr Leben im Grünen schöner machen sollte. Ich bin sicher, dass es die Verantwortlichen der Stadt ähnlich sehen. Eher wird versucht, das wenige Geld in der Stadt selber zu investieren, da gibt es genug Verkehrsprojekte. Dadurch wird ein Leben in der Stadt attraktiver und die Stadt lockt die Steuer zahlenden Speckgürtelbewohner in die eigene Gemarkung. :)

  • ^


    Einspruch!! Das ist völlig kontraproduktives Kirchturmdenken. Was erstens sind Frankfurter Steuergelder? Die ÖPNV-Projekte werden zu 75% von Bund und Land bezahlt. Und zweitens geht es nicht darum irgend jemandes Leben im Speckgürtel schöner zu gestalten. Es ist einfach eine Tatsache, dass die Stadt in etwa genauso viele Arbeitsplätze in ihren Stadtgrenzen birgt wie sie Einwohner hat. Deshalb geht uns die Pendlerproblematik besonders an, weil sie sich auch durch noch soviel Neubau nicht bewältigen lässt. Und drittens schaffen nur die Pendler - von wenigen Ausnahmen abgesehen - dasjenige Verkehrsaufkommen, dass für eine Förderfähigkeit benötigt wird; m.a.W. ohne den Pendlerverkehr gäbe es keine U-Bahn noch eine S-Bahn, denn von der reinen Einwohnerzahl her würde sich beides einfach nicht lohnen.


    Und dass der Magistrat genau nicht so denkt, wie du es dir wünschst, belegt die Zwei-System-Untersuchung, von der hier die Rede ist. Früher hätte man so was Denkschrift bezeichnet, die einen Denkanstoß liefern soll, weshalb viertens nachzutragen ist, dass es hier um die Machbarkeit geht. Ob und was dann vielleicht gebaut wird, steht auf einem anderen Blatt und wer's schließlich bezahlt, auf einem ganz anderen. Woher kommen solche Initiativen, wenn nicht aus Frankfurt? Aus Königstein vielleicht? Oder aus Wiesbaden. Fehlanzeige.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung & Nachtrag