Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen

  • Waere sicher eine gute Sache, die Innenstadt ein wenig zu entlasten. Nur leider werden ab Dezember die Fahrkarten mal wieder teurer. Wie immer gibt es nur einen Weg der Fahrkartenpreise, nach oben!:Nieder:
    So wird man die Pendler niemals fuer die Bahn begeistern koennen.

  • Zitat von Ahligator

    Guter Ansatz wie ich finde. Man muss solch ein Angebot nur attraktiv genug gestalten (hohe Taktfrequenz, günstige Parktarife, Nutzung des Citytickets), dann wird das auch angenommen.
    Vielleicht würde ein P+R-Parkaus auf dem Gelände der Rastanlage Taunusblick noch mehr Sinn machen. Hierfür müsste die U6 nur ein kurzes Stück bis zur A5 verlängert werden. Vorteil: Man würde direkt und ohne umsteigen in die Innenstadt gelangen.


    Meine Rede...

  • Die neue Straßenbahntrasse in der Stresemannallee (Vorlage aus dem Parlamentsinformationssystem als PDF) für die direkte Tramanbindung Neu-Isenburgs an den Frankfurter Hauptbahnhof wird aller Voraussicht nach gebaut. Der Verkehrsausschuss hat gestern entsprechend beschlossen, damit sollte die Sache durch sein. Mehr heute in der FNP.

  • U-Bahn zum Riedberg (D-IV-Strecke)

    Verkehrsdezernent Sikoriski hat im Ortsbeirat 12 das U-Bahn-Projekt zur Anbindung des Riedbergs vorgestellt.


    Hier einige Auszüge aus einem FNP-Artikel, der hier vollständig nachgelesen werden kann:
    - Kosten: ca. 60 Mio. Euro (Folgekosten: ca. 400.000 Euro/Jahr)
    - Bauzeit: ca. 30 Monate
    - Inbetriebnahme: Ende 2009 / Anfang 2010
    - Länge: ca. 3,8 km (davon 2,3 km als Rasengleis)
    - Die Linie U8 verbindet den Riedberg (über die A-Strecke) mit dem Südbahnhof.
    - Die Linie U9 führt von Nieder-Eschbach über den Riedberg, NWZ nach Ginnheim, wo über eine neu zu bauende S-Bahn-Station Anschluss an die S-Bahn-Strecke Friedberg – Frankfurt hergestellt wird.
    - Hinter der Station „Niederursel“ zweigt die neue Strecke zum Riedberg ab und erhält die Stationen „Forum“ (Frage: wie ist man denn eigentlich auf den Namen gekommen?) und „Riedberg“. Vor der Haltestelle „Kalbach“ erhält die Trasse Anschluss an die der U2.
    - Hinter der Station „Riedberg“ wird ein drittes Gleis angelegt um die Züge der U8 wenden zu lassen.
    - Die Station „Heddernheimer Landstrasse“ wird einige Meter verlegt und neu gebaut, da der Abzwig von U1/U3 zu einem Gleisdreieck erweitert wird.
    - U8 und U9 fahren jeweils im 15 Minuten-Takt. Der Takt der U3 wird in der Hauptverkehrszeit auf 15 Minuten gestreckt, um Kapazität für die U8 auf der A-Strecke zu schaffen (max. 24 Züge / Stunde).
    - Kritik kommt von der SPD hauptsächlich wegen der Streckung des Taktes der U3 in der HVZ und anderer Annahmen bzgl. der prognostizierten Fahrgastzahl.


    Nebenbei sei noch eine Anmerkung von Sikorski erwähnt: „Auch das Urban Entertainment Center wird nicht mehr gebaut, für das täglich 40 000 Besucher gerechnet wurden.“ Aha, interessant!

  • Ja, die Verlängerung unter dem Europaboulevard.


    Zur Riedbergstrecke, die Politik (besonders Sikorski) verschweigt immer gern, dass die DIV (Riedberg Anbindung) schon immer so geplant wurde, es fehlt halt jetzt DII ( Tunnel Ginheim)


    Es ist also keine neue Erfindung, sondern einfach eine herausnahme eines Teils aus einer Gesamtplanung.

  • Mich würde ja mal interessieren, ob jemals über eine U-Bahn unter der Mainzer Ldtsr. nachgedacht wurde. Wer im Gallus wohnt, wird mich verstehen. Besonders die Straßenbahn 11 ist zu jeder Tages und Nachtzeit voll!

  • Da wurde sicher einmal drüber nachgedacht. Und bei diesen Überlegungen ist man sicherlich auch sehr schnell zu dem Punkt "Kosten" gelangt. Die wären nämlich exorbitant. Da kämen leicht einige hundert Mio. zusammen. Gerade am Hauptbahnhof wäre es ja sehr wünschenswert die Bahnen unterirdisch zu führen, aber da stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis.

  • Die U-Bahn unter der Mainzer Landstraße ist seit Ewigkeiten im Generalverkehrsplan vorgesehen. Natürlich ist es bisher an den Kosten gescheitert, weil in den 70er Jahren eine Streckenführung nach dem Vorbild der Eschersheimer Landstraße aus bekannten Gründen nicht umgesetzt wurde. Wenn in ein paar Jahr(zehnt)en die U-Bahn unter dem Europaviertel gebaut sein wird, dürfte die Strecke in der Mainzer wegen der geringen Entfernung noch ein klein wenig unwahrscheinlicher werden.


    Oberirdisch könnte man auch schon einiges erreichen, beispielsweise könnte die 11 in Doppeltraktion fahren (mit den neuen S-Wagen). Wenn man der Straßenbahn dann noch eigene Fahrspuren baulich abtrennt und das ganze mit Ampelschaltungen etc. beschleunigt, hat man etwas, was Städte wie Leipzig oder Erfurt als Stadtbahn bezeichnen...

  • Ja, die Verlängerung unter dem Europaboulevard.


    .... wobei noch die Gefahr besteht, dass sich die Grünen auch hier durchsetzen und am Güterplatz eine "attraktive" Rampe entsteht um das Europaviertel oberirdisch zu erschließen (siehe #164ff.). Da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.
    Ansonsten gelten zur Zeit nur oberirdische Strecken als gesichert nachem D-II gekippt wurde. Das sind U8/U9 zum Riedberg und U5 zum Frankfurter Berg.
    Evtl. kommt ja noch die unterirdische Verlängerung der U4 zum Atzelberg (siehe #19). Da hat man aber lange nichts mehr gehört. Alles andere ist Spekulation/Träumerei.

  • Also ich für meinen Teil rechne fest damit, dass der unterirdische Weiterbau kommen wird - die jetztige Lösung schreit ja geradezu nach einem Lückenschluss zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim...


    Daher nicht die Hoffnung aufgeben, liebe Mitfrankfurter - nur nicht mehr grün wählen :lach:

  • Damit ist doch aber nichts gewonnen. Im Gegenteil. Die Mainzer würde unter der Verkehrslast nur noch eher zusammenbrechen.


    Für den Straßenverkehr würde sich auf der Mainzer fast gar nichts ändern, die Straßenbahn hat ja jetzt schon zwischen Mönchhofstraße und Platz der Republik eigene Fahrspuren. Diese sind aber nur durch weiße Linien vom Rest getrennt, so dass immernoch Kollisionsgefahr zwischen Straßen- und Schienenfahrzeugen besteht. Wenn man eine bauliche Abgrenzung schafft (nicht so viel wie auf der Eschersheimer, nur eine Art Bordsteinkante wie auf der Rebstocklinie), dann könnte man dort die Fahrgeschwindigkeit erhöhen. Wenn man dann noch eine funktionstüchtige Beschleunigung mittels Ampelschaltungen realisiert (die den Straßenverkehr erst recht nicht behindert, weil sich nur die Ampelphasen der Straßenbahn anpassen und nicht etwa länger rot zeigen), kann man auf der Mainzer einen Quasi-Schnellbahnbetrieb anbieten, ohne dafür auch nur einen Meter Tunnel bauen zu müssen. Denn gerade Tunnel sind etwas, was sich die Stadt Frankfurt nach dem Auslaufen der gegenwärtigen Förderungsmittel nicht mehr aus eigener Tasche leisten kann.

  • Europaviertel-U-Bahn und U5

    Nach einer Vorabmeldung der FNP sind die Chancen für eine komplett unterirdische Streckenführung der U-Bahn im Europaviertel gestiegen. Doch soll nicht die U5 ins Europaviertel geführt werden, sondern eine neue Linie, die über eine vorhandene, aber nur betrieblich genutzte Tunnelstrecke über die U4-Station Seckbacher Landstraße hinaus zum neuen Betriebshof Ost und dann nach Enkheim fahren soll. Hier dann auf den Gleisen der U7.


    Dafür könnte die U5 in eine Straßenbahn gewandelt werden, die dann bereits an der Konstablerwache endet. Dies würde den auf wenig Gegenliebe stoßenden Bau neuer Hochbahnsteige auf der Eckenheimer Landstraße überflüssig machen. Allerdings wäre der entsprechende Bahnsteig der Station Konstablerwache für Niederflur-Straßenbahnen umzubauen.

  • Weiß jemand von euch Bescheid wie es mit einer S-Bahn von FFM-Höchst zum Flughafen setht, bzw. in die andere Richtung über Rödelheim und das NW-Zentrum? Ich hatte mal von solchen Plänen gehört.. sind die ganz weg vom Tisch oder gibts da noch Ambitionen?

  • Das Projekt läuft unter dem Namen "Regionaltangente West" und wird derzeit vom RMV untersucht. Es gibt eine Reihe von Problemen: Finanzierung von Bau- und Betriebskosten, städtebauliche Einbindung in Höchst, Widerstand von Anwohnern in Sossenheim, Zweifel am Nutzen in der Frankfurter Stadtverwaltung. Nach den derzeitigen Plänen sollen die ersten Züge frühestens 2016, spätestens aber 2019 rollen. Es ist folgende Linienführung vorgesehen: Bad Homburg bzw. Frankfurt-Nordwestzentrum - Eschborn-Süd - Höchst - Flughafen - Stadion - Neu-Isenburg bzw. Dreieich-Buchschlag.

  • Wäre doch mal sehr interessant zu sehen, wie der neue regionale Flächennutzungsplan und die neuen Verkehrsprojekte zusammenspielen werden. Im neuen Plan sind im Ballungsraum Frankfurt etwa 6000 Hektar (60km²!!!) neue Wohn- und Gewerbeflächen vorgesehen...die GESAMTE bebaute Stadtfläche von Frankfurt beträgt, glaube ich, 80km². Der Großteil davon wahrscheinlich nördlich des Mains im Umland - ohne gute Anbindung an den ÖPNV.



    Ich hoffe einfach mal, dass man sich darauf einigt, den Frankfurter Häuserklecks wachsen zu lassen, anstatt immer neue Satellitenstädte entstehen zu lassen, die dann für teures Geld angebunden werden müssen - und dann die Entwicklung zur Autostadt doch nicht bremsen können.

  • Schmittchens post #196

    Hochbahnsteige in der Eckenheimer hin oder her. Von der Idee die U5 in eine Strassenbahn umzuwandeln war ich aus folgenden Gründen noch nie begeistert.
    - Ich sehe Kapazitätsprobleme (auch wenn die Strassenbahn in Doppeltraktion fahren würde), da die Strecke heute schon hoch frequentiert ist, welche nach der Verlängerung zum Frankfurter Berg noch zunehmen würden.
    - Die Strecke würde an der Konstablerwache enden müssen. Dabei hat man Ende der 90er die U5 aus guten Grund erst zum Hauptbahnhof durchgebunden. Durch ein umsteigen würde die Attraktivität sinken.
    - Weiterhin wäre die Wendeanlange an der Konstablerwache störanfällig, da sie eingleisig wäre und die Strassenbahnen in kurzen Zeitabständen fahren würden.


    Naja, wir werden sehen was sich unsere Damen und Herren Verkehrsplaner noch ausdenken.


    PS: Die letzte in Betrieb genommene Strecke war die Strassenbahnlinie 17 im Dezember 2003. Seither ist NICHTS mehr passiert!


    Edit: Eine zweite Linie über Glauburgstrasse Richtung Bornheim? Besteht da Bedarf? Ich würde eher behaupten, dass die meisten heutigen U5-Nutzer Richtung Innenstadt wollen. Das würde also das Kapazitätsproblem eher nicht beheben?!

  • Ohne die genaue Streckenführung zu kennen, würde ich für die neue Straßenbahnlinie Bornheim - Glauburgstraße schon einen Bedarf sehen, weil bald wesentlich mehr Studenten (und Mitarbeiter :-)) den neuen Campus Westend der Uni bevölkern werden. Nächstes Jahr wird's für mich z. B. schwierig, mit der U-Bahn vom Nordend zu meiner neuen Arbeitsstätte zu gelangen - ich müsste zweimal umsteigen (Konstabler und Hauptwache). Eine neue Linie, die sozusagen nördlich parallel zur Zeil "quer rübergeht" (Ost-West), wäre für mich ideal... und ich denke, dass noch ein paar mehr Studis z. B. in Bornheim wohnen.